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Motivation

Dank erfolgreich praktizierter Bauwerksprüfung im übergeordneten Straßennetz sind in Deutschland Brückeneinstürze wie in den USA eher unwahrscheinlich. Sie ist Grundlage für die ständige Kontrolle der Sicherheit und Dauerhaftigkeit von Straßenbrücken. Angesichts der Altersstruktur der Bauwerke – ein Großteil der Brücken ist zwischen 1960 und 1980 gebaut worden – und der zwischenzeitlich deutlich angestiegenen und in den nächsten Jahren noch weiter ansteigenden Verkehrs- und Gewichtsbelastungen steht die Brückenprüfung auch in Zukunft unter einem hohen Erwartungsdruck.
Vor diesem Hintergrund sind eine qualifizierte Ausbildung von Nachwuchsprüfern und eine ständige - sich dem ändernden Stand der Technik anpassende - Fortbildung der praktizierenden Prüfer unbedingt erforderlich. Diese müssen im Sinne angestrebter Vergleichbarkeit der Prüfergebnisse länderübergreifend nach einheitlichen Lehrplänen und Prüfordnungen erfolgen, die für alle Prüfer bei allen Straßenbaulastträgern - d.h. auch für die Kreise und Kommunen - und den beauftragten Ingenieurbüros gelten sollten. Entsprechende Schulungen müssen qualitätsgesichert und im Hinblick auf Anwendbarkeit bei Vergaben an Ingenieurbüros durch nach erfolgreich abgelegter Prüfung ausgeteilte Zertifikate nachweisbar sein.
Da der Aufbau und die Fortführung einer solch qualifizierten Fortbildung wegen knapper Personalressourcen die Leistungsfähigkeit der Straßenbauverwaltungen der Länder übersteigt und auch im Interesse anderer Baulastträger und der Ingenieurbüros liegt, haben das Bundesverkehrsministerium, die Straßenbauverwaltungen der Länder und die Ingenieurkammern auf Bundes- und Länderebene die Gründung eines gemeinnützigen Vereins zur Förderung der Qualitätssicherung und Zertifizierung der Aus- und Fortbildung von Ingenieurinnen/Ingenieuren der Bauwerksprüfung (VFIB) initiiert.