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    17.10.2022 - 

    Teurer Sprit und marode Brücken

    Der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages hat sich in zwei öffentlichen Anhörungen mit den Sorgen und Nöten der Güterverkehr- und Logistikbranche in Deutschland beschäftigt. Dabei ging es unter anderem auch um das Thema Brücken. Staatssekretär Luksic aus dem Bundesverkehrsministerium verwies darauf, dass einen Teil der Oppositionsforderungen nach einer Beschleunigung der Sanierung der Verkehrsinfrastruktur SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag längst vereinbart und angepackt hätten. "Wir haben 4.000 kaputte Brücken vorgefunden. Deswegen legen wir jetzt den Fokus auf das Brückenmodernisierungsnetz."

    Quelle: www.das-parlament.de/2022/42/wirtschaft_und_finanzen/916166-916166

    11.10.2022 - 

    Wissing und Geywitz starten Plattform zur Unterstützung des digitalen Planens, Bauens und Betreibens

    Die Bundesregierung will Planungsprozesse – etwa für den Bau von Wohnungen, Schienenstrecken, Straßen oder Wasserstraßen - digitalisieren und deutlich beschleunigen. Eine Methode, um dies zu erreichen ist das Building Information Modeling (BIM). Die Bundesminister Dr. Volker Wissing und Bundesminister Klara Geywitz haben jetzt das „BIM-Portal“ des Bundes freigeschaltet, das Unternehmen und öffentliche Hand bei der Digitalisierung ihrer Bauvorhaben helfen soll. Damit schafft der Bund eine Plattform, die bei der Erstellung von Projekt- und Produktdaten hilft, die über offene Datenformate unter den Akteuren ausgetauscht werden können.

    Ab 2025 solle BIM bundesweit Standard sein, so Digitalminister Wissing. Bis 2025 werde es bei öffentlichen Bauvorhaben bundesweit heißen: Digital ist besser. Für Bauministerin Geywitz lege die Bundesregierung mit BIM Deutschland und seinem BIM-Portal den Grundstein für die breite Anwendung von BIM. Mit dem BIM-Portal biete sich die Möglichkeit, in einem Schritt die Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Ressourceneinsatz zu optimieren.

    Quelle: www.bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2022/078-bim-portal.html

    08.09.2022 - 

    Brücken im Kreis sind stabil

    Im Zusammenhang mit einem Bericht über eine Brückenprüfung (siehe Hessen) berichtet die Oberhessische Presse Marburg auch über den bundesweiten Zustand der Brücken. Das Fazit: Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich eine gut ausgebaute Infrastruktur besitze – die Brücken in Deutschland seien vielfach marode. Grund dafür sei zum einen das Alter der Brücken, zum anderen die Belastung durch den Verkehr. Der Zustand einer Brücke habe nicht nur mit der Anzahl des Güterverkehrs auf den Straßen zu tun, sondern hänge neben Umweltfaktoren unter anderem auch mit dem Alter und Standort der Brücke zusammen.
    Die Mehrzahl der Brücken in den westlichen Bundesländern stamme aus den 1950er bis 1985er Jahren. Das Autobahnnetz in Ostdeutschland sei deutlich jünger als das in den westlichen Bundesländern.
    Quelle: https://www.op-marburg.de/Marburg/Bruecken-im-Landkreis-Marburg-Biedenkopf-sind-hessenweit-verglichen-gut

     

    19.08.2022 - 

    Die Milliarden stehen bereit – warum gibt die Bundesregierung sie nicht aus?

    Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet ausführlich über nicht ausgeschöpfte Gelder in den Etats der Bundesministerien. 2021 habe der Bodensatz an nicht genutzten Etatmitteln die Rekordhöhe von 21,3 Milliarden Euro erreicht, allein mehr als fünf Milliarden Euro davon im Verkehrsministerium. 2020 wären rund 13,5 Milliarden Euro ungenutzt geblieben, die zum Beispiel für neue Straßen, Schienen oder Brücken vorgesehen waren.
    Die Gründe dafür seien vielfältig: So sei Baumaterial für Straßen und Brücken knapp oder nicht lieferbar. Zuweilen finde der Staat auch keine Unternehmen, die seine Aufträge ausführten, In vielen Behörden, die für Genehmigungen und Bewilligungen zuständig sind, fehle das Personal.

    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeshaushalt-die-milliarden-stehen-bereit-warum-geben-die-behoerden-das-geld-nicht-aus-a-ded804b8-9ec1-43b5-979d-3a7dc09ff739?context=issue

    11.08.2022 - 

    13.000 Autobahnbrücken müssen saniert werden – der Bund schafft keine 100 pro Jahr

    Das Handelsblatt berichtet ausführlich über den Streit zwischen Bund und Ländern über die Deges. In den nächsten Jahren müssten mehr als 13.000 Autobahnbrücken saniert werden, im Bundesstraßennetz rund 5000, davon rund 1800 „dringlichst“. Zwar habe sich die Autobahn GmbH zum Ziel gesetzt, ab 2026 pro Jahr 400 Brücken zu sanieren, derzeit seien es weniger als 100.

    Hingegen gibt es eine kleine Einheit, um die inzwischen ein großer Streit tobe, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges). Sie steuere seit 30 Jahren Großprojekte für den Bund – und das so gut, dass sich zwölf Bundesländer angeschlossen haben. Der Bund wolle die Anteile der Länder (gut 70 Prozent) nur zu gern übernehmen und die Deges mit ihrem Know-how als neue Tochtergesellschaft der Autobahn GmbH zur Seite stellen. Doch zahlreiche Ländern wollten sich nicht von ihren Anteilen trennen, denn die Deges sei bei den auf Landesebene anstehenden Sanierungen eine wertvolle Hilfe.

    Eine Übernahme der Deges durch die Autobahn GmbH gefährde deren Funktionsfähigkeit, heißt es in einem Gutachten der Deges. Es sei „ein Schildbürgerstreich erster Klasse“, die Funktionsfähigkeit der Deges mit einer Übernahme durch den Bund und der Integrierung als Tochter der Autobahn GmbH zu gefährden.
    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/autobahn-gmbh-13-000-autobahnbruecken-muessen-saniert-werden-der-bund-schafft-keine-100-pro-jahr/28584926.html

    05.08.2022 - 

    Bundesregierung legt Verkehrsinvestitionsbericht 2020 vor

    Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat den Verkehrsinvestitionsbericht 2020 mit den Investitionen in Schiene, Straße und Wasserwege vorgelegt. Danach wurden im Geschäftsjahr 2020 Verkehrsinvestitionen (Neu- und Ausbau, Erhaltung sowie sonstige Investitionen) mit Bundesmitteln sowie EU-Mitteln in Höhe von insgesamt 6,83 Milliarden Euro für die Finanzierung von Infrastruktur entsprechend dem Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSWAG) getätigt. Die bereitgestellten Bundes- und EU-Mittel für die Aus- und Neubauvorhaben nach dem geltenden Bedarfsplan hätten sich auf 1,54 Milliarden Euro belaufen. Ein gesondertes Kapitel befasst sich mit der systematischen Brückenmodernisierung (Seite 205f.).
    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/022/2002295.pdf

    01.08.2022 - 

    300 sanierte Brücken zu wenig: Neue Eingreiftruppe für schwere Bauprojekte soll es richten

    Das Handelsblatt berichtet über Pläne des Bundesverkehrsministeriums die Autobahnverwaltung neu aufzustellen, um schneller marode Brücken zu sanieren und Fernstraßen auszubauen. Bei der von Bund und Ländern 2017 beschlossenen Reform wurde übersehen, dass die bereits bestehende Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) nicht wie geplant in die neue Autobahngesellschaft integriert werden kann. Seither sei der Bund an zwei Gesellschaften beteiligt, die Bundesfernstraßen planen und bauen. Dies habe der Bundesrechnungshof als nicht zulässig kritisiert.

    Das Bundesverkehrsministerium plane, dass der Bund in einem ersten Schritt die Gesellschafteranteile der Länder an der Deges erwerbe. Anschließend solle die Deges als Tochter der Autobahn GmbH des Bundes weitergeführt werden. Dem Ministerium sei es dabei wichtig, die Aufgaben in der Autobahngesellschaft zu bündeln, die Kompetenz der Deges zu erhalten und eine einvernehmliche Lösung mit den Ländern zu finden
    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahngesellschaft-300-sanierte-bruecken-zu-wenig-neue-eingreiftruppe-fuer-schwere-bauprojekte-soll-es-richten/28564878.html

    07.07.2022 - 

    Demokratische Kontrolle der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V.

    Welche Aufgaben die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV) habe, wollte die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen. Die FGSV, so die Bundesregierung, erstelle Regelwerke und Wissensdokumente für das Straßen- und Verkehrswesen in Deutschland unter Berücksichtigung der neuesten Ergebnisse der Forschung und Praxis. Dabei arbeiteten Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft in den Fachgremien der FGSV zusammen. So könnten technische Regeln unter Beteiligung aller relevanten Akteure, Auftragnehmer und Auftraggeber, Industrie und Verbraucher, Verwaltung und Wissenschaft etc. gemeinsam erarbeitet werden.
    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/027/2002740.pdf

    04.07.2022 - 

    Es wird so bald nicht besser – Bauwirtschaft wartet vergeblich auf Brücken-Aufträge

    Das Handelsblatt befasst sich in einem ausführlichen Beitrag mit den (Nicht-)Ergebnissen des „Brückengipfel“ beim Bundesverkehrsministerium. Es sei zwar versprochen worden, zügig Tausende Brücken zu sanieren, aber - so die Baubranche - es sei nicht viel passiert. Die Branche zähle aktuell neun Brücken-Ausschreibungen, das sei angesichts des Ziels, künftig 400 Brücken pro Jahr sanieren zu wollen, wenig. Auch der Haushaltsentwurf für 2023 des Bundes sehe keine Abhilfe vor. Die Steigerungen bei Baukosten und Rohstoffpreisen würden ebenso wenig wie die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst nicht berücksichtigt, so das Verkehrsforum.

    Zwar sollten Erhaltungsmaßnahmen jetzt konsequent umgesetzt werden, aber neben den zähen Planungs- und Genehmigungsverfahren hake es vor allem an den fehlenden Fachkräften bei der Autobahn GmbH. Angesichts des Personalmangels wolle die Autobahngesellschaft zunächst nichtmehr nur fertig geplante Brücken ausschreiben, sondern die Baufirmen sollten auch selbst Entwürfe einreichen und damit die Brücken gleich planen.

    Das Verkehrsministerium habe erklärt, 2022 würden ein Viertel mehr Brücken ausgeschrieben als 2021 und für 2023 sei von „einer weiteren signifikanten Steigerung auszugehen“.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/marode-infrastruktur-es-wird-so-bald-nicht-besser-bauwirtschaft-wartet-vergeblich-auf-bruecken-auftraege/28470586.html

    22.06.2022 - 

    Gesetzänderung für mehr Lärmschutz an A45-Brücke Rahmede

    Betroffene Bewohner entlang der Umleitungsstrecke an der maroden A45-Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid sollen besser vor Verkehrslärm geschützt worden. Mit einer Änderung des Bundesfernstraßengesetzes, die an diesem Donnerstag in Kraft tritt, werde ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Bürger getan, so Bundesverkehrsminister Wissing. Konkret könnten nun Eigentümer von Gebäuden an den zwei zentralen Umleitungsstrecken in der Sauerlandstadt ab sofort Anträge für den Einbau von Lärmschutzfenstern und Lüftern stellen.

    Das Bundesgesetz sei angepasst worden, um den Menschen in der Region zu helfen, die seit der Brückensperrung vor knapp sieben Monaten infolge des Umleitungsverkehrs stark belastet sind. Das geänderte Gesetz sehe vor, dass bei längeren Sperrungen von Bundesfernstraßen den Anwohnern an Umleitungsstrecken die notwendigen Ausgaben für Lärmschutzmaßnahmen an ihren Gebäuden erstattet werden. Für die Erstattung müssen dabei Kriterien wie eine bestimmte Dezibelzahl erfüllt sein. Die maßgeblichen Lärmwerte werde die Autobahn GmbH des Bundes jetzt auf Grundlage einer aktuell durchgeführten Verkehrszählung berechnen.

    Quelle: https://www.zeit.de/news/2022-06/22/gesetzaenderung-fuer-mehr-laermschutz-an-a45-bruecke-rahmede

    04.05.2022 - 

    Bundesminister plant Änderung des Bundesfernstraßengesetzes

    Über eine Änderung des Bundesfernstraßengesetzes sollen Bürgerinnen und Bürger profitieren, die an ausgewiesenen Umleitungsstrecken wohnen. Das neue Gesetz soll erstmals im Zuge der Planungen zum Neubau der Talbrücke Rahmede in Lüdenscheid angewendet werden, so Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing. Man tue alles dafür, um den Neubau der Talbrücke Rahmede zügig und effektiv zu planen und die Menschen vor Ort möglichst wenig zu belasten. Der Entwurf des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) sehe vor, dass der Bund lärmbetroffenen Eigentümern an ausgewiesenen Umleitungsstrecken Aufwendungen für Schallschutzmaßnahmen an ihren Gebäuden erstatten könne, beispielsweise für den Einbau von Lärmschutzfenstern. Der Entwurf werde nun an Bundestag und Bundesrat weitergeleitet, um das Gesetzgebungsverfahren schnellstmöglich – noch vor der Sommerpause – abzuschließen.

    Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2022/017-wissing-bundesminister-plant-aenderung-des-bundesfernstrassengesetzes.html?nn=13326

    25.04.2022 - 

    Brauchen wir den Aufbau West? Deutschland droht eine Infrastruktur-Katastrophe

    Mit dem Zustand der Infrastruktur in Deutschland befasst sich ein ausführlicher Beitrag in der Zeitung „Der Tagesspiegel“. Die alte Bundesrepublik leide an wohlstandsgefährdender Materialermüdung. Die drohende Katastrophe für das ganze Land habe sich lange angekündigt. Seit Jahren werde vor dem Zerfall der Infrastruktur gewarnt. Alle Genauigkeit bei der Prüfung, alle Begeisterung der Ingenieure über die gebauten Brücken könne den Verfall nicht verhindern, wenn Politiker auf ihre Warnungen hin keine Maßnahmen veranlassten. Ausführlich beschrieben wird in dem Beitrag der Ablauf einer Brückenprüfung.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://plus.tagesspiegel.de/gesellschaft/brauchen-wir-den-aufbau-west-deutschland-droht-eine-infrastruktur-katastrophe-462732.html

    18.03.2022 - 

    122 Autobahnbrücken wurden im Jahr 2021 modernisiert

    Im Jahr 2021 wurden nach Angaben der Bundesregierung 122 Autobahnbrücken modernisiert. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. 2020 wurden 58 Autobahnbrücken modernisiert, 2019 162 Autobahnbrücken und 2018 205 Autobahnbrücken. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr plane in den nächsten Jahren unter Berücksichtigung der Preisindizes eine weitere Erhöhung der Erhaltungsmittel, „auch für die Autobahnbrücken“, so die Bundesregierung.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/009/2000925.pdf

    10.03.2022 - 

    1. Brückengipfel: Bundesminister stellt Bilanz und Maßnahmen vor - Wissing schnürt Paket für Brückenmodernisierung

    Bundesverkehrsminister Wissing hat beim Brückengipfel seines Hauses ein „Zukunftspaket leistungsfähige Autobahnbrücken“ vorgelegt. Als erfolgreiche Wirtschaftsnation im Herzen Europas benötige Deutschland eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Diese zu schaffen und zu erhalten, sei eine Generationenaufgabe. Mobilität sei ein gesellschaftliches Grundbedürfnis, sie stünde für Teilhabe, Chancen und Wohlstand. Sie zu erhalten, müsse daher ein vordringliches Anliegen der Politik sein.

    Das Zukunftspaket setze neue Prioritäten, um die Modernisierung der Brücken strategisch und in der sinnvollsten Reihenfolge anzugehen. Finanzielle Mittel würden erhöht und der Dialog mit allen Beteiligten werde frühzeitig starten. Planungen, Verfahren und Abstimmungen würden beschleunigt, digitalisiert und vereinfacht – alles mit einem klaren Ziel, die Brückenmodernisierung deutlich zu beschleunigen.

    Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2022/009-wissing-brueckengipfel.html

    Link zum Zukunftspaket:
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/presse/zukunftspaket-leistungsfaehige-autobahnbruecken.pdf?__blob=publicationFile

    Link zur Bilanz des Gipfels:
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/presse/bruecken-an-bundesfernstrassen-bilanz-und-ausblick.pdf?__blob=publicationFile

    10.03.2022 - 

    11 Autobahnen mit Priorität – Wissing steckt weitere Milliarde in marode Brücken

    Im Zusammenhang mit dem Brückengipfel, zu dem Bundesverkehrsminister Wissing eingeladen hatte, berichten zahlreiche Medien über die Zustand der deutschen Brücken. In diesem Zusammenhang schreibt die Tageszeitung Die Welt u.a. „Volker Wissing ist nicht der erste Verkehrsminister, der sich mit Deutschlands maroden Brücken beschäftigen muss. Seit vielen Jahren ist der massive Sanierungsstau bekannt, geändert hat sich daran bislang wenig. Doch inzwischen ist ein Zustand erreicht, in dem sich das Problem nicht länger verdrängen und verschieben lässt.“

    Als Ergebnis des Brückengipfels sei ein Neun-Punkte-Plan herausgekommen, wonach es künftig eine Zweiteilung im deutschen Bundesstraßen-Netz geben werde. Es werde ein Kernnetz der Autobahnen geben, die vorrangig saniert werden sollte. Dazu zählten die Autobahnen A1 bis A9 sowie die A45 und die A81. Allein auf diesem Kernnetz gebe es rund 4000 Brücken, die bis 2030 entweder saniert oder ganz neu gebaut werden müssten. Allerdings fehlten schlicht die Kapazitäten, um alle baufälligen Brücken gleichzeitig zu sanieren. Zwar solle auch das Budget für die Brückenmodernisierungen ab 2026 um eine Milliarde auf dann vier Milliarden Euro erhöht werden, aber bis 2026 gehe es primär darum, Planung und Genehmigung zu beschleunigen, die nötigen Kapazitäten bei den Baufirmen zu schaffen und Fachkräfte zu gewinnen.

    Um festzustellen, welche Brücken am dringendsten saniert werden müssen, solle künftig hauptsächlich die Tragfähigkeit herangezogen werden und dafür mit Sensorik das Innenleben der Brücken untersucht werden. So soll es möglichst nicht mehr zu Fällen kommen, in denen Strecken ganz für den Verkehr gesperrt werden müssen. „Aktives Erhaltungsmanagement“ nenne das Verkehrsministerium diesen Ansatz, der von der staatlichen Autobahn GmbH übernommen werde.

    Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article237452833/Wissing-steckt-weitere-Milliarde-in-marode-Bruecken.html?icid=search.product.onsitesearch

    10.03.2022 - 

    Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem

    Der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, bezeichnete den Zustand der Brücken in Deutschland als „im großen Stil katastrophal und eines Industrielandes unwürdig“. Das Maßnahmenpaket von Bundesverkehrsminister Wissing setze deshalb dort an, wo es weh tue, bei einer vollständigen Transparenz über die tatsächlichen Zustände unserer Brücken, um eine prioritäre Abarbeitung möglich zu machen. Besonders wichtig sei für die Umsetzung, dass dialoggeprägte und funktionale Ausschreibungs- und Vergabemodelle stärker genutzt würden. Erst durch die Vernetzung von Planung und Bau werde man die angestrebten 400 Brücken pro Jahr erneuern können.

    Quelle: www.presseportal.de/pm/24058/5167558?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push

    10.03.2022 - 

    Baugewerbe zum Brückengipfel: Masterplan Brücken gefordert

    Ähnlich äußerte sich auch der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Sein Präsident Quast forderte angesichts der gewaltigen Aufgaben und Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur einen Masterplan Brücken. In diesem müssten Brücken als systemrelevante Infrastruktur - gleich der Windkraft - eine überragende Bedeutung bei der Abwägung mit anderen Schutzgütern haben. Nur so könne der drohende Brückenkollaps abgewendet werden.

    Neben der Umsetzung von vorhandenen Vorschlägen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren müsse vor allem die Einstufung von notwendigen Erweiterungen im Ersatzneubau als Maßnahmen "unwesentlicher Änderung" umgesetzt werden. So könne bei notwendigen Ersatzneubauten das erneute extrem zeitaufwändige Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung entfallen.

    "Weiter müssen die bereits vorhandenen Planungsunterlagen für Standard-Typentwürfe von Brückenbauwerken endlich zum Einsatz kommen. Dadurch können Planungskosten eingespart und Planungskapazitäten für andere Großprojekte freigehalten werden. Im Ergebnis führt diese Vorgehensweise zur zweifachen Beschleunigungswirkung bei Planung im Vorfeld sowie in der Bauausführung selber," betonte Quast.

    Quelle: https://www.presseportal.de/pm/33001/5167147?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push

    07.02.2022 - 

    Experten sprechen von Tausenden problematischen Brücken

    Im Zusammenhang mit der erfolgreichen Sprengung der Talbrücke Rinsdorf kritisiert das Handelsblatt die Politik der Bundesregierung. Sie habe es versäumt, frühzeitig die Bauwerke zu sanieren. Zunächst habe Geld gefehlt, jetzt Fachkräfte. Und dazu kämen noch die Probleme der Autobahn GmbH. Es herrsche größte Not auf Deutschlands Autobahnen. Mal seien Fahrstreifen gesperrt, dann regelten Schranken oder gleich Stoppschilder den Lkw-Verkehr. Oder es komme wie bei der Talbrücke Rahmede zum „Worst Case“,

    Auf der A 45 lägen 60 spektakuläre Talbrücken – allesamt marode. Und auch bundesweit sehe es nicht besser aus. In den 60er und 70er Jahren seien laut BAST 11.386 Brücken entstanden, zusammen mit denen auf Bundesstraßen sogar fast 20.000. Das Bundesverkehrsministerium spreche inzwischen von 3000 bis 4000 problematischen Brücken, vermutlich aber seien es weit mehr. Die Autobahngesellschaft habe zwar angekündigt, die Anzahl der jährlich zu erneuernden Brücken von 200 auf 400 zu verdoppeln. Aktuell nenne die Gesellschaft aber nur 42 Projekte, die sie entweder plane oder gerade umsetze. Weitere sieben Projekte wickele derzeit die Deges ab. Allenfalls 70 Projekte pro Jahr seien derzeit realistisch, berichten Insider.

    Ein weiteres Problem sei der Mangel an Fachkräften, vor allem an Bauingenieuren. 2021 seien bundesweit im Ingenieurberuf „Bauplanung von Verkehrswegen und -anlagen“ im Durchschnitt 29 Arbeitslose gemeldet bei bundesweit 394 offenen Stellen. Bei dem weiter gefassten Berufsbild Ingenieur für Bauplanung und Überwachung übersteige die Zahl der offenen Stellen die der Arbeitslosen nach den vorliegenden Berechnungen etwa um den Faktor acht.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/infrastruktur-autobahnbruecke-der-a45-gesprengt-experten-sprechen-von-tausenden-problematischen-bruecken/28038970.html

    31.01.2022 - 

    ADAC sieht "unmittelbaren Handlungsbedarf": 2000 Schrott-Brücken sind stete Gefahr für Verkehr

    Das Magazin Focus beschreibt in einem ausführlichen Artikel mit zahlreichen Grafiken den Zustand der Brücken in Deutschland. Von den rund 40.000 Brücken entlang der deutschen Autobahnen seien 2000 in einem maroden Zustand, das habe der ADAC in einer Studie festgestellt. Aufgeführt werden neben der Talbrücke Rahmede auch die Salzbachtalbrücke oder die Leverkusener Rheinbrücke.

    Quelle: https://www.focus.de/finanzen/news/statistik-des-adac-deutschlands-sanierungs-chaos-autobahnbruecke-treibt-ganze-region-in-den-wahnsinn_id_44122545.html

    29.12.2021 - 

    Marode Brücken und kein Ende

    In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung befasst sich ebenfalls ein Kommentar (nur gegen Bezahlung) mit den Dauerbaustellen überall in Deutschland. Gerade in Nordrhein-Westfalen führten marode Brücken zu mehr Staus und die Instandsetzung dauere zu lange. Erst in Krisenzeiten sehe man, dass es auch schneller gehen könne. Die Autobahngesellschaft des Bundes wolle die Zahl der Brücken verdoppeln, die sie im Jahr erneuert, das sei auch bitter nötig. Die Frage sei allein, ob die neu gegründete Gesellschaft ihre selbst gesteckten Ziele erreiche. Im ersten Jahr des Bestehens sei sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen. Wenn der Schmerz und der Druck groß genug seien, könne es schnell gehen, das habe die Flutkatastrophe gezeigt als gleich mehrere Brücken in Nordrhein-Westfalen in nicht einmal drei Monaten errichtet worden seien. Eine Autobahnbrücke sei zwar ein anderes Kaliber, doch Orientierung am Krisenmodus tue not, um die nächste Krise zu vermeiden.

    Quelle (gegen Bezahlung): https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/warum-marode-bruecken-nicht-schneller-repariert-werden-17703949.html?premium

    27.12.2021 - 

    Die Fortschrittsbremse der Ampel

    Ein Kommentar der Süddeutschen Zeitung befasst sich u.a. mit den Versäumnissen der früheren Bundesregierungen beim Ausbau der Infrastruktur. Der Verfall dieses Grundgerüsts der Wirtschaft sei das Ergebnis fahrlässiger Vernachlässigung. Politiker gäben das Steuergeld lieber für andere Dinge aus als für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft. Infrastrukturinvestitionen seien politisch zu wenig attraktiv. Ausgaben für Brücken oder Bahnstrecken zahlten sich erst aus, wenn die Politiker, die sie beschlossen haben, längst nicht mehr im Amt sind. Soziale Wohltaten wie Geschenke an Rentner seien für Regierungen ungleich attraktiver. Sie wirkten sich schon bei der nächsten Wahl aus.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kommentar-die-fortschrittsbremse-der-ampel-1.5496404

    06.12.2021 - 

    Bemerkungen des Bundesrechnungshofes

    Der Bundesrechnungshof hat seine „Bemerkungen 2021 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes“ als Unterrichtung des Bundestages vorgelegt. Auch das Thema Brückensanierungen wurde im Bericht behandelt. So hat der Bundesrechnungshof stichprobenartig geprüft, wie die DB Netz AG die Zuwendungen des Bundes aus den LuFV verwendet hatte. Dazu gehörten auch sieben Eisenbahnüberführungen (Brücken) in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (siehe Seite 207f).

    Bei fünf der sieben Brücken habe die DB Netz AG Bauaufträge auf der Basis von mangelhaften Entwurfsplanungen vergeben, was zu vermeidbaren Nachträgen geführt habe. Bei zwei Brücken habe sie die abfallrechtlichen Entsorgungspflichten nicht beachtet, was später größere finanzielle Folgen nach sich ziehen könne. Die Stichproben hätten unwirtschaftliche Ausgaben von fast 4,3 Mio. Euro (etwa 17 % der Gesamtausgaben) ergeben. Für den Bundesrechnungshof sei das Verhalten der DB Netz grob fahrlässig. Allerdings teile das BMVI diese Auffassung nicht und sehe von daher auch keine Notwendigkeit einer Rückforderung. Dass das BMVI die vom Bundesrechnungshof beanstandeten Fälle nicht zum Anlass für eine vertiefte Prüfung genommen habe, lasse beim Bundesrechnungshof Zweifel an einem ernsthaften Aufklärungswillen des BMVI aufkommen. Das BMVI stehe in der Pflicht, seine Zusagen gegenüber dem Parlament einzuhalten.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/001/2000180.pdf

    30.11.2021 - 

    Millionen für die Bahn flossen in Fernstraßen und Fluggesellschaften

    Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat der Bundesrechnungshof das Finanzgebaren des Bundesverkehrsministeriums unter Andreas Scheuer, aber auch seinen Vorgängern Alexander Dobrindt und Peter Ramsauer hart kritisiert. So seien von den 286 Millionen Euro aus dem "Förderprogramm Gleisanschluss nur 38 Prozent tatsächlich in Gleisanschlüsse geflossen. Mit 124 Millionen Euro habe das Ministerium dagegen Fernstraßen und Fluggesellschaften gefördert, mit dem Rest weitere Projekte. Damit habe das Ministerium "wesentliche Grundsätze des Haushaltsrechts nicht beachtet", so der Bundesrechnungshof. Die neue Regierung müsse den Einsatz nicht ausgegebener Bahnmittel für "schienenfremde Zwecke" dringend auf den Prüfstand stellen.

    Kritisiert werde auch, dass der Bund in den vergangenen 15 Jahren mit insgesamt 2,2 Milliarden Euro Lärmschutzwände an Bundesstraßen finanziert habe, deren akustische Wirkung allerdings zu keiner Zeit geprüft worden sei. Der Bundesrechnungshof fordere hier zumindest Stichprobentests.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-rechnungshof-andreas-scheuer-1.5476759

    19.11.2021 - 

    Dauerbaustelle Autobahn

    Deutschlands 13.200 Kilometer Autobahn seien vom Traum zum Albtraum geworden, so das Fazit eines ausführlichen Beitrages auf der Webseite der Tagesschau. Der Global-Infrastructure-Index 2019 weise Deutschland bei den Fernstraßen nur den 7. Rang zu - weit hinter Frankreich mit seinen kostenpflichtigen Autobahnen, auch hinter der Türkei und China. Vor allem die 18.000 Autobahnbrücken seien ein Problem. Fünf Prozent, also knapp 1.000 Brücken, seien nach einer Analyse der Bundesanstalt für Straßenwesen in einem nicht ausreichenden oder ungenügenden Zustand. Auch wenn sich nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums die Situation in den vergangenen Jahren gebessert habe, so würden die realen Probleme größer, denn immer mehr Brücken wären tatsächlich nicht mehr befahrbar.

    Der Beitrag beschreibt ausführlich die Gründe für die Überlastung der Autobahnen und Brücken. Eine Lösung sieht der Autor in einer stärkeren Verlagerung des LKW-Verkehrs auf die Schiene. Das funktioniere in anderen Ländern deutlich besser.

    Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/ampel-bahn-autobahnen-101.html

    05.11.2021 - 

    Mehr als 1000 Bahnbrücken sind sanierungsbedürftig

    Von den rund 26.000 Bahnbrücken in Deutschland seien über 1000 dringend sanierungsbedürftig, gegenüber 2019 weitere 37 mehr. Diese Zahlen hat die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Faktion im Deutschen Bundestag bekannt gegeben. Das Durchschnittsalter aller Brücken liege inzwischen bei fast 74 Jahren, über 11.000 seien älter als 100 Jahre.

    Aus Sicht der FDP rächten sich jetzt die langjährigen Defizite bei Erhalt und Modernisierung des Schienennetzes. Langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren trügen zum Modernisierungsstau bei. Jetzt komme es darauf an, die beschlossenen Maßnahmen zur Beschleunigung der Brückenmodernisierung nun auch in die Praxis umzusetzen.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/mehr-als-1000-bahn-bruecken-sind-sanierungsbeduerftig-17620104.html

    05.10.2021 - 

    Zustand der Brücken auf den Autobahnen und Bundesfernstraßen

    In einer Ergänzung zur Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion listet die Bundesregierung auf knapp 1.000 Seiten sämtliche Brücken auf Autobahnen und Bundesfernstraßen in Deutschland mit Zustandsnoten, Baujahr und Baustoffklassen auf. Mit 69,1 Prozent der Brückenfläche überwiege demnach der Spannbetonbau vor dem Beton- und Stahlbetonbau mit 17,1 Prozent. Danach folgten Brücken in Stahl- beziehungsweise Stahlverbundbauweise mit 6,4 Prozent beziehungsweise 6,8 Prozent Flächenanteil.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/326/1932676.pdf

    23.09.2021 - 

    Milliarden für die Brückensanierung

    In zahlreichen Medien berichtet wird über die Absicht des Bundesverkehrsministeriums, mehr als zwei Milliarden Euro in die Modernisierung von Autobahnbrücken zu investieren. Dabei gehe es sowohl um die Sanierung von Brücken als auch um Neubauten. Das Bundesverkehrsministerium habe zusammen mit der Autobahn GmbH des Bundes die entsprechenden Strecken ermittelt. Demnach gehe es um das Sonderprogramm "Brücken-Link", mit dem die Arbeiten auf besonders wichtigen, hochbelasteten Streckenabschnitten beschleunigt werden sollen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer habe erklärt, es sei wichtig, dass Brücken in einem guten und leistungsfähigen Zustand seien und blieben. Bis 2026 würden mehr als zwei Milliarden Euro investiert.

    Konkret sollen laut Ministerium Brücken auf fünf Streckenabschnitten modernisiert werden, unter anderem auf der A1, der A3 und der A7. Insgesamt gehe es bei diesen fünf Streckenabschnitten um die Modernisierung von 515 Brücken-Teilbauwerken.

    Quelle (u.a.): https://www.tagesschau.de/inland/bruecken-investition-101.html

    21.09.2021 - 

    Bundesregierung legt Verkehrsinvestitionsbericht 2019 vor

    Die Bundesregierung informiert in ihrem im September 2021 vorgelegten Verkehrsinvestitionsbericht 2019 über die Investitionen des Bundes in die Bundesschienenwege, die Bundesfernstraßen und die Bundeswasserwege. Dort finden sich zahlreiche Hinweise auf sanierte Brücken. Von den insgesamt im Berichtsjahr aufgewandten 4,2 Mrd. Euro für die Erhaltung der Bundesautobahnen und Bundesstraßen entfielen mit rund 1,4 Mrd. Euro ca. 32 % auf Brücken und andere Ingenieurbauwerke.

    Aufgrund der Altersstruktur der Brücken, der rasanten Entwicklung des Verkehrsaufkommens sowie der steigenden Gesamtgewichte des Schwerverkehrs habe das Ministerium gemeinsam mit der BASt und in Abstimmung mit den zuständigen Straßenbauverwaltungen der Länder die „Strategie zur Modernisierung der Straßenbrücken im Bestand der Bundesfernstraßen“ entwickelt, in der das bundeseinheitliche Vorgehen, die objektbezogenen Nachrechnungen und die systematische Brückenmodernisierungsplanung festgelegt sind.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/325/1932585.pdf

    20.09.2021 - 

    Brücken in Gefahr: Der Sanierungsstau hält an

    Das Handelsblatt berichtet ausführlich über den Zustand der Brücken auf Bundesfernstraßen, der sich trotz hoher Investitionen kaum verbessere, auch wenn dank der Brückenmodernisierung einige Bauwerke wieder in einem sehr guten Zustand wären. Der Anteil der Brücken mit Zustandswerten zwischen 1,0 bis 1,9 sei zwar gestiegen, allerdings der Anteil der Brücken in einem ungenügenden Zustand kaum gesunken. Das gelte auch für die Brücken mit dem Zustandswert „nicht ausreichend“. Viele davon dürften bald als ungenügend eingestuft werden.

    Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag, die eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet hatte, bezweifle, dass der Bund einen detaillierten Überblick über die Qualität der Brücken habe. Die Regierung spreche von 2500 kritischen Brücken an allen Bundesstraßen und Autobahnen, die Autobahn GmbH nenne aber allein in ihrem Aufgabenbereich mehr Brücken. Sie habe von den bislang zuständigen Länderverwaltungen rund 27.000 Brückenbauwerke übernommen, darunter, so die Autobahn GmbH, auch rund 3000 Brücken, deren Bauwerkszustand als nicht ausreichend oder ungenügend von den Ländern bewertet wurde. Allein auf den Autobahnen seien laut Gesellschaft zwei Drittel der Brücken älter als 30 Jahre. Mehr als jede zehnte Brücke sei in einem nicht ausreichenden oder gar ungenügenden Bauwerkszustand.

    Alte Brücken müssten heute eigentlich nicht nur saniert, sondern gleich erweitert werden. Dann aber seien neue Planungs- und Genehmigungsverfahren nötig. Dies gelte für vermutlich für ein Drittel der Brücken oder mehr, wie Experten mutmaßen.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/investitionen-bruecken-in-gefahr-der-sanierungsstau-haelt-an/27623112.html?ticket=ST-6639716-N7ngtNLDaAYGSjeGpy4c-ap2

    14.09.2021 - 

    Zustand der Brücken auf den Autobahnen und Bundesfernstraßen

    In einer Kleinen Anfrage erkundigt sich die FDP-Fraktion bei der Bundesregierung nach dem Zustand der Brücken an Bundesfernstraßen. Ein sehr großer Teil dieser Brücken, so die Bundesregierung in ihrer Antwort, stamme aus den 60er bis 80er Jahren des vorherigen Jahrhunderts – parallel zum Ausbau des Autobahnnetzes in Westdeutschland. Einen zweiten Peak gebe es in den 1990er und 2000er Jahren vor allem in den ostdeutschen Ländern. Zurzeit seien rund 2.500 Brückenteilbauwerke vordringlich zu untersuchen.

    Gemäß der IST-Ausgabenmeldung der Länder seien in den Jahren 2016 bis 2020 für die Erhaltung der Brücken 1,3 Milliarden Euro und für das Programm Brückenmodernisierung rund 1 Milliarde Euro ausgegeben werden. Weitere Fragen beziehen sich auf die verwendeten Baustoffe, die Brückenprüfungen und viele andere Einzelaspekte.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/324/1932463.pdf

    13.08.2021 - 

    Die Zukunft der DEGES

    Die Bundesregierung hat eine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag zur Zukunft der DEGES und ihrer unternehmerischen Ausrichtung beantwortet. Die Gespräche mit den Ländern zur Frage der Übertragung der Länder-Gesellschaftsanteile auf den Bund würden fortgesetzt. Die Dienstleistungsverträge, die die Länder im eigenen Namen mit der DEGES für Planung/Bau von Bundesautobahnprojekten und von Bundesstraßen in Bundesverwaltung abgeschlossen hätten, seien zum 1. Januar 2021 kraft Gesetzes vom Land auf den Bund übergegangen. Die Gesellschafter-Länder hätten die DEGES vertraglich bereits in der Vergangenheit mit einzelnen Bundesstraßenprojekten beauftragt. Diese Verträge hätten weiterhin Geltung und die einzelnen Projekte werden weiterbearbeitet.

    Angefragt wurde auch die Nutzung des Building Information Modeling (BIM). Hier stünden die Autobahn GmbH Bundes und die DEGES in einem engen fachlichen Austausch.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/320/1932013.pdf

    23.07.2021 - 

    Zustand der Elbbrücken

    Nach dem Zustand der Elbbrücken erkundigte sich die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag in einer Kleinen Anfrage. Im Zuge von Bundesfernstraßen gebe es 17 Elbebrücken. Für Elbebrücken im Zuge der Bundesfernstraßen liege die Zustandsnote leicht über dem Bundesdurchschnitt. 2020 hätten sich 31 Elbebrücken im Eigentum der DB Netz AG befunden. Mehr als zwei Drittel der Bauwerke hätten die Zustandsnoten 1 und 2. Der Zustand der Ei-senbahnbrücken über die Elbe werde wie auch die Eisenbahnbrücken in ganz Deutschland durchschnittlich mit der Note gut bewertet.

    Die Verkehrssicherheit aller Eisenbahnbrücken der DB Netz AG sei zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Dies stelle die DB Netz AG durch regelmäßige Inspektionen und Vor-Ort-Termine sicher. Vier der 31 Eisenbahnbrücken über die Elbe seien der Zustandskategorie 4 zugeordnet, d.h. bei diesen Bauwerken sei es wirtschaftlicher, das Bauwerk perspektivisch komplett zu ersetzen. Mit den Bundesmitteln aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III (LufV III) könne die DB Netz AG bis 2029 insgesamt rund 2 000 Eisenbahnbrücken sanieren bzw. mit deren Sanierung beginnen.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/317/1931735.pdf

    22.07.2021 - 

    Scheuer berichtet über zerstörte Infrastruktur

    Das vorläufige Schadensbild nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und anderen Teilen Deutschlands belaufe sich auf rund zwei Milliarden Euro. Diese Zahl nannte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einer außerordentlichen Sitzung des Verkehrsausschusses zu den Schäden und Instandsetzungsarbeiten an Verkehrswegen, dem Schienennetz und der digitalen Infrastruktur. Vor Ort werde mit Hochdruck an der Wiederherstellung gearbeitet und es gelte nun, Experten, wie etwa Ingenieure aus anderen Teilen der Republik in die betroffenen Gebiete zu bringen. Eine abteilungsübergreifende Taskforce sei eingesetzt worden, in der nachgeordnete Behörden, Deutsche Bahn und die Autobahngesellschaft des Bundes vertreten seien.

    90 Prozent der digitalen Infrastruktur wie mobile Masten seien nun wiederhergestellt. Die Begutachtung von Bauwerksschäden und Stabilisierungsmaßnahmen laufe. Die Kosten für Schäden am Bundesfernstraßennetz beliefen sich auf 500 bis 700 Millionen Euro. Einige Strecken wie die A1 und die A3 seien wieder befahrbar. Behelfsbrücken könnten je nach Spannweite von 25 bis zu 50 Meter gebaut werden. Die Bestellung sei entbürokratisiert worden und es gebe Material für 80 größere und kleinere Behelfsbrücken.

    Quelle: www.bundestag.de/presse/hib/852892-852892

    30.06.2021 - 

    Autobahnamt untersucht das Magnetfeld der Insheimer Brücke

    Nach einem Bericht der Rheinpfalz werde sich die Autobahn GmbH Südwest jetzt mit dem bereits seit 2013 bekannten Magnetfeld auf der Insheimer Brücke auf der A 65 befassen. Dort spiele die Technik von Autos oder E-Bikes manchmal verrückt.

    Quelle (gegen Bezahlung) www.rheinpfalz.de/lokal/landau_artikel,-autobahnamt-untersucht-das-magnetfeld-der-insheimer-br%C3%BCcke-_arid,5221268.html?reduced=true

    29.06.2021 - 

    Zustand der Schleusen, Wehre und Brücken an den Bundeswasserstraßen Mittellandkanal (inklusive Stichkanäle), Elbe-Seitenkanal, Elbe-Lübeck-Kanal, Dortmund-Ems-Kanal, Küstenkanal sowie Weser

    Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wollte in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie groß der Investitionsbedarf für alle Erhaltungsmaßnahmen an den genannten Wasserstraßen sei. Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort darauf hin, dass in den kommenden Jahren ein starker Anstieg der Investitionen für Instandsetzungs-, Grundinstandsetzungs- sowie Ersatzmaßnahmen im Westdeutschen Kanalnetz geplant sei. Zurzeit werde ein „Aktionsplan Westdeutsche Kanäle“ erarbeitet, der transparent beschreibe, wann nach heutigem Erkenntnisstand die Planung der einzelnen Projekte und Maßnahmen (Instandsetzungen sowie Grundinstandsetzungen, Ersatzmaßnahmen, Ausbaumaßnahmen mit kombiniertem Ersatzanteil) aufgenommen würden und der Bau nach gegenwärtiger Planung abgeschlossen sein kann. Der Aktionsplan fuße auf ca. 200 Einzelprojekten. Zur Umsetzung sei ein durchschnittlicher jährlicher Mitteleinsatz von ca. 150 Mio. Euro erforderlich.

    Von den insgesamt 600 Brücken über die o.a. Kanäle seien 295 den Zustandskategorien 1-2 zuzuordnen, die restlichen den Kategorien 3-4.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/312/1931219.pdf

    24.06.2021 - 

    Start erfolgreich – Reform der Bundesfernstraßenverwaltung konsequent voranbringen

    In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Deutsche Bundestag einem Entschließungsantrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD zur Reform der Bundesfernstraßenverwaltung zugestimmt. Neben zahlreichen Punkten, die im Antrag ausdrücklich begrüßt werden wie zum Beispiel die Errichtung der Autobahn GmbH zum 1. Januar 2021 wird die Bundesregierung aufgefordert, die Autobahn GmbH des Bundes und das FBA in den kommenden Jahren so zu unterstützen, wie es für die wirtschaftliche und bedarfs-gerecht finanzierte Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich ist.

    Weitere Forderungen beziehen sich auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit, auf die Schaffung der Grundlagen für ein autonomes Fahren durch ein funktionierendes 5G-Netz, die Schaffung von attraktiven Park- und Rastanlagen auch für LKW sowie einer Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe. Gefordert wird, die Bundesfernstraßenverwaltung in allen Bereichen zu einer hochmodernen Verwaltung mit Vorbildwirkung für andere Behörden auszubauen, damit digitale Methoden dort in allen Bereichen schnellstmöglich Standard werden, insbesondere bei Planung, Bau und Erhalt der Infrastruktur.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/309/1930983.pdf

    08.06.2021 - 

    Höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands: Müngstener Brücke zwischen Solingen und Remscheid wird begehbar

    In zahlreichen Tageszeitungen vor allem in Nordrhein-Westfalen wird über den neuen Brückenwanderweg auf der Müngstener Brücke, der höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands, berichtet. Am 1. August gehe der Brückensteig in Betrieb, auf dem Kletterer in 100 Metern Höhe einen Rundblick über das Tal der Wupper genießen können. Dann gehe der sogenannte Brückensteig in Betrieb, auf dem Mutige einen Rundblick über das Tal der Wupper genießen können. Eine Gefahr für die geführten Wanderer bestehe nicht , denn alle Teilnehmer der von ausgebildeten Trainern geführten Touren erhielten vor dem Antritt eine Einweisung. Zusätzlich seien die Kletterer während der insgesamt 777 Stufen umfassenden Besteigung der Brücke über Gurte sowie durch ein durchlaufendes Sicherheitssystem gesichert.

    Quelle: rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-remscheid-per-brueckensteig-auf-die-muengstener-bruecke_aid-59098979

    07.06.2021 - 

    Polizei fassungslos: Für illegale Corona-Party Geheim-Ort genutzt

    Nach einem Bericht des Kölner Express haben Jugendliche bei Overath eine Party an einem „besonderen“ Ort, gefeiert, nämlich in einem Hohlkasten der Autobahnbrücke der A4 in Richtung Köln. Das Türschloss des Brückenhohlkasten sei ausgebaut worden. Bei der Polizeikontrolle seien Menschen aus dem etwa 500 Meter langen Hohlkörper geklettert. Es wurden zunächst mehrere Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs und wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung geschrieben.

    Quelle. www.express.de/koeln/auf-a4-nach-koeln-polizei-fassungslos--fuer-illegale-corona-party-geheim-ort-genutzt-38463540

    05.06.2021 - 

    Kostenexplosion bei Bahnbrücken - 20-Prozent-Steigerung verschärft bundesweiten Sanierungsstau

    Der Tagesspiegel berichtet ausführlich über die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen. In Deutschland gebe es rund 25 700 Eisenbahnbrücken, viele teils über 100 Jahre alt. Auch wenn im Zuge der geplanten Offensive, mehr Verkehr auf die Schiene zu bekommen, der Sanierung der Eisenbahnbrücken aus Sicht der Bundesregierung eine zentrale Bedeutung hinzukomme, bremsten massive Kostensteigerungen die notwendigen Sanierungen. „Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter Brückenfläche (TEUR/m²) in Bezug auf die Vergabe hat sich im Jahr 2020 bei Brücken gegenüber dem Jahr 2019 um rund 20 Prozent erhöht“, so die Bundesregierung. Ein Grund sei, dass es bei den verschiedenen Gewerken des Schienenbaus wie Oberleitungen, Lärmschutz- und Stützbauwerken jährliche Kostensteigerungen zwischen 2,0 und 4,0 Prozent gegeben habe.

    Bei der Bahn betone man, dass die Baustellen problemlos liefen. Allerdings stelle man eine Marktverknappung bei Anbietern und Baumaterialien fest. Blieben die Preise auf diesem hohen Niveau beziehungsweise stiegen weiter an, komme man mit den Investitionsbudgets an die Grenzen. Bis 2030 sollen 2000 der Eisenbahnbrücken rundum erneuert werden; dafür werde die Summe von 9 Milliarden Euro veranschlagt.

    Quelle: www.tagesspiegel.de/politik/kostenexplosion-bei-bahnbruecken-20-prozent-steigerung-verschaerft-bundesweiten-sanierungsstau/27256174.html

    20.05.2021 - 

    Gutachten: Autobahngesellschaft verstößt gegen Grundgesetz

    Mehrere Medien berichten über ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages, wonach die bundeseigene Autobahngesellschaft gegen das Grundgesetz verstoße. So übernähmen die Länder nach wie vor eine „Vielzahl der Aufgaben, die nach Artikel 90 Grundgesetz dem Bund beziehungsweise der Autobahn GmbH obliegen“, heißt es in der Analyse. Eine solche „Mischverwaltung“ ist für die Bundesautobahnen gerade nicht vorgesehen“, heißt es beim Wissenschaftlichen Dienst. Sie fände „aber faktisch statt“. Das Gutachten wurde von den Grünen in Auftrag gegeben. Für den haushaltspolitischen Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, verstoße der Minister bei der Autobahn-Reform gegen das Grundgesetz und die Gesetze.

    Die bei der Gründung der Autobahn-Gesellschaft abgeschlossenen Kooperationsvereinbarungen zwischen Bund und Ländern seien im „Einzelfall“ zulässig, die Dauer der meisten Kooperationsvereinbarungen von drei Jahren widerspreche aber der Aushilfe im Einzelfall. Zudem sei die Bundesregierung gewarnt worden, dass die Zeit nicht ausreiche, um die Verwaltungsreform abzuschließen.

    Quelle: https://www.pfalz-express.de/gutachten-autobahngesellschaft-verstoesst-gegen-grundgesetz/

    14.05.2021 - 

    Zustand der Rheinbrücken

    Mit einer Kleinen Anfrage hat die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag erfragt, wie der jetzige Zustand der Rheinbrücken sei und welchen Aufwand eine Sanierung mit sich bringe. Nach Auskunft der Bundesregierung gebe es im Zuge von Bundesfernstraßen 33 Rheinbrücken. Für Rheinbrücken im Zuge der Bundesfernstraßen liege die Zustandsnote leicht über dem Bundesdurchschnitt, der bei 2,2 liege. 2020 befänden sich 44 Rheinbrücken im Besitz der DB Netz AG, die durchschnittlich mit der Note gut bewertet würden. Zwei dieser 44 Brücken seien der Zustandskategorie 4 zugeordnet.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/296/1929668.pdf

    10.05.2021 - 

    Zustand der Brücken an den Bundeswasserstraßen

    Nach dem Zustand der Brücken, Schleusen und Wehre an den Bundeswasserstraßen Rhein, Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal, Ruhr, Mosel sowie Saar hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im deutschen Bundestag gefragt. Insgesamt 23 Straßenbrücken über eine Bundeswasserstraße liegen in der Zustandsnote 3 – 4.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/295/1929522.pdf

    09.05.2021 - 

    Betonsanierung mit Bakterien

    Seit Jahren suchten Forschende nach kostengünstigen, alltagstauglichen und ökologisch verträglichen Methoden, um die Lebensdauer von Brücken und anderen Betonbauten signifikant zu verlängern. Vielversprechend seien Mikroorganismen, die Risse und Poren im Beton verschlössen, indem sie Kalk (Kalziumkarbonat) absondern. Forschende der Hochschule München haben nach mehreren Medienberichten ein "Hochdurchsatzverfahren" entwickelt, mit dem im Vergleich zu bisherigen Methoden die fünffache Menge an Bakterien produziert werden kann. Gleichzeitig stiegen die Kosten für die nötige Nährlösung nur um vier Prozent. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachjournal "Scientific Reports".

    Die mineralischen Ausscheidungen der Bakterien seien umweltfreundlich und basierten überwiegend auf nachwachsenden Rohstoffen. Welches Bakterium dafür am besten geeignet ist, sei schon seit Jahren bekannt: Sporosarcina pasteurii. Dieser Einzeller besitze die gewünschten Fähigkeiten, denn er sondere Kalk ab, komme auch mit hohen pH-Werten oder Chloridkonzentrationen im Beton zurecht und sei weit verbreitet. Unterstützt worden sei das Projekt "MicrobialCrete" von drei Industriepartnern und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Sollten die Mikroorganismen mit dieser Methode tatsächlich künftig effektiv gezüchtet werden können, dann könnten die Bakterien zur Betonsanierung bereits in naher Zukunft auf Baustellen zum Einsatz kommen.

    Quelle: https://www.dw.com/de/betonsanierung-mit-bakterien/a-57448509

    06.05.2021 - 

    Drastische Kostensteigerung - Scheuers Autobahngesellschaft wird für Bürger teuer

    Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung, der von mehreren Medien aufgegriffen wurde, soll die Autobahngesellschaft 2022 400 Millionen Euro mehr kosten, also rund 30 Prozent mehr als geplant. Statt wie Ende 2020 prognostiziert, 1,38 Milliarden Euro würden 2022 etwa 1,78 Milliarden Euro an Steuergeldern benötigt. Das Bundesverkehrsministerium habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Es könne keine Rede von einer Fehleinschätzung der Kosten sein, denn die 1,8 Milliarden Euro seien bereits eingeplant gewesen, die niedrigeren Berechnungen stammten aus älteren Prognosen.

    Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_89982888/massive-kritik-scheuers-autobahngesellschaft-wird-fuer-buerger-teuer.html

    05.05.2021 - 

    Brücken: So prüft Deutschland seine Infrastruktur

    Nach dem Brückeneinsturz in Mexiko beschreibt in einem ausführlichen Beitrag die Fachzeitschrift Bauingenieur das System und die Bedeutung von Brückenprüfungen in Deutschland. Hervorgehoben wird dabei auch die Tätigkeit des VFIB, insbesondere die Schulungen und die dort vergebenen Zertifikate. „Brücken sind systemrelevante und sensible Bauwerke, lässt man sie zu Schaden kommen, nimmt auch das öffentliche Leben Schaden und die Menschen verlieren das Vertrauen in ihre öffentliche Infrastruktur“, so der Präsident der Ingenieurkammer Bau NRW Brölamp. Sicherheit sei ein nicht verhandelbares Gut, dies gelte umso mehr bei den vielfältigen Brückenbauwerken.

    Für den Neubau von Brücken fordert Brökamp, den Zuschlag für die Bauwerksprüfung auf das wirtschaftlichste und nicht auf das billigste Angebot zu geben. Er empfiehlt Planungswettbewerbe, die ein gutes Mittel seien, um im Wettbewerb der Ideen die Qualität eines Entwurfs zum entscheidenden Kriterium zu machen und nicht nur den Preis einer Leistung.

    Quelle: https://www.ingenieur.de/fachmedien/bauingenieur/special-infrastrukturbau/bruecken-so-prueft-deutschland-seine-infrastruktur/

    27.04.2021 - 

    Zustand der Wehre, Brücken und Schleusen an Flüssen und Kanälen

    In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung möchte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wissen, wie der Zustand der Schleusen, Wehre und Brücken an Rhein, Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal, Ruhr, Mosel sowie Saar ist. Gefragt wird auch, welche Brücken an den genannten Wasserstraßen dringend sanierungsbedürftig sind.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/290/1929064.pdf

    27.04.2021 - 

    »Schock« wegen Wasserverbrauch

    Ein neues Argument gegen Großbaustellen haben offensichtlich A 49-Gegner und Umweltschützer gefunden, so kann man es nach einem Bericht der Gießener Allgemeinen vermuten. Diese beiden Gruppen haben demnach vorgerechnet, dass beim Bau der Autobahn Unmengen an Trinkwasser verschwendet würden - damit die von Baumaschinen verdreckten Straßen wieder sauber werden. Die Bau-Arge verweist auf einen üblichen Vorgang.

    Der Wasserbedarf der A 49-Baustelle sei ohnehin enorm und widerspreche den Bedürfnissen unserer Zeit angesichts einer Klimakrise und der herrschenden Dürre im Vogelsberg, der einst als das größte Trinkwasserreservoir Deutschlands galt und das alles für ein anachronistisches Bauwerk, das durch bessere Planungen obsolet wäre.

    Die mit den Bauarbeiten an der Autobahn beauftragte Gesellschaft könne die Vorwürfe »so pauschal nicht bestätigen«. Wie generell bei Baumaßnahmen üblich, seien die Autobahngesellschaft bzw. die von ihr beauftragte Bau-ARGE vertraglich verpflichtet, im Zuge der Bauausführung verunreinigte öffentliche Straßen durch geeignete Maßnahmen sauber zu halten.

    Quelle: www.giessener-allgemeine.de/vogelsbergkreis/schock-wegen-wasserverbrauch-90478505.html

    26.04.2021 - 

    Maßnahmen für schnelleres Bauen und Staureduzierung

    Nach einer Pressemeldung der Autobahn GmbH zeigte der vor einem Jahr gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium ins Leben gerufene Runde Tisch Baumanagement erste Erfolge. Ihm gehörten Vertreter aus Bauwirtschaft, Verwaltung und Verbänden an. Inzwischen seinen elf konkrete Maßnahmen beschlossen worden, um schneller zu bauen und Staus zu reduzieren. Zudem sollten beispielsweise Standardisierungsmöglichkeiten im Autobahnbau und qualitative Vergabekriterien stärker als bisher genutzt werden.

    Die Gründung des Runden Tischs Baumanagement werde auch von der Bauwirtschaft sehr positiv gesehen, da Ingenieure, Bauwirtschaft und Auftraggeber gemeinsam Instrumente und Prozesse diskutieren, priorisieren und umsetzen könnten, um zügiger zum Baustart zu kommen, effizienter und schneller zu bauen sowie die Verfügbarkeit der Autobahn während der Bauphase zu optimieren.

    Für die Autobahn GmbH sei entscheidend, dass mit dem Runden Tisch Baumanagement alle wichtigen Stakeholder der Bauwirtschaft an einen Tisch gebracht werden. Im Zentrum stehe die Frage nach praktikablen Lösungen, um schnelleres Bauen zu gewährleisten. Es gehe dabei insbesondere um technische, organisatorische und vertragliche Fragen rund um das Baumanagement bei der Autobahn.

    Quelle: www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/massnahmen-fuer-schnelleres-bauen-und-staureduzierung

    15.04.2021 - 

    Verantwortung, Haftung und Vergütung: Bauwerksprüfung nach DIN 1076

    Rund 140.000 Straßenbrücken gibt es in Deutschland, die regelmäßig geprüft und unterhalten werden müssen. Wo die Herausforderungen liegen, in wessen Verantwortung die regelmäßige Bauwerksprüfung und die im Sanierungsfall erforderlichen Leistungen fallen, wie sich die Haftung und die Vergütung bei der qualifizierten Bauwerksprüfung darstellen, beschreibt eine dreiteilige Serie im Deutschen Ingenieurblatt. Autoren sind der Rechtsanwalt Michael Halstenberg und das langjährige VFIB-Vorstandsmitglied Joachim Naumann. Die drei Beiträge stehen als Download auf der VFIB-Webseite unter folgenden Links zur Verfügung:

    Quellen:
    https://www.vfib-ev.de/img/uploads/files/12349_Fachartikel-2021-Pflichten-der-Baulasttraeger.pdf
    https://www.vfib-ev.de/img/uploads/files/12405_Rechtslage-Massnahmen.pdf
    https://www.vfib-ev.de/img/uploads/files/12350_Fachartikel-2021-Aufwand-Kosten-Honorar.pdf

    15.04.2021 - 

    Autobahn GmbH zahlt Rechnungen ordnungsgemäß

    Als Reaktion auf die berichteten Verzögerungen bei der Bezahlung von Rechnungen hat die Autobahn GmbH in einer Presseerklärung betont, dass sie seit dem Betriebsstart am 01. Januar 2021 bereits rund 60.000 Rechnungen bezahlt habe. Monatlich würden zwischen 20.000 bis 25.000 Rechnungen beglichen. Der derzeitige Rechnungsbestand entspreche mit unter 20.000 einem üblichen Wert. Die Autobahn GmbH werde jede ordentlich geprüfte Rechnung bezahlen und die Prozesse der Rechnungsbearbeitung konstant verbessern.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/autobahn-gmbh-zahlt-rechnungen-ordnungsgemaess

    14.04.2021 - 

    Chaos bei der Autobahn GmbH: Unternehmen stoppen Arbeiten auf Baustellen

    Nach einem Bericht des Handelsblatts hat ein Bremer Bauunternehmer gegenüber der Bremer Verkehrssenatorin angekündigt, dass es wegen „unbeglichener Rechnungen“ der bundeseigenen Autobahn GmbH zu „Arbeitsniederlegungen“ kommen werde. Das Unternehmen werde die Wartung und Instandhaltung der 2500 Brücken und Bauwerke auf den Bundesstraßen im Bundesland Bremen Anfang der kommenden Woche einstellen.

    Auch eine mit der Sanierung der für Bremen so wichtigen Lesumbrücke ruhten die Arbeiten, da die beauftragte Stahlbaufirma vergeblich auf Geld warte. Seit Januar habe die Autobahn GmbH des Bundes keine Rechnung beglichen, klagt Kröger.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.handelsblatt.com/politik/deutschland/grossprojekte-unterbrochen-chaos-bei-der-autobahn-gmbh-unternehmen-stoppen-arbeiten-auf-baustellen/27090710.html

    12.04.2021 - 

    Brücke ist ein digitales Pilotprojekt

    Im Zusammenhang mit dem Bau der zweiten Gauchachtalbrücke im Schwarzwald berichtet die Badische Zeitung ausführlich über die Einordnung dieses Projektes in das Pilotprojekte für Building Information Modeling (BIM) im Straßenbau des Bundesverkehrsministeriums. Die zweite Brücke könne bereits virtuell begangen werden. Ziel des BIM sei es, die Planungssicherheit bei Bauprojekten zu erhöhen und damit eine gesteigerte Termin- und Kostensicherheit zu realisieren.

    Das BIM, so der Projektleiter, sei ein Projektmanagementsystem, das alle Projektbeteiligten über eine gemeinsame Projektplattform und über digitale Schnittstellen unterschiedlicher Software miteinander verbinde. Im Zentrum stehe dabei das 3D-Modell des Bauwerks, so dass alle Projektbeteiligten modellbasiert kommunizieren können und die erforderlichen Informationen abgreifen oder einstellen könnten.

    Quelle (nur nach Registrierung): https://www.badische-zeitung.de/ein-pilotprojekt-im-strassenbau--201215345.html

    08.04.2021 - 

    Brückenprüfung: Mit digitalen Zwillingen auf der sicheren Seite

    Das AutoCAD & Investor Magazin berichtet über ein Projekt der Firma Bentley Systems zur Visualisierung eines digitalen Zwillings bei der Instandhaltung von Brücken. Das Problem der Betreiber von Brücken bestehe aus Sicht der Autorin darin, dass die herkömmliche (Sicht-)-Brückenprüfung arbeitsintensiv sei, teure Ausrüstung erforderlich sei, Sicherheitsrisiken berge und je nach Zugänglichkeit und Berichtsmethoden ungenau und fehleranfällig sein könne.

    Abhilfe könne der von Bentley Systems entwickelte digitale Zwilling bringen. Das sei die digitale Darstellung einer physisch vorhandenen Anlage, eines Prozesses oder Systems sowie der technischen Informationen. Der Zwilling könne Daten aus ständigen Vermessungen, Fotogrammetrie und Sensoren kombinieren, um Änderungen an Objekten auf einer Zeitleiste nachzuverfolgen. Dies erlaubt es Betreibern, die digitale Darstellung des Infrastrukturobjekts und dazugehöriger realer Umweltbedingungen zu betrachten. Digitale Zwillinge ermöglichten es den Betreibern, Veränderungen zu verfolgen und Informationen wie das genaue Ausmaß von Rissen, Korrosion oder Abschnittsverlusten zu verstehen. So müssen diese Informationen nicht mehr aus im Laufe der Zeit aufgenommenen Bildern bezogen werden.

    Quelle: https://www.autocad-magazin.de/brueckenpruefung-mit-digitalen-zwillingen-auf-der-sicheren-seite/

    29.03.2021 - 

    Entwicklung des Zustands der Brücken im deutschen Schienennetz

    Wie sich der Zustand der Brücken im deutschen Schienennetz entwickelt habe, wollte die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag wissen. Die DB Netz AG, so die Antwort der Bundesregierung, unterhalte in Deutschland mehr als 25 000 Eisenbahnbrücken unterschiedlichster Bauart, die alle stets einwandfrei befahrbar sein müssten. Daher würden sie regelmäßig kontrolliert. Um die Brücken in Schuss zu halten, setze die Deutsche Bahn AG das größte Modernisierungsprogramm ihrer Geschichte um., das auch den Brücken zugutekomme. Allein im Zeitraum zwischen 2015 und 2019 seien über 900 Eisenbahnbrücken erneuert worden.

    Die dritte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG sehe nach Angaben der Bundesregierung die vollständige beziehungsweise teilweise Erneuerung von insgesamt 2.000 Brücken vor. In den ersten fünf Jahren stünden dafür mit rund vier Milliarden Euro nochmals mehr Gelder als bisher bereit, teilt die Regierung mit. Für den Zeitraum von 2025 bis 2029 sollen nach jetzigem Stand weitere rund fünf Milliarden Euro in die Brücken fließen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/280/1928084.pdf

    26.03.2021 - 

    Rechnungshof rügt Mehrkosten für Autobahn-Gesellschaft des Bundes

    Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung, der von zahlreichen anderen Medien aufgegriffen wurde, übt der Bundesrechnungshof deutliche Kritik an Mehrkosten rund um die neue Autobahn-Gesellschaft des Bundes. Die Bundesgesellschaft zahle ihren Beschäftigten überdurchschnittlich hohe Gehälter, denn der Tarifvertrag für die Beschäftigten der Autobahn GmbH weiche "deutlich" vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst ab.

    Auch an teuren Berater-Aufträgen übe der Rechnungshof Kritik. So habe das Verkehrsministerium bis 2021 insgesamt 24 Millionen Euro für externe Berater ausgeben wollen, tatsächlich seien es aber Aufträge von mehr als 99 Millionen Euro gewesen. Der Bundesrechnungshof habe sich schon mehrfach kritisch mit der Autobahngesellschaft beschäftigt. Eine vollständige Entflechtung der Aufgaben sei immer noch nicht gelungen, was eine Vielzahl von Kooperationsvereinbarungen mit den Ländern erforderlich mache, etwa für die Nutzung von Datenbanken und IT oder für Betriebsdienste auf Autobahn-Abschnitten. Dies stehe, so der Rechnungshof, grundsätzlich im Widerspruch zur Absicht des Gesetzgebers, die Verwaltungen zu trennen und gerade keine Mischverwaltung zwischen Bund und Ländern zu schaffen. Das gelte auch für die Doppelzuständigkeit von Deges und Autobahn-Gesellschaft.

    Das Verkehrsministerium halte die Kooperationsvereinbarungen für angemessen, zur Zukunft der Deges liefen noch Gespräche mit den Ländern. Auch sei noch offen, ob und wie es einen weiteren Versuch geben werde, die Deges mit der Autobahn-Gesellschaft zu verschmelzen.

    Quelle: https://www.tah.de/afpnewssingle/sz-rechnungshof-r%C3%BCgt-mehrkosten-f%C3%BCr-autobahn-gesellschaft-des-bundes

    23.03.2021 - 

    Zustand der Schleusen, Wehre und Brücken an den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal, Donau und Neckar

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN stellt die Bundesregierung detailliert den Zustand der insgesamt 88 Straßen-, Bahn- und Kanalbrücken über die Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal, Donau und Neckar dar. 13 Straßenbrücken wiesen die Zustandsnote 3-4 auf.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/273/1927321.pdf

    18.03.2021 - 

    Neues IT-System: Autobahn-GmbH kommt mit Rechnungen nicht nach

    Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa häufen sich wegen der Umstellung der IT-Systeme bei der noch jungen Autobahn-Gesellschaft des Bundes die Rechnungen. Es hätten sich ausstehende Zahlungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro an die Baufirmen angesammelt, hieß es am Donnerstag aus Unternehmenskreisen. Diese würden nun durch einen strengen Aktionsplan fortwährend abgearbeitet. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Laufende Baustellenprojekte seien aber in Deutschland nicht gefährdet und würden wie geplant durchgeführt, betonte ein Sprecher der Autobahn-GmbH.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-neues-it-system-autobahn-gmbh-kommt-mit-rechnungen-nicht-nach/27019342.html

    12.03.2021 - 

    Schwer ins Stocken geraten

    Über Probleme bei der Genehmigung von Schwerlasttransporten nach Gründung der Autobahn GmbH berichtet die Süddeutsche Zeitung. Seit dem 1. Januar seien nicht mehr die Bundesländer, sondern die Autobahn GmbH für Autobahnen und Bundesstraßen zuständig. Insbesondere seit Jahresanfang seien sechs bis acht Wochen Bearbeitungszeit keine Seltenheit. Viele Niederlassungen seien personell unterbesetzt. Hinzu komme eine neue Gebührenordnung, die laut Bundesverkehrsministerium eine "bundeseinheitliche Gebührenerhebung" sicherstellen soll. Das führe aber, so Spediteure, zu einer deutlichen Erhöhung der Gebühren.

    Ein Sprecher der Autobahn GmbH habe bestätigt, dass die neue Gesellschaft zum Start eine Vielzahl von Altanträgen bearbeiten musste. Nach Beseitigung der Anfangsschwierigkeiten würden derzeit Anträge in drei bis vier Tagen bearbeitet.

    Die Spediteure forderten einen Komplettumbau des gesamten Genehmigungsvorgangs, zum Beispiel über ein zentrales, bundesweit gepflegtes Computerregister, in dem langfristige Beschränkungen (etwa die Traglasten von Brücken) ebenso vermerkt werden könnten wie kurzfristig eingerichtete Tagesbaustellen. Ein solches System würde den Disponenten der Firmen bei der Planung (und Beantragung der GST-Routen) helfen und es den Behörden erleichtern, die Anträge rascher zu bearbeiten.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/kolumne/schwertransporte-schwer-ins-stocken-geraten-1.5231805

    12.03.2021 - 

    Neuer Brücke fehlen 14,5 Zentimeter

    Bundesweit aufgegriffen wird der fehlgeschlagene Einbau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke im bayerischen Bürgstadt. Als die rund 3,5 Tonnen schwere Brücke schon mit einem Kran über dem Fluss hing, habe man festgestellt, dass an einer Seite 14,5 Zentimeter Höhe fehlten, um den Aufleger zu erreichen. Schuld, so der Hersteller, sei ein falscher Bestandsplan. Das Problem könne aber schnell gelöst werden.

    Quelle: www.spiegel.de/panorama/buergstadt-in-bayern-neue-bruecke-ist-14-5-zentimeter-zu-kurz-a-0a528682-1503-454f-b295-24002bb454bd

    03.03.2021 - 

    Deutsche Bahn will Rekordsumme für Schienennetz ausgeben

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL will die Deutsche Bahn bis Ende 2021 12,7 Milliarden Euro investieren, um einen pünktlichen und schnellen Zugverkehr zu ermöglichen. Über 1900 Kilometer Gleise, mehr als 2000 Weichen, 140 Brücken und 670 Bahnhöfe sollten dabei angepackt werden. »Neues Netz für Deutschland«, sei der Titel des neuen Programms. Dafür sollten allein 2000 Ingenieure sowie 1700 sogenannte Instandhalter neu eingestellt werden. Auch das Baumanagement-Personal für modernere Bahnhöfe solle um 20 Prozent wachsen. So könnten Großprojekte künftig um 25 Prozent schneller realisiert werden als in der Vergangenheit. Ein spezielles Baustellenmanagement, so hoffen die Bahner, werde die Auswirkungen für die Reisenden in Grenzen halten.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-will-rekordsumme-fuer-schienennetz-ausgeben-a-a48c0e05-f95d-4013-8d50-99017f6d9d94

    24.02.2021 - 

    Scheuers Autobahn GmbH könnte gegen Gesetze verstoßen

    Der Tagesspiegel Berlin berichtet über ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, in dem bei dem geplanten Zusammenschluss der Projektmanagementgesellschaft der Länder für Fernstraßen mit der neuen bundeseigenen GmbH mögliche Verstöße sowohl gegen das Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetz (InfrGG) als auch gegen das Grundgesetz befürchtet werden. Dabei gehe es speziell um die Rechte der sogenannten Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH (DEGES).

    Bisher liege das Unternehmen in der Hand der Länder. Die Verschmelzung mit der neuen GmbH aber könne wegen einer mangelnden Aufgabentrennung zwischen Bund und Ländern zu einer unzulässigen Mischverwaltung führen. „Insgesamt sprechen gute Gründe dagegen, dass das InfrGG eine Übernahme von Projekten im Zuständigkeitsbereich der Länder (Auftragsverwaltung, eigene Projekte) – wenn auch nur vorübergehender Natur – grundsätzlich zulässt“, heißt es in dem Gutachten.

    Mit dem neuen Rechtsgutachten wachse, so der Tagesspiegel, die Gefahr, dass die Autobahn GmbH wegen rechtlicher Hürden zu einem ähnlichen politischen Crash wie bei der Pkw-Maut werde. Der Bundesrechnungshof hätte bereits im Sommer vergangenen Jahres Kritik an der Verschmelzung der DEGES mit der Autobahn GmbH geäußert. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags bekräftige nun die Zweifel.

    In einem weiteren, unveröffentlichten Bericht des Bundesrechnungshofs sei bereits vor einem zusätzlichen planungsrechtlichen Fiasko gewarnt worden. Demnach würde die Verschmelzung der DEGES auch gegen das Vergaberecht verstoßen, weil die Autobahn GmbH sich wesentlich von der DEGES unterscheide und somit Aufträge nicht mehr „in House“ vergeben werden könnten. Das Fazit des Bundesrechnungshofs: „Der Bundesrechnungshof hält die Pläne des BMVI für die Verschmelzung der DEGES auf die Autobahn GmbH für verfassungsrechtlich bedenklich und mit dem Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetz nicht vereinbar.“

    Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/grosshirn-der-deutschen-autobahnen-scheuers-autobahn-gmbh-koennte-gegen-gesetze-verstossen/26942042.html

    Das Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages findet sich unter https://www.bundestag.de/resource/blob/824130/fe546f652032b5185b0226a7235f507d/WD-3-002-21-WD-5-001-21-pdf-data.pdf

    22.02.2021 - 

    BAM entwickelt Plattform zur zentralen Speicherung von Bauwerksdaten

    An der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) wurde ein Projekt aufgelegt, um Bauwerksdaten effizient speichern und auf dieser Basis Bauwerke wie etwa Brücken- auch lange Zeit nach ihrer Errichtung leichter auf ihre (Stand-)Sicherheit hin überprüfen zu können. Die öffentliche Hand strebe an, dass ihre Gebäude und Infrastrukturen möglichst durchgängig digital geplant und verwaltet würden. Dafür sei es wichtig, alle Daten der Planung und der Bauausführung aus dem Building Information Modelling (BIM) und der geforderten regelmäßigen Bauwerksprüfung auch langfristig und manipulationssicher zu speichern. Bei der Entwicklung einer prototypische Datenablage kämen Technologien zum Einsatz, die allgemein aus dem Blockchain-Bereich bekannt seien. Die BAM koordiniere das Projekt gemeinsam mit zahlreichen anderen Partnern.

    Parallel zur Plattform werde ein Demonstrator entwickelt, in den die digitalen Informationen einer realen Brücke einfließen würden. Anhand dieses „digitalen Zwillings“ solle die Nutzbarkeit der Technologie überprüft werden. Sie solle künftig öffentlichen Straßenbauverwaltungen, aber auch privaten Interessenten zur Verfügung stehen.

    Quelle: https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0288.php4

    15.02.2021 - 

    Scheuers neue Autobahngesellschaft verschlingt Milliarden

    Nach einer Kostenaufstellung des Verkehrsministeriums für den Deutschen Bundestag rechne Scheuers Ressort für die neue Autobahngesellschaft für 2022 und 2023 jeweils mit Betriebskosten von knapp 1,4 Mrd. Euro – mehr als doppelt so viel wie ursprünglich geplant. In diesem Jahr seien sogar knapp 1,8 Mrd. Euro vorgesehen.

    Damit drohe auch die größte Infrastrukturreform seit Langem zu einem ökonomischen Reinfall zu werden. Nach Scheuers Worten diene die neue Firma als „Großhirn“ der Autobahnen. Planung und Betrieb aus einer Hand sollten Bürokratie reduzieren und die Verwaltung effizienter machen. Doch schon in der Aufbauphase sei die neue Staatsfirma durch eine Kostenexplosion aufgefallen, neben Kosten für IT und Büros vor allem durch hohe Ausgaben für externe Berater. Die Reform werde von Tag zu Tag teurer, so der Haushaltsexperte von Bündnis 90/Die Grünen Sven Christian Kindler. Faktisch habe die Bundesregierung die Kosten bewusst geschönt und den Nutzen überbewertet. Da die erhofften Synergien und Effizienzgewinne in weite Ferne rückten, versuche Scheuer, politisches Versagen mit immer mehr Steuergeld zu kaschieren.

    Quelle: https://www.capital.de/wirtschaft-politik/scheuers-neue-autobahngesellschaft-verschlingt-milliarden

    15.02.2021 - 

    Autobahngesellschaft veröffentlicht Finanzierungs- und Realisierungsplan 2021 – 2025 (FRP)

    Die Autobahn-Gesellschaft hat einen Finanzierungs- und Realisierungsplan für die Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Bundesverwaltung veröffentlicht, der alle Ausgaben der Gesellschaft bei Wahrnehmung ihrer Aufgaben umfasst. Der FRP wird für einen Zeitraum von regelmäßig jeweils fünf Jahren aufgestellt. Der erste FRP umfasst die Jahre 2021 bis 2025. Grundlage für den FRP sind die voraussichtlich verfügbaren Haushaltsmittel. Die für Haushalt und Verkehr zuständigen Ausschüsse des Deutschen Bundestages haben diesem FRP bereits zugestimmt.

    Der FRP steht zum Download bereit unter
    https://www.autobahn.de/wp-content/uploads/2021/02/Autobahn_Finanzierungs-und-Realisierungsplan_2020_11_V16-JB-final.pdf

    09.02.2021 - 

    29 Milliarden Euro Investitionsnachholbedarf bei der Bahn

    Die Investitionen in den Lärmschutz an Bestandsstrecken der Bundesschienenwege lagen im Jahr 2020 bei 145,7 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. In der Antwort äußert sich die Regierung auch zu dem von den Grünen angesprochenen Sanierungsrückstau der Schieneninfrastrukturen.

    Gleichwohl werde im Zeitraum von 2020 bis 2025 für die Schieneninfrastrukturanlagen der DB Netz AG ein leichter Anstieg des Nachholbedarfs erwartet, "der unter den Prämissen von nur moderat steigenden Baupreisen zum Ende des Betrachtungshorizonts abflacht". Die höchsten Rückstauanteile werden der Antwort zufolge voraussichtlich auf die Gewerke Brücken und Gleise entfallen. Im Gewerk Brücken dürfte sich der Nachholbedarf voraussichtlich stabilisieren.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/265/1926501.pdf

    01.02.2021 - 

    Deutscher Brückenbaupreis | sechs Bauwerke im Finale

    Seit 2006 wird alle zwei Jahre gemeinsam von VBI und Bundesingenieurkammer der Deutsche Brückenbaupreis, einer der renommiertesten Ingenieurpreise Deutschlands, verliehen. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Brückenbaupreis und hat erneut die Schirmherrschaft übernommen. Die Preisträger des Deutschen Brückenbaupreises 2020 werden am 8. März 2021 bekanntgegeben. Die Preisverleihung kann online verfolgt werden.
    Sechs kurze Filmbeiträge porträtieren auf www.brueckenbaupreis.de die Finalisten.

    Nominiert sind in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ die Retheklappbrücke Hamburg, die Brücke bei Schwaig im Zuge der A 3 bei Nürnberg und die Sanierung der Elster-Brücke bei Neudeck, Land Brandenburg. In der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“ sind nominiert der Trumpf-Steg Ditzingen, die Stuttgarter Holzbrücke an der Birkelspitze in Weinstadt und die Sanierung der König-Ludwig-Brücke in Kempten.

    Quelle: http://www.brueckenbaupreis.de/deutscher-brueckenbaupreis-sechs-bauwerke-im-finale/

    20.01.2021 - 

    Aufbau des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft geht voran

    Das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM) solle dazu beitragen, Deutschland zum international führenden Ort nachhaltiger und in die Zukunft gerichteter Mobilität zu etablieren und dabei gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Ziele gleichermaßen in den Blick zu nehmen. Das erklärte Bundesminister Andreas Scheuer anlässlich der konstituierenden Sitzung des DZM-Gründungsbeirats. Deutschland solle, so der Minister, zum führenden Standort für die Mobilität der Zukunft werden.

    Das Zentrum solle auf Basis neuer technologischer Möglichkeiten Antworten darauf finden, wie sich Menschen fortbewegen und Waren transportiert werden könnten. Vorgesehen sei, durch Zusammenarbeit mit Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industrie Wirtschaft und Wissenschaft eng miteinander zu verknüpfen. Als mögliche Entwicklungsschwerpunkte seien unter anderem Wasserstofftechnologien, synthetische Kraftstoffe, innovative Logistikkonzepte und digitale, plattformbasierte Mobilitätskonzepte geplant. Dafür stünden bis 2024 insgesamt 322,55 Millionen Euro bereit.

    Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2021/005-scheuer-deutsches-zentrum-mobiliaet-der-zukunft.html

    13.01.2021 - 

    Umsetzung der Autobahn GmbH zum 1. Januar 2021

    Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag hatte in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen wollen, von wem, mit welchen Kosten und wofür Beratungsleistungen für die Autobahn GmbH erbracht worden seien. In ihrer Antwort erklärte die Bundesregierung, dass bei einer Veröffentlichung Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Dritter öffentlich zugänglich würden. Die öffentliche Kenntnis über diese Informationen könne sich nachteilig für die Auftragnehmer und die Auftraggeber auswirken. Das wirtschaftliche Handeln aller Vertragspartner sowie insbesondere der Autobahn GmbH des Bundes und damit auch das fiskalische Interesse des Bundes wären in der weiteren Zusammenarbeit beeinträchtigt. Um dem parlamentarischen Auskunftsanspruch dennoch gerecht zu werden, habe die Bundesregierung die erbetenen Informationen als Verschlusssache „VS – Vertraulich“ eingestuft und der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übermittelt.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/258/1925832.pdf

    04.01.2021 - 

    Autobahn GmbH des Bundes nimmt Betrieb auf

    Welche Aufgaben auf die neue Autobahn GmbH seit dem 1. Januar 2021 zukommen, beschreibt detailliert eine Pressemeldung der Autobahn GmbH über den Start ihrer Arbeit. Die GmbH sei jetzt zentral verantwortlich für bundesweit mehr als 13.000 Kilometer Bundesautobahnen. Damit übernehme sie Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Verwaltung und Finanzierung der Autobahnen mit dem Ziel, alle Aufgaben zentral in einer Hand zu bündeln und die Leistungsfähigkeit der Autobahnen zu stärken.

    Um dies zu gewährleisten habe der Bund das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) als neue Bundesbehörde und die Autobahn GmbH des Bundes als hundertprozentige Bundesgesellschaft gegründet. Das FBA mit Hauptsitz in Leipzig werde insbesondere die zuständige Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde für den Bau oder die Änderung von Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Bundesverwaltung sein. Die Autobahn GmbH mit Zentrale in Berlin übernehme Planung, Bau, Erhaltung und Betrieb sowie Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der Autobahnen.

    „Die größte Reform in der Geschichte der Autobahn ist im Zeitplan - alle notwendigen Schritte sind getan. Die Autobahn GmbH und das Fernstraßen-Bundesamt sind voll einsatzfähig. Alle laufenden Bauprojekte werden fortgeführt. Neue Projekte können wie vorgesehen starten. Indem wir das Know-how von Fachleuten aus 16 Bundesländern bündeln, lässt sich alles effizienter organisieren und vor allem: Wir haben künftig immer das Bundesfernstraßennetz als Gesamtheit im Blick“, erklärt Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    31.12.2020 - 

    "Infrastruktur ist ein öffentliches Gut"

    In einem Interview mit der Badischen Zeitung zur Autobahngesellschaft erläutert der baden-württembergische Verkehrsminister nochmals seine Einwände gegen die Gründung der Autobahngesellschaft. Vor allem sei es wichtig zu verhindern, auf diesem Weg die Infrastruktur für private Investoren zu öffnen, denn das war die Absicht. Infrastruktur sei aber ein öffentliches Gut und müsse daher beim Staat bleiben. Deshalb hätte er darauf bestanden, dass der Bund keine Anteile der GmbH verkaufen darf. Das sei eine Art später Sieg. Außerdem habe man befürchtet, dass eine Autobahngesellschaft, die die Mauteinnahmen bekomme, dann tolle neue Autobahnen bauen könne, aber für andere Verkehrswege nichts bleibe.

    Er habe sich aber nicht durchsetzen können, denn am Ende habe es ein klares Junktim mit der Änderung des Grundgesetzes gegeben: Die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern wurden neu geregelt, die Autobahngesellschaft ist ein Teil der Neuregelung. Es habe gegolten: Wenn ihr das nicht akzeptiert, bekommt ihr nichts. Und auf der Habenseite hätten immerhin zum Beispiel höhere Bundesmittel für den Schienennahverkehr gestanden.

    Quelle (nur nach Registrierung): www.badische-zeitung.de/infrastruktur-ist-ein-oeffentliches-gut--199225565.html?mode=in

    29.12.2020 - 

    Scheuer: Neuer Autobahngesellschaft eine Chance geben

    In einem Interview mit dem ZDF-Morgenmagazin hat Bundesverkehrsminister Scheuer Befürchtungen über einen Fehlstart der neuen Autobahngesellschaft des Bundes im Januar zurückgewiesen. Der größten Verwaltungsreform in der Geschichte der Autobahn sollte eine Chance gegeben werden. Wenn man schon ein paar Tage vor dem ersten Tag einer neuen Autobahn GmbH wisse, dass es nicht klappe und dass es Chaos bedeute, dann sei das schon ein bisschen verfrüht.

    Probleme bei der Stellenbesetzung der neuen GmbH sehe er nicht. Mehr als 10 000 Beschäftigte hätten bereits von den Landesbetrieben zum Bund gewechselt, und weitere würden folgen. "Wir sind im Plan." Zu den Mehrkosten zum Start sagte der Verkehrsminister, die Reform sei komplexer als in der vergangenen Wahlperiode eingeschätzt.

    Eigentlich sollte auch die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) in die Autobahn GmbH integriert werden - das aber wurde angesichts rechtlicher Bedenken gestoppt. Er hätte sich gewünscht, dass die Deges schneller mit der Autobahngesellschaft verschmelzen könne. Man halte sich aber an Recht und Gesetz und gehe auch auf die Hinweise des Bundesrechnungshofes ein.

    Quelle: https://tinyurl.com/yc3u9qnh

    22.12.2020 - 

    Brückeneinsturz hätte leicht verhindert werden können

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet über einen Untersuchungsbericht, den vier Professoren im Auftrag des Gerichtes über den Einsturz der Ponte Morandi in Genua erstellt hatten. Ihr Fazit: Die Brücke wäre nicht eingestürzt, wenn die Firmen und Ämter, die über die Jahrzehnte hinweg für den Unterhalt der Brücke zuständig waren, sie gepflegt hätten. Weder die Unwägbarkeit des Schicksals noch das Wetter hätten eine entscheidende Rolle gespielt. Zentral seien die mangelhafte Ernsthaftigkeit der Menschen im Umgang mit dem kühnen Bauwerk gewesen.

    Zentral sei Beweisstück 132, das Kapitell von Pfeiler 9. Die Eisen darin, die die Struktur in diesem Punkt der Brücke hätten tragen sollen, wären nur noch dünne Fäden gewesen. Grund für den Einsturz sei die Korrosion im oberen Teil von Träger 9. gewesen.: "Wären die Kontrollen und die Wartung korrekt ausgeführt worden, wäre es höchstwahrscheinlich nicht zum Einsturz gekommen. Obschon die Risiken des Zerfalls bekannt waren, wurde nicht genügend aufgepasst."

    Seit den 1980er Jahren habe der Erbauer der Brücke, Riccardo Morandi, ein gefeierter Ingenieur, von einem bereits stark verbreiteten Verschleiß geschrieben, der viel größer sei, als sie es beim Bau hätten voraussehen können. Über die Jahre hinweg seien die Ratschläge des Ingenieurs missachtet worden. An Träger 9 sei seit 1993 nichts mehr gemacht worden.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/panorama/genua-italien-brueckeneinsturz-ponte-morandi-1.5155649

    22.12.2020 - 

    Die unsichtbare Großreform

    Die Deutsche Presseagentur berichtet sehr ausführlich über Entwicklung, Hintergründe, Ziele und Probleme der Autobahn GmbH. Die Großreform der Autobahn GmbH sorge zu Beginn vor allem für eigene Baustellen: Die Kosten seien gestiegen, die geplante Integration einer anderen wichtigen Gesellschaft sei verschoben worden, die Länder beobachteten die neue Bundesgesellschaft ganz genau.

    Eines der Hauptprobleme sei die kurze Zeit, die die Verantwortlichen für die Umsetzung des Mammutprojekts hätten. Die Gesellschaft selbst spricht auf Anfrage von der größten "Infrastrukturreform nach der Wende", die in nur zwei Jahren umgesetzt werden musste. Bis zum vollständigen Hochfahren der IT-Systeme brauche es daher noch rund zwei Monate. Von den insgesamt 15 000 für die jeweiligen Aufgaben befassten Beschäftigten starteten zum 1. Januar zunächst nur 10 400. Angeblich sei die GmbH bis Ende 2021 mit rund 13 000 Mitarbeiter/innen bereits vollständig. Doch es bestünden Zweifel, ob das ausreiche.

    Der ADAC gehe zwar davon aus, dass die Gesellschaft erst in einigen Jahren voll eigenständig handlungsfähig sein werde, erwarte aber langfristig "ein bundesweit verbessertes Baustellen- und Verkehrsmanagement, die schnellere Sanierung wichtiger Brücken, den Ausbau von Staustrecken sowie saubere Rastanlagen". Auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Dirk Engelhardt, werbe dafür, der neuen Gesellschaft auch eine Chance zu geben. Seinem Verband gehe es vor allem um mehr Parkplätze und Sicherheit auf den Raststätten entlang der Autobahnen.

    Ob die Reform gelinge, wollten die Länder genau beobachten. Nordrhein-Westfalen habe in den vergangenen Jahren das Tempo bei Planung, Genehmigung und Bau hochgehalten. "Diese Dynamik von Planungs-, Genehmigungs- und Bauhochlauf muss weitergehen", so der Verkehrsminister. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister sagte Mitte Dezember im Landtag, die FDP habe nicht zu den Befürwortern der Reform gehört. Bei der Übertragung der Auftragsverwaltung in eine bundeseigene Verwaltung könnte es Kostensteigerungen geben. Die saarländische Verkehrsministerin sagte: "Die Grundidee und auch Organisation und Abwicklung der Gründung der Autobahn GmbH sind wirklich kein Glanzstück der Bundespolitik. Wir schauen, dass wir jetzt für unsere Straßen das Beste daraus machen."

    Quelle: https://www.onvista.de/news/die-unsichtbare-grossreform-autobahngesellschaft-geht-an-den-start-421679145

    21.12.2020 - 

    Stolperstart für die neue Autobahn-Gesellschaft

    Im Bericht des General-Anzeiger Bonn heißt es u.a., dass bei der Autobahngesellschaft zur Sollstärke Mitte Dezember immer noch 3000 Fachkräfte fehlten. „Ziel der Reform ist es, die Leistungsfähigkeit unserer Autobahnen zu stärken, damit alle Autobahnnutzer von einer modernen, sicheren Infrastruktur profitieren“, verspreche die Eigenwerbung der Autobahn GmbH. Allerdings verlaufe schon der Start in vieler Hinsicht holprig. Angesichts des fehlenden Personals zweifle u.a. der FDP-Verkehrsexperte Luksic an der Arbeitsfähigkeit der Gesellschaft. Jetzt müsse eine unfertige Gesellschaft Planung, Bau und Betrieb der Autobahnen übernehmen, das werde wahrscheinlich zu Verzögerungen bei laufenden und neuen Projekten führen.

    Schwerer wiege die fehlende Integration der Deges in die Autobahn GmbH, die an verfassungsrechtlichen Problemen gescheitert sei. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts arbeite die Deges noch Projekte im Wert von 20 Milliarden Euro ab, die neu ausgeschrieben werden müssten, wenn alles zum Bund überginge.

    Auch der Bund der Steuerzahler (BdSt) kritisiere die Vorbereitungen. Eine solche Zersplitterung von Aufgaben- und Finanzverantwortung führe immer wieder zu teurer Verschwendung. Offene Rechtsfragen, IT-Chaos, Personalmangel, explodierende Verwaltungskosten und Zeitnot ließen die Mammutreform zu einem Fehlstart werden.

    Allein für externe Berater habe die Autobahn GmbH bereits 80 Millionen Euro ausgegeben. Die Gesamtkosten für den Aufbau hätten sich von ursprünglich gut 40 Millionen Euro mittlerweile auf 325 Millionen Euro erhöht. Das Unternehmen weise dagegen auf die Vielschichtigkeit, die Einzigartigkeit und die operative Umsetzung hin, die fachspezifische Leistungsbedarfe verlange, die insbesondere zu Beginn des Transformationsprozesses nicht vollumfänglich durch eigenes Personal hätten erbracht werden können.

    Quelle: https://ga.de/news/wirtschaft/ueberregional/autobahn-gesellschaft-legt-holprigen-start-hin_aid-55332001

    18.12.2020 - 

    Autobahn GmbH: Finanzierungs- und Realisierungsplan beschlossen

    Nach einer Mitteilung der Autobahn GmbH haben die für Verkehr und Haushalt zuständigen Ausschüsse des Deutschen Bundestages haben dem Finanzierungs- und Realisierungsplan der Autobahn GmbH für die Jahre 2021 bis 2025 zugestimmt. Vorgesehen sind für die entsprechenden Jahre Gesamtinvestitionen in Höhe von 26,6 Milliarden Euro, davon 14,8 Milliarden Euro für den Erhalt der Autobahnen und circa 10 Milliarden Euro für Neu- und Ausbau. Der Plan baue auf dem vom Bundestag verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan auf, der bis 2030 gelte. Der beschlossene Plan kalkuliere erstmals Baupreisentwicklungen und Risikozuschläge mit ein.

    Zusätzlich seien auch etwa 500 umzusetzende Projekte bundesweit definiert. Damit erhalte die Autobahn GmbH mehr Sicherheit und könne mit langfristigen Planungen für die effiziente Umsetzung von notwendigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen sorgen.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    16.12.2020 - 

    Was soll die App "Meine Autobahn"?

    Der Bund der Steuerzahler hat seine Kritik an der Autobahngesellschaft erweitert. Jetzt kritisiert er die App „Meine Autobahn“, die im März 2019 an den Start ging. Mit dieser App solle die Kommunikation mit aktuellen und künftigen Beschäftigten sowie der Öffentlichkeit erreicht werden. So könne man tagesaktuelle Informationen und Hintergrundwissen zur Autobahngesellschaft veröffentlichen und schnell wie unkompliziert informieren.

    Für den Bund der Steuerzahlerbund ist diese unnötig, denn die Autobahn GmbH verfüge mit der Webseite www.autobahn.de bereits über einen modernen und informativen Kommunikationskanal. Nach Auskunft der Autobahn GmbH sei die Anzahl der monatlichen Nutzer für die Webseite fünfstellig. Die aktiven Nutzer der App hingegen lägen lediglich bei rund 4.000 im Monat.

    Die Entwicklung der App habe rund 200.000 Euro gekostet, hinzukämen pro Monat rund 2.300 Euro für Hosting und Wartung. Seit dem Start der App hätten die Steuerzahler bisher rund 250.000 Euro für eine App ausgegeben, die keinen erkennbaren Mehrwert gegenüber der Webseite biete.

    Dennoch solle die App zu einer Service-App weiterentwickelt werden mit Informationen rund um die Autobahn, wie Verkehrslage, Hintergründe zu Behinderungen wie Staus, Tank- und Rastanlagen, Ansichten von Live-Cams, Lkw-Stellplätze sowie den Vergleich von Benzinpreisen bis hin zu Wetterdaten. Auch wenn die App für den Nutzer kostenfrei sein solle, so werde der Steuerzahler dafür wieder zahlen müssen. Die zusätzlichen Kosten seien der Autobahn GmbH nach eigenen Angaben noch nicht bekannt.

    Quelle: https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/was-soll-die-app-meine-autobahn

    11.12.2020 - 

    Drohender Baustopp bei Projekten der Autobahn GmbH des Bundes

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zur Autobahn GmbH betont die Bundesregierung, dass die Autobahn GmbH planmäßig – wie gesetzlich vorgesehen – ab dem 1. Januar 2021 die Ausführung von Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, vermögensmäßige Verwaltung und Finanzierung der Bundesautobahnen übernehme. Die GmbH erhalte hierfür u. a. Investitionsmittel für den Erhalt sowie Aus- und Neubau laufender und neuer Projekte sowie für sonstige Investitionen (z. B. Rastanlangen, Verkehrslenkungsanlagen etc.). Im Kabinettentwurf seien für die Bundesautobahnen rund 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2021 vorgesehen. Die Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses habe diesen Ansatz bestätigt.

    Die Mittel würden – wie bisher auch – jährlich durch den Deutschen Bundestag bewilligt. Neue Projekte werden – wie bisher auch – im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel realisiert. Wie diese Mittel eingesetzt werden sollen, werde im Finanz- und Realisierungsplan 2021 bis 2025 der Autobahn GmbH (FRP) festgelegt. Der Finanz- und Realisierungsplan 2021bis 2025 beschreibe u. a. die durch laufende Projekte bis 2025 gebundenen Mittel., zusätzlich zudem den Bedarf u. a. für die Umsetzung weiterer wichtiger Vorhaben aus dem BVWP, die voraussichtlich bis 2025 Baurecht erlangten. Dieser Mechanismus sei bislang auch stets Teil der Haushaltsaufstellung des Straßenbauetats gewesen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/252/1925218.pdf

    10.12.2020 - 

    Marode Brücken und Stellwerke: Bahn steckt mehr Geld in Sanierungen

    Nach Aussagen des Infrastrukturvorstandes der Deutschen Bahn Ronald Pofalla wolle die Deutsche Bahn 2021 eine Rekordsumme investieren, um den gewaltigen Sanierungstau im deutschen Schienennetz abzubauen. Schon 2020 seien 12,2 Milliarden Euro verbaut worden, im kommenden Jahr werde man »noch einmal einen deutlichen Anstieg haben«.

    Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums werde die Quote der zu sanierenden Brücken in den nächsten vier Jahren nicht sinken. Bei Stellwerken und Bahnübergängen wird sie sogar leicht steigen. Trotz der Coronakrise gehe Pofalla davon aus, dass am Jahresende 99 Prozent der geplanten Bahn-Bauvorhaben umgesetzt seien. Im 33.000 Kilometer langen Netz seien bislang 1500 Kilometer Gleise und 1500 Weichen erneuert, 100 Brücken saniert und 620 Bahnhöfe attraktiver gestaltet worden.

    Quelle: https://tinyurl.com/yab3m3dq

    24.11.2020 - 

    Erneuerung bei der Bahn: Bauboom mit Haken

    Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung behindern stark gestiegene Baukosten die Umsetzung des Beschlusses der Bundesregierung, bis 2029 86 Milliarden Euro in die Erneuerung von Gleisen, Bahnhöfen, Brücken und Stellwerken fließen zu lassen. Mit diesem Programm sollten etwa 2000 marode Brücken bis 2029 mit einem Kostenaufwand von rund vier Milliarden Euro auf Vordermann gebracht werden.

    Besonders beim Brückenbau hätten sich seit 2015 aber die Kosten je Quadratmeter fast verdoppelt. Allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020, also seit Unterzeichnung der Pläne, seien die Preise trotz Corona-Krise um satte 25 Prozent gestiegen. Es sei fraglich, ob die Bahn ihre Pläne realisieren könne. Dabei seien Sanierungen dringend nötig: Die Bahn betreibe etwa 25 000 Eisenbahnbrücken, viele davon sanierungsbedürftig, 9.000 seien älter als 100 Jahre.

    Die Bahn habe bestätigt, dass es durch ein insgesamt steigendes Bauvolumen und die erhöhte Nachfrage der Straßenbaulastträger eine Marktverknappung gebe. Die Anzahl der Angebote bei Eisenbahnbrücken je Ausschreibung sei seit einiger Zeit rückläufig. Für einen Teil der veröffentlichten Brückenprojekte habe es überhaupt keine Bieter gegeben. Die Bahn habe allerdings angekündigt, trotz der Kostensteigerungen in den kommenden zehn Jahren insgesamt 2.000 Eisenbahnbrücken zu erneuern.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-brueckensanierung-1.5124979

    14.11.2020 - 

    Betonpfähle im Honigtopf

    Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet ausführlich über den Zustand der deutschen Autobahnen und die Probleme, vor denen die Autobahngesellschaft stehe. „Tausende Brücken müssen erneuert werden, bei 100 ist bereits die Standsicherheit gefährdet oder die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet.“ Keine Brücke aus den Sechziger- oder Siebzigerjahren sei auf das heutige Verkehrsaufkommen ausgelegt.

    Viele Bundesländer seien mit dem Management der Autobahnen überfordert, hätten falsche Prioritäten gesetzt. Ob die mit der Gründung der Autobahngesellschaft erhofften Effizienzen und Synergien zum Tragen kämen, sei offen.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://magazin.spiegel.de/SP/2020/47/174003045/index.html

    13.11.2020 - 

    Deutscher Bundestag: Die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH

    In einer weiteren Kleinen Anfrage thematisiert die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag die Arbeit der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH. Nach Auskunft der Bundesregierung habe die Niederlassung Nord seit dem Januar 2020 als erste von zehn bundesweiten Niederlassungen von ihrem Hauptsitz in Hamburg sowie von den Außenstellen in Rendsburg und Lübeck aus die ersten Tätigkeiten wahrgenommen. Die Außenstellen Lüneburg und Stade würden zum 1. Januar 2021 der Niederlassung Nord beitreten. Der Betriebsdienst der Autobahnen werde bis 2021 noch von den beiden Bundesländern Hamburg und Schlewswig-Holstein verantwortet und wechsele dann zur Niederlassung Nord. Auch Aus- und Neubauprojekte sollten zunächst noch von der DEGES GmbH weitergeführt werden. Die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH wird dann zum 1. Januar 2021 voraussichtlich auf 700 Beschäftigte anwachsen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/242/1924289.pdf

    13.11.2020 - 

    Deutscher Bundestag: Umsetzung der Autobahn GmbH des Bundes bis zum 1. Januar 2021

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag nach der Autobahn GmbH betont die Bundesregierung, dass der Aufbau der Autobahn GmbH des Bundes sowie des FBA im Zeitplan lägen. Im Fokus stehe aktuell die Betriebsaufnahme der neuen Bundeseinrichtungen ab dem 1. Januar 2021. Um dies zu gewährleisten seien von der Autobahn GmbH mit den Ländern Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen worden, die für den Übergangszeitraum der Transformation u. a. den Weiterbetrieb von Infrastrukturen und die Erbringung von Dienstleistungen regelten. Bis dahin gelte es, auch im Sinne der Beschäftigten einen möglichst reibungslosen Übergang von den heutigen 16 Auftragsverwaltungen der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes weiter vorzubereiten und zum 1. Januar 2021 umzusetzen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/242/1924286.pdf

    09.11.2020 - 

    Bundesrat: Autobahn GmbH darf verkehrsrechtliche Anordnungen erteilen

    Nach einigen Unklarheiten, ob die neue Autobahngesellschaft ab dem 1. Januar 2021 verkehrsrechtliche Anordnungen erteilen dürfe, ist nach einer Meldung der Autobahngesellschaft jetzt Klarheit geschaffen: Nach der Zustimmung des Bundesrates zur zweiten Änderungsverordnung der Straßenverkehrsordnung (StVO) seien Zuständigkeiten für die Bundesautobahnen klar und verbindlich neu geregelt worden, insbesondere für welche Anordnungen, Erlaubnisse und Ausnahmegenehmigungen ab dem 1. Januar 2021 wer zuständig sei.
    Die Autobahngesellschaft sei künftig befugt, verkehrsrechtliche Anordnungen auf Autobahnen zu erteilen, auch alle Anordnungen zur Regelung und Lenkung des Verkehrs, die über die beschränkten Befugnisse der Straßenbaubehörde hinausgingen.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    05.11.2020 - 

    Verkehrspolitik: Wenn die Räumfahrzeuge in der Garage bleiben

    Mit den Startschwierigkeiten und der Kritik aus Bundestag und Bundesrechnungshof befasst sich ein ausführlicher Beitrag in der Süddeutschen Zeitung. Das nächste Prestigeprojekt von Andreas Scheuer sei gefährdet. Der Zeitplan für den Umbau seiner neuen Autobahn GmbH sei nicht zu halten. Und wie bei der Pkw-Maut drohten Mehrkosten von Hunderten Millionen Euro.

    Trotz aller Schwierigkeiten sei das Ministerium zuversichtlich. Staatssekretär Güntner aus dem Bundesverkehrsministerium habe erklärt: "Das Fundament der Gesellschaft wird zum 1. Januar stehen. Wir glauben, es wird ein schönes Haus."

    Quelle: www.sueddeutsche.de/politik/andreas-scheuer-verkehrspolitik-autobahn-gmbh-autobahn-pkw-maut-1.5105046

    05.11.2020 - 

    Scheuer: Schneller bauen - für eine starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität

    Im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Investitionsbeschleunigungsgesetz durch den Bundestag verstärkt das Bundesverkehrsministerium seine Maßnahmen für schnelleres Planen und Bauen in Deutschland. Bundesverkehrsminister Scheuer erklärte in diesem Zusammenhang: „Wir wollen schneller bauen – für eine starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität. Wir beschleunigen Genehmigungen, verkürzen Gerichtsverfahren, sorgen für schnelleres Baurecht und entschlacken die Verfahren. Damit nehmen wir alles in den Blick, wo es bislang klemmt.“

    Für überregional wichtige Infrastrukturprojekte wie Projekte aus dem Bundesverkehrswegeplan werde gesetzlich ein Sofortvollzug angeordnet, das heißt, nach Genehmigung durch die zuständige Behörde könne sofort gebaut werden. Die aufschiebende Wirkung von Widersprüchen oder Anfechtungsklagen entfalle in diesen Fällen.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2020/058-scheuer-investitionsbeschleunigungsgesetz.html

    04.11.2020 - 

    Aufbau der Autobahn GmbH des Bundes liegt im Zeitplan

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag erklärt die Bundesregierung, dass der Aufbau der Autobahn GmbH des Bundes sowie des Fernstraßen-Bundesamts (FBA) als neuer Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) "im Zeitplan" liegen. Bis zum 1. Januar 2021 gelte es, einen reibungslosen Übergang von den heutigen 16 Auftragsverwaltungen der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes weiter vorzubereiten und umzusetzen.

    Auch der Personalübergang verlaufe demnach "planmäßig und in enger Abstimmung zwischen den Ländern, dem BMVI, der Autobahn GmbH des Bundes und dem FBA sowie unter Einbeziehung sämtlicher Personalvertretungen und der Gewerkschaften". Bereits mehr als 10.000 Beschäftigte der Länder hätten sich für einen Wechsel zur Autobahn GmbH des Bundes entschieden.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/235/1923523.pdf

    03.11.2020 - 

    Ostsee-Querung nach Dänemark: Bundesrichter weisen Klagen gegen Fehmarnbelttunnel ab

    In zahlreichen Medien wird über das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes berichtet, wonach der umstrittene Tunnel durch den Fehmarnbelt nach Dänemark gebaut werden darf. Sechs entsprechende Klagen seien zurückgewiesen worden. Mit diesem Urteil seien so die letzten großen rechtlichen Hürden für den Bau des mehr als sieben Milliarden Euro teuren Tunnels beseitigt.

    Für Bundesverkehrsminister Scheuer sei der Tunnel ein "großes Projekt von europäischer Bedeutung". Das Urteil, zeige, dass "wir in Verantwortung für Natur und Umwelt" Großprojekte in Deutschland planen könnten. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Buchholz (FDP) sagte, es sei ein "guter Tag für ein herausragend wichtiges europäisches Verkehrsprojekt". Offen seien noch vier weitere Klagen am Oberverwaltungsgericht Schleswig wegen der Anbindung des Tunnels ins Hinterland.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fehmarn-belt-tunnel-bundesverwaltungsgericht-weist-klagen-gegen-fehmarnbelttunnel-ab-a-6a71e962-da7b-43e6-986e-684c7f778896

    02.11.2020 - 

    Private Autobahnen viel teurer als geplant

    Nach einem Bericht des General-Anzeiger Bonn (nicht im Netz) plane die Bundesregierung für öffentlich-private Partnerschaften beim Bau von Bundesfernstraßen rund 1,6 Milliarden Euro mehr ein als bisher geplant. Das gehe aus dem Entwurf für den Bundeshaushalt 2021 hervor. Der haushaltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im deutschen Bundestag bezeichnete ÖPP im Straßenbau als „teure und intransparente Privatisierungsprojekte“, von denen nur große Baukonzerne, Banken und Versicherungen profitierten. Er fordere daher ein gesetzliches Verbot von ÖPP im Straßenbau.

    Quelle: General-Anzeiger Bonn, 02.11.2020

    25.10.2020 - 

    Brückendreher halten Tradition in Estebrügge aufrecht

    Das Stader Tageblatt berichtet über eine Rarität in der Deutschen Brückenlandschaft: die voll funktionstüchtige Drehbrücke von Estebrügge. Etwa zweieinhalb Minuten dauere ein Brückenschwenk, vorher und nachher müssten die Brückenwärter auch die rot-weißen Brückenschranken herunterlassen und heben – allerdings von Hand. Vier Brückendreher sorgten im Wechsel dafür, dass die Traditionsbrücke zwischen Moorende und Estebrügge in Bewegung bleibe. Jetzt suchten die Brückendreher Nachwuchs.

    Quelle (nur nach Registrierung): www.tageblatt.de/lokales/jork_artikel,-Brueckendreher-halten-Tradition-in-Estebruegge-aufrecht-_arid,1531244.html

    23.10.2020 - 

    Viele Projekte auf Deutschlands Autobahnen sind in Gefahr

    Das Handelsblatt berichtet ausführlich über die Schwierigkeiten beim Stand der Autobahngesellschaft. Die Reform, die bisher eine halbe Milliarde Euro verschlungen habe, gelte schon bei ihrem Start als gescheitert. Nun solle ein „Begleitgremium“ den Ländern Einblick in das neue Konstrukt garantieren. Der Bund versuche zwar, seine Gesellschaften zu kontrollieren, doch Rechnungsprüfer übten immer wieder Kritik. Im Verkehrsministerium solle sich ab Dezember eine neue Unterabteilung um die Beteiligungen kümmern.

    Die Gesellschaft müsse bereits in den ersten vier Jahren eine Milliarde Euro sparen. Die Geschäftsführung befürchte deshalb operative Einschränkungen insbesondere in den Bereichen Betrieb sowie Planung und Bau. Die Geschäftsführung wolle dafür notfalls auch Geld nutzen, das eigentlich für Investitionen vorgesehen sei.

    Auch die vorgesehenen mehr als 13.660 Vollzeitstellen stünden nur in den Büchern. Zum Start zähle die neue Gesellschaft rund 10.000 Mitarbeiter, der Rest solle 2021 eingestellt werden. Mehr als 7000 Mitarbeiter seien für den Betrieb der Autobahnen vorgesehen, gut 4000 für Planung und Bau und 2000 Mitarbeiter in der Zentrale. Weil der Bund versprochen habe, dass jeder Mitarbeiter an seinem Standort weiterarbeiten dürfe, gebe es neben den zehn Niederlassungen und 41 Außenstellen 190 Autobahnmeistereien.

    Der Personalmangel habe auch Folgen für die Bauprojekte, die die Autobahn eigentlich ab Januar betreuen sollte. So genehmigten die Bundesländer jedes Jahr rund 30.000 Bauvorhaben. Die Deges, die Projektgesellschaft von Bund und zwölf Ländern, wickelt derzeit noch gut 200 Großprojekte im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro ab, von denen das letzte im Jahr 2036 fertiggestellt werden solle. Unterdessen stünden bei der neuen Autobahngesellschaft bis Ende 2025 fast 300 Projekte in den Plänen. Der Plan, die Deges in die Autobahngesellschaft zu überführen, sei aus verfassungsrechtlichen Gründen gescheitert. Nun müsse die Autobahngesellschaft dort Planungs- und Bauleistungen einkaufen.

    Zusätzlich müsse die Gesellschaft weitere Leistungen, die sie noch nicht selbst erbringen könne, teuer bei den Ländern einkaufen: Lohnabrechnungen, IT-Systeme und vieles mehr – und das alles zu Vollkosten. In der Finanzplanung seien dafür allein 63 Millionen Euro bis Ende 2023 veranschlagt, wobei es sich dabei noch „um eine grobe Kostenschätzung“ handelt.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahn-gmbh-viele-projekte-auf-deutschlands-autobahnen-sind-in-gefahr/26407752.html?ticket=ST-3350739-on1DucqBR59jqXLcijeZ-ap5

    17.10.2020 - 

    Autobahnbau: Rechnungshof rügt Verkehrsminister

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel hat der Bundesrechnungshof die Kosten, die die Reform der deutschen Autobahnverwaltung durch das Bundesverkehrsministerium verursacht, moniert. Die mittelfristige Finanzplanung des Hauses habe um eine Milliarde Euro angehoben werden müssen auch wegen der gestiegenen Aufwendungen der neuen Autobahn GmbH. Allein für 2021 habe die GmbH Kooperationsvereinbarungen mit den Ländern in Höhe von 211 Millionen Euro abgeschlossen. »Diese Mittel stehen für Investitionen in die Infrastruktur nicht zur Verfügung«, kritisieren die Kontrolleure. Außerdem müssten laut Rechnungshof 14,4 Millionen Euro an Prämien gezahlt werden, damit Personal von den Ländern zur Autobahngesellschaft wechsele.

    Quelle (nur gegen Bezahlung im Netz): Der Spiegel, Ausgabe 43/2020, Seite 67

    12.10.2020 - 

    Chaos auf der Straße? Der neuen Autobahngesellschaft fehlen wichtige Kompetenzen

    Das Handelsblatt berichtet, dass das Bundesverkehrsministerium bislang versäumt habe, die Autobahngesellschaft mit entsprechenden hoheitlichen Rechten auszustatten. Also dürfe die Autobahn GmbH ihre Mitarbeiter nicht auf die Autobahnen entsenden, um Straßen zu kehren, Baustellen einzurichten oder Straßenschilder aufzustellen. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes befürchte bereits einen Baustopp auf den Autobahnen.

    Die fehlenden Sonderrechte seien nur die jüngste Absurdität in der pannenreichen Reformgeschichte der Autobahnverwaltung. Inzwischen stehe fest, dass die Wünsche der Politiker mit der Realität nicht in Einklang stehen. Die Länder müssten über Jahre weiter mit ihrer Expertise aushelfen, von Effizienz durch Zentralisierung sei keine Rede mehr.

    Auch bei den dringend benötigten Ausnahmegenehmigungen für Arbeiten der Autobahn GmbH würden die Länder weiterhin gefordert sein. Dies gehe aus dem Entwurf einer Straßenverkehrsordnung hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Diese Verordnung müsse aber im Bundesrat beschlossen und im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Erst dann hätten die Mitarbeiter der neuen Autobahn-Gesellschaft auch die Zutrittserlaubnis zu ihren Straßen.

    Quelle: www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahnverwaltung-chaos-auf-der-strasse-der-neuen-autobahngesellschaft-fehlen-wichtige-kompetenzen/26266470.html

    07.10.2020 - 

    Nächste Niederlage für Scheuer: Autobahngesellschaft „derzeit nicht umsetzbar“

    Das Handelsblatt berichtet, dass sich der geplante Aufbau der neuen Bundesautobahn-Gesellschaft „Autobahn GmbH" zum 1. Januar 2021 verzögere. Dies habe das Bundesverkehrsministerium in einem Bericht an den Verkehrsausschuss des Bundestags eingeräumt. So sei das Ziel einer Verschmelzung der „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH (Deges)“ mit der Autobahn GmbH „derzeit nicht umsetzbar“. Die Deges „bleibt deshalb zunächst in ihrer bisherigen Form bestehen“, heiße es weiter.

    Die zwölf Gesellschafterländer der Deges sowie deren Geschäftsführungen seien informiert worden. Das Verkehrsministerium wolle Mitte 2021 über das weitere Vorgehen entscheiden.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrspolitik-naechste-niederlage-fuer-scheuer-autobahngesellschaft-derzeit-nicht-umsetzbar/26252144.html

    Hinweis: Die Autobahn GmbH hatte bereits am 29.09.2020 auf ihrer Webseite mitgeteilt, dass ursprünglich geplant war, die DEGES GmbH bis Jahresende mit der Autobahn GmbH des Bundes zu verschmelzen. Sie sollte dort als Geschäftsbereich Großprojekte die ihr übertragenen Projekte fortführen. Diese Verschmelzung sei aus rechtlichen Gründen zurzeit leider nicht umsetzbar.

    06.10.2020 - 

    Quarks & Co im WDR-Fernsehen mit mehreren Beiträgen zum Thema Brückenbau und -prüfung

    Brücken auf dem Prüfstand: Sind sie noch zu retten? Brückenunfälle weltweit. Wie viele Brücken sind marode? Brücke auf der Intensivstation. Vom Riss zum Einsturz: Ein Szenario für die Leverkusener Brücke. Das größte Brückenbauprojekt Europas: Die Hochmoselbrücke. Mit diesen Themen beschäftigt sich Quarks & Co, die Wissenschaftssendung des Westdeutschen Rundfunks. Quarks baut für das Experiment in einem Steinbruch in Wuppertal eine 20 Tonnen schwere Beton-Stahl-Brücke, mit dem Ziel, sie kontrolliert altern zu lassen. Begleitet und kommentiert wird das Experiment von Prof. Mertens.

    Quelle: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-bruecken-auf-dem-pruefstand-sind-sie-noch-zu-retten--100.html

    06.10.2020 - 

    Neuer Ärger für Scheuer

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) drohten nach dem Debakel um die Pkw-Maut laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung bei einem weiteren Prestigeprojekt ernste Probleme. Die vor zwei Jahren gegründete Autobahn GmbH werde von einer Gehälter-Affäre erschüttert. Das habe das Ministerium inzwischen selbst bestätigt, denn in einem Schreiben des Staatssekretärs an Bundestagsabgeordnete heiße es „Beim Abschluss außertariflicher Arbeitsverträge der Autobahn GmbH des Bundes und deren Vorlage an den Aufsichtsrat ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen.“

    Hintergrund sei laut Insidern der Verdacht, dass in der Firma des Bundes zu hoch dotierte Arbeitsverträge mit Führungskräften abgeschlossen worden seien. Die Verträge sollen weit von dem abgewichen sein, was der Aufsichtsrat genehmigt habe. "Der Aufsichtsrat hat in einer Sondersitzung am 2. Juli 2020 einen externen Prüfer zur Aufklärung des Sachverhalts beauftragt", heißt es in dem Schreiben. Die Autobahn GmbH habe keine Stellungnahme abgegeben: „Wir können uns zu internen Vorgängen nicht äußern."

    Quelle: www.sueddeutsche.de/politik/verkehrsministerium-scheuer-autobahn-gmbh-1.5056524

    04.10.2020 - 

    Grünen-Spitze fordert Stopp für neue Autobahnen und Bundesstraßen

    Bundesweit breit beachtet wird die Forderung von Grünen-Parteichefin Baerbock und Fraktionsvorsitzendem Hofreiter, Verkehrsminister Scheuer solle geplante Bauprojekte erst auf Klimaziele und Wirtschaftlichkeit prüfen. Und er solle das besonders umstrittene Autobahnprojekt A49 sofort auf Eis legen. "Wir brauchen eine andere Verkehrspolitik", sagte die Parteivorsitzende. Bei der A49 steht die Grünen-Bundesspitze damit in Gegensatz zum grünen hessischen Verkehrsminister, der den Weiterbau der A 49 befürwortet.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/politik/gruene-baerbock-hofreiter-autobahnen-bundesstrassen-1.5053272

    30.09.2020 - 

    NRW-Minister wütet gegen neue Autobahn GmbH

    Nach einem Bericht der Bild-Zeitung wurde NRW-Verkehrsminister Wüst bei einem Treffen mit dem Chef der Autobahngesellschaft Krenz deutlich: „Wir wollen weiter wissen, was in unserem Land auf den Autobahnen passiert. Es kann nicht sein, dass wir zum Bittsteller werden!“ Der Minister befürchte, dass z.B. durch die zentrale Verwaltung aus Berlin wichtige Bauvorhaben in den Regionen ins Stocken geraten könnten. Wüst zu BILD: „Ich weiß, wie schwierig die Kommunikation mit anderen Bundesgesellschaften, wie z.B. der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ist. Da müssen wir um jede Schleuse kämpfen. So etwas darf bei den Autobahnen nicht passieren.“

    Quelle: https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-regional-politik-und-wirtschaft/ab-januar-uebernimmt-der-bund-nrw-minister-wuetet-gegen-autobahn-gmbh-73177724.bild.html

    In der offiziellen Pressemeldung der Autobahngesellschaft wird der NRW-Verkehrsminister dagegen mit den Worten zitiert „Wir alle – Land und Bund gemeinsam - wollen, dass diese Umstrukturierung schnell und reibungslos funktioniert. Dafür haben viele Menschen schon in den vergangenen Monaten sehr hart gearbeitet und es wird auch weiterhin viel zu tun sein.“

    Quelle: www.autobahn.de

    29.09.2020 - 

    Autobahnen: Länder wollen den Bund stärker kontrollieren

    Nach einem Bericht des Handelsblattes fordert das Land Nordrhein-Westfalen mehr Kontrolle über die Autobahngesellschaft des Bundes. Das gehe aus einem Koalitionsbeschluss von Union und FDP hervor. Demnach solle die Landesregierung massiv Einfluss auf den Bund und die neue Gesellschaft nehmen und „im Sinne einer weiterhin zügigen Abwicklung der Autobahnprojekte“ den Aufbauprozess der Autobahn GmbH „intensiv“ unterstützen. Auch soll ein „Begleitgremium" eingerichtet werden.

    Auch in anderen Bundesländern wüchsen Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Inzwischen stehe fest, dass die Autobahn GmbH zum Start bei Weitem nicht alle Leistungen aus einer Hand erbringen könne, was eigentlich Ziel der Reform gewesen sei. Dazu gehöre, dass die Deges, nicht wie ursprünglich geplant, mit der Autobahn GmbH verschmolzen worden sei. Die neue Autobahngesellschaft werde deshalb etliche Jahre die Deges beauftragen müssen.

    Die Regierung in Düsseldorf hoffe, dass sich auch andere Bundesländer der Forderung nach Einfluss auf die Autobahn GmbH anschlössen und ebenfalls ein Begleitgremium für ihr Bundesland forderten. Nordrhein-Westfalen wolle mit der Initiative verhindern, dass mit der neuen Autobahngesellschaft eine ähnlich schwer zu durchschauende Organisation wie die Deutsche Bahn oder die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung entsteht.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahn-gmbh-autobahnen-laender-wollen-den-bund-staerker-kontrollieren/26217386.html?ticket=ST-146887-1UbNgnZWsOMo5bObhlSU-ap5

    25.09.2020 - 

    Überhöhte Gehälter und ein pompöser Empfang

    Der Aufsichtsrat der bundeseigenen Autobahn GmbH hat den Geschäftsführern nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wegen zu hoher Managergehälter offenbar die Entlastung verweigert. Das Gremium habe der für Finanzen zuständigen Geschäftsführerin Anne Rethmann sowie ihren beiden Kollegen Stephan Krenz und Gunther Adler eine Rüge erteilt.

    Danach hätten externe Sonderprüfer festgestellt, dass mehrfach Führungskräfte mit überhöhten Gehältern eingestellt worden seien. Zudem soll ein Neujahrsempfang derart pompös gefeiert worden sein, dass die Aufsichtsräte nicht daran teilnahmen.

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer habe versprochen, er werde mit der Geschäftsführung reden. Das Verkehrsministerium erklärte, der Aufsichtsrat habe Empfehlungen der Sonderprüfer zur Kenntnis genommen, wie „solche Vorgänge in Zukunft verhindert werden“ könnten. Die Entlastung der Geschäftsführung sei für die Aufsichtsratssitzung im November vorgesehen.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/aufsichtsrat-ruegt-geschaeftsfuehrung-der-autobahngesellschaft-16970599.html

    24.09.2020 - 

    Bauindustrie zur Autobahngesellschaft

    In einer gemeinsamen Erklärung äußerten die BAUINDUSTRIE, Zentralverband Deutsches Baugewerbe und Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen ihre Sorge über die unklare Situation der Autobahn GmbH des Bundes, die zum 1. Januar 2021 die Zuständigkeit für die Bundesautobahnen übernehmen werde. Die Verwaltungskosten der Autobahn GmbH dürften nicht zu Lasten der Investitionsplanung gehen. Bereits heute spürten Bauunternehmen eine Verschlechterung der Planungs- und Ausschreibungssituation im Bundesfernstraßenbau, da die Länder ihre Aktivitäten deutlich eingestellt haben und die Kapazitäten der Autobahn GmbH noch nicht greifen.

    Auch nach dem 1.1.2021 müssten leistungsfähige Strukturen vorhanden sein. Für die mittel- und langfristige Kapazitätsplanung der im Straßenbau tätigen Bauunternehmen seien Planungssicherheit sowie Klarheit hinsichtlich der Zuständigkeiten essenziell. Letztlich hingen hiervon zahlreiche Arbeitsplätze in der Baubranche ab.

    Quelle: https://vestorscapital.com/finanzen/bauverbaende-verstetigung-des-investitionshochlaufes-sichern/62161/

    22.09.2020 - 

    Milliardenprojekt Fehmarnbelttunnel: Leipzig entscheidet

    Bundesweit beachtet werden die Verhandlungen des Bundesverwaltungsgerichtes zur Fehmarnbelt-Querung. Einen umfassenden Überblick liefert ein Bericht des Norddeutschen Rundfunks:

    https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Milliardenprojekt-Fehmarnbelttunnel-Leipzig-entscheidet,fehmarnbelt424.html

    08.09.2020 - 

    Der Kampf gegen den Betonkrebs

    Die Autobahn GmbH informiert auf ihrer Webseite über die Behandlung von „Betonkrebs“ an einer Betonfahrbahn. In einem ausführlichen Video wird nicht nur erklärt, was sich hinter Betonkrebs verbirgt, sondern auch, wie er behandelt wird. Dokumentiert wird dies mit einem Video am Beispiel der A1 zwischen der Anschlussstelle Ahrensburg und dem Autobahnkreuz Bargteheide.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    01.09.2020 - 

    DEGES-Projekte online verfügbar

    Wer wissen will, welche Projekte in welchem Bundesland von der DEGES geplant sind, dem bietet die DEGES eine ausführliche Datenbank. Suchen sind möglich nach Bundesland, nach Autobahn, Bundesstraße, Rastanlage oder Sonstigem, ob in Planung, in Bau oder in Betrieb.

    Quelle: https://www.deges.de/projekte/

    14.08.2020 - 

    Beeinträchtigung von Schwertransporten aufgrund maroder Brücken

    "Beeinträchtigung von Schwertransporten aufgrund maroder Brücken" lautete der Titel einer Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Darin wurde die Bundesregierung unter anderem gefragt, wie viele Brücken auf Bundesfernstraßen in Deutschland insgesamt aufgrund ihres Zustands nicht von Schwertransporten über 44 Tonnen befahren werden können.

    In Deutschland, so die Bundesregierung in ihrer Antwort, gebe es nach dem Stand vom 1. März 2020 knapp 40.000 Brücken an Bundesfernstraßen. Wenn berücksichtigt werde, dass u. a. bei Autobahnbrücken jede Fahrtrichtung durch ein eigenes Brückentragwerk (Teilbauwerk) überführt werde, entspreche dies knapp 52.000 Teilbauwerken.

    Straßen in Deutschland seien von ihrer Beschaffenheit her für gemeingebräuchliche Verkehre mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 40 t ausgelegt. Transporte mit höheren Gewichten stellen eine Sondernutzung dar, die einer Ausnahmegenehmigung bedürften. Für Lastbeschränkungen und Sperrungen von Brücken im Zuge von Bundesfernstraßen für den genehmigungsfreien Schwerverkehr aus Verkehrssicherheitsgründen, wie auch für Sanktionen bei Verstößen gegen das Überfahrverbot, für Sicherungsmaßnahmen oder für Warnhinweise seien die Bundesländer zuständig.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/216/1921645.pdf

    12.08.2020 - 

    Schneller bauen für starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität

    Im Zusammenhang mit dem vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf für ein Investitionsbeschleunigungsgesetz erklärte Bundesminister Scheuer: „Wir wollen schneller bauen - für eine starke Wirtschaft und klimafreundliche Mobilität. Wir beschleunigen Genehmigungen, verkürzen Gerichtsverfahren, sorgen für schnelleres Baurecht, entschlacken die Verfahren.“

    Zu den Maßnahmen im Gesetz gehörten bei bestimmten Baumaßnahmen an der Schiene der Verzicht auf eine Genehmigung durch Planfeststellungsverfahren oder erleichterte Umweltprüfungen sowie kürzere Verwaltungsgerichtsverfahren. Für überregional wichtige Infrastrukturprojekte - wie Projekten aus dem Bundesverkehrswegeplan oder dem Mobilfunkausbau - werde gesetzlich ein Sofortvollzug angeordnet.
    Quelle: Pressemeldung des BMVI

    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2020/040-scheuer-schneller-bauen-fuer-starke-wirtschaft-und-klimafreundliche-mobilitaet.html

    24.07.2020 - 

    Bau der Rheinbrücken an der A 1 bei Leverkusen und A 40 bei Duisburg

    Die AFD-Fraktion im deutschen Bundestag wollte von der Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage wissen, nach welchen Kriterien die Vergabe der Aufträge zum Bau der Rheinbrücken an der A1 bei Leverkusen und der A 40 bei Duisburg erfolgten. Insbesondere ging es um die Herstellung und den Einbau von Stahlteilen aus China. In Ihrer Antwort betont die Bundesregierung, dass die Zuschlagserteilung auf das wirtschaftlichste Angebot erfolgt sei. Eine Zuschlagserteilung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeits-kriterien sei gemäß Vergaberecht grundsätzlich vorgesehen, aber bei einem solch komplexen Bauvorhaben aufgrund der Schwierigkeit der Beurteilung von Produktions- und Lieferketten hinsichtlich klimabezogener Kriterien nur schwer umsetzbar.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/212/1921292.pdf

    22.07.2020 - 

    Falschfahrer

    Die Wochenzeitung Die Zeit veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über die vom EuGH gestoppte PKW-Maut und das Verhalten von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.zeit.de/2020/30/pkw-maut-andreas-scheuer-verkehrsministerium-gescheitertes-projekt

    22.07.2020 - 

    Beeinträchtigung von Schwertransporten auf Grund maroder Brücken

    In einer Kleinen Anfrage möchte die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie viele Brücken auf Bundesfernstraßen in Deutschland insgesamt aufgrund ihres Zustands nicht von Schwertransporten befahren werden können. Erfragt wird eine detaillierte Liste aller Brücken in allen Bundesländern. Gefragt wird auch, wie viele Schwertransporte über und unter 44 Tonnen nach Kenntnis der Bundesregierung täglich durch Deutschland und die einzelnen Bundesländer fahren.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/211/1921183.pdf

    14.07.2020 - 

    Vollgas beim Gehalt? Warum die Autobahn-Gesellschaft für Kritik sorgt

    Das Handelsblatt berichtet über „dubiose Arbeitsverträge, exorbitant hohe Beraterkosten und unzufriedene Mitarbeiter“, die den Start der neuen Autobahngesellschaft beeinträchtigten. Dabei gehe es um angebliche Ungenauigkeiten in Arbeitsverträgen für Führungskräfte sowie kaschierte Beraterkosten.

    Quelle (gegen Bezahlung):
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrspolitik-vollgas-beim-gehalt-warum-die-autobahn-gesellschaft-fuer-kritik-sorgt/26000106.html?ticket=ST-4035014-iXFceUesEUwg7GIovyzu-ap5

    02.07.2020 - 

    Verfahren kostet Millionen

    Mit den Kosten für den Rechtsstreit um die Pkw-Maut beschäftigt sich ein ausführlicher Beitrag in der Süddeutschen Zeitung. Das Verkehrsministerium erwarte nach Informationen aus Ministeriumskreisen Anwaltskosten von mehreren Millionen Euro. Die vertraulichen Informationen zeigten, dass unabhängig vom Ausgang hohe Kosten entstehen - vor allem für Anwälte. Bestätigt worden seien vom Ministerium Stundensätze für die Anwälte zwischen 350 und 675 Euro.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/mautdebakel-verfahren-kostet-millionen-1.4954715?reduced=true

    30.06.2020 - 

    Zustand der Brücken über Bundeswasserstraßen

    Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag wollte von der Bundesregierung wissen, in welchem Zustand sich die Brücken über Bundeswasserstraßen befinden und wie diese saniert werden. In ihrer Antwort stellte die Bundesregierung fest, dass sie zum Zustand insgesamt der Brücken über Bundeswasserstraßen keine Auskunft geben könne, da die Brücken in der Baulast unterschiedlicher Baulastträger lägen. Dies seien insbesondere Kommunen und die Länder sowie die Bahn. Von den 1.341 Überführungsanlagen in der Baulast der WSV seien 69 im sehr guten Zustand, 93 in gutem Zustand, 499 in befriedigendem Zustand, 461 in ausreichendem Zustand, 160 in nicht ausreichendem Zustand und 59 in ungenügendem Zustand.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/204/1920489.pdf

    26.06.2020 - 

    Der nächste Crash von Andreas Scheuer

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet über ein Papier des Bundesrechnungshofes, in dem im Zusammenhang mit der Autobahngesellschaft dem Bundesverkehrsministerium Rechtsverstöße vorgeworfen würden. Der Rechnungshof fordere vom Bundestag und von Finanzminister Olaf Scholz, dass Haushaltsmittel gesperrt blieben. Die Bedenken des BRH beziehen sich vor allem auf die geplante Übernahme der DEGES.

    Die geplante Verschmelzung sei "mit erheblichen verfassungsrechtlichen Risiken behaftet. Im Weiteren sehen wir einfachgesetzliche sowie vergaberechtliche Verstöße". Die Prüfer befürchteten planungsrechtliches Tohuwabohu. Denn mit dem Schritt würde letztlich der Bund Aufgaben der Auftragsverwaltung der Länder und der Landesverwaltungen übernehmen. Dies widerspräche der vom Grundgesetz vorgegebenen Aufgabentrennung. Die Folgen könnten gravierend sein. Sämtliche Aufträge, die die Länder an die Deges vergeben haben, wären neu auszuschreiben, warnen die Prüfer. Bei Verstößen gegen das Vergaberecht drohten gar Schadensersatzforderungen. Das Verkehrsministerium habe die Vorwürfe zurückgewiesen.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/politik/scheuer-verkehrsminister-bundesrechnungshof-autobahn-reform-1.4948848

    20.06.2020 - 

    Eigentlich habe ich mein ganzes Leben nur Brücken gebaut

    Der italienische Architekt, der die neue Autobahnbrücke bei Genua baut, hält in einem ausführlichen Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL die neue Brücke für eine bescheidene, einfache Geste: Ich finde, so eine schnelle und kompetente Bauweise (wie die neue Brücke) sollte kein Modell sein, sondern normal. …. Eine Brücke ist etwas Schönes, etwas Nobles. Wie ein hübsches reines Lied.“

    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/renzo-piano-warum-seine-genua-bruecke-ein-modell-fuer-italien-a-00000000-0002-0001-0000-000171667092

    Im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahnbrücke bei Genua verweisen wir auf die Webseite (in Englisch und in Italienisch) der Projektbetreiber, die einen guten Überblick über den Stand der Arbeiten an der Brücke gibt:
    https://www.pergenova.com/en/index.html

    03.06.2020 - 

    Marode A1-Brücke bei Leverkusen

    Um die mögliche Einbeziehung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in die Probleme rund um den Bau der Brücke der A 1 in Leverkusen geht es in einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. Dabei geht es vor allem um die mangelnde Stahlqualität, die Schwierigkeiten bezüglich der Qualitätskontrolle des Stahls vor Ort in China oder die mögliche Kündigung des Bauunternehmens.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/197/1919743.pdf

    30.05.2020 - 

    Straßen.NRW: Schwertransporten auf der Spur

    Die European News Agency und einige Lokal- und Regionalzeitungen berichten ausführlich über die Aufgaben von Straßen.NRW bei Schwertransporten. Für die Prüfung des Fahrweges und dabei besonders die Tragfähigkeit der betroffenen Brücken sei Straßen.NRW zuständig. Hier werde auch geklärt, ob Baustellen die vom Antragsteller vorgeschlagene Route beeinträchtigten oder sogar unmöglich machten.

    Je länger die Strecke durch dann notwendige Umwege werde, umso aufwändiger sei die Prüfung durch Straßen.NRW. Die bevorzugte Route lege das Transportunternehmen zunächst komplett digital mit Hilfe von VEMAGS fest. VEMAGS steht für „VErfahrensMAnagement für Großraum- und Schwertransporte und sei ein eGovernment-Produkt, das unter Federführung des Bundeslandes Hessen entwickelt worden sei. Ziel war die digitale Zusammenarbeit aller am Antrags- und Genehmigungsprozess für Großraum- und Schwertransporte Beteiligten – also der Transporteure, der Behörden sowie bundesweiter Institutionen – zu ermöglichen. 2018 seien bundesweit über "VEMAGS" rund 609.000 Bescheide erteilt worden, davon rund 140.000 in Nordrhein-Westfalen.

    Quelle: http://www.european-news-agency.de/mixed_news/strassennrw_schwertransporten_auf_der_spur_-78274/

    12.05.2020 - 

    Kommunale Kostenbeteiligung bei der Beseitigung von Bahnübergängen

    In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen informiert die Bundesregierung, dass nach den aktuellen Planungen der Deutschen Bahn AG in den kommenden vier Jahren 86 "Bahnübergangsbeseitigungen" mittels Über- oder Unterführungen durchgeführt würden, bei denen eine kommunale Straße an einem höhengleichen Bahnübergang einen Schienenweg kreuze. Die Kosten würden auf voraussichtlich 533,9 Millionen Euro geschätzt, wovon der Bund 303 Millionen Euro übernehmen werde.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/191/1919109.pdf

    11.05.2020 - 

    Misere deutscher Großprojekte

    Von Michael Gassmann und Carsten Dierig aus der Wirtschaftsredaktion der Tageszeitung Die Welt analysieren am Beispiel der Sanierung der A1-Brücke bei Leverkusen die Misere deutscher Großprojekte. Die Brücke werde zum Symbol für verfehlten Billig-Einkauf – und befeuere Kritik an der Vergabepraxis bei großen Bauvorhaben. Das marode Bauwerk im Westen der Republik habe es inzwischen zum wohl bundesweit bekanntesten Symbol für die bröckelnde Infrastruktur Deutschlands gebracht. Das Modell der öffentlichen Ausschreibungen habe auch in diesem Falle nicht funktioniert, darin sein sich Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Einzelunternehmen einig: Das Brückenprojekt sei ein Musterbeispiel für die Praxis der öffentlichen Hand, Bauleistungen zuerst billigst einzukaufen und später kräftig draufzuzahlen.

    Der Bundesrechnungshof habe die Vergabe bisher noch nicht konkret geprüft, sondern verfolge die Medienberichterstattung. Allgemein gelte das Gebot der Wirtschaftlichkeit, nach dem der Zuschlag auf das Angebot erteilt werden solle, das unter Berücksichtigung aller im konkreten Fall wesentlichen und der zuvor in der Ausschreibung bekannt gegebenen Wertungskriterien das beste Preis-Leistungs-Verhältnis biete.

    Justus Haucap, früherer Vorsitzender der Monopolkommission zeige das Dilemma auf, vor dem die öffentlichen Auftraggeber oft stünden: „Das Dilemma ist, dass der Preis eine Größe ist, die sich gut messen lässt. Qualität hingegen ist viel schwieriger zu messen und auch viel schwieriger durchzusetzen.“

    Quelle: https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article207880651/Misere-deutscher-Grossprojekte.html

    06.05.2020 - 

    Check-up in 35 Metern Höhe

    Am Beispiel einer „normalen“ Talbrücke beschreibt eine Reportage des Westfalenblatts den Ablauf einer Brückenprüfung und die übliche Vorgehensweise bei Brückenprüfungen.

    Tausende Brücken gebe es in Nordrhein-Westfalen, alle ab zwei Meter Stützweite müssten regelmäßig geprüft werden. Brücken in der Zuständigkeit von Straßen.NRW würden jährlich durch die Straßenmeistereien besichtigt.

    Bei der Bauwerksprüfung nach DIN 1076, so heißt die Hauptprüfung im Amtsdeutsch, müsse jedes Bauteil „handnah“ geprüft werden. Eine Herausforderung bei einem Bauwerk, dass nicht nur etwa 420 Meter lang, sondern auch noch 35 Meter hoch sei. Alles, was bei der Brückenprüfung entdeckt würde, werde im sogenannten Bauwerksbuch mit allen Kenndaten vermerkt.

    Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Hoexter/Warburg/4196474-Fachleute-untersuchen-die-Talbruecke-in-Warburg-Scherfede-Check-up-in-35-Metern-Hoehe

    30.04.2020 - 

    Nachtrag zur Meldung vom 06.04.2020
    Bahn ringt mit abrissreifen Brücken

    Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (siehe unser letzter Newsletter) zum Zustand der Eisenbahnbrücken in Deutschland ist inzwischen veröffentlicht und unter folgendem Link abrufbar:

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/184/1918427.pdf

    24.04.2020 - 

    Das große Gefälle

    In einem ausführlichen Beitrag widmet sich die Süddeutsche Zeitung der Großbaustelle am Drackensteiner Hang auf der A 8 zwischen Ulm und Stuttgart. Beschrieben werden nicht nur die gegenwärtige Bauarbeiten und die Planungen, sondern auch die Geschichte dieser Strecke. Dabei kommt den Brücken des Architekten Paul Bonatz eine große Rolle zu. Sie erinnerten an römische Viadukte. Sie bestünden aus Beton, obwohl sie aussähen wie handgemauert.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/auto/autobahn-das-grosse-gefaelle-1.4882175

    21.04.2020 - 

    Staus und Baustellen: Autobahngesellschaft will Verbesserung

    Der Chef der Autobahn GmbH Krenz hat sich in einem Interview mit der deutschen Presseagentur ausführlich zu den Aufgaben der neuen GmbH geäußert. Unter anderem weist er auf den hohen Sanierungsbedarf bei Straßen und Brücken hin. Mit einem besseren Verkehrs- und Baustellenmanagement aus einer Hand sollen Autofahrer entlastet werden.

    Die Autobahn GmbH habe dazu gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium einen Runden Tisch mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden eingerichtet. Erarbeitet werden sollten Maßnahmen, damit auf den Autobahnen effektiver und effizienter gebaut wird. Bis zum Sommer 2021 sollen greifbare und schnell umsetzbare Ergebnisse erzielt werden. Verkehrsminister Scheuer habe ein "Konjunkturpaket" vorgeschlagen, um 2020 zusätzliche Straßenbaumaßnahmen anzuschieben und der Bauwirtschaft zu helfen. Es gehe etwa um die Modernisierung von Brücken oder die Erneuerung von Fahrbahnen.

    Quelle: www.merkur.de/politik/neue-autobahngesellschaft-startet-2021-zr-13679145.html

    10.04.2020 - 

    Eine Brücke mit historischer Bedeutung

    Mit einer unscheinbaren Brücke in München, der Ludwigsbrücke, befasst sich ein ausführlicher Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Die Ludwigsbrücke sei kein Schmuckstück, aber sie habe andere, sozusagen innere Werte; und die seien so bedeutend, dass sie den Vergleich mit den mittelalterlichen Brückenwundern nicht zu scheuen brauche. Kernthese des Artikels ist, dass es ohne den Flussübergang an dieser Stelle München nicht gebe, jedenfalls nicht das München, wie man es heute kenne. Geschildert wird die Geschichte dieser Flussüberquerung seit dem 12. Jahrhundert.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-ludwigsbruecke-isar-geschichte-umbau-1.4872248

    06.04.2020 - 

    Bahn ringt mit abrissreifen Brücken

    Bundesweit berichtet wird über die Antwort der Bundesregierung (noch nicht veröffentlicht) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Zustand der Eisenbahnbrücken in Deutschland. Demnach seien mehr als tausend Bahnbrücken nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und könnten nur noch durch einen Neubau ersetzt werden. Die Kosten für alle Bauwerke summierten sich auf 7,3 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der knapp 26.000 Eisenbahnbrücken sei vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs gebaut worden, 45 Prozent seien älter als hundert Jahre. Nach Ansicht der FDP seien nicht nur fehlendes Geld, sondern auch lange Genehmigungszeiträume für den Modernisierungsstau verantwortlich. Nach Ansicht der Bahn gebe es trotz des Zustandes mancher Brücken kein Sicherheitsrisiko. Selbst Brücken der schlechtesten Zustandskategorie seien für die Nutzung des Eisenbahnbetriebs sicher, sonst würde kein Betrieb zugelassen.

    Mit Abstand die meisten Brücken der Kategorie vier stehen nach Auskunft der Bundesregierung in Nordrhein-Westfalen (257). Es folgten Baden-Württemberg (114) und Bayern (113). Diese drei Länder hätten allerdings auch die meisten Brücken im Bestzustand. Relativ gesehen habe Brandenburg mit neun Prozent die meisten Brücken der schlechtesten Kategorie. Berlin und das Saarland folgten mit sieben Prozent.

    Zwischen 2015 bis 2019 habe die Bahn gut 900 Brücken renoviert, mehr als die Hälfte davon in den vergangenen beiden Jahren. Bis 2029 sollen 2000 weitere vollständig oder teilweise erneuert werden, teilt die Bahn mit. Dafür solle die Rekordsumme von rund neun Milliarden Euro investiert werden.

    Quelle u.a.: www.spiegel.de/wirtschaft/reparaturstau-bahn-ringt-mit-abrissreifen-bruecken-a-2395a0e2-3b09-43cb-b38c-b4b72da5c545

    18.03.2020 - 

    Neues System sagt Brückenschäden voraus

    Nach einem Bericht im pressetext haben Forscher der Universität Stuttgart ein kostengünstiges System zur Früherkennung von Schäden an Brücken und Gebäuden entwickelt. "Unser neuer Ansatz, Verformungen zu erkennen, kann zur kontinuierlichen Überwachung genutzt werden", sagt Experte Flavio Guerra. Das neue System registriere jede Verformung, etwa durch schwere Lastwagen. So lasse sich frühzeitig eine Überlastung der Bauwerke feststellen.

    Die neue Messmethode basiere auf einer Kamera, die zehn Meter entfernt von dem Bauwerk angebracht werde, das überwacht werden soll. Am Bauwerk selbst seien kleine Lichtquellen installiert. Gemessen werde deren Relativbewegung zueinander. Die neue Überwachungsmethode benötige lediglich kostengünstige Hardware. Die Kontrolle von Vorgängen mittels mehrerer Messpunkte sei eine etablierte Technik. "Doch wir haben sie erstmals genutzt, um große Objekte im Außenbereich unter wechselnden Umweltbedingungen zu überwachen", verdeutlicht Guerra.

    Getestet wurde die Methode an einem neun Meter hohen Stahlrahmen, der künstlich bewegt wurde. Als nächstes solle das System an einem realen Gebäude erprobt werden. Gleichzeitig arbeiteten die Experten daran, die Software zur Auswertung der Lichtbewegungen redundant zu gestalten, sodass die Messungen auch bei einem Teilausfall weitergehen würden.

    Quelle: https://www.pressetext.com/news/20200317020

    13.03.2020 - 

    Brückenanhebungen nicht wirtschaftlich

    Rund 430 Brücken müssten in Deutschland auf eine Durchfahrtshöhe von 5,25 Metern über dem höchsten Bezugswasserstand angehoben werden, um einen uneingeschränkten zweilagigen Containerverkehr im deutschen Kanalnetz zu gewährleisten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/17957) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor.

    Eine vorgezogene Anhebung von Brücken sei sinnvoll, "wenn die Befahrbarkeit einer Strecke signifikant verbessert wird und die Maßnahme wirtschaftlich ist". In Einzelfällen sei auch die Hebung des Überbaus und Anpassung der Widerlager und Rampen möglich. Spätestens wenn ein Brückenersatz notwendig ist, werde im Kernnetz eine Durchfahrtshöhe von 5,25 Meter für einen uneingeschränkten zweilagigen Containerverkehr hergestellt.

    Für ausgesuchte Strecken sei im Zuge des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 eine beschleunigte Herstellung der Durchfahrtshöhe von 5,25 Meter durch vorgezogenen Ersatz von Brücken und Brückenhebungen untersucht worden. "Dabei konnte auf keiner der untersuchten Relationen hierfür eine Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden", heißt es in der Antwort.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/173/1917398.pdf

    10.03.2020 - 

    Beton-Spechte klopfen Brücke ab

    Die Main-Post berichtet ausführlich über die Prüfung einer Eisenbahnbrücke mit einem Untersichtgerät. Die Maßnahme solle durch Feststellung des Ist-Zustandes des 25 Jahre alten Brückenbauwerks die Standsicherheit und die verkehrssichere Nutzung garantieren: „An Bord der beiden Inspektionsgeräte, die parallel an den beiden Seiten montiert sind, hantieren je zwei mit Sicherheitsgurten ausgestattete Arbeiter auf dem Gerätesteg. Ein weiterer Kollege befindet sich im Maschinenwagen, der am Kopfteil des 14 Tonnen schweren Fahrzeugs am Brückenrand aufsitzt. Von hier erfolgt die Steuerung des hydraulisch betätigten Brückenuntersichtgeräts, das mit einem Druck von bis zu 150 Bar an der Brücke gehalten wird. Mit einer Geschwindigkeit von zwei Kilometern pro Stunde fahren sie gemeinsam die Unterseite der 695 Meter langen Brücke unterhalb der Ruine Schönrain Stück für Stück ab.“ In der Regel genügten Sichtprüfungen, die den erfahrenen Brückenprüfern ausreichende Informationen geben, doch manchmal komme auch der "Beton-Specht" zum Einsatz – ein kleiner Hammer, der zur Ausstattung der Arbeiter dazugehöre.

    Quelle: https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Beton-Spechte-klopfen-Bruecke-ab;art774,10419747

    09.03.2020 - 

    Wie Deutschland sich selber lähmt

    In einem ausführlichen Beitrag beschäftigt sich das Nachrichtenmagazin Der Spiegel mit dem Reformstau bei Bauprojekten in Deutschland. Neben Windparks, Sendemasten und Schienenstrecken geht es auch um das Thema Brücken. Rund 2500 Brücken an Autobahnen und Fernstraßen müssten dringend erneuert werden. Am Geld mangele es nicht: Im Etat von Verkehrsminister Andreas Scheuer schlummerten Milliarden, die wegen fehlender oder mangelnder Planung nicht ausgegeben werden könnten.

    Nach einer Vereinbarung zwischen dem Verkehrsministerium und der Deutschen Bahn vom Januar 2020 sollten in den nächsten zehn Jahren 86 Milliarden Euro in Trassen, Brücken und Bahnhöfe gesteckt werden, um ein "Jahrzehnt der Schiene" einzuläuten. Wie das funktionieren solle, sei Experten schleierhaft. Zuletzt habe es oft zehn Jahre und länger gedauert, um ein neues Projekt fertigzustellen. Immerhin: Ende Januar habe der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das zumindest den Bau von Brücken deutlich beschleunigen soll. Ersatzbrücken, ist dort festgeschrieben, brauchen kein aufwendiges Genehmigungsverfahren wie Neubauten. Sie können sofort errichtet werden.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/wie-deutschland-sich-selber-laehmt-die-blockierte-republik-a-00000000-0002-0001-0000-000169828702

    06.03.2020 - 

    Eisenbahnbrücke im Allgäu: Schieb mal an

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet ausführlich über das Einschieben einer neuen Brücke in das Gleisnetz der Deutschen Bahn. Das Brückenstück war allerdings 116 Meter lang und 15 Meter hoch. Seit dem vergangenen Sommer hätten Arbeiter zunächst einmal die neue Brücke errichtet - gut 13 Meter neben dem bestehenden Bauwerk. Dazu seien zwei Pfeiler sowie zwei Brückenwiderlager betoniert worden, zwei monströse 750-Tonnen-Kräne hätten schließlich vorgefertigte Stahlfachwerkträger eingehievt. Am Ende sei eine Betondecke draufgekommen, ebenso eine Lärmschutzwand und auch das Geländer sei bereits montiert worden.

    Solche Bauweisen würden, so die Süddeutsche Zeitung, in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen. Denn die Bundesregierung habe - nachdem das Bahnnetz über viele Jahre und Jahrzehnte vom Staat vernachlässigt wurde - mittlerweile deutlich mehr Geld für Erhalt und Ausbau der Schienenwege bereitgestellt. Deshalb werde in den nächsten Jahren die Zahl der Baustellen im Schienennetz steigen. "Kundenfreundliches Bauen" sei daher ein heiß diskutiertes Thema in der Branche.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/auto/bruecke-allgaeu-1.4829049

    05.03.2020 - 

    Zustand der Brücken im deutschen Schienennetz

    Wie die Bundesregierung den Zustand der Eisenbahnbrücken in Deutschland bewertet, möchte die FDP-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (noch nicht beantwortet) wissen. Wie viele deutsche Eisenbahnbrücken seien jeweils über 50, 75 und 100 Jahre alt, wie habe sich das Durchschnittsalter der Eisenbahnbrücken in den vergangenen zehn Jahren entwickelt und wie viele Bahnbrücken mussten in den vergangenen fünf Jahren durch Neubau ersetzt werden. Gefragt wird zudem, wie hoch die Bundesregierung die Gesamtkosten für die Sanierung aller derzeit sanierungsbedürftigen Eisenbahnbrücken in Deutschland einschätze.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/176/1917627.pdf

    02.03.2020 - 

    Brücken in Deutschland Sie ertragen uns nicht mehr

    Einen anderen Ansatz zur Betrachtung von Brücken wählt Lena Frommeyer im Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Sie schreibt eine Würdigung der Brücken. Immerhin gebe es im Netz der Bundesfernstraßen aktuell 39.500 Brücken. Das entspreche einer Länge von über 2100 Kilometern - in etwa der Strecke von Flensburg bis Neapel - und einer Fläche von 30 Millionen Quadratmetern, die es zu betreuen gelte. Bei vielen Brücken machten sich inzwischen Verschleißerscheinungen bemerkbar. "Das ist wie bei uns Menschen. Wenn wir die 50 überschritten haben, fangen die Zipperlein an", sagt Martin Mertens, Experte für Statik und Brückenbau an der Hochschule Bochum. Gründe für den Verschleiß gebe es mehrere. Zum einen muteten wir den Brücken zu viel zu, denn die Anzahl schwerer Fahrzeuge wachse. Hinzukämen Materialprobleme, denn der vielfach verwendete Spannstahl neige zu Korrosion und Rissen.

    Beschrieben wird aber auch, dass manche Brücken eine wahre Fangemeinde hätten. So habe der in Krefeld lebende Bauingenieur Frank Sellke unter brueckenweb.de eine Datenbank mit etwa 450.000 Brücken-Fotos angelegt. Brücken seien emotionale Objekte. Sie erschlössen unwegsames Gelände, kürzten Wege ab - oder machten sie überhaupt erst möglich. Menschen fühlen sich ihnen daher verbunden.

    Quelle: https://www.spiegel.de/auto/bruecken-in-deutschland-sie-ertragen-uns-nicht-mehr-a-3c5deb73-010c-4698-9973-e4808fc6e743

    28.02.2020 - 

    Heitkamp meistert innovatives Brückenbau-Projekt

    Die Zahl der maroden Brücken in Deutschland geht in die Tausende. Nach einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung habe das Wanner Traditionsunternehmen Heitkamp erfolgreich ein Pilotprojekt abgeschlossen, das richtungsweisend für den Brückenbau werden und so dazu beitragen könnte, den Sanierungsstau abzubauen. Der Grund: Heitkamp nutze als erstes Unternehmen in Deutschland ein neues Material und ein neues Verfahren, um die beiden Brückenpfeiler zu errichten: Statt Beton seien Kunststoffgitter zum Einsatz gekommen.

    Quelle (nur gegen Registrierung):
    https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/herne-heitkamp-meistert-innovatives-bruecken-pilotprojekt-id228562005.html

    27.02.2020 - 

    Anheben der Brücken an deutschen Wasserstraßen

    In einer Kleinen Anfrage im deutschen Bundestag will die FDP-Fraktion von der Bundesregierung wissen, wie viele der Brücken, die das deutsche Kanalnetz der Bundeswasserstraßen und der Landeswasserstraßen überqueren, angehoben werden müssten, damit Containerschiffe ihre Container zweilagig transportieren können und welche Kosten mit der Anhebung verbunden wären. Weitere Fragen zielen auf Erkenntnisse der Bundesregierung, wie das Potenzial für mehr Binnenschiffsverkehr einzuschätzen sei, wenn die Brücken im deutschen Kanalnetz angehoben würden. Die Antwort liegt noch nicht vor.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/173/1917398.pdf

    19.02.2020 - 

    Radwegebau auf Autobahnbrücken

    Die Bundesregierung will durch ein Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßengesetzes eine gesetzliche Grundlage schaffen, damit Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen künftig bedarfsabhängig so zu bauen und zu unterhalten sind, "dass auf ihnen auch öffentlicher Radverkehr abgewickelt werden kann". Die Infrastruktur für den Radverkehr sei ein entscheidender Faktor für den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen, heißt es in der Begründung. Der Bund habe bereits heute rund 14.500 Kilometer Bundesstraßen in der Baulast des Bundes mit Radwegen ausgestattet. Diese Radwege seien von der Baulast des Bundes mitumfasst, "da sie eine Entflechtung des Radverkehrs vom motorisierten Verkehr bewirken und somit die Verkehrssicherheit erhöhen".

    Im Bereich von Bundesautobahnen und Schnellstraßen komme den Radwegen dagegen bislang keine Entflechtungsfunktion zu, da der Radverkehr dort nicht zu den zugelassenen Verkehrsarten zähle. Gleichwohl wiesen Brückenbauwerke "insbesondere an Wasserstraßenkreuzungen und in einem urbanen Umfeld Potenzial für die Steigerung des Anteils des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen auf", da durch den Bau von Radwegen auf diesen Brücken bestehende Radverkehrsinfrastrukturen miteinander verbunden und dadurch Lückenschlüsse erzielt werden könnten. Mit dem Gesetz könne dieses Potenzial genutzt werden.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/172/1917290.pdf

    15.02.2020 - 

    Bayern bekommt den Vorzug

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel investiere das Bundesverkehrsministerium deutlich mehr Mittel in das Schienennetz in Bayern. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN hervor. Zwischen 2009 und 2018 seien mehr als drei Milliarden aus dem Bundeshaushalt nach Bayern geflossen. Allein zwischen 2014 und 2019 seien in Bayern 243 Brücken saniert worden, in Baden-Württemberg nur 68. Damit zeige sich bei den Brücken, so die Grünen, ein ähnliches Bild wie im Straßenverkehr. Das Bundesverkehrsministerium habe in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die Verteilung der Investitionsmittel dem tatsächlichen Finanzierungsbedarf entspreche.

    Quelle: Der Spiegel, Heft 8/2020 vom 14.02.2020 (nicht im Netz)

    07.02.2020 - 

    Kinder-Uni: So baute Leonardo da Vinci eine Holzbrücke

    Die Rheinische Post berichtet über eine Vorlesung an der Kinder-Uni-Veranstaltung in der Hochschule Rhein-Waal. „Brücken bauen wie Leonardo da Vinci“ hieß die rund 45 Minuten dauernde Vorlesung, in der Peter Kisters, Professor für Maschinenbau und Produktdesign, Kindern zwischen acht und zwölf Jahren auf anschauliche Weise die baulichen Begriffe Selbsthemmung, Lastverteilung und Reibung erklärte. Vor gut 100 interessierten präsentierte der Professor eine circa fünf Meter lange, 1,50 Meter breite und 2,50 Meter hohe, aus zahlreichen Holzleisten bestehende Brückenkonstruktion, deren ungewöhnliche Stabilität ein auf die Brücke gehobener Junge bewies.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/kamp-lintfort/kinder-uni-in-kamp-lintfort-so-baute-leonardo-da-vinci-eine-holzbruecke_aid-48817729

    04.02.2020 - 

    Kompetenzen bündeln und Planbarkeit schaffen

    Anlässlich eines Gesprächs des Geschäftsführers Personal der Autobahn GmbH Gunther Adler mit Jörg Thiele, dem Präsident des Verbands Beratender Ingenieure (VBI), betonten beide die Bedeutung von bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards im Fernstraßennetz, um Sicherheit und Verkehrsfluss erheblich zu verbessern. Einheitliche Prozesse und Abläufe in den Bereichen Planen, Bauen, Betreiben und Finanzieren seien zentrale Voraussetzungen für die Sicherung der Qualität auf hohem Niveau. Mit einer Gesamtnetzbetrachtung und –steuerung würden der bedarfsgerechte Aus- und Neubau, das Erhaltungsmanagement, die nachhaltigen Investitionen und die einheitlichen Qualitätsstandards für die Autobahnen erreicht.

    Aus Sicht von VBI-Präsident Jörg Thiele sollten die Kompetenzen von VBI und Autobahn bei der Ausbildung von Ingenieuren und der Gewinnung von Fachkräften gebündelt werden. Die planenden Ingenieure und ihre Büros stellten hohe Anforderungen an die fachliche Qualifikation. Das schärfe den Blick für die Qualität der Arbeit und den fairen Leistungswettbewerb. Aufbauend auf dem bisher geführten Dialog mit der DEGES und den gemeinsam erarbeiteten Leitlinien zum Projektumgang sollten die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit weiter konkretisiert werden, um termingerechte sowie wirtschaftlich und technisch einwandfreie Projekte gemeinsam zu realisieren. So könnten Bauzeiten optimiert und Belastungen reduziert werden.

    Quelle: Pressemeldung der Autobahngesellschaft vom 4. Februar 2020, www.autobahn.de

    31.01.2020 - 

    Externe Beratungsleistungen bei der Reform der Bundesfernstraßenverwaltung und bei der Autobahn GmbH des Bundes

    Die Bundesregierung listet in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen alle abgeschlossenen Verträge und Rahmenvereinbarungen (RV) über Beratungs- und Unterstützungsleistungen zur Umsetzung der Reform der Bundesfernstraßenverwaltung auf.

    Auch wenn, so das zuständige Ministerium, der Bundesrechnungshof keine Empfehlung ausgesprochen habe, Verträge für externe Beratungs- und Unterstützungsleistungen oder Rahmen- und Werkverträge im Zusammenhang mit der Errichtung der IGA/der Autobahn GmbH des Bundes und des Fernstraßenbundesamtes (FBA) und/oder im Zusammenhang mit dem Transformationsprozess der Auftragsverwaltung der Bundesfernstraßen und anderer Bundesstraßen zu kündigen, habe das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bereits vor und während der Prüfung des BRH organisatorische Änderungen im Zusammenhang mit dem Einsatz externer Berater vorgenommen.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/169/1916969.pdf

    29.01.2020 - 

    Rekordausgaben geplant: Bahn steckt 2020 zwölf Milliarden Euro in die Infrastruktur

    Zahlreiche Medien berichten über die Investitionspläne der Deutschen Bahn, darunter auch Der Spiegel. Die Deutsche Bahn wolle im laufenden Jahr die Rekordsumme von 12,2 Milliarden Euro in ihre Infrastruktur investieren - 1,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Es handele sich um die bislang größte Summe, die bei der Bahn jemals für diesen Zweck zur Verfügung gestanden habe, sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla. Insgesamt wolle der bundeseigene Konzern in diesem Jahr rund 1800 Kilometer Gleise und mehr als 1900 Weichen erneuern. 160 Brücken sollen zudem modernisiert werden.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-plant-rekordinvestition-in-die-infrastruktur-a-d54f9292-8521-4ec6-a612-363a00713323

    28.01.2020 - 

    Der Minister und die Baustellen

    Beim Neujahrsempfang der Bundesvereinigung mittelständischer Bauunternehmer hat Bundesminister Scheuer u.a. auch das Thema Planungsbeschleunigung angesprochen. Die langwierigen Genehmigungsverfahren und die dringend notwendige Planungsbeschleunigung lägen in seinem Fokus. Man könne nicht über Brückensanierungen reden, wenn bei einer Eins-zu-Eins-Erneuerung allein die Beschlussfassung drei Jahre dauere. So solle der Neubau der eingestürzten Autobahnbrücke von Genua deutlich schneller realisiert werden als der der maroden Rheinbrücke in Leverkusen. Das Verhältnis zwischen der Dauer der Genehmigung und der Realisierung passe in Deutschland nicht mehr.

    Quelle: General-Anzeiger Bonn (nicht im Netz)

    24.01.2020 - 

    Bröckelnde Brücken

    Die Eröffnung der Rheinbrücke Maxau nimmt die Süddeutsche Zeitung zum Anlass, sich mit der Situation von Brücken auf deutschen Straßen zu beschäftigen. Bund, Länder und Gemeinden müssten in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mehrere Tausend Brücken ausbessern oder erneuern. Betroffen seien vor allem die westlichen Bundesländer, wo die Infrastruktur durch den wirtschaftlichen Aufschwung in den Jahren 1960 bis 1985 intensiv ausgebaut worden sei. Fast alle Brücken aus dieser Zeit würden heute mit Verkehrsmengen belastet, für die sie nicht kalkuliert waren.

    Marode Brücken gebe es natürlich nicht nur beim Bund. Auch Länder und Kommunen würden in den nächsten Jahren etliche weitere Baustellen ausweisen. So habe Baden-Württemberg bereits vor einigen Jahren ein eigenes Sanierungsprogramm begonnen, arbeite es kontinuierlich ab und stocke dafür immer noch Personal auf. Das Land stelle den vier Regierungspräsidien jedes Jahr 50 weitere Ingenieure zur Verfügung, so der Amtschef im Verkehrsministerium Baden-Württemberg.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/auto/bruecken-deutschland-1.4764129

    23.01.2020 - 

    Brücken: Spannende Fakten rund um die Wahrzeichen der deutschen Fernstraßen

    Einen allgemeinen Überblick über die Situation der Brücken in Deutschland gibt ein Beitrag in aktiv – Ratgeber für Arbeitnehmer.

    Quelle: https://www.aktiv-online.de/news/bruecken-spannende-fakten-rund-um-die-wahrzeichen-der-deutschen-fernstrassen-3944

    18.01.2020 - 

    Biete Milliarden, suche Abnehmer

    Die Süddeutsche beschäftigt sich in einem ausführlichen Beitrag mit der Tatsache, dass rund 15 Milliarden Fördergeld von Bund und Ländern nicht abgerufen worden seien. Die Gründe seien vielfältig. Nicht nur die Konkurrenz privater Auftraggeber sei ein Problem, sondern auch der Personalmangel in den Städten. In den Jahren der großen kommunalen Finanzkrise in der ersten Hälfte der Nullerjahre sei beim Personal massiv gespart worden. Besonders hart sei das Bauwesen betroffen, wo Planstellen zu Dutzenden frei seien und sich Baugenehmigungen, die viel Arbeit bedeuteten, lange hinziehen könnten. Auch hier sei ein Problem die private Konkurrenz, denn dort werde besser gezahlt.

    Ein weiterer Grund für liegengelassenes Fördergeld betreffe vor allem arme Kommunen: Oftmals müssten sie, um an die Mittel zu kommen, einen Eigenanteil bezahlen, der je nach Land und Projekt zwischen zehn und 30 Prozent liege. Hinzukomme die ausgeuferte Bürokratie und die Regelungswut, die manche Auftragnehmer zurückschrecken lasse.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kommunen-foerdermittel-bund-infrastruktur-1.4760995

    14.01.2020 - 

    86 Milliarden Euro für Erhalt und Modernisierung: Bund und DB unterzeichnen größtes Modernisierungsprogramm für das Schienennetz

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der Vorstandsvorsitzende der DB AG Richard Lutz sowie DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla haben im Beisein von Bundesfinanzminister Olaf Scholz den Vertrag über die neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) unterzeichnet. Bis 2030 fließen 86 Milliarden Euro in den Erhalt und die Modernisierung des bestehenden Schienennetzes. Damit werden Gleise und Bahnhöfe, Stellwerke und Energieversorgungsanlagen erneuert.

    Die Investitionen fließen unter anderem in die Erneuerung von jährlich rund 2.000 Kilometern Gleis und 2.000 Weichen. Insgesamt wird in diesem Jahrzehnt die Erneuerung von 2.000 weiteren Eisenbahnbrücken in Angriff genommen.

    Quelle: www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/-StarkeSchiene-86-Milliarden-Euro-fuer-Erhalt-und-Modernisierung-Bund-und-DB-unterzeichnen-groesstes-Modernisierungsprogramm-fuer-das-Schienennetz-4797278

    03.01.2020 - 

    Bahn investiert mehr Geld in Brückensanierung

    Nach einem Bericht (u.a. im Spiegel) wolle die Deutsche Bahn deutlich mehr Geld als bisher geplant in die Modernisierung bzw. Erneuerung von Brücken investieren. 2000 Brücken sollten in den kommenden zehn Jahren mit einem Aufwand von rund neun Milliarden Euro renoviert werden. In den ersten fünf Jahren von 2020 bis 2024 sollten einem Sprecher der Bahn zufolge vier Milliarden Euro in die Brückeninfrastruktur gesteckt werden, in den zweiten fünf Jahren von 2025 bis 2029 dann fünf Milliarden Euro. Von 2015 bis Ende 2019 seien demnach mehr als 900 Brücken für drei Milliarden Euro erneuert worden. Damit habe die Bahn ihr selbst gestecktes Ziel von 875 zu sanierenden Brücken leicht übertroffen.

    Für den in der Vergangenheit vernachlässigten Unterhalt der Infrastruktur hatten Bahn und Bund 2019 ein auf zehn Jahre angelegtes Modernisierungsprogramm angekündigt. Rund 86 Milliarden Euro sollen in Erhalt und Instandsetzung der Schienenwege fließen. Für die Brücken waren im Oktober zunächst noch lediglich 4,5 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgesehen gewesen.

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-neun-milliarden-euro-fuer-brueckensanierung-bis-2029-a-1303440.html

    27.12.2019 - 

    Mangel an Fachkräften bremst Bauprojekte

    Bundesweit beachtet wird ein Interview mit dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks Hans Peter Wollseifer. Er sieht in seiner Branche einen „Riesenbedarf“ an Fachkräften, der zurzeit nicht gedeckt werden könne. „Mittlerweile fehlen in fast allen Gewerken Fachkräfte - Hochbau und Tiefbau, Straßenbau und Gebäudetechnik, Sanitär, Heizung, Nahrungsmittel.“

    Ähnlich äußerte sich auch der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände in mehreren Interviews, der den Fachkräftemangel auch für Verzögerungen etwa bei Brückensanierungen oder dem Breitbandausbau verantwortlich machte.

    Quelle (u.a.): www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article204593818/Fachkraeftemangel-bremst-Bauprojekte-aus.html

    23.12.2019 - 

    Schnell planen und bauen

    Die Wochenzeitung Das Parlament berichtet über die erste Lesung zweier Gesetze zu Planung und Bau von Verkehrsinfrastrukturprojekten im Deutschen Bundestag. Im neuen "Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz" (19/15619) sei vorgesehen, als eine Art Modellvorhaben für zwölf Verkehrsinfrastrukturprojekte die Möglichkeit zu schaffen, statt über einen Verwaltungsakt per Gesetz Baurecht zu erlangen.

    Der zweite Regierungsentwurf (19/15626) enthalte Regelungen, die die Verfahren für Ersatzneubauten bei Straße und Schiene verschlanken sollen. Künftig solle beispielsweise die temporäre Verlegung einer Bundesfernstraße - etwa im Rahmen einer Brückenerneuerung zur Anbindung eines Ersatzneubaus - keinem umfassenden erneuten Genehmigungsverfahren unterworfen werden.

    Aus Sicht der FDP reiche die Beschleunigung einiger weniger Projekte per Gesetz nicht aus, um die Infrastruktur in Deutschland insgesamt zu ertüchtigen. Weitere Maßnahmen müssten dazu kommen, so ein Antrag der Liberalen (19/16040). Die Linksfraktion lehnt in ihrem Antrag (19/16042) die Schaffung von Baurecht per Gesetz ab. Damit würde dem bewährten Rechtsbehelf für Verbände und Initiativen, "nämlich dem Gang vor die verschiedenen Instanzen der Verwaltungsgerichtsbarkeit", die Grundlage entzogen und so der Rechtsstaat "ausgehöhlt".

    Quelle: www.das-parlament.de/2019/52_1/wirtschaft_und_finanzen/674858-674858

    22.12.2019 - 

    Mehr als 2500 Autobahn-Bauwerke müssen saniert werden

    Zahlreiche Tageszeitungen berichten über die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Zustand der Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen. Danach habe die Bundesregierung eingestanden, dass der schlechte Zustand vieler älterer Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen zu einer Sicherheitsgefahr werden könne. „Aufgrund der Altersstruktur der Straßen- und Brückensubstanz und der schnellen Entwicklung des Verkehrsaufkommens, insbesondere des Schwerverkehrs mit erheblich gestiegenen Gesamtgewichten, sind bei älteren Brücken die Tragreserven allmählich aufgebraucht“, heißt es in der Antwort des Verkehrsministeriums. Insgesamt seien 2506 Brücken und Teilbauwerke an Autobahnen und Bundesstraßen dringend sanierungsbedürftig.

    Dabei habe sich der Zustand der sanierungsbedürftigsten Brücken an Bundesfernstraßen im laufenden Jahr sogar weiter verschlechtert. Erhielten 2018 noch gut 516.000 Brücken-Quadratmeter die Schulnote sechs, seien es 2019 bereits 533.000 Quadratmeter. Bundesweit ging die Zahl der Brücken-Quadratmeter mit der Note mangelhaft von 2018 auf 2019 nur geringfügig von 3,2 auf 3,1 Millionen zurück.

    Der Bund, so das Verkehrsministerium, habe zusammen mit den Ländern eine gemeinsame „Strategie zur Ertüchtigung der Straßenbrücke im Bestand der Bundesfernstraßen“ für die insgesamt 2506 Teilbauwerke erstellt, zudem habe der Bund ein „Brückenmodernisierungsgesetz“ auf den Weg gebracht. Bis 2030 solle an allen Brücken an Autobahnen die erforderliche Tragfähigkeit hergestellt sein.

    Quellen:
    Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/154/1915455.pdf
    Bericht in der Rheinischen Post (u.a.):
    https://rp-online.de/politik/deutschland/bauwerke-an-der-autobahn-viele-bruecken-muessen-saniert-werden_aid-47962227

    18.12.2019 - 

    Zustand der Brücken auf den Bundesfernstraßen

    Auf insgesamt 708 (!) Seiten stellt die Bundesregierung die Situation der Brücken an Bundesfernstraßen dar. Nach der von Bund und Ländern gemeinsam erarbeiteten „Strategie zur Ertüchtigung der Straßenbrücken im Bestand der Bundesfernstraßen“ handelt es sich insgesamt um 2.506 sanierungsbedürftige Teilbauwerke. Für die Ertüchtigung von Brücken an Bundesfernstraßen ergibt sich nach Berechnungen der Bundesregierung ein Finanzbedarf von rund 9,3 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. Das geht aus der jetzt erst veröffentlichten Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/160/1916074.pdf

    16.12.2019 - 

    Straßen.NRW: Direktorin wechselt zur Autobahn

    Wie autobahn.de meldet, wechselt die Direktorin des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Elfriede Sauerwein-Braksiek, im Frühjahr kommenden Jahres zur Autobahngesellschaft und übernimmt zum 1. April 2020 als Direktorin die Leitung der neuen "Niederlassung Westfalen" der Autobahn GmbH des Bundes. Sie verantwortet künftig mit sechs Außenstellen das Autobahnnetz vom hessischen Gießen bis zum niedersächsischen Leer. Mit dem Übergang der Aufgabe vom Landesbetrieb zum Bund wechseln bis zu 40 Prozent der Beschäftigten in die neue Autobahngesellschaft.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    14.12.2019 - 

    Autobahnverwaltung: „Wir haben bessere Daten als Google“

    In einem ausführlichen Gespräch mit dem Handelsblatt hat Stefan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der „Autobahn GmbH des Bundes“, die Schwerpunkte und Ziele der neuen Gesellschaft definiert. Im Mittelpunkt stehe ganz klar die Nutzerorientierung. So sei unter anderem bis 2022 eine Autobahn-Service-App geplant, die frühzeitig und bundesweit Stau-Umleitungen empfehlen könne, vor überlasteten Verkehrsknoten warne und Informationen über den Service von Rast- und Parkanlagen biete.

    Bereits im Aufbau sei die Verkehrszentrale Deutschland in Frankfurt. Dort würden Informationen aus den acht bestehenden regionalen Leitzentralen zusammenführt, eine wichtige Voraussetzung für großräumige Verkehrslenkung, die wegen der Zuständigkeiten der Länder für die Bundesautobahnen derzeit faktisch nicht existiere. „Autobahnen enden bislang an den Landesgrenzen“, sagte Krenz.

    Die Digitalisierung sei eine „Riesenchance“, den Autobahnverkehr zu optimieren, ohne gleich neue Straßen bauen zu müssen. Auch eine Mega-IT werde nicht benötigt, allerdings sei eine besondere Herausforderung, die 1400 IT-Systeme der diversen Betriebshöfe und Planungsämter zu vereinheitlichen.

    Krenz zeigte sich überzeugt, dass die GmbH am 1. Januar 2021 wie geplant starten werde. Auf lange Sicht werde die GmbH auch Geld sparen, zum Beispiel durch die Bündelung des Einkaufs von Fahrzeugen und Material oder durch eine bessere Koordinierung der Bauaufträge.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/neue-bundesgesellschaft-autobahnverwaltung-wir-haben-bessere-daten-als-google/25333504.html

    Hinweis: Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Geschäftsführung auch in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 14.12.2019. Der Beitrag findet sich unter

    Quelle: https://www.autobahn.de/wp-content/uploads/2019/12/Artikel_FAZ-14122019.pdf

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  • Verschiedenes

    [ Pressemeldungen anzeigen ]

    26.10.2022 - 

    Ortstermin mit einem Experten: Grevenbroicher Grundschüler erhielten Einblick in die Arbeit eines Brückenprüfers

    Offensichtlich kann man nicht früh genug mit der Information anfangen. Der Erft-Kurier berichtete über einen Ortstermin des Tiefbauamtes des Rhein-Kreises Neuss mit der 3. Klasse einer Grevenbroicher Grundschule. Die Drittklässler hatten das Thema Brückenbau zuvor ausführlich im Sachunterricht behandelt. Sie wussten nicht nur, was wichtig beim Brückenbau ist, sondern auch, welche Materialien dabei zum Einsatz kommen. Der Ingenieur des Tiefbauamtes erklärte ihnen, wie eine Brückenprüfung abläuft und ließ sie auch die Prüfwerkzeuge selbst ausprobieren.

    Quelle: https://www.erft-kurier.de/grevenbroich/grevenbroich-brueckenpruefer-zeigte-schuelern-seine-arbeit_aid-78955889

    27.09.2022 - 

    350 Meter zu Fuß statt 40 Kilometer mit dem Bus

    Wegen Bauarbeiten ist die Schleibrücke auf der Bahnstrecke Kiel-Flensburg für Autos und Züge gesperrt. Um Fußgängern und Radfahrern große Umwege zu ersparen, hat die Bahn eine neue Lösung gefunden, so das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen an einem Ende der Brücke aussteigen, die Schlei zu Fuß überqueren und am anderen Ende in einen anderen Zug einsteigen. Es seien extra Ersatzhaltestellen am Nord- und am Südende der Brücke eingerichtet worden, so die Bahn. Laut Bahn werden im Norden etwa 40 Kilometer Umweg gespart. Die Fahrt mit Bussen dauere etwa eine halbe Stunde länger als der Gang über die Brücke.

    Die Deutsche Bahn erneuert seit September 2020 die Klappbrücke, deren älteste Teile nach Angaben des Konzerns aus dem Jahr 1892 stammen. Sie werde durch eine komplett neue Klappbrücke ersetzt.

    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/lindaunis-neubau-einer-bruecke-schienenersatzverkehr-350-meter-zu-fuss-statt-40-kilometer-mit-dem-bus-a-78c09060-21fd-4b38-abcb-5d74fc76716d

    01.09.2022 - 

    Sagenhafte Brücke - Die Nibelungenbrücke in Worms erhält den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“

    Als zweites Bauwerk in Rheinland-Pfalz nach der Sayner Hütte und 30. im bundesdeutschen Raum wird die Nibelungenbrücke Worms als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieursbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet. Darüber berichtet die Tageszeitung Die Rheinpfalz. Die Nibelungenbrücke sei zwischen 1951 und 1953 als erste Spannbetonbrücke in der damals weltweit einzigartigen Freivorbauweise, bei der auf aufwendige Gerüste verzichtet werden kann, errichtet worden. Der Titel werde seit 2007 von der Bundesingenieurkammer an mindestens 50 Jahre alte Bauwerke vergeben.
    Die Nibelungenbrücke, so der Präsident der Bundesingenieurkammer sei ein beeindruckendes Zeugnis dafür, was Ingenieurinnen und Ingenieure in der Lage waren und sind, zu leisten – auch und vor allem, wenn es darum gehe, neue Wege einzuschlagen.
    Quellen: https://www.rheinpfalz.de/lokal/worms-und-rheinhessen_artikel,-nibelungenbr%C3%BCcke-wahrzeichen-der-ingenieursbaukunst-_arid,5396180.html
    Pressemeldung der Bundesingenieurkammer vom 01.09.2022

    28.07.2022 - 

    Die dysfunktionale Republik: sechs Baustellen, die Deutschland lähmen

    In zahlreichen Tageszeitungen wird ein Bericht des Redaktionsnetzwerkes Deutschland über „ein Land am Limit“ abgedruckt. Zu den sechs größten Problemen des Landes zählen die Autoren auch den Brückenbau. Die Talbrücke Rahmede sei das Paradebeispiel für einen „Sanierungsstau“, mit dem der Verkehrsminister zu kämpfen habe. Betroffen seien deutschlandweit 4000 Brücken in Bundeshand. Vor Gründung der Autobahn GmbH habe die die Instandhaltung in Länderhand gelegen – und die hätten entweder nicht genug Finanzmittel für die Sanierung der Brücken oder die Modernisierung schleifen lassen.
    Quelle: https://www.rnd.de/politik/infrastruktur-in-deutschland-der-staat-kommt-an-seine-grenzen-FFMSG7K62FGFFMA6L3LGY7ZQ2Q.html

    10.05.2022 - 

    Über diese 721 Meter sollst du gehn

    Vor kurzem wurde über die Eröffnung einer gigantischen Brücke mit Böden aus Glas in Vietnam und einer Länge von 632 Metern berichtet. Jetzt berichtet das Magazin DER SPIEGEL über die Eröffnung der Sky Bridge 721, der Fußgänger-Hängebrücke mit der längsten Spannweite der Welt in Tschechien. 721 Meter lang, spanne sie sich 95 Meter hoch über einem Tal. Trotz ihrer immensen Länge und der Belastung schwanke die 1,2 Meter breite Brücke kaum spürbar, höchstens um ein paar Millimeter. Gehalten werde die 405 Tonnen schwere Fußgänger-Hängebrücke von insgesamt sechs massiven Stahlseilen, von denen jedes eine maximale Traglast von bis zu 360 Tonnen aushalten könne.

    Quelle: https://www.spiegel.de/reise/europa/sky-bridge-721-in-tschechien-unterwegs-auf-der-laengsten-fussgaenger-haengebruecke-der-welt-a-ffa580fb-ddc6-4a83-bfa1-ae23539974b7

    29.04.2022 - 

    Tief ins Glas schauen

    Zahlreiche Medien berichten über die Eröffnung einer gigantischen Brücke mit Böden aus Glas in Vietnam. Die Bach-Long-Brücke sei 632 Meter lang und gelte als neue Attraktion des beliebten Bezirks Moc Chau. 150 Meter erstreckten sich über einem tiefen Tal zwischen zwei Bergen. Die Brücke solle ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen werden. Glaskonstruktionen seien insbesondere in China bei Touristen immer beliebter geworden.

    Die Bach-Long-Brücke in Vietnam bestehet aus drei Schichten gehärtetem Glas, die vom französischen Glashersteller Saint-Gobain gefertigt wurden. Selbst wenn eine Scheibe breche, würde die Brücke nach Angaben der Bauherrn noch immer einem Gewicht von fünf Tonnen standhalten.

    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/vietnam-oeffnet-wohl-laengste-glasbruecke-der-welt-tief-ins-glas-schauen-a-ccf0b37e-f919-4360-ad3b-79a6a84aaced?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

    17.04.2022 - 

    Mit Dauerempörung lassen sich die großen Krisen nicht lösen

    In einem Beitrag von Kurt Kister in der Süddeutschen Zeitung geht es um das Thema Streiten und Versöhnung. Darin findet sich ein Absatz zum Thema Suche nach Schuld und Schuldigen. Es ist eine menschliche Eigenschaft, dass man ein Ereignis oder gar einen komplexen Prozess in der Vergangenheit am liebsten mit dem Kenntnisstand der Gegenwart beurteilt. Wenn zum Beispiel eine Brücke einstürzt, die lange Zeit anstandslos gehalten hat, dann werden auch und gerade jene sagen, die diese Brücke 30 Jahre lang jeden Tag benutzt haben, dass die Brücke ihnen nie geheuer war und der Bürgermeister, die Regierung oder der TÜV längst etwas hätte tun müssen. Es gab natürlich Warnungen. Weil es heute immer Warnungen vor allem gibt.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.sueddeutsche.de/kultur/gespaltene-gesellschaft-streitkultur-social-media-schuld-versoehnung-1.5566895?reduced=true

    13.04.2022 - 

    Geprüft, gesperrt, gesprengt: Sind Deutschlands Brücken noch zu retten?

    Der deutsch-französische Sender arte strahlte Mitte April einen Beitrag zum Zustand der Brücken in Deutschland aus. Betont wurde immer wieder, dass bei einer regelmäßigen Prüfung der Brücken das Schlimmste verhindert werden könne.

    Der Beitrag umfasste drei verschiedene Bereiche: Zum einen wurden zwei Brückenprüfer in Hamburg bei der Arbeit beobachtet, wobei der Ablauf einer Brückenprüfung sehr ausführlich dargestellt wurde. Zum anderen ging es um die Auswirkungen der Sperrung der Salzbachtalbrücke auf die Arbeit einer Spedition im Einzugsbereich. Ein weiterer Teilbereich waren die Arbeiten zum Neubau der Lübecker Bahnhofsbrücke.

    Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/086138-057-A/re-geprueft-gesperrt-gesprengt/

    11.04.2022 - 

    Diebe stehlen Brücke

    Unter anderem das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet von einem eher seltenen Fall aus Indien. Dort hätten Diebe eine 18 Meter lange Brücke innerhalb von drei Tagen auseinandergebaut und die Einzelteile mit Lastwagen weggeschafft. Den Polizeiangaben zufolge handelte es sich um eine nicht mehr benutzte Brücke aus den Siebzigerjahren. Die Diebe hätten sich dabei als Mitarbeiter einer Bewässerungsbehörde ausgegeben und sogar die Hilfe örtlicher Behördenmitarbeiter in Anspruch genommen. Anschließend seien sie verschwunden. Die Polizei habe bei ihren Ermittlungen einen Bagger, 247 Kilo Eisen sowie andere Materialien sichergestellt, heißt es. Das Metall hätten die Täter wahrscheinlich auch an Schrotthändler verkauft.

    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/indien-diebe-stehlen-bruecke-a-786b94d2-adad-46ae-a026-470761b7cb8e

    30.03.2022 - 

    Forscher verstärken gealterte Betonbrücken mit nachträglicher Bewehrung

    Das Portal innovationsorigins berichtet sehr ausführlich mit vielen technischen Details über ein Projekt österreichischer Forscher an der Universität Innsbruck, die das Leben von alten Betonbrücken auf Straße und Schiene durch das Einbringen nachträglicher Bewehrung verlängern. Gesucht worden seien, so Professor Jürgen Feix vom Arbeitsbereich Massiv- und Brückenbau an der Universität Innsbruck, Methoden, um die Tragwerke zu verstärken. Jetzt habe man eine Lösung gefunden, Bestandstragwerke mit Defiziten in der Stahlbewehrung nachträglich zu verstärken, um die Tragfähigkeit nach heutiger Norm herzustellen. Zusätzlicher Vorteil sei, dass die Arbeiten bei laufendem Betrieb der Straßen- oder Bahnstrecke erfolgen könnten. Die Innovation bestehe aus der Weiterentwicklung der Betonschraube. Für die neue, sogenannte Betonankerschraube gebe es bereits eine Zulassung.

    Quelle: https://innovationorigins.com/de/forscher-verstaerken-gealterte-betonbruecken-mit-nachtraeglicher-bewehrung/

    10.03.2022 - 

    Autobahnbrücken im Ultraschalltest

    Im Zusammenhang mit dem Brückengipfel im Bundesverkehrsministerium berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel über eine neue Technik zur Prüfung des Brückenzustands, einen Vakuumroboter mit Ultraschallscanner. In Echtzeit liefere der Ultraschallscanner Bilder vom Innenleben des Brückenpfeilers.

    Der Scanner könnte bei der Brückenprüfung helfen. Autobahnbrücken müssten alle sechs Jahre durch eine »handnahe Prüfung« durch Abklopfen mit einem normierten Hammer, sowie alle drei Jahre durch eine einfache Sichtprüfung kontrolliert werden. DIN 1076 heißt diese Norm, die aber bloß eine oberflächliche Prüfung vorsieht. Durch die neue Technik hoffe man, in das Innere der Brücke sehen zu können. In einigen Monaten solle das 170.000 Euro teure Gerät marktreif sein, bereit, Schäden an Deutschlands Autobahnbrücken zu erkennen.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/brueckengipfel-bei-volker-wissing-autobahnbruecken-im-ultraschalltest-a-fa40a026-5ab0-4ba2-913b-115bf781225e

    08.03.2022 - 

    Wie Fachleute der Drachenbrücke ein Korsett anlegen

    Der General-Anzeiger Bonn berichtet ausführlich über die Sanierung einer Brücke an der B42. Instabile Brücken gebe es viele, aber nur wenige erhielten ein Korsett, um wieder an Stabilität zu gewinnen. Die aufwendigen Bauarbeiten würden im Wortsinne unter Hochdruck vonstattengehen, denn mit einem Druck von bis zu 2500 Bar würden die Brückenarbeiter auf einer Arbeitsbühne knapp unterhalb des Brückenbauwerks Wasser gegen die Brückenhohlkörper schießen. In der Brücke entstünden so – ganz ohne Bohrmeißel – Schlitze, die wie ein großes L aussehen. In diese wandern anschließend große Stahlbügel, die mit Spritzbeton fixiert würden. An der 650 Meter langen Brücken müssten 3300 Bügel verbaut werden.

    Quelle: https://ga.de/region/siebengebirge/b42-bei-koenigswinter-drachenbruecke-bekommt-ein-korsett_aid-66723271

    20.02.2022 - 

    Eine DIN-Norm gegen Liebesschlösser

    In einer Glosse befasst sich die Süddeutsche Zeitung mit den sogenannten Liebesschlössern an einer Brücke in Thalkirchen. Dabei spielt die DIN 1076 eine große Rolle. Wenn Liebe und Schloss rosten, übernehme das Baureferat der Landeshauptstadt. Die Fachleute dort hätten eine DIN-Norm auf dem Schreibtisch, jene mit der Nummer 1076. Das sei der Leitfaden für Bauwerksprüfung, und damit für den Liebestest. Denn korrodierende Zuneigung sei gefährlich.

    Also entfernten die Beziehungsfachleute im Baureferat regelmäßig angefressene Herzchenschlösser, wahrscheinlich brachial, man will es sich gar nicht vorstellen.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-thalkirchner-bruecke-liebesschloesser-1.5531136

    18.02.2022 - 

    6000 Fledermäuse blockieren Neubau der Wiedtalbrücke der A3

    Mit unerwarteten Schwierigkeiten beim Neubau der maroden Wiedtalbrücke der A3 kurz hinter Bad Honnef/Linz befasst sich Artikel im Generalanzeiger. Die Brücke soll abgerissen und neu gebaut werden. Aufgrund von rund 6000 Fledermäusen, die darin lebten, komme es jedoch zu erheblichen Verzögerungen. Bereits 2010 habe man festgestellt, dass die Brücke abgerissen und neu gebaut werden müsse. Dass seitdem so wenig geschehen sei, um mit dem Abriss und dem Neubau zu beginnen, hänge mit den Fledermäusen zusammen. Nach Auskunft der der Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes sei nicht vor 2031 mit dem Beginn der Arbeiten zum Abriss und Neubau des Brückenbauwerks zu rechnen.

    Quelle: https://ga.de/region/siebengebirge/kreis-neuwied/a3-neubau-der-wiedtalbruecke-6000-fledermaeuse-blockieren-projekt_aid-66353757

    05.02.2022 - 

    Bautzen bekommt 45 Meter lange Forschungsbrücke

    In Bautzen wird nach einem Bericht des MDR unter Federführung der TU Dresden zu Forschungszwecken eine Brücke gebaut. Das 45 Meter lange und 5 Meter breite Bauwerk werde voraussichtlich im kommenden Jahr entstehen. Es solle mit speziellen Sensoren ausgestattet werden, mit denen man den baulichen Zustand schneller als bisher erfassen und auswerten könne. Ziel sei eine zuverlässige Zustandsbewertung von Brücken nahezu in Echtzeit mit Hilfe eines digitalen 'Zwillings'. Dazu werde auf der "Forschungsbrücke" ein Schienenfahrzeug Belastungen simulieren.

    Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/bautzen-hoyerswerda-kamenz/forschungsbruecke-bautzen-tu-dresden-100.html

    01.02.2022 - 

    Bewohnbare Brücke: Ist das irre? Ja, zum Glück

    Im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung der Theodor-Heuss-Brücke berichtet die Süddeutsche Zeitung über Pläne des Architekturbüros RKW-Architektur+, die Brücke als begrüntes Modell zum Wohnen zu bauen. Vorgeschlagen wird, aus der sanierungsbedürftigen Brücke die "Green Bridge Düsseldorf" zu machen. Aus einer monofunktionalen Verkehrsbrücke solle etwas Multifunktionales werden. Die grüne Brücke wäre zwar immer noch eine Verkehrsbrücke. Aber der motorisierte Verkehr (Auto, Lkw, Bus) verschwinde in einer Röhre, während darüber ein Fahrradschnell- und ein großzügig dimensionierter Fußweg organisiert würden. Zudem sollten 400 Wohneinheiten untergebracht werden. Die bewohnbare und als Park gedachte Brücke (samt Hotel, Gastronomie und Büronutzung) wäre also außerdem auch noch ein Öko-Vorzeigeprojekt, das sich Wind und Sonne zunutze mache.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/kultur/theodor-heuss-bruecke-duesseldorf-architektur-wohnungen-gruene-architektur-1.5519746

    27.12.2021 - 

    Brückenprüfung auf Sicht

    Ein ausführlicher Bericht in der NRZ (nur gegen Bezahlung) schildert den Ablauf einer Brückenprüfung und beschreibt die Aufgaben der Brückenprüfer.

    Quelle: https://www.nrz.de/region/niederrhein/nach-gesperrter-a-45-bruecke-geprueft-wird-weiter-auf-sicht-id234177705.html

    22.12.2021 - 

    Neue Aufmerksamkeit für einen Song aus 1975

    Wegen der Vollsperrung der Autobahn 45 bei Lüdenscheid bekommt nach Berichten zahlreicher Medien ein mehr als 45 Jahre alter Country-Song neue Aufmerksamkeit: In „Weit, weit, weit ist es nach Lüdenscheid“ aus 1975 besingt der österreichische Musiker Jonny Hill zwar eine entfernte Liebe und nicht die noch monatelang gesperrte A 45, aber dennoch wird der Sänger vor allem in den sozialen Medien für seine „Brückenhymne“ und seinen damaligen „Weitblick“ gefeiert.

    Quelle (u.a.): https://rp-online.de/nrw/panorama/wegen-a45-sperrung-bei-luedenscheid-kommt-schlager-von-johnny-hill-aufmerksamkeit_aid-64752745

    21.12.2021 - 

    Senftenberg: Neuer Rekord beim Brückenbauwettbewerb der BTU

    Welche Brücke ist besonders tragfähig und besonders leicht? Dieser Frage stellten sich Studierende des Maschinenbaus aus der BTU sowie Schüler*innen der Georg Heinsius von Mayenburg-Grundschule und des Emil-Fischer-Gymnasiums Schwarzheide. Sie planten, konzipierten, entwarfen und bauten ihre eigenen Brücken, die an der Brandenburgisch Technischen Universität BTU in Senftenberg getestet wurden.

    Im Brückenbauwettbewerb der Maschinenbauer geht es darum, eine Brücke aus maximal 250 Eisstielen, 20 Metern Paketschnur und Holzkleber zu konstruieren, die möglichst viel Last bei möglichst geringem Eigengewicht trägt. Für einen Rekord sorgte in diesem Jahr die studentische Brücke »Vierkantbogen RRR« des Wettbewerbssiegers Tim Leuschner aus dem BTU-Maschinenbau mit der höchsten erzielten Bruchlast aller bisherigen Brückenbauwettbewerbe seit 2011. Bei einem Brückengewicht von nur 262 Gramm betrug die Bruchlast enorme 419,06 Kilogramm, was 1599 Wertungspunkte bedeutete. Insgesamt waren zehn Brücken am Start, wobei das Verhältnis von Gewicht zu Bruchlast ausschlaggebend für das Punktekonto war.

    Quelle: https://www.niederlausitz-aktuell.de/oberspreewald-lausitz/senftenberg/90795/senftenberg-neuer-rekord-beim-brueckenbauwettbewerb-der-btu.html

    15.12.2021 - 

    Im Bauch der Talbrücke

    Die Giessener Allgemeine beschreibt in einem ausführlichen Bericht den Ablauf einer Brückenprüfung.

    Quelle: https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/im-bauch-der-talbruecke-91182175.html

    18.09.2021 - 

    Weimarer Startup holt begehrten Ingenieur-Preis

    Nach einem Bericht der Thüringer Allgemeinen hat das Thüringer Startup Infralytica mit seinem Projekt „Digitalbasierte Zustandserfassung von Infrastrukturbauwerken“ einen „Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr“ erhalten. Der Ansatz von Infralytica: „Aus Bilddaten, die mit Kameradrohnen oder fahrbaren Kameraplattformen erzeugt werden, entstehen durch fotogrammetrische 3D-Rekonstruktion hochaufgelöste 3D-Modelle – sogenannte digitale Zwillinge. Mit Methoden des maschinellen Lernens, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen, können in den Bilddaten Schäden automatisch erkannt und in der Zustandsbewertung berücksichtigt werden. Die exakte Verortung, Visualisierung und Dokumentation der detektierten Schäden entlastet die Bauwerksprüfer und unterstützt die Erhaltungsplanung.“ Die Jury des Preises hoffe, dass mit diesem Verfahren zukünftig die Bauwerkserhaltung kosteneffizienter und die Verfügbarkeit des Netzes erhöht werde.

    Quelle: https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/weimar/weimarer-startup-holt-deutschen-ingenieurpreis-id233354037.html

    04.09.2021 - 

    Freiluft-Kino mitten auf der Autobahn

    Die Sperrung der Autobahn A 8 wegen Abrissarbeiten an einer Brücke hat nach einer Meldung der deutschen Presseagentur die Autobahngesellschaft Südwest genutzt, um mitten auf der Autobahn ein Freiluftkino zu errichten. In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino Pforzheim sei auf einer 15 Meter breiten Kinoleinwand das Roadmovie „25 km/h“ gezeigt worden - samt Popcorn- und Getränkeverkauf.

    Pforzheim sei nicht das erste Pop-up-Kino auf einer Autobahn gewesen: 2015 habe das Kinofestival „FilmSchauPlätze“ in Nordrhein-Westfalen eine Baustelle auf der A44 bei Heiligenhaus genutzt und die Autobahn zum Freiluft-Kino gemacht.

    Quelle: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.a8-bei-pforzheim-freiluft-kino-mitten-auf-der-autobahn.89d542af-df2c-4d1b-9feb-f49a68c179d9.html

    01.08.2021 - 

    Bring mich rüber

    Auf einer aufwendig gestalteten Doppelseite mit zahlreichen Bildern berichtet die Süddeutsche Zeitung über die unterschiedlichen Herangehensweisen beim Brückenbau in Asien und in Deutschland. Nüchtern betrachtet seien Brücken Bauwerke, die Verkehrswege über Hindernisse führten, viele Erbauer hätten aber den Wunsch, eine neue Landmarke zu schaffen. Vor allem in Asien strebten Architekten und Ingenieure beim Brückenbau nach neuen Rekorden. In Europa hingegen sei die Zeit des großen Brückenbaus im Wesentlichen vorbei, weil die Infrastruktur stehe. In Deutschland und Europa gehe es in erster Linien um den Erhalt und die Instandsetzung von Brücken, die in die Jahre gekommen seien. Bei neuen Brücken komme insbesondere den Brücken aus Carbonbeton eine besondere Rolle zu, aber auch aus Brücken aus Holz.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/brueckenbau-in-asien-e467091/?reduced=true

    21.07.2021 - 

    Infrastruktur in Deutschland: Jede zehnte Brücke ist in schlechtem Zustand

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Thema Brücken (www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_N048_61.html). Im Netz der deutschen Bundesfernstraßen gebe es derzeit rund 40.000 Brücke, wovon mehr als jede zehnte gravierende Mängel aufweise. In 9,9 Prozent der Fälle habe die Bundesanstalt für Straßenwesen die Note „nicht ausreichend“ vergeben, der Zustand von 1,6 Prozent der deutschen Brücken gelten sogar als „ungenügend“. Rund drei Viertel der Brücken seien demnach in befriedigendem oder ausreichendem Zustand, nur etwa 13 Prozent aller Brücken gingen als sehr gut oder gut instandgehalten durch.

    Die Preise für Bauleistungen im Straßenbau seien 2020 gegenüber 2011 um rund 29 Prozent gestiegen, bei Brücken um 24 Prozent. Daher gebe auch der Staat immer mehr für die Instandhaltung und den Ausbau von Straßen und Brücken aus. Der öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder und Gemeinden), habe 2020 rund 14,2 Milliarden Euro für den Straßenbau ausgegeben, gegenüber 2011 ein nominaler Zuwachs von rund 40 Prozent.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/jede-zehnte-bruecke-in-deutschland-in-schlechtem-zustand-17447315.html

    07.07.2021 - 

    „Es knallt, und die Brücke ist weg“

    In einem ausführlichen Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kristisiert der Präsident der Bundesingenieurkammer Brökamp den Zustand der Brücken in Deutschland. Dieser sei bedenklich. Man sei inzwischen an einem Punkt angelangt, wo man es nicht mehr länger laufen lassen könne. Das Grundproblem sei wie bei allen Dingen des täglichen Lebens, dass regelmäßige Inspektionen nötig seien. Von Waschmaschinen oder Fahrrädern kenne wir man das ja. Auch bei Brücken sei das ähnlich, allerdings habe man angesichts klammer öffentlicher Kassen über viele Jahre kaum Geld in die Brückeninfrastruktur gesteckt.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bundesingenieurkammer-praesident-ueber-deutsche-bruecken-im-interview-17425015.html

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  • Ausland

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    07.07.2022 - 

    »Man konnte das Ticken hören, aber man wusste nicht, wann sie explodieren wird«

    Zahlreiche deutsche Medien beschäftigen sich mit dem Beginn des Prozesses um den Einsturz der Morandi-Brücke bei Genua im August 2018. 59 Menschen müssen sich vor Gericht für das Unglück mit 43 Toten verantworten. Erste Urteile könnten vermutlich erst in zwei Jahren gefällt werden. Angeklagt seien unter anderem Fachleute und ehemalige Führungskräfte der Wartungs-Firma sowie Ex-Mitarbeiter des Infrastruktur-Ministeriums und Behörden-Funktionäre. Die Vorwürfe lauten auf mehrfache fahrlässige Tötung, Amtsmissbrauch und Unterlassung. Zwei Unternehmen hätten vor dem Prozess eine Zahlung von rund 30 Millionen Euro geleistet und würden deshalb nicht mehr angeklagt.

    Im Prozess gehe es unter anderem um die Frage, ob die Brücke ausreichend gewartet und ihr Zustand ausreichend kontrolliert worden sei. Es gebe keinen Zweifel, so der Staatsanwalt, dass sich die Verantwortlichen sowohl beim Autobahnbetreiber als auch beim Bauunternehmen dieses Risikos bewusst gewesen seien. Sie hätten sich aber gegen notwendige Arbeiten an der Brücke gesträubt, um den Aktionären die Dividenden zu sichern.

    Quelle (u.a.): www.spiegel.de/panorama/justiz/genua-prozess-nach-einsturz-der-morandi-bruecke-hat-begonnen-a-988f2b50-da27-454d-b631-ad515311dbe2

    24.06.2022 - 

    Moogli: Neues Brückenuntersichtsgerät im Einsatz

    In Oberösterreich wurde über die Inbetriebnahme des neuen Brückenuntersichtsgerätes „Moogli“ berichtet. Damit sei die Abteilung Brücken- und Tunnelbau des Landes noch besser in puncto Bauwerksüberwachung- und -sicherheit gerüstet. Mit dem neuen Moogli seien umfassende Brückenbegutachtungen effizient umsetzbar, so der zuständige Landesrat. In Oberösterreich würden jährlich deutlich über 1.000 Kontrollen und rund 350 Überprüfungen von Landesstraßenbrücken vorgenommen, um die Mobilität am Landesstraßennetz sicherzustellen zu können.

    Das Brückenuntersichtsgerät sei mit jährlich ca. 1.200 Betriebsstunden im Einsatz. Es habe eine horizontale Reichweite von 17,50 Meter anstatt von bisherigen 16 Meter, damit könnten nun auch größere Brückenbreiten und somit der komplette Querschnitt von einer Seite überprüft werden. Auch die maximalen Absenktiefen bzw. Arbeitshöhen seien etwas größer. Breite Randbalken, Geh- und Radwege sowie vorhandene Lärmschutzwände könnten durch den flexiblen Ausleger des Korbgerätes übergriffen werden.

    Quelle: www.tips.at/nachrichten/ooe/wirtschaft-politik/571448-moogli-neues-brueckenuntersichtsgeraet-im-einsatz

    17.02.2022 - 

    Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 59 Beschuldigte

    Die Staatsanwaltschaft im italienischen Genua hat im Fall der 2018 eingestürzten Autobahnbrücke »Ponte Morandi« Anklage gegen 59 Beschuldigte und zwei Firmen erhoben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Die Justiz werfe ihnen unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung sowie Verstöße gegen die Sicherheit im Straßenverkehr, Falschaussage und Unterlassung von Amtshandlungen vor. Dass es Probleme an der Brücke gegeben habe, wäre selbst einem Rentner beim bloßen Beobachten des Baus aufgefallen, zitierte der »Corriere della Sera« einen Staatsanwalt aus der Anhörung am Mittwoch.

    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/genua-staatsanwaltschaft-erhebt-nach-brueckeneinsturz-anklage-gegen-59-beschuldigte-a-e21c27aa-bb97-4e58-bfed-5239d7e4988c

    28.01.2022 - 

    Vor Besuch von US-Präsident Biden: Schneebedeckte Brücke in Pittsburgh bricht zusammen

    Vor dem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Pittsburgh ist in der US-Metropole eine schneebedeckte Brücke mit einer wichtigen Verkehrsverbindung eingestürzt. Die Brücke sei knapp 20 Meter tief auf einen Fußgängerweg in einem Park gestürzt. Biden wollte bei seinem Besuch in Pittsburgh unter anderem über die Modernisierung der maroden Infrastruktur in den Vereinigen Staaten sprechen. Der Vize-Gouverneur habe erklärt, der Brückeneinsturz unterstreiche auf schreckliche Art und Weise, wie drängend die Infrastruktur-Mängel in den USA seien.

    Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/schneebedeckte-bruecke-in-pittsburgh-bricht-zusammen-li.208819

    26.07.2021 - 

    Autobahn-Baustellen auf mobiler Brücke überfahren: Weniger Stau

    Verschiedene Schweizer Medien berichten über ein neues Projekt des Bundesamtes für Straßen. Bei Unterhaltsarbeiten auf der Autobahn solle eine mobile Brücke den Verkehrsstau eindämmen. Die Fahrzeuge würden über eine 236 Meter lange Brücke rolle, während unter der Rampe die Bauarbeiten liefen.

    Die Auffahrts- und Abfahrtsrampen wiesen je ein Gefälle von 6,1 Prozent auf. Die Brücke sei 7,3 Meter breit und 4,32 Meter hoch. Unter der Brücke ("Astra Bridge") stünden dann rund 100 Meter für die eigentlichen Bauarbeiten zur Verfügung. Mit der üblichen Vorsignalisation ergebe sich eine Baustellenlänge von rund 1500 Metern. Wenn die Sanierungsarbeiten unter der Brücke beendet seien, so fahre die aus verschiedenen Modulen bestehende Brücke ferngesteuert 100 Meter weiter für den nächsten Abschnitt.

    Das Bundesamt reagiere mit dem Brücken-Projekt auf immer schwierigere Situationen. Spurabbauten für Unterhaltsarbeiten seien wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf vielen Autobahnabschnitten tagsüber schon länger nicht mehr möglich. Daher müssten immer mehr Bauarbeiten auf den Nationalstraßen in Nachtarbeit ausgeführt werden.

    Quelle: https://www.bluewin.ch/de/news/vermischtes/autobahn-baustellen-auf-mobiler-bruecke-ueberfahren-weniger-stau-812388.html

    12.06.2021 - 

    Italiens Autobahngesellschaft ASPI wird verstaatlicht

    Nach einem RAI-Bericht wird die italienische Autobahngesellschaft Autostrade per l'Italia (ASPI) verstaatlicht. Ein Konsortium aus der staatlichen Förderbank CDP Equity und dem Investmentfonds Blackstone und Macquarie habe mit der Infrastrukturholding Atlantia ein Abkommen für die Übernahme eines 88-prozentigen Aktienpakets an ASPI geschlossen. Die Übernahme erfolge über die Holding Reti Autostradali, eine neugegründeten Gesellschaft, an der CDP Equity mit einem 51-prozentigen Anteil die Mehrheit halte. Blackstone übernehme eine 24,5-prozentige Beteiligung.

    Mit der Verstaatlichung solle das massiv erschütterte Vertrauen in die durch Mauteinnahmen finanzierten italienischen Autobahnen wieder hergestellt werden. Nach dem Brückeneinsturz von Genua im August 2018 waren den Betreibern der Autobahngesellschaft nämlich schwere Mängel bei der Instandhaltung vorgeworfen worden.

    Quelle: https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2021/06/tag-Autobahn-Italien-Morandi-ASPI-Verstaatlichung-Genua-0fbfe76c-0df2-4024-b4af-a6352a47cd4f.html

    04.08.2020 - 

    Genua-Brücke feiert "Wiedergeburt" – mit neuem Namen

    Zahlreiche Zeitungen berichten über die Wiedereröffnung der Autobahnbrücke in Genua. Man könne die Eröffnung als eine Art "Wiedergeburt" nach der Katastrophe vor zwei Jahren betrachten: Damals war die alte Brücke teilweise eingestürzt - es gab 43 Tote und Hunderte Verletzte an der "Ponte Morandi". In Rekordzeit sei nun diese neue Brücke entstanden. Doch so richtig zum Feiern war auch am Montag kaum jemandem zumute. Mit einer eher schlichten Zeremonie sei die neue Brücke eingeweiht worden. Die neue Stahl- und Betonkonstruktion, die gut einen Kilometer lang ist und in rund 45 Metern Höhe den Fluss Polcevera und Teile Genuas überspannt, trägt den Namen "San Giorgio". Sie wurde vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen, der aus der ligurischen Hafenstadt Genua stammt.

    Quelle (u.a.): www.stern.de/panorama/weltgeschehen/genua-bruecke-feiert--wiedergeburt--mit-neuem-namen---zwei-jahre-nach-katastrophe-9362240.html

    28.07.2020 - 

    Brücke aus der Krise

    In verschiedenen Medien, darunter der Süddeutschen Zeitung, wird über die bevorstehende Eröffnung der neuen Morandi-Brücke in Genua berichtet, die vor zwei Jahren einstürzte. Innerhalb von nur zwei Jahren sei es gelungen, diese Brücke wiederaufzubauen. Die Eröffnung ist für den 3. August 2020 geplant.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/kultur/genua-genova-san-giorgio-ponte-morandi-bruecke-konzert-1.4981805

    07.05.2020 - 

    Oberster US-Gerichtshof kassiert Urteile um politisch motivierte Brückensperrung

    In Deutschland nicht denkbar, in Amerika allerdings geschehen: 2013 hatten Mitarbeiter des damaligen Gouverneurs des an New York angrenzenden Bundesstaates New Jersey, Chris Christie mehrere Spuren der vielbefahrenen George-Washington-Brücke zwischen New York und der Stadt Fort Lee sperren lassen. Vier Tage lang gab es deshalb kilometerlange Staus. Mit der Aktion sollte Fort Lees Bürgermeister für mangelnde politische Unterstützung bestraft werden, denn der Demokrat Mark Sokolich hatte sich geweigert, Christies Wiederwahl zu unterstützen.

    Der Supreme Court in Washington urteilte jetzt, dass sich die Angeklagten zwar durchaus des Machtmissbrauchs, der Korruption und anderen Fehlverhaltens schuldig gemacht hätten. Es sei aber nicht darum gegangen, an Geld oder anderen Besitz zu kommen. Deswegen könnten die Beteiligten nicht auf Grundlage von Bundesgesetzen zur Betrugsbekämpfung verurteilt werden.

    Quelle: http://www.dtoday.de/startseite/politik_artikel,-Oberster-US-Gerichtshof-kassiert-Urteile-um-politisch-motivierte-Brueckensperrung-_arid,724748.html

    28.04.2020 - 

    Rohbau der neuen Autobahnbrücke in Genua fertig

    Ausführlich berichtet die Deutsche Welle über die Fertigstellung des Rohbaus der vor zwei Jahren eingestürzten Morandi-Brücke in Genua. Die Struktur der Autobahnbrücke, die den West- und Ostteil der italienischen Stadt verbindet, sei in weniger als zwei Jahren nach dem Einsturz fertig. Dazu sei das letzte Deck-Teil in die Höhe gehoben worden. Jetzt müssten unter anderem noch die Fahrbahnen asphaltiert und Beleuchtung und Verkehrsleitsysteme angebracht werden. Auch die Installation von Windschranken und Solaranlagen stehe noch aus. Anschließend seien umfassende Straßentests geplant. Spätestens Anfang Juli solle die Brücke für den Verkehr geöffnet werden.

    Quelle: https://www.dw.com/de/rohbau-der-neuen-autobahnbr%C3%BCcke-in-genua-fertig/a-53270413

    25.02.2020 - 

    Bedeutender Bundesbeitrag an Brückensanierung

    Das Nachrichtenportal ostschweiz.ch berichtet über die Sanierung der Brücke von Eschikofen. Dabei handelt es sich um eine Holzbrücke aus den Jahren 1835 bis 1837 sowie eisernen Vorlandbrücken aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Brücke sei eine der wenigen im Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz verzeichneten Kunstbauten im Thurgau und heute noch im Gebrauch. Eine Sanierung der technisch sehr interessanten Konstruktion wurde vom Tiefbauamt und dem Amt für Denkmalpflege von langer Hand geplant.

    Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) habe unter dem Titel «Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz IVS» einen Beitrag von knapp 1,2 Millionen Franken für den Erhalt und die denkmalgerechte Sanierung der Vorlandbrücken in Eschikofen bewilligt. Mit dem Bundesbeitrag würden einerseits die hervorragende Projektvorbereitung unter denkmalpflegerischen Kriterien, andererseits die jahrelangen Bemühungen des Kantons, dem Inventar historischer Verkehrswege zur Geltung zu verhelfen, honoriert.

    Quelle: https://www.dieostschweiz.ch/artikel/bedeutender-bundesbeitrag-an-brueckensanierung-EmRLor9

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  • Autobahngesellschaft

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    30.09.2022 - 

    Fernstraßenverwaltung Wie die Autobahn GmbH wegen fünf Zentimetern für gestörte Lieferketten sorgte

    Das Handelsblatt berichtet über Probleme für Schwerlasttransporte aufgrund neuer Regeln der Autobahn GmbH für die Durchfahrt unter Autobahnbrücken. Während bisher immer 4,30 Meter als erlaubte Höhe für LKWs galten, habe die Autobahn GmbH die maximale Höhe für LKWs auf 4,25 Meter festgesetzt – mit dem Ergebnis, dass viele LKW demnach die Autobahnen hätten nicht mehr benutzen dürfen. Erst nach zahlreichen Interventionen habe die Autobahn GmbH eine neue Höhe von 4,35 Metern definiert. Allerdings gebe es jetzt Probleme mit einzelnen Niederlassungen der Autobahn GmbH, die noch nicht über die Neuregelung informiert seien. Hinzukomme, dass zum einen die Zahl der Begleitfahrzeuge pro Transport erhöht worden sei von bisher maximal zwei auf mindestens vier, und dass es kaum noch Dauergenehmigungen für regelmäßige Fahrten gebe.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fernstrassenverwaltung-wie-die-autobahn-gmbh-wegen-fuenf-zentimetern-fuer-gestoerte-lieferketten-sorgte/28680254.html

    03.06.2022 - 

    Neues Chaos bei der Autobahn GmbH – Nun fährt das Staatsunternehmen Peugeot

    Daniel Delhaes vom Handelsblatt setzt sich zum wiederholten Male kritisch mit der Autobahn GmbH auseinander. Eine verpatzte Ausschreibung für den Fuhrpark, wonach jetzt vor allem Dienstfahrzeuge der Marke Peugeot gefahren werden müssten, stehe symbolisch für die Probleme der Autobahn GmbH. Seit ihrer Gründung quäle sich die Autobahn GmbH mit einer politisch schlecht vorbereiteten und völlig übereilten Zentralisierung der Straßenbauverwaltung. Der desaströse Start der Gesellschaft gefährde wichtige Bauprojekte. Das Hauptproblem seien zwei Gesellschaften für einen Job. Wie groß die Probleme bei der Autobahngesellschaft seien, zeige der Haushaltsentwurf für dieses Jahr.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.handelsblatt.com/unternehmen/verkehrspolitik-neues-chaos-bei-der-autobahn-gmbh-nun-faehrt-das-staatsunternehmen-peugeot/28345470.html

    12.01.2022 - 

    Baugewerbe zum Zustand der Autobahnbrücken: Schnell handeln ist gefragt!

    Für den Zentralverband Deutsches Baugewerbe sind, so eine Pressemeldung des Verbandes, die Ergebnisse der Brückenstudie der Autobahn GmbH nicht überraschend. Jetzt sei es notwendig, möglichst zügig die Brücken zu sanieren. Entscheidend für den Erfolg sei es aber, dass bei Ersatzneubauten die langen und aufwändigen Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich zu verkürzt werden bzw. komplett entfallen müssten. Auch für Aushilfs- bzw. Behelfsbrücken sollten Planungsverfahren entfallen bzw. kürzer werden. Durch Standardisierung und modulare Bauweisen könne zusätzlich die Bauzeit verkürzt werden. Durch eine konzertierte Aktion könnten Planungs-, Genehmigungs- und Bauzeit vermindert werden.

    Quelle: www.presseportal.de/pm/33001/5119818?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=push

    12.01.2022 - 

    Deutschlands Brücken sind noch maroder als befürchtet

    Das Nachrichtenmagazin SPIEGEL zitiert aus einem internen Bericht der Autobahngesellschaft des Bundes, wonach sich die Zahl der jährlich zu sanierenden Brücken verdoppeln müsste. Der Bericht des SIEGEL ist von zahlrechen anderen Medien aufgegriffen worden.

    Rahmede sei offenbar überall, denn, so der Bericht, »sollten die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen an den Tausenden Bauwerken nicht im erforderlichen Umfang und zeitnah umgesetzt werden, wird es in den kommenden Jahren zu erheblichen Verkehrseinschränkungen bis hin zu Sperrungen von Brückenbauwerken kommen.« Die Autobahngesellschaft fordere nicht nur mehr Geld vom Bund, sondern auch neue Gesetze.

    Offensichtlich sei jahrelang der wahre Zustand der Brückenbauwerke von den zuständigen Landesbehörden viel zu rosig dargestellt worden. Sanierung sollten wohl in die kommenden Legislaturperioden verschoben werden, denn Baustellen sorgten für Staus und Frust beim autofahrenden Wahlvolk. Nordrhein-Westfalen habe das wohl größte Problem mit maroder Infrastruktur nicht nur, weil dort besonders viele Straßen gebaut worden seien, sondern auch weil besonders viel Schwerverkehr hier unterwegs sei. Diesen Umstand habe man aber viele Jahre ausgeblendet. Der neue Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) habe die Autobahngesellschaft angewiesen, »alle erforderlichen Ressourcen und Mittel zur Verfügung zu stellen«, um die Rahmede-Talbrücke möglichst schnell neu zu bauen.

    Nötig sei eine Neugestaltung des Planungs- und Bauwesens, inklusive gesetzlicher Veränderungen, um den Sanierungsstau zu bewältigen. Erforderlich sei eine Priorisierung der besonders maroden Brücken. Man wolle »für bestehende Bauwerke prüfen, ob die erforderlichen hohen Investitionen zur Anhebung der Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit für eine begrenzte Restnutzungsdauer noch wirtschaftlich vertretbar sind oder ob ein Ersatzneubau die bessere Lösung ist«.

    Vorgeschlagen werde ein Maßnahmengesetz. Darin würden nicht nur die Brücken aufgelistet, die als Erstes an die Reihe kommen sollten, sondern auch »vorgezogene Grunderwerbsvorgänge ausgelöst und Bauerlaubnisse von den privaten Grundstückseigentümern« eingeholt werden. In anderen Ländern reduzierten sich so die Zeiten für die Planfeststellungsphase, also die Entscheidung im Parlament, auf wenig Monate.«

    Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-bruecken-sind-noch-maroder-als-befuerchtet-a-4ae84c75-afaf-444d-ac0a-dd3016638def

    07.01.2022 - 

    Rechtzeitig handeln

    In einem Kommentar im Bonner Generalanzeiger fordert der Chefredakteur schnelle Entscheidungen beim Neu- bzw. Ersatzbau von Brücken. Am Beispiel des geplanten Neubaus einer Autobahnbrücke in Bonn warnt er vor einem vergleichbares Schicksal für Bonn wie für Lüdenscheid, das im Ausweichverkehr versinke. Eigentlich sei es ganz egal, ob man die Brücke sechs- oder vierspurig, mit oder ohne Radweg, mit oder ohne Lärmschutzwände haben wolle. Hauptsache, es geschehe überhaupt etwas, vor allem, wenn die Straße schneller bröckele als man Alternativen planen könne. Natürlich sei es richtig, sorgfältig zu planen und möglichst viele Aspekte und Wünsche zu berücksichtigen. Aber die Zeit laufe und sie laufe gegen die vorhandene Bausubstanz der A565. Ohne funktionsfähige, auch große Straßen, werde das alltägliche Leben unerträglich. Das spreche für Augenmaß und Tempo bei allen Debatten um marode Brücken.

    Quelle: ga.de/meinung/kommentare/kommentar-zu-maroden-autobahnbruecken-und-deren-sanierung_aid-65134195

    16.12.2021 - 

    Noch mehr Baustellen: Autobahn-Gesellschaft will jährlich an doppelt so vielen Brücken arbeiten

    In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, Stephan Krenz, dass die Autobahn GmbH 2022 Jahr insbesondere die Sanierung von Brücken in den Fokus rücken werde. Die Zahl der jährlich zu erneuernden Brücken solle von 200 auf 400 verdoppelt werden. Deshalb habe man eine »Brücken-Taskforce« eingerichtet. Rund die Hälfte der gut 28.000 Autobahnbrücken in Deutschland stamme wie die Talbrücke Rahmede aus der Zeit zwischen den Sechziger- und Achtzigerjahren. Sie erreichten laut Autobahn GmbH in den kommenden Jahren das Ende ihrer Lebensdauer.

    Krenz bezeichnete das Auftaktjahr der Autobahn GmbH als erfolgreich. So seien im ersten Jahr rund fünf Milliarden Euro in den Erhalt und den Ausbau der Bundesfernstraßen investiert worden, das sei nahezu das vergleichbare Ausgabenniveau des Vorjahres aller Bundesländer.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bruecken-baustellen-autobahn-gesellschaft-will-jaehrliche-zahl-von-200-auf-400-verdoppeln-a-68c4873c-1379-4730-8fd7-4b35ec48565e

    25.11.2021 - 

    Investitionsstau, Klüngel, Chaos: Das erste Jahr der Autobahn GmbH

    Die neue Ampelkoalition, so das Handelsblatt, übernehme mit der bundeseigenen Autobahnverwaltung eine einzige große Baustelle. Nach Informationen der Zeitung werde die Autobahngesellschaft in diesem Jahr eine halbe Milliarde Euro, und damit gut zehn Prozent ihres Investitionsetats nicht verbauen können. Bereits in den vergangenen Wochen habe es Ärger gegeben, weil die Autobahngesellschaft die Rechnungen nur schleppend bezahlte.

    Quelle (nur gegen Registrierung): https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrspolitik-investitionsstau-kluengel-chaos-das-erste-jahr-der-autobahn-gmbh/27828388.html

    24.11.2021 - 

    „Grüne Verkehrswende findet so nicht statt“

    Die Tageszeitung Die Welt befasst sich mit der Zuweisung des Bundesverkehrsministeriums in der neuen Bundesregierung an die FDP. Aus Sicht der Grünen habe das auch Vorteile, denn so müssten sich die Grünen nicht mit dem organisatorischen und finanziellen Debakel der bundeseigenen Autobahngesellschaft abmühen. Stattdessen dürfe ein FDP-Minister „das Nebeneinander von Autobahn GmbH und Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau Gesellschaft aufheben“, wie es im Koalitionsvertrag auf schon sprachlich verzwickte Weise heißt. Das werde kein Spaß.

    Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article235265684/Ampel-und-Mobilitaet-Gruene-Verkehrswende-findet-so-nicht-statt.html

    18.11.2021 - 

    Meilenstein für das intelligente Verkehrsmanagement in NRW

    Anlässlich der Eröffnung der neuen Verkehrszentrale NRW in Leverkusen erklärte Bundesverkehrsminister Scheuer, dass von dort künftig alle Streckenbeeinflussungsanlagen und Verkehrsleitsysteme zentral gesteuert werden könnten. Die neue Verkehrszentrale sei ein Meilenstein für ein neues, intelligentes Verkehrsmanagement.

    Anlagen zur Verkehrsbeeinflussung erhöhten die Verkehrssicherheit und verringerten Staus und Verlustzeiten zum Teil deutlich. Das habe auch eine relevante volkswirtschaftliche Wirkung und gleichzeitig führe jeder vermiedene oder verkürzte Stau auch zu einer Reduzierung klimaschädlicher Abgase.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/meilenstein-fuer-das-intelligente-verkehrsmanagement-in-nrw-neubau-der-verkehrszentrale-leverkusen-feierlich-eroeffnet

    12.11.2021 - 

    Kündigungswelle bei Autobahn GmbH des Bundes

    Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet über erhebliche Probleme der Autobahngesellschaft, qualifizierte Beschäftigte zu finden und zu halten. Seit der Gründung der Gesellschaft Anfang des Jahres seien rund 300 Angestellte ausgeschieden, davon 225 schon nach weniger als sechs Monaten. Deshalb hebe die Gesellschaft ihren Etat für Personalwerbung von ursprünglich 2,5 Millionen auf gut vier Millionen Euro an. Statt wie ursprünglich geplant, Geld einzusparen, so der Bundestagsabgeordnete Gelbhaar, sei jetzt das Gegenteil der Fall. Hoch dotierte Arbeitsverträge und millionenschweres Personalmarketing reichten offensichtlich nicht, denn die Gesellschaft könne gute Fachkräfte nicht halten.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kuendigungswelle-bei-autobahn-gmbh-des-bundes-a-17af38c3-9394-40b5-9b6d-6a64c9c2e48d?context=issue

    21.10.2021 - 

    Auf den Autobahnen droht ein Baustopp

    Das Handelsblatt berichtet, dass die Autobahn GmbH immer noch große Probleme habe, ihre Rechnungen pünktlich zu begleichen. Die Zeitung habe aus Regierungs- und Branchenkreisen erfahren, dass Bauunternehmen ihre Rechnungen bis zum 15. November stellen müssten, wenn diese noch im laufenden Jahr bezahlt werden sollen.

    Entgegen der Behauptung des Handelsblattes, wonach Bundesländer die neue Zentralverwaltung bei der Rechnungslegung unterstützten und in Rechnung stellten, erklärte das Bundesverkehrsministerium, es gebe keine Unterstützung der Länder bei der Rechnungsbearbeitung und -abwicklung. Die anfänglichen Schwierigkeiten seien behoben.

    Quelle (gegen Registrierung): www.handelsblatt.com/politik/deutschland/autobahngesellschaft-auf-autobahnen-droht-ein-neuer-baustopp-bauwirtschaft-koennte-arbeit-einstellen/27718970.html?ticket=ST-3161027-n9SRvBuuoPmvRpG7MYH1-cas01.example.org

    21.09.2021 - 

    Beschäftigte der Autobahn GmbH am Standort Nürnberg

    Auch wenn es in der Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag in erster Linie um die Beschäftigten der Autobahn GmbH in Nürnberg ging, so liefert die Bundesregierung in ihrer Antwort auch allgemeine Aussagen zur Autobahn GmbH. Mehr als 10.500 und damit rund 94 Prozent der vorher für Autobahnaufgaben zuständigen Beschäftigten der Länder seien demnach zum 1. Januar 2021 zur Autobahn GmbH des Bundes oder zum Fernstraßen-Bundesamt gewechselt. Dies belege die Attraktivität der neuen Bundesverwaltung für die Beschäftigten.

    Ziel der Reform der Bundesfernstraßenverwaltung sei es, die Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern zu entflechten und durch eine Synchronisierung von Aufgaben- und Ausgabenverantwortung für die Bundesautobahnen in einer Hand beim Bund insbesondere die Effektivität der Verwaltung dieser Straßen zu verbessern.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/325/1932519.pdf

    25.08.2021 - 

    Groß- und Schwertransporte - Die Prüfungen hinter dem Antrag

    Im Zusammenhang mit der immer wieder geäußerten Kritik an der schleppenden Bearbeitung von GST-Anträgen berichtet die Autobahn GmbH ausführlich am Beispiel der NL Ost über die Arbeit bei der Prüfung solcher Anträge. Alle sechs Minuten bearbeiteten die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Groß- und Schwertransporte (GST) der Niederlassung Ost im Durchschnitt einen Antrag.

    8.000 Anträge und täglich kämen oft mehr als 500 weitere dazu, ein Zustand, der kaum zu bewältigen gewesen sei. Mittlerweile sei durch die Verbesserung der IT -Lösung, die Qualifikation der Kolleginnen und Kollegen und ihre engagierte Arbeit der Antragsstau der Anfangsmonate – insgesamt 1/3 des deutschlandweiten GST-Rückstandes – abgebaut und ein Vorlauf von über einem Monat bei der Antragsbearbeitung erzielt worden. Seit dem 01.01.2021 seien 66.000 GST-Anträge eingegangen, 65.500 sind bearbeitet (Stand 14.07.2021).

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/autobahnerklaert-gross-und-schwerlasttransporte-die-pruefungen-hinter-dem-antrag

    15.08.2021 - 

    Autobahn GmbH schlägt Alarm: Tausende deutsche Brücken sind marode

    In Deutschland sind rund 3000 Autobahnbrücken in maroder Verfassung: Sie seien in einem "nicht ausreichenden und ungenügenden Zustand", sagte der Geschäftsführer der Autobahn GmbH, Stephan Krenz, der Zeitung "Welt am Sonntag". Die Salzbachtalbrücke sei aber nur "die Spitze des Eisbergs.“ Die marode Infrastruktur ziehe sich durchs ganze Land von den Rhein-Brücken im Westen über die Talbrücken in den hessischen Mittelgebirgen bis zu den Brücken der Stadtautobahn in Berlin. Für die Sanierung der Autobahnbrücken sei deutlich mehr Geld erforderlich, so Krenz. Bislang stehe dafür rund eine Milliarde Euro pro Jahr zu Verfügung.
    Erforderlich sei auch ein vereinfachtes Baurecht für Ersatzneubauten. Es brauche einen größeren Toleranzkorridor, in dem man vereinfacht als Ersatz für marode Brücken neue Bauwerke errichten könne.

    Quellen (u.a.): https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tausende-deutsche-Bruecken-sind-marode-article22743535.html
    Original (gegen Bezahlung): https://www.welt.de/wirtschaft/plus233152309/Bedingt-tragfaehig-Deutsche-Autobahnbruecken-ohne-Gewaehr.html

    12.08.2021 - 

    Neue Autobahn-App der Regierung kostet mehr als eine Million Euro

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel habe der Bund für die Entwicklung der Autobahn-App Bund rund 1,2 Millionen Euro »für die Beauftragung externer Dienstleistungen« ausgegeben. Das habe das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mitgeteilt. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Stefan Gelbhaar, kritisierte die Ausgaben: »Mehr als eine Million Euro für eine App ohne jeglichen Mehrwert – das ist eine Posse und damit ein Fall für den Rechnungshof.«

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/neue-autobahn-app-der-regierung-kostet-millionen-a-dac79eaa-3fbc-442b-a8a9-c6687d8f32f7?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

    20.07.2021 - 

    Routing, Streckeninformationen und mehr kommen ins Smartphone

    Der Geschäftsführer der Autobahngesellschaft erklärte zur Inbetriebnahme der neuen Autobahn App, dass man damit der Vision einer nutzerfreundlichen, digitalen Autobahn gerecht werde. Die Autobahn App bringe zusätzlich zu den Möglichkeiten der von vielen verwendeten Navigations-App weitere verlässliche Informationen zu den Autobahnen. Ziel der App sei es, die Autobahnfahrt mit der App für alle noch komfortabler zu machen. Zu den Kernfunktionen der „Autobahn App“ zählten das Festlegen personalisierter Routen, das Anzeigen von Verkehrsmeldungen, E-Ladestationen, Rast- und Parkplätzen sowie der Zugriff auf über 1.000 Webcams.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/routing-streckeninformationen-und-mehr-kommen-ins-smartphone

    20.07.2021 - 

    Die Nicht-Navigations-App des Bundes

    Zahlreiche Medien berichten über die neue Autobahn-App der Autobahngesellschaft. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel kritisiert, dass es sich keineswegs um eine Navigations-App, sondern lediglich um eine Routen-App handele. Wer aber hoffet, auf der Strecke selbst von der App an Staus vorbeigeführt oder wenigstens mit aktuellen Informationen versorgt zu werden, der werde enttäuscht. Auch für Berufskraftfahrer bringe die App kaum Vorteile. Zwar würden Autobahnparkplätze mit genauer Anzahl von Stellplätzen, Toiletten und sogar eventuell vorhandenen Picknickplätzen aufgeführt. Das bringe -Fahrern aber wenig, da die Parkplätze meistens mehr als ausgelastet wären. Die App sei zwar keine nützliche Neuentwicklung, aber gelungen sei, den Stand der Digitalisierung des Straßenverkehrs darzustellen.

    Quelle: www.spiegel.de/netzwelt/apps/autobahn-app-die-nicht-navigations-app-des-bundes-a-037da5a8-d9dc-4545-a12d-8cbf18fbc6c8

    05.07.2021 - 

    Kostenexplosion bei Scheuers Reform lohnt sich vor allem für Berater

    Nach einem Bericht des SPIEGEL werde die Reform der Autobahnverwaltung rund achtmal so teuer wie geplant. Das Verkehrsministerium kalkuliere mit mindestens 325 Millionen Euro – mehr als zehn Prozent gingen nach SPIEGEL-Informationen an externe Berater. Das gehe aus Berichten der Bundesregierung an den Haushaltsausschuss vom November 2020 und vom 30. Juni 2021 hervor.

    Alleine 2019 habe das Ministerium etwa 25 Millionen Euro an Anwaltskanzleien und Unternehmensberatungen für externe Unterstützung bei der Neuordnung der Autobahn-verwaltung gezahlt. Insgesamt seien es 2019 48,9 Millionen Euro für Berater und Beraterinnen gewesen.

    Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums habe erklärt, der Start der Autobahngesellschaft sei gelungen. Für diese Reform sei externe Beratung erforderlich gewesen. Inzwischen habe das Ministerium die Ausgaben für Beratungs- und Unterstützungsleistungen kontinuierlich gesenkt.

    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/autobahnen-berater-verdienen-an-andreas-scheuers-teurer-reform-a-4622802a-a477-41b8-b53b-84e0ed8c1b8e

    01.07.2021 - 

    Rückstau bei Ausschreibungen und Abrechnungen der Autobahn GmbH

    Nach Verzögerungen bei der Bearbeitung von Rechnungen bei der Autobahngesellschaft hatte die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag die Bundesregierung gefragt. In ihrer Antwort betont die Bundessregierung, dass Verzögerungen bei der Rechnungsbearbeitung unmittelbar nach Betriebsstart durch organisatorische Maßnahmen und die Optimierung der kaufmännischen Prozesse sehr weitgehend behoben worden seien. Die Autobahn GmbH werde jede Auszahlung auf Basis bestehender Verträge und nach Prüfung ordnungsgemäßer Rechnungen tätigen. Bis zum 11. Juni 2021 habe die Gesellschaft insgesamt 126.269 Rechnungen erhalten, davon seien insgesamt 110.554 beglichen worden.

    Bis zum 28. Mai 2021 habe die Autobahngesellschaft insgesamt 987 Vergabeverfahren eingeleitet. Nach dem aktuellen Planungsstand plane die Gesellschaft für 2021 über 1.000 weitere Ausschreibungen an. Hinzu kämen kleinere Vergabeverfahren mit Auftragswerten unter 25.000 Euro (netto).

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/313/1931319.pdf

    01.07.2021 - 

    Marode Brücken, zu wenig Geld, überarbeitete Mitarbeiter: Die Bilanz der ersten sechs Monate der Autobahn GmbH

    Eine kritische Bilanz der ersten sechs Monate Arbeit der Autobahngesellschaft zieht das Handelsblatt. Die Autobahn GmbH des Bundes sei ein Provisorium: Zu wenig Geld und Personal, überarbeitete Mitarbeiter, unzureichende IT-Systeme, schlechtes Baustellenmanagement und dann noch Katastrophen wie an der Brücke bei Wiesbaden. Rechnungen von Bauunternehmen türmten sich, Firmen streikten, Anträge für Schwertransporte seien wochenlang unbeantwortet geblieben. Hinzu seien hausgemachte Skandale um überhöhte Arbeitsverträge, Immobilien in Bestlagen und luxuriöse Dienstwagen gekommen.

    Nicht nur fehlendes Geld sei ein Problem. Ohne die Hilfe der Bundesländer etwa würde kaum etwas laufen in der Zentralverwaltung. Deshalb habe die Autobahn GmbH zig Kooperationsverträge mit den Ländern geschlossen und ebenso deren Niederlassungen mit den Landesbetrieben. In nahezu allen Bereichen brauche die Autobahn GmbH Hilfe, angefangen bei der unabdingbaren IT, aber auch bei der Genehmigung von Schwerlasttransporten. Weitere Kooperationen über sogenannte „allgemeine Unterstützungsbereiche“ gebe es zur Verkehrssteuerung, Projektsicherung, Brückenprüfungen, Betriebs- und Winterdienst über Baustellenkoordination bis hin zur Tunnelüberwachung, Beleuchtung, Verkehrszählung, Archivierung von Akten und der Aus- und Fortbildung. Bei der Autobahn heißt es, durch die Verträge entstünden keine Mehrkosten, da die Arbeiten ohnehin nötig seien. Doch die Länder rechneten natürlich zu Vollkosten ab, Synergien gebe es wenige. Die Autobahngesellschaft will einen „Abwicklungsfahrplan“ erstellen, um eines Tages ohne die Hilfe der Länder auszukommen.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/infrastruktur-marode-bruecken-zu-wenig-geld-ueberarbeitete-mitarbeiter-die-bilanz-der-ersten-sechs-monate-der-autobahn-gmbh/27382176.html?ticket=ST-10511226-DPRe6byeloebQHeiOlcy-ap1

    22.06.2021 - 

    Der Betriebsstart der Autobahn GmbH

    Auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag zum Betriebsstart der Autobahngesellschaft betont die Bundesregierung, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Schlussstein einer beispiellosen Bund-Länder-Verwaltungsreform gesetzt und den Übergang von den früheren 16 Auftragsverwaltungen der Länder auf die Autobahn GmbH des Bundes – wie vom Gesetzgeber vorgesehen – erreicht habe.

    Der im Dezember 2020 vorgelegte Wirtschaftsplan 2021 der Autobahn GmbH des Bundes sehe einen Mehrbedarf von zusätzlichen rd. 230 Mio. Euro über die im Bundeshaushalt 2021 zur Verfügung stehenden Mittel vor. Der zusätzliche Finanzbedarf ergebe sich u. a. in Folge höherer Betriebsdienstaufwendungen sowie aus Mehrkosten für Planung und Bauaufsicht von Bundesautobahnen durch höhere Investitionen.

    Befragt nach den abgeschlossenen Kooperationsvereinbarungen teilt die Bundesregierung mit, dass insgesamt 15 IT-Kooperationsvereinbarungen, 13 Allgemeine Kooperationsvereinbarungen und 59 Einzelkooperationsvereinbarungen mit den Ländern abgeschlossen worden seien. Weitere Kooperationsvereinbarungen mit den Ländern seien nicht geplant.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/308/1930893.pdf

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  • Baden-Württemberg

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    20.07.2022 - 

    Die Brückenlauscher von Stuttgart

    Wie die Brücken in Stuttgart kontrolliert werden, aber auch welche Probleme es gibt, zum Beispiel freie Stellen zu besetzen, schildert ein ausführlicher Artikel in den Stuttgarter und Esslinger Medien. Die Bauwerke hätten eine theoretische Lebensdauer von 70 bis 100 Jahren, aber die meisten der gut 300 Brücken in Stuttgart seien in der Phase zwischen 1950 und 1970 neu oder wiederaufgebaut worden und kämen jetzt in ein kritisches Zeitfenster. Neben dem Zustand der Brücken mache vor allem die Personalsituation Sorgen. Teilweise würden mittlerweile Stellen zum dritten Mal ausgeschrieben – ohne Erfolg.

    Nach Auskunft des Verkehrsministeriums ist das Land Baden-Württemberg insgesamt für rund 4000 Brücken an Bundes- und rund 3300 Brücken an Landesstraßen zuständig. Davon wiesen 350 Bundes- und 312 Landesstraßenbrücken erhebliche Defizite auf und müssten saniert werden.
    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.esslinger-zeitung.de/inhalt.marode-bauwerke-wer-ueberprueft-stuttgarts-bruecken.c1c9002f-abaf-4e48-b9f9-455663e30885.html

    07.04.2022 - 

    Brückensanierung: Ministerium sieht erhöhten Finanzbedarf

    Der Staatsanzeiger Baden-Württemberg berichtet ausführlich über eine Debatte im Landtag zum Zustand der Straßen und Brücken. Trotz seit Jahren steigenden Mitteln für die Sanierung habe sich dieser Zustand leicht verschlechtert, da sie nicht ausreichten, um den Sanierungsstau abzubauen. 420 Millionen Euro stünden 2022 für die Sanierung von Landes- und Bundesstraßen zur Verfügung, 161 Millionen Euro davon für Landesstraßen und -brücken.

    Denn marode Brücken seien laut dem Verkehrsministerium die „Achillesferse“ für den Verkehr. 1,1 Prozent der Brücken an Landesstraßen und 0,8 an Bundesstraßen seien derzeit im Südwesten in einem ungenügenden Zustand. Von den rund 7200 Brücken im Land wiesen 350 Bundes und 312 Landesstraßenbrücken erhebliche Defizite auf und müssten dringend saniert werden. 145 Brücken an Landesstraßen hätten den Traglastindex 5, also den schlechtesten.

    Das Verkehrsministerium beziffere den finanziellen Bedarf für die Brückensanierung in den kommenden Jahren mit 400 bis 500 Millionen Euro. Allerdings würden mehr Mittel allein die Probleme nicht lösen, denn es fehle auch an Personal, sowohl bei den Planern als auch bei den Bauunternehmen.

    Quelle: https://www.staatsanzeiger.de/debatten-im-landtag/brueckensanierung-ministerium-sieht-erhoehten-finanzbedarf/

    01.03.2022 - 

    Brückensanierungen in Baden-Württemberg werden noch teurer

    Der Zustand vieler Autobahnbauwerke auch in Baden-Württemberg ist noch schlechter als gedacht, so ein Bericht der Badischen Zeitung. Die Brücken seien marode und erreichten bald das Ende ihrer Lebensdauer. Das Thema sei nicht neu, denn im Zuge eines Brückenmodernisierungsgesetzes seien 2015 nicht nur vorrangige Sanierungsstrecken definiert, sondern auch die Mittel im Bundeshaushalt dafür deutlich erhöht wurden. Trotzdem schlage die neue Bundesregierung Alarm.

    Nun deute auch der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium an, dass der Handlungsbedarf größer sein könnte als ohnehin. Die neue Bundesregierung habe einen erheblichen Sanierungsstau und Instandsetzungsrückstand angetroffen. Viele Brücken, auch in Baden-Württemberg, müssten verstärkt oder gar erneuert werden, um eine sichere Abwicklung des aktuellen und zukünftigen Verkehrs auf Dauer gewährleisten zu können.

    Quelle (nach Registrierung): www.badische-zeitung.de/brueckensanierungen-in-baden-wuerttemberg-werden-noch-teurer--209911614.html

    28.02.2022 - 

    Land treibt die Erhaltung der Brücken weiter voran

    Nach einer Pressemeldung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums müssen in den nächsten Jahren im Land viele Brücken saniert werden. Verkehrsminister Hermann sieht einen zusätzlichen Bedarf an Personal und finanziellen Ressourcen. Eine leistungsfähige und zuverlässige Infrastruktur sei unbedingt notwendig. Zahlreiche Brücken im Land hätten mittlerweile ein Alter erreicht, in dem eine Sanierung anstehe. Daher habe im Straßenbau die Erhaltung und Sanierung der Infrastruktur oberste Priorität.

    Das Land Baden-Württemberg sei insgesamt für rund 4.000 Brücken an Bundes- und rund 3.300 Brücken an Landesstraßen zuständig. Hiervon wiesen 350 Bundes- und 312 Landesstraßenbrücken erhebliche Defizite auf und bedürften einer Erhaltungsmaßnahme. Hermann gehe davon aus, dass es in den nächsten 15 Jahren eines deutlichen Zuwachses an finanziellen und personellen Ressourcen bedürfe, um die Brücken landesweit in einen leistungsfähigen und zuverlässigen Zustand zu versetzen. Nach einem Gutachten des Verkehrsministeriums gebe es einen Sanierungsbedarf von 480 Millionen Euro allein bei den Landesstraßenbrücken.

    Die Brückenerhaltung umfasse von der einfachen Instandsetzung über die Ertüchtigung für höhere Lasten bis hin zum Ersatzneubau sämtliche Maßnahmen, die die Lebensdauer einer Brücke entweder verlängern oder – sollte dies technisch nicht mehr möglich sein – eine bestehende Brücke ersetzen sollten.

    Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-treibt-die-erhaltung-der-bruecken-weiter-voran-1/

    08.02.2022 - 

    Viele deutsche Autobahnbrücken sind Sanierungsfälle – auch in Baden-Württemberg

    In einem ausführlichen Artikel über die Rahmede-Brücke befasst sich der Schwarzwälder Bote auch mit der Situation der Autobahnbrücken in Baden-Württemberg. Von den rund 1400 Autobahnbrücken im Verantwortungsbereich der Autobahngesellschaft Südwest müsste jede zehnte innerhalb der kommenden acht bis zehn Jahre erneuert werden. Derzeit erstelle die Autobahngesellschaft einen Plan, welche Brücke wann an der Reihe ist, der fortlaufend abgearbeitet werde. Das könne von kleinen Reparaturmaßnahmen wie dem Austausch einzelner Elemente über die Verstärkung von Brückenüberbauten bis hin zum notwendigen Ersatzneubau reichen. Von den 588 vor 1970 in Baden-Württemberg gebauten Brücken seien 532 in einem Zustand zwischen 1,0 und 2,9 und lediglich 56 zwischen 3,0 und 4,0 klassifiziert worden. Keine Brücke, so das Verkehrsministerium, sei derzeit schlechter als mit "ausreichend" bewertet.

    Quelle: https://www.badische-zeitung.de/viele-deutsche-autobahnbruecken-sind-sanierungsfaelle-auch-in-baden-wuerttemberg--209168558.html

    19.08.2021 - 

    Ersatzneubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke

    Die Stadt Esslingen berichtet auf einer eigenen Seite ausführlich über Abriss und Neubau der Hanns-Martin-Schleyer-Brücke. Sie hat den Abbruch der Brücke von Anfang an filmisch dokumentieren lassen. Gezeigt werden in bisher fünf eigenen Videos die Arbeiten von der Installation der Stahlträger bis zum Abtransport des Brückenmittelstücks per Schiff.

    Quelle: https://unterwegs.esslingen.de/start/baustellen/hms-bruecke.html

    06.08.2021 - 

    Vergabeunterlagen oft nicht eindeutig und mangelhaft

    Nach einem Bericht des Staatsanzeigers Baden-Württemberg gebe es bei den Brücken in Deutschland einen großen Sanierungsstau. Der könne deutlich schneller abgebaut werden, wenn die Unternehmen im Vorfeld von Ausschreibungen ihr Know-how besser einbringen könnten, habe ein Experte des Deutschen Stahlbauverbands erklärt. Deutschland könnte bei den Brückensanierungen allerdings deutlich weiter sein, sagt der Vertreter der Stahlbaubranche.

    Quelle (nicht im Netz): Staatsanzeiger Baden-Württemberg

    05.07.2021 - 

    TV-Team begleitet Brückenprüfung bei Mannheim-Rheinau

    Die Autobahngesellschaft berichtet über einen Filmbeitrag des regionalen Ablegers von RTL, RON TV (RTL Regionalprogramm für Rheinpfalz – Odenwald – Neckar). Ein Team des Senders begleitete die Karlsruher Brückenprüfer bei einer routinemäßigen Überprüfung der Brücke an der A 6 bei Mannheim-Rheinau. Die Besonderheit dort: Bahnanlagen verlaufen direkt unter der Brücke. Das habe zur Folge, dass bei einer „großen“, umfassenden Überprüfung, der Bahnverkehr zeitweise eingestellt werden muss. Der Bericht ist abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=_VKjDAHsftg

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/tv-team-begleitet-brueckenpruefung-in-mannheim-rheinau

    28.05.2021 - 

    Eine 2000-Tonnen-Brücke schwebt an ihren Bestimmungsort

    Wie transportiert man zwei jeweils knapp 2.000 Tonnen schwere Brücken an ihren endgültigen Standort? Das beschreibt ein ausführlicher Bericht in den Stuttgarter Nachrichten am Beispiel des Brückenneubaus an der Bahnstrecke zwischen Ludwigsburg und Stuttgart. Erschwerend kam hinzu, dass das Transportfahrzeug mit den Brückenteilen u. a. einen 90-Grad-Winkel fahren mussten. Transportfahrzeug war in diesem Fall ein Tausendfüßler mit 66 Achsen und 132 Rädern, der die Brücken mit einem Turmsystem, bestehend aus Stapelboxen aus Stahl, huckepack nimmt. Welchen exakten Weg das Baugefährt samt Brücke nehmen musste, das sei zuvor am Rechner und auf Papier ausgetüftelt worden, denn den Transport praktisch zu „üben“ sei nicht möglich gewesen.

    Quelle: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bahnstrecke-zwischen-ludwigsburg-nach-stuttgart-eine-2000-tonnen-bruecke-schwebt-an-ihren-bestimmungsort.7438eb6b-6e01-4d28-aad2-9f0c1d4505ed.html

    10.05.2021 - 

    Brücken-Check für mehr Sicherheit

    „Ein ganz normaler Hammer, ne Schutzbrille und seine Ohren, mehr braucht der Brückenprüfer nicht.“ Mit dieser Beschreibung der Arbeitsmittel beginnt ein Rundfunkbericht des Südwestrundfunks über die Prüfung der Autobahnbrücke an der A 6 bei Mannheim. Beschrieben wird, was geprüft wird und welche Bedeutung die Brückenprüfung hat.

    Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/brueckenkontrolle-mannheim-100.html

    06.04.2021 - 

    Straßenbau: 78 neue Projekte in Förderprogramm aufgenommen

    Das Förderprogramm Kommunaler Straßenbau des Verkehrsministeriums von Baden-Württemberg werde für die Jahre 2021 bis 2025 mit einem Fördervolumen von 660 Millionen fortgeschrieben, so das Ministerium in einer Pressemeldung. Großer Bedarf zeige sich bei der Modernisierung von Brücken. Steigende Anforderungen an Brückenbauwerke erhöhten die Investitionskosten. Die Förderung des Landes ermögliche es den Kommunen, den Investitionsrückstand in diesem Bereich abzubauen. Die Anzahl neuer Brückenprojekte habe sich von acht im Vorjahr auf aktuell 30 verdreifacht.

    Quelle: https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/strassenbau-78-neue-projekte-in-foerderprogramm-aufgenommen/

    15.03.2021 - 

    Es gibt sie noch – die „So-da-Brücke“

    Der Bund der Steuerzahler greift – wie schon in seinem Schwarzbuch – erneut die von ihm so bezeichnete „So-da-Brücke“ in Ladenburg auf. Nachdem bereits im Herbst 2020 ausführlich berichtet worden sei, habe jetzt ein Fernsehsender das Problem erneut aufgegriffen. Inzwischen sei auch das unter der Brücke verlaufende, aber bereits länger nicht mehr genutzte, private Industriegleis zurückgebaut worden – damals einer der Hauptgründe für den Bau der Brücke. Auch vom angekündigten Wirtschaftsweg sei weiterhin weit und breit nichts zu sehen.

    Dem Bund der Steuerzahler würde sich der Sinn des 1,2 Mio. Euro teuren Brückenbaus nach wie vor nicht erschließen. Bis jetzt seien einfach nur Steuergelder sehenden Auges herausgeworfen worden.

    Quelle: www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/es-gibt-sie-noch-die-so-da-bruecke

    09.03.2021 - 

    Verzögerung Baubeginn zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe

    Nach den Gründen für die Verzögerungen beim geplanten Bau der Rheinbrücke bei Karlsruhe hat die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag gefragt. Die Bundesregierung bestätigte in ihrer Antwort, dass aufgrund der eingereichten Klagen die Planung der Maßnahme zwischen den Jahren 2017 und Mitte 2020 weitestgehend ruhte. Die Verzögerungen seien in den bis Mitte 2020 andauernden Klageverfahren begründet. Die mit dem Planfeststellungsbeschluss 2017 festgesetzten naturschutzrechtlichen Auflagen und der daraus resultierende zwingend erforderliche Zeitbedarf stellten keine Verzögerung dar. Mit Abschluss der Vergleiche Mitte 2020 und der damit verbundenen Rechtssicherheit im Herbst 2020 sei der Projektzeitplan aktualisiert worden. Erst nach Abschluss der Kostenfortschreibung seien Aussagen zu den aktualisierten Kosten bzw. Mehrkosten möglich.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/274/1927445.pdf

    12.02.2021 - 

    Berufs-Portrait Brückenprüfer

    Das Regierungspräsidium Stuttgart hat in Kooperation mit der BBBank spannende und nicht alltägliche Berufe im öffentlichen Dienst als kurze Videos präsentiert. Die letzte Folge porträtiert den Brückenprüfer Michael Lutz. Er, so der Originaltext, kontrolliert mit viel Sorgfalt und Know-how und protokolliert regelmäßig den Zustand von Brücken im Land und sorgt so für unser aller Sicherheit im Verkehr.

    Quelle: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rps/service/mediathek/detail/portrait-der-brueckenpruefung/

    09.12.2020 - 

    Land treibt Digitalisierung im Straßenbau voran

    Nach einer Pressemeldung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg soll der Straßenbau in Baden-Württemberg künftig stärker digital und damit effizienter geplant, gebaut und überwacht werden. Das Land treibe deshalb die Einführung der Arbeitsmethodik BIM in der Straßenbauverwaltung intensiv voran. Dabei werde wird auf Basis von 3D-Modellen geplant, wobei alle Projektbeteiligten zeitgleich auf dieselben Datensätze mittels Cloudlösung zugreifen könnten.

    Für Verkehrsminister Hermann zeigten die ersten Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit zwischen Bauwirtschaft und Verwaltung positive Fortschritte beim Einsatz von innovativen Technologien und Methoden. Die neuen Ideen und Verfahren von heute seien die Zukunft im Infrastrukturbau. Sie ermöglichten eine transparente Planung und kostenbewusstes und nachhaltiges Bauen und Erhalten.

    Quelle: https://tinyurl.com/y9y33zyl

    22.10.2020 - 

    Autobahnen: „Schilder sind deren Job“

    In einem Interview mit dem Schwäbischen Tagblatt äußert sich der baden-württembergische Verkehrsminister Hermann unter anderem auch zu der neuen Autobahngesellschaft. Auch wenn Bayern und Baden-Württemberg gegen die Reform der Autobahnverwaltung gewesen seien, arbeite Baden-Württemberg aktiv am Aufbau der Autobahngesellschaft im Südwesten mit.

    Ein Streitpunkt zwischen Autobahngesellschaft und Ländern sei, wer für die Aufstellung der Schilder zum Lärmschutz und Luftreinhaltung zuständig sei. Die Autobahngesellschaft wolle, dass diese Befugnisse bei den Ländern blieben. Hermann sieht „keinen Sinn dahinter, dass wir das machen sollen. Das ist deren Job.“

    Quelle: https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Schilder-sind-deren-Job-476380.html

    10.09.2020 - 

    Neue Autobahn GmbH sorgt für Ärger bei den Straßenbauern

    Die Bauwirtschaft in Baden-Württemberg warnte auf einer Pressekonferenz vor Verzögerungen bei der Auftragsvergabe im Bundesfernstraßenbau. Schuld seien Probleme bei der neu gegründeten Autobahn GmbH des Bunde, die ab 1. Januar 2021 allein für Planung, Bau und Betrieb von Bundesfernstraßen zuständig sei. Diese Mammutaufgabe werde zusätzlich erschwert durch die Verschmelzung mit der DEGES. Sollte die Verschmelzung scheitern, drohten weitere Verzögerungen bei der Auftragsvergabe.

    Zudem stünden der Autobahn GmbH für 2021 bundesweit nur knapp fünf Milliarden Euro zur Verfügung – bei einem Wert der aktuellen Projektplanungen von sechs Milliarden Euro. Wegen dieser Differenz werde die GmbH im ersten Halbjahr 2021 aller Voraussicht nach einen Vergabestopp verhängen müssen.

    17.08.2020 - 

    MdL Burger (CDU): Wir dürfen den Zustand der Brücken im Landkreis Sigmaringen nicht aus dem Auge verlieren.

    Auf die Bedeutung von belastbaren Brücken als Schlüsselfunktion hat der baden-württembergische CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Burger hingewiesen. Hintergrund war eine Anfrage zur Situation der Brücken im Landkreis Sigmaringen. Er kritisierte, dass aus dem Förderprogramm „Kommunaler Sanierungsfonds“ des Landes die Mittel für Sigmaringen nur in geringem Maße abgerufen worden seien. Zuwarten nehme bewusst zukünftige Beeinträchtigungen in Kauf, der Erhalt der Verkehrswege in einem guten Zustand sei eine stete Aufgabe.

    Quelle: http://v9.burger-mdl.de/aktuelles/presse/

    Nach einem Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 27.08.2020 (nicht im Netz) In Baden-Württemberg hat das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg die Kritik des Landtagsabgeordneten zurückgewiesen. Die Sanierung und Instandhaltung der Straßen und Brücken habe in den vergangenen Jahren wachsende Bedeutung gewonnen. Die Verantwortung für die Eisenbahnbrücken liegt beim Bund, der für die Bundesschienenwege verantwortlich sei, sowie bei der Deutschen Bahn DB Netz.

    08.08.2020 - 

    Brückensperrungen; "12.000 Brücken wurden durchgerechnet"

    Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet über einen Konflikt zwischen Forst- und Verkehrsministerium in Baden-Württemberg. Der Grund: Das Verkehrsministerium hatte eine pauschale Fahrgenehmigung für schwere Holztransporte nicht mehr verlängert. 515 Brücken-Bauwerke hätten keine Ausnahmegenehmigung mehr für Holztransporte mit mehr als 40 Tonnen bekommen. Das seien, so ein Experte des Verkehrsministeriums in einem Interview, etwas mehr als vier Prozent der rund 12.000 Bauwerken im Land. Diese Brücken hätten ein statisches Defizit, sodass keine Ausnahmegenehmigung erteilt werden könne.

    Die Brücken würden bei weiterer Nutzung zwar „nicht zusammenkrachen“. Aber wenn das Ministerium weiter die Nutzung Monate um Monate verlängere, dann gingen diese schwachen Brücken nach und nach kaputt.

    Auf die Kritik von Verbänden angesprochen, erklärte das Ministerium: „Eine kleine Brücke hat einen Vermögenswert von über einer halben Million Euro. Es geht insgesamt um Landeseigentum im Wert von vielen Milliarden. Wir müssen pfleglich mit unserem Eigentum umgehen – das sollte jeder nachvollziehen können, der Privateigentum hat.“

    Quelle: www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-bruecken-sperrungen-12000-bruecken-wurden-durchgerechnet-_arid,531402.html

    13.02.2020 - 

    Auftragsvergabe des Landes auf hohem Niveau

    Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann betonte auch im Landtag, dass die Aufträge der Landesstraßenbauverwaltung Baden-Württemberg an die Bauwirtschaft auf hohem Niveau blieben. Auch 2020 investiere das Land konsequent und auf hohem Niveau in die Erhaltung und den Ausbau der Straßen und Brücken. Die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel sowohl beim Bund als auch beim Land würden vollständig ausgeschöpft. 2018 und 2019 habe die Straßenbauverwaltung alle Investitionsmittel von jeweils rund eine Milliarde Euro aus den Straßenbauhaushalten für Bundes- und Landesstraßen vollständig umgesetzt. Darüber hinaus seien aus dem Brückensanierungsprogramm in den letzten beiden Jahren für über 100 Millionen Euro Aufträge erteilt worden.

    In verschiedenen Regierungsbezirken ließe sich feststellen, dass sich auf Ausschreibungen, insbesondere komplexerer Art, oftmals nur wenige Bieter bewerben würden und wenn, dann mit erhöhten Preisen. Dies ließe auf eine starke Marktsättigung schließen. Bei Brückensanierungen gab es laut dem Regierungspräsidium Tübingen in einigen Fällen kein einziges Angebot. Die Maßnahmen würden nun erneut ausgeschrieben.

    Quelle: Pressemeldung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums vom 13.02.2020
    https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/strassenbau-auftragsvergabe-des-landes-auf-hohem-niveau/

    28.01.2020 - 

    Zustand vieler Brücken ist bedenklich: Landesvereinigung Bauwirtschaft mahnt Sanierungen an

    Nach einem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten hat der Präsident der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg Sänger bei Brücken Sanierungen und Neubauten angemahnt. Der Zustand vieler Brücken im Südwesten sei bedenklich. 9.300 Brücken an Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen gebe es im Südwesten. In schlechtem Zustand seien über 60 Prozent der Brücken an Autobahnen, knapp 50 Prozent der Bauwerke an Bundesstraßen und 45 Prozent der an Landesstraßen.

    Das Land gebe 140 Millionen Euro für den Erhalt der Brücken aus. Das sei überhaupt nicht viel. Der Branchenverband fordere von der Politik, mehr Geld für den Erhalt von Brücken bereit zu stellen. Das allein reiche aber nicht: Die Genehmigungsverfahren müssten vereinfacht werden und schneller ablaufen – gerade, wenn neue Brücken ihre maroden Vorgänger ersetzen sollen.

    Quelle: https://bnn.de/lokales/karlsruhe/bauwirtschaft-baden-wuerttemberg-zustand-vieler-bruecken-ist-bedenklich

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  • Bayern

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    19.10.2022 - 

    Beheizung des Heilig-Geist-Stegs in Traunstein ein Flop?

    In seinem jährlichen Schwarzbuch kritisiert der Bund der Steuerzahler den Einbau einer Heizung in den rund zwei Millionen Euro teuren Neubau des Heilig-Geist-Stegs über die B304 in Traunstein. Eingebaut wurden in die Brücke für rund 150.000 Euro elektrische Heizelemente, um eine Vereisungsgefahr und damit Gefahren für Radfahrer und Fußgänger zu verhindern. 2021 habe die Stadt an Stromkosten für diese Heizung rund 23.000 Euro gezahlt.
    Der neue Oberbürgermeister habe diese Praxis inzwischen beendet, da sie „weder ökologisch noch mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbar“ sei. Stattdessen werde die Brücke jetzt im Rahmen des normalen Winterdienstes geräumt.

    Quelle: https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/beheizung-des-heilig-geist-stegs-in-traunstein-ein-flop

    15.06.2022 - 

    Zustand der Brücken an der A 73

    Die AFD-Fraktion im Deutschen Bundestag fragt über das Instrument der Kleinen Anfrage im Deutschen Bundestag die Bundesregierung nach dem Zustand jeder einzelnen Brücke auf der A 73. Zurzeit liegen rund zehn entsprechende Anfragen vor. Die Anfragen unterscheiden sich lediglich nach dem Standort der Brücke. Die Fragen sind wortwörtlich gleich. Beim Monitoring verzichten wir daher in Zukunft auf die Antworten der Bundesregierung. Sie können unter www.bundestag.de abgerufen werden.

    07.06.2022 - 

    Weitere Anklage sechs Jahre nach Brückeneinsturz

    Zahlreiche Medien, insbesondere in Bayern, berichten über die Anklage eines Prüfingenieurs fast sechs Jahre nach dem Einsturz eines Traggerüstes beim Bau einer Autobahnbrücke in Unterfranken. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt gehe davon aus, dass sich auch dieser Prüfingenieur der fahrlässigen Tötung und 14-facher fahrlässiger Körperverletzung schuldig gemacht habe. Jetzt werde entschieden, ob die Anklage zulässig sei und mit dem bisherigen Verfahren verbunden werde. Insgesamt gebe es in dem Verfahren vier Angeklagte.
    2016 waren Teile der im Bau befindlichen Schraudenbach-Talbrücke der Autobahn 7 eingestürzt, ein Bauarbeiter starb, 14 weitere wurden verletzt. Ein erstes Verfahren war Ende 2019 ausgesetzt worden. Darin hatte ein angeklagter Statiker die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Er argumentierte vor dem Landgericht, die ausführenden Baufirmen hätten sich nicht an seine Planungen gehalten. Wäre dies geschehen, wäre das Gerüst nicht eingestürzt.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/bayern/brueckeneinsturz-werneck-anklage-1.5598737

    24.05.2022 - 

    Der längste Straßentunnel Bayerns wird eröffnet

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Eröffnung des mit knapp drei Kilometern der längsten Straßentunnels Bayerns Oberau im Loisachtal. Dabei handele es sich nur um eines der zahlreichen Tunnelprojekte in dieser Gegend. All diese Tunnelprojekte sollten verhindern, dass sich im jeweiligen Ort ein neuer Flaschenhals bildet, wenn sich regelmäßig der überbordende Urlauber-, Ausflügler-, Skifahrer-, Pendler- und Durchgangsverkehr durch das Loisachtal wälze. Kritiker befürchten, dass je leichter der Verkehr dann fließe, desto mehr Autos könnten es werden, vor allem, weil die bisher eingleisige Werdenfelser Bahn nicht ausgebaut werde.
    Die Bayerische Staatsregierung habe dem Bund den Ausbau nicht als vorrangiges Projekt gemeldet, und die Deutsche Bahn sogar Grundstreifen verkauft, die in bestimmten Abschnitten für ein zweites Gleis notwendig wären.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/bayern/oberau-tunnel-eroeffnung-1.5591144

    17.05.2022 - 

    Zeegenbachtalbrücke verkehrstauglich und verkehrssicher

    Die letzte Hauptprüfung der Zeegenbachtalbrücke (Bayern) auf der Bundesautobahn A73 sei laut Bundesregierung vom 27. Juli bis 3. November 2021 an beiden Teilbauwerken durchgeführt worden. Die letzte einfache Prüfung sei vom 12. November bis 15. November 2018 und die letzte jährliche Besichtigung am 12. April 2021 erfolgt. Das teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion mit. Eine Prüfung aus besonderem Anlass (Sonderprüfung) sei im Zeitraum seit 1. Januar 2018 nicht erforderlich gewesen, wird mitgeteilt. An der generellen Verkehrstauglichkeit und -sicherheit der Brücke bestünden keine Zweifel, so die Bundesregierung.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/019/2001938.pdf

    13.05.2022 - 

    Zustandserfassung: Abtauchen für den "Brücken-TÜV" - Taucher untersuchen Brückenpfeiler

    Das Magazin infranken nutzt eine anstehende Brückenuntersuchung durch Taucher zu einem informativen Bericht über das System der Brückenprüfungen, die Verantwortlichkeiten sowie die zeitlichen Abstände. Durch den "Brücken-TÜV" sollten mögliche Mängel frühzeitig festgestellt werden. Die Erkennung des Ist-Zustands und Schadenserfassung seien Ziele der Überwachung durch einen sachkundigen Ingenieur, der auch die statischen und konstruktiven Verhältnisse der Bauwerke beurteilen könne. Normalerweise reichten Sichtprüfungen. Bei der jetzt anstehenden Prüfung gehe es dagegen um die überwiegend „unsichtbaren“, also vom Wasser umspülten Pfeiler und Widerlager von Flussbrücken.

    Quelle: https://www.infranken.de/lk/bamberg/bamberg-abtauchen-fuer-den-bruecken-tuev-taucher-untersuchen-brueckenpfeiler-art-5455418

    07.04.2022 - 

    Wie funktioniert die Wartung einer Schleuse?

    Eine Bauwerksprüfung der besonderen Art beschreibt ein Beitrag des Bayerischen Rundfunks, die Prüfung einer der größten Schleusen Deutschlands auf dem Main-Donau-Kanal. Das Ziel der Bauwerksprüfung sei die Dauerhaftigkeit und die Standfestigkeit der Bauwerke sicherzustellen. Dafür blieben nur 21 Tage Zeit und das sei auch nur im Zweischichtbetrieb zu schaffen. Die ersten fingen in der Schleuse Eckersmühlen um 06.30 Uhr morgens an, die letzten legen ihr Werkzeug um kurz vor 22.00 Uhr aus der Hand.

    Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/wie-funktioniert-die-wartung-einer-schleuse,T2CArmo

    09.09.2021 - 

    Zustand der Brücken im Freistaat Bayern

    Die FDP-Fraktion wollte in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen, wie diese den Zustand der Brücken in Bayern beurteilt. In ihrer – insgesamt 240 (!) Seiten langen - Antwort weist die Bundesregierung zunächst darauf hin, dass Deutschland im internationalen Vergleich über eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur verfüge. Aufgrund des in den vergangenen Jahrzehnten erfolgten überproportionalen Anstiegs des Schwerverkehrs und der ungünstigen Altersstruktur an vielen älteren Brücken würden umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen zur Verbesserung des Zustandes und Erhöhung der Tragfähigkeit durchgeführt. Aus diesem Grunde sei das Brückenmodernisierungsprogramm initiiert worden. Um die Brücken ganzer Streckenzüge von Autobahnen zu modernisieren und damit leistungsfähige Verkehrswerte zu schaffen, sei das Brückenmodernisierungsnetz entwickelt worden.

    In Bayern sei der Bund Besitzer von rund 11.000 Teilbauwerken im Zuge von Bundesstraßen, die DB Netz von rund 4.800 Brückenbauwerken. Das durchschnittliche Alter der Bundesfernstraßenbrücken liege bei 36,7 Jahren, das der Brückenbauwerke der DB Netz AG (gewichtet nach deren Fläche) in Bayern betrage 2020 70,39 Jahre.

    Weitere Fragen beziehen sich unter anderem auf Prüfungsintervalle, Baustoffklassen, Zustandsnoten, den Traglasten der Brückenbauwerke, den finanziellen Mitteln für Brückensanierungen und viele andere Einzelpunkte.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/323/1932389.pdf

    22.07.2021 - 

    Brücke am Kurt-Kittel-Ring: FW-Gemeinderat „Wir haben Geld verbrannt“

    Nach einem Bericht des Münchner Merkur gab es im Gemeinderat von Neufahrn heftige Diskussionen über nicht erfolgte Brückenprüfungen. Bereits 2011 habe man festgestellt, dass die Brücke für rund 335000 Euro saniert werden sollte. Das sei immer wieder hinausgezögert worden, die Verwaltung habe stets mitgeteilt, man könne die Maßnahme noch schieben. Jetzt sei man bei 2,5 Millionen Euro. Der Bauamtsleiter habe bestätigt, dass 2014 und 2017 keine Brückenprüfung stattgefunden habe. Das sei aber auch nicht vorgeschrieben. Eine DIN-Norm sei eine Empfehlung, werde erst zu einem Muss, wenn dazu eine gesetzgeberische Vorgabe bestehe. Die sei aber für diese DIN-Norm nicht vorhanden.

    Quelle: https://www.merkur.de/lokales/freising/neufahrn-ort29126/wir-haben-geld-verbrannt-90877444.html

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  • Berlin

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    29.05.2022 - 

    Überbrückt

    Nach einem Bericht des Berliner Tagesspiegel (nicht im Netz) habe Berlin ein Brückenproblem, so der zuständige Abteilungsleiter in der Senatsverkehrsverwaltung. Von den 960 Bauwerken sei nur noch jedes vierte in einem guten Zustand. Der Senat teile dazu in schönstem Behördensprech mit: „Die genauen terminlichen und baulichen Einordnungen ergeben sich mit den weiteren Planungsschritten und in Abhängigkeit zur fortlaufenden Prioritätensetzung zum Abbau des Investitionsrückstaus im Brücken- und Ingenieurbau.“

    Quelle: Der Tagesspiegel Berlin, 29.05.2022

    03.03.2022 - 

    60 Berliner Brücken nur eingeschränkt nutzbar

    Auch die Berliner Morgenpost berichtet, dass Berlins Brücken das Land in den kommenden Jahren vor finanzielle wie auch planerische Herausforderungen stellten. Es seien über 100 Einzelprojekte an Bestandsbauwerken bekannt mit einem Gesamtauftragsvolumen von über 700 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren“, so die Verkehrssenatorin. (Grüne) im Mobilitätsausschuss des Abgeordnetenhauses. Das sei nur der Instandhaltungsrückstau, für die planmäßige Bauwerkserhaltung seien jährlich elf Millionen Euro vorgesehen. Hinzukämen neue Brücken, 25 Einzelprojekte mit weiteren rund 250 Millionen Euro Kosten. Von den insgesamt 826 Brücken in Verantwortung der Senatsverwaltung seien derzeit 60 Bauwerke nur eingeschränkt nutzbar.

    Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/article234710931/60-Berliner-Bruecken-derzeit-nur-eingeschraenkt-nutzbar.html

    02.03.2022 - 

    Berlin muss in den kommenden Jahren etliche Brücken abreißen

    Über die Situation der Berliner Brücken berichtet der Berliner Tagesspiegel. Der Zustand der Brücken habe sich in den vergangenen Jahren massiv verschlechtert: Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) bezifferte den Sanierungsstau auf mehr als 700 Millionen Euro. Nur noch 27 Prozent der Brücken seien in gutem Zustand. Laut Senat müssten 35 Bauten dringend saniert oder gleich abgerissen werden. Allein 14 Bauwerke, die Spree und Kanäle querten, wolle das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin (WNA) bis 2030 durch Ersatzneubauten ersetzen.

    Berlin habe ein Brückenproblem, so der zuständige Abteilungsleiter in der Senatsverkehrsverwaltung. Schuld sei die in den Sechziger- und Siebzigerjahren gewählte Bauweise aus Spannbeton. Die Bauten könnten daher nicht saniert werden. Es bliebe nur der Abriss. Sorgen bereite auch der stark gestiegene Verkehr, insbesondere Fahrzeuge mit Schwerlast schadeten den Brücken sehr. Immerhin beim Personal konnte Adam vermelden, dass die Stellen derzeit „weitgehend besetzt“ seien.

    Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/nur-noch-27-prozent-in-gutem-zustand-berlin-muss-in-den-kommenden-jahren-etliche-bruecken-abreissen/28122934.html

    18.01.2022 - 

    Jarasch will Bau von Brücken vorantreiben

    Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost bleiben Berlins Brücken auch für die neue Verkehrssenatorin Jarasch (Grüne) eine Herausforderung. Ende 2021 habe die Senatsverwaltung 35 Bauwerke, die in Verantwortung des Landes liegen, als sanierungsbedürftig eingestuft. Für 32 Brücken seien eine Sanierung oder ein Abbruch mit anschließendem Neubau in der Vorbereitung, Planung oder bereits in der Ausführung.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.morgenpost.de/berlin/article234337859/Verkehrssenatorin-will-Brueckenbau-in-Berlin-vorantreiben.html

    17.12.2021 - 

    Berliner CDU fordert Programm zur Brückensanierung

    Die Berliner CDU hat ein Programm zur Brückensanierung gefordert. Wer erst aktiv werde, wenn der Beton bröckele, handele kurzsichtig und unverantwortlich. Dringend nötig seien ein funktionierendes und vorausschauendes Brückensanierungsmanagement. Erster Schritt dabei sei eine Prüfung und Zeitschiene, wann welche Brücke saniert werden müsse. Der Senat sei in der Verantwortung, schnell ein Brückensanierungsprogramm aufzulegen, um die dringendsten Sanierungen anzugehen.

    Quelle: https://www.t-online.de/region/berlin/news/id_91341698/berliner-cdu-fordert-programm-zur-brueckensanierung.html

    17.12.2021 - 

    Verkehrssenatorin erwartet noch zehn Jahre Probleme mit maroden Brücken

    Marode Brücken würden in Berlin noch viele Jahre für Probleme sorgen. "Meine Prognose ist, dass wir im Bereich Brücken noch mindestens zehn Jahre lang mit den harten Einsparungen der letzten Jahrzehnte zu kämpfen haben werden", sagte die Verkehrssenatorin Günther in einem Gespräch mit der "Berliner Morgenpost". Viele Brückenbauwerke in Berlin seien seit langer Zeit in einem sehr, sehr schlechten Zustand. Man habe über einen Zeitraum von gut 25 Jahren nicht in die Brückenbauwerke investiert, sondern sie verfallen lassen. Eine stadtweit marode Infrastruktur könne man nicht von heute auf morgen instand setzen. Das liege auch an dem Mangel an Brückeningenieuren.

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/12/regine-guenther-berlin-brueckensanierungen-elsenbruecke.html

    25.05.2021 - 

    Brücken in der Warteschleife

    Den aktuellen Zustand der Berliner Brücken beschreibt der Senat in der Antwort auf eine Anfrage zweier Abgeordneten der Fraktion Die Linke. Bei mehr als 30 davon werde der Zustand zurzeit als „nicht ausreichend“ beurteilt, bei dreien gelte er sogar als ungenügend. Bedingt durch jahrzehntelange Sparvorgaben für die Infrastruktur des Landes Berlin sei bei den Brückenbauwerken ein erheblicher Instandsetzungsrückstau zu verzeichnen. Der Abbau des bestehenden Rückstaus im Brückenbau könne zum aktuellen Zeitpunkt nur durch eine gezielte Prioritätensetzung bearbeitet werden. Dabei habe der Erhalt der bestehenden Infrastruktur oberste Priorität.
    In der Antwort geht es u.a. auch um ein digitales Erhaltungsmanagementsystem für die Berliner Brücken (EMS-I), dessen Einführung für Ende 2021 vorgesehen sei. Die personellen Voraussetzungen für die Entwicklung und Einführung des EMS-I seien vorhanden, die personellen Kapazitäten für die dauerhafte Anwendung, Pflege und Auswertung unter bautechnischen Aspekten seien zu schaffen. Für die dauerhafte Anwendung, Pflege und Auswertung unter bautechnischen Aspekten seien bisher keine personellen Kapazitäten zur Verfügung gestellt.

    Quelle: https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/s18-27501.pdf

    05.11.2020 - 

    Berliner Verwaltung laufen die Bau-Ingenieure davon

    Fehlendes Personal könnte nach einem Bericht der Berliner Morgenpost dafür sorgen, dass sich die Planung von Großbaustellen wie dem Umbau des Autobahndreiecks Funkturm verzögert. Die Ursache des Personalschwunds liege vor allem an der neu gegründeten Autobahngesellschaft des Bundes. Deren Hunger nach guten Bau-Ingenieuren sei groß.

    Mitarbeiter der neuen Gesellschaft könnten bis zu 1000 Euro monatlich mehr verdienen als in der Berliner Verwaltung, so dass es für Berlin schwer sei, die eigenen Mitarbeiter zu halten. Gleichzeitig gebe es auf dem Arbeitsmarkt kaum Nachwuchs-Ingenieure, vor allem für den Brückenbau. Insgesamt habe allein die Tiefbau-Abteilung der Bauverwaltung seit 2003 60 Prozent des Personals verloren.

    Vor diesem Hintergrund sei unklar, wie die Planungen, unter anderem für die geplanten drei Berliner Großbaustellen – Neubau des Autobahndreiecks Funkturm, der Rudolf-Wissell-Brücke und des Autobahndreiecks Charlottenburg – vorangetrieben werden können. Zwar soll der Bau vom Bund erfolgen, aber die städtebauliche Gestaltung des Umfeldes liegt in der Zuständigkeit Berlins.

    Quelle (nach Registrierung): www.morgenpost.de/berlin/article230836132/Berliner-Verwaltung-laufen-die-Bau-Ingenieure-davon.html

    26.07.2020 - 

    So schlecht behandelt Berlin seine Brücken

    In einem ausführlichen und mit vielen Fotos alter Berliner Brücken bebilderten Bericht befasst sich die Berliner Morgenpost mit der Berliner Brückenkultur. In Berlin gebe es mehr als 1000 Brücken, mehr als 800 in Landesbesitz. Doch während diese wichtigen Verbindungsbauwerke in früheren Zeiten aufwendig gestaltet und damit stadtbildprägend gewesen seien, seien viele dieser historischen Bauwerke in den vergangenen Jahrzehnten durch schmucklose Neubauten ersetzt worden. Viele dieser reinen Zweckbauten seien inzwischen so marode, dass sie ersetzt werden müssten. Diese Chance sollte man nutzen, fordert der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin-Brandenburg (AIV). Statt neue „Betonmonster“ zu bauen, solle Berlin sich besser auf seine reichhaltige Brückenkultur besinnen.

    Brücken könnten nicht nur verbinden, sondern Stadträume beleben oder sogar neu entstehen lassen, so der AIV. Berlins aktuelle Brückenplanungen im Zentrum seien jedoch uninspiriert, autobahnartig und eines Stadtzentrums unwürdig. Deswegen müssten dringend stadtverträgliche Konzepte entwickelt werden, damit nicht weiter „Betonmonster“ gebaut werden, die einen guten Städtebau unmöglich machen.

    Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/article229591762/Verloren-gegangene-Brueckenkultur.html

    24.05.2020 - 

    Dringender Handlungsbedarf

    Mit dem Zustand der Berliner Brücken befasst sich die Berliner Morgenpost. „Wer in der Hauptstadt einen krisensicheren Job sucht, sollte Bauingenieur mit der Fachausrichtung Brückenbau werden. Denn schon heute beklagen Senatsverkehrsverwaltung und die bezirklichen Bauämter den Mangel an Fachkräften im Straßen- und Tiefbau.“ Der Bedarf werde steigen, denn von den rund 816 Brückenbauwerken im Eigentum des Landes Berlin hätten nach den aktuellen Zahlen 45 lediglich die Zustandsnote 3,0 oder schlechter bekommen. Kriterien für die Zustandsbeschreibung seien nach Auskunft der Senatsverwaltung Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit. Auf Basis einer handnahen Sichtprüfung erfolge die Vergabe einer Bauwerksnote.

    Quelle (nur nach Registrierung): www.morgenpost.de/berlin/article229171758/Bei-vielen-Berliner-Bruecken-besteht-dringender-Handlungsbedarf.html

    24.03.2020 - 

    Sanierung der Brücken in Berlin gefährdet

    Nach einem ausführlichen Bericht der Berliner Morgenpost sind zahlreiche Brückensanierungsprojekte in Berlin aufgrund des Personalmangels gefährdet. Schon heute gebe es eine Vielzahl nötiger Ertüchtigungsarbeiten, die wegen fehlenden Mitarbeiter nur schleppend vorankämen. Nach Aussage des Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese (Grüne) sei der Bedarf an Fachkräften, insbesondere Bauingenieuren, „eklatant“. Zunehmend wanderten Mitarbeiter wegen besserer Verdienstmöglichkeiten zu anderen Arbeitgebern ab, so Streese: „Die Rekrutierung von geeigneten Fachkräften hat sich in den letzten Jahren deutlich erschwert.“ Zum Jahresende werde die Personaldecke der Senatsverkehrsverwaltung im Straßen- und Tiefbau noch deutlich dünner, denn zahlreiche Mitarbeiter wechselten dann vom Land in die neue Bundesgesellschaft.

    Von insgesamt 816 Brückenbauwerken sei nach einer aktuellen Zustandsliste die Mehrheit in befriedigendem Zustand. 33 Brücken gälten demnach jedoch als nicht ausreichend bis ungenügend. Damit Berlins Brücken nicht zerbröselten, müsse der Senat Antworten liefern, wie er Fachkräfte in der Verwaltung halten wolle.

    Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/article228759927/Personalmangel-Sanierung-der-Bruecken-ist-gefaehrdet.html

    03.02.2020 - 

    Die Brücke mit dem 25-Meter-Riss

    Über eine Brücke, die nicht nur alle sechs Jahre, sondern alle 14 Tage geprüft wird, und die Arbeit der Brückenprüfer berichtet ausführlich der Berliner Tagesspiegel. Dabei handelt es sich um die Elsenbrücke in Berlin-Friedrichshain. Grund für diese ständige Überprüfung ist ein Riss in der Brücke, der 25 Meter lang und bis zu 1,6 Millimeter breit ist. Alle 14 Tage würden zwei Prüfer den gesamten Unterbau der Brücke, mit besonderem Augenmerk auf die Gegend um die Spannkästen, untersuchen. Ergänzt werde diese Prüfung in der Brücke durch eine weitere Prüfung vom Schiff aus.

    Für die Brückenprüfung habe die Senatsverwaltung dafür eigene Mitarbeiter gehabt, inzwischen würden ausschließlich private Ingenieurbüros beauftragt, aber künftig wolle man wieder eigene Prüfer einstellen, damit die Expertise nicht verloren gehe.

    Quelle: www.tagesspiegel.de/berlin/totalschaden-ueber-der-spree-die-bruecke-mit-dem-25-meter-riss/25500656.html

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  • Brandenburg

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    07.07.2022 - 

    Zustand der Wehren und Schleusen in Brandenburg stabil

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linken zu Wehren und Schleusen in Brandenburg äußert sich die Bundesregierung auch zum Zustand der Brücken in Brandenburg. 144 Brücken in der Unterhaltungslast der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung kreuzten die Bundeswasserstraßen im Land Brandenburg, davon 31 Fuß- und Radwegbrücken und 113 Straßen- und Wegebrücken. Zwei Brücken seien zurzeit zustandsbedingt gesperrt, insgesamt neun Bauwerke wiesen einen ungenügenden Zustand auf und seien dringend sanierungsbedürftig. An Bundesstraßen, die über Bundeswasserstraßen führten, gebe es 44 Straßenbrücken. Fünf von den 30 Bauwerken in der Baulast der Straßenbauverwaltung wiesen einen nicht ausreichenden Zustand aus. Diese Brücken seien zeitnah zu erneuern oder zu ertüchtigen. Derzeit liefen die entsprechenden Untersuchungen.
    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/026/2002679.pdf

    22.06.2022 - 

    Brücken, Schleusen und Wehre in Brandenburg thematisiert

    Für den Zustand der Wasserstraßen sowie der Bauwerke und Anlagen in und an Bundeswasserstraßen in Brandenburg interessiert sich die Fraktion Die Linke. Durch eine Kleine Anfrage wollen die Abgeordneten von der Bundesregierung unter anderem erfahren, welche Brücken, Schleusen und Wehre an Bundeswasserstraßen in Brandenburg dringend sanierungsbedürftig sind oder ersetzt werden müssen.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/023/2002374.pdf

    29.05.2022 - 

    In welchem Zustand sind die Brücken in Brandenburg?

    Die Märkische Oderzeitung berichtet über den Zustand der Brücken in Brandenburg. Nach dem Datenstand von 2020 verwalte und verantworte der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg insgesamt 1556 Brückenbauwerke. Im Rahmen der Brückenprüfungen werde der Zustand der Bauwerke auf Kriterien wie Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit überprüft. Mit dem Brückenerhaltungsbedarfsmanagementsystem lasse sich zum derzeitigen Stand prognostizieren, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten 30 Jahren ungefähr 440 Brücken aufgrund ihrer Tragfähigkeit oder ihres Bauwerkszustandes verstärkt oder erneuert werden müssten.

    Quelle: (nur gegen Bezahlung) https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/verkehr-und-infrastruktur-in-welchem-zustand-sind-die-bruecken-in-brandenburg_-64212955.html

    30.03.2022 - 

    Land investiert 368 Millionen Euro in den Straßenbau

    Nach einer Meldung des brandenburgischen Infrastrukturministeriums investiert das Land 386 Millionen Euro in den Straßenbau. Dazu gehörten auch die Erhaltung und Erneuerung von Brücken. Aufgrund der hohen Bautätigkeit in den Nachwendejahren habe Brandenburg einen jungen und grundsätzlich intakten Brückenbestand. Allerdings stünden bei der Vielzahl der in den 1990er Jahren gebauten Brücken planmäßig erste Erhaltungsmaßnahmen an. Zudem befänden sich 81 Brücken mit Spannungsriss-Korrosionsgefährdung im Bestand der Straßenbauverwaltung.

    Die Belastung für Straßenbrücken werde aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens, noch mehr zunehmen. Deshalb werde das Erhaltungsmanagement des Landes weiterentwickelt, zum Beispiel mit modernen Monitoringsystemen zur lückenlosen Überwachung von „Problembrücken“ oder digitalen Lösungen für Ermittlung der Bauwerkszustände. 2022 seien 17 Maßnahmen an Brücken vorgesehen.

    Quelle: https://mil.brandenburg.de/mil/de/presse/detail/~30-03-2022-strassenbau

    06.02.2022 - 

    Brücken in Brandenburg: Wie gut ist der Zustand?

    Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost müssen in den kommenden 30 Jahren etwa 440 der derzeit 1556 Brücken in Zuständigkeit der Straßenbauverwaltung des Landes aufgrund des Zustands saniert oder erneuert werden. Der finanzielle Aufwand für diese Vorhaben sei noch nicht zu beziffern, hieß es weiter. 2021 wurden im Land 375 Millionen Euro in den Ausbau der Bundes- und Landesstraßen investiert, 33 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

    Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/article234499347/Bruecken-in-Brandenburg-Wie-gut-ist-der-Zustand.html

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  • Hamburg

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    25.05.2022 - 

    Roboterhund soll Schäden an der Köhlbrandbrücke feststellen

    Das Hamburger Abendblatt (und andere Zeitungen) berichten über den Einsatz eines Roboterhundes bei der Bauwerksprüfung an der Hamburger Köhlbrandbrücke. Die für die Infrastruktur im Hafen zuständige Hamburg Port Authority (HPA) habe den Roboterhund getestet, der die Bauwerksinspektion in die Hand oder besser in die Pfoten nehmen könnte.

    Unter der Fahrbahn der Westrampe mache der Hund „Spot“ mit einer Kamera mit 30-fach-Zoom hochauflösende Fotos von Schadstellen an der Bauwerkswand. Anhand der Bilder könnten Ingenieure dann entscheiden, wie rasch eine Sanierung des Betonwerks erfolgen muss. Der Einsatz des Roboterhunds sattele auf andere Projekte auf, mit denen die HPA den Einsatz von Robotern teste. Neben dem Ziel, notwendige Informationen für die Bauwerksprüfung in Bereichen zu erfassen, die der Einsatz für Menschen zu gefährlich oder nicht nur schwer möglich seien, spiele das Thema Fachkräftemangel eine wichtige Rolle, so die HPA.

    Quelle: https://www.abendblatt.de/wirtschaft/hafen-und-schifffahrt/article235448985/roboterhund-soll-schaeden-an-der-koehlbrandbruecke-in-hamburg-hafen-feststellen.htm

    16.08.2021 - 

    Leere Baustellen und kilometerweiter Stau: Chaos bei der Autobahngesellschaft

    Am Beispiel der Schwierigkeiten rund um den Hamburger Hafen beschreibt das Handelsblatt das Chaos, das nach Meinung des Redakteurs die Autobahngesellschaft anrichte. Es fehle bei der Gesellschaft das Personal und Rechnungen seien nicht bezahlt, berichteten Insider der Autobahngesellschaft. In anderen Landesteilen herrsche nach Meinung der Betriebsräte immer noch Ausnahmezustand. Die alten Probleme seien auch die neuen, obwohl die Autobahngesellschaft seit ihrem offiziellen Start im Januar längst Besserung gelobt habe.

    In Hamburg fehle die Koordination zwischen der Autobahngesellschaft des Bundes und dem Land. Während die Gesellschaft baue, baue der Senat auf den Ausweichstrecken – mit fatalen Folgen. Nach eigenen Angaben plane die Gesellschaft ein bundesweites Baustellenmanagement, bei dem Baustellen nicht nur regional, sondern auch auf den großen Korridoren abgestimmt werden sollten.

    Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehr-leere-baustellen-und-kilometerweiter-stau-chaos-bei-der-autobahngesellschaft-/27520816.html?ticket=ST-3805336-R3RiHHqVWtKnsKUoDkXw-ap6

    23.03.2021 - 

    Wie man eine Vollsperrung organisiert

    Die Autobahngesellschafts schildert auf ihrer Webseite eindrücklich die vorbereitenden Arbeiten zur Vollsperrung der A 7 in Hamburg über einen Zeitraum von 79 Stunden. Die Vollsperrung war nötig, um drei Brücken abreißen zu können.

    Fast ein Jahr lang dauerten die vorbereitenden Arbeiten. In Summe waren innerhalb der Sperrzeit rund 200 Beschäftigte und 80 Großgeräte rund um die Uhr im Einsatz. Das erforderte seitens der Projektleitung ein genaues Logistikkonzept, damit sich die einzelnen Arbeiten nicht gegenseitig blockierten. Die Auftragnehmer hielten sich an die minutengenaue Planung der 79 Stunden Vollsperrung und die Rechnung der Planer ging voll auf. Im Nachhinein lässt sich feststellen, dass – wie aufgrund der detaillierten Vorausplanung erhofft – die Vollsperrung ohne größere Probleme ablief.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/wie-man-eine-vollsperrung-organisiert

    27.10.2020 - 

    Steuerverschwendung in Hamburg: Bund der Steuerzahler prangert Hamburger Projekte an

    Der Norddeutsche Rundfunk greift aus dem neuen Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler eine noch gar nicht gebaute Brücke auf. Bereits seit 30 Jahren sei der Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Maurienbrücke in Barmbek-Süd geplant, über die man zu Fuß oder mit dem Rad den Osterbekkanal überqueren könne. Kritisiert wird vom Steuerzahlerbund, dass es links und rechts schon zwei Brücken ganz in der Nähe gebe - die Hufnerstraßenbrücke und die Bramfelder Brücke. Für den Bund der Steuerzahler würden hier geplante 2,5 Millionen Euro verschwendet. Trotz vieler Kritik wolle der zuständige Stadtbezirk aber bei seinen Plänen bleiben und im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen.

    Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Bund-der-Steuerzahler-prangert-drei-Hamburger-Projekte-an,schwarzbuch292.html

    29.04.2020 - 

    Planung Bundesautobahn A 26-Ost und Köhlbrandquerung

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, u.a. zum Neubau der Köhlbrandquerung betont die Bundesregierung ihr Interesse an einer dauerhaft leistungsfähigen Köhlbrandquerung mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Bedeutung einer Verkehrsanbindung des Hamburger Hafens. Die Freie und Hansestadt Hamburg, in deren Baulast sich die Köhlbrandbrücke befinde, habe die Planungen für eine neue Köhlbrandquerung aufgenommen (Brücke oder Tunnel). Erste Verhandlungsergebnisse zu einer Kostenbeteiligung durch den Bund seien in einer gemeinsamen Absichtserklärung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Freien und Hansestadt festgehalten.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/182/1918263.pdf

    31.03.2020 - 

    Planung Bundesautobahn A 26-Ost und Köhlbrandquerung

    In einer Kleinen Anfrage (noch nicht beantwortet) will die Bundestagsfraktion Die Linke von der Bundesregierung unter anderem wissen, wie der Stand der Vorbereitung der geplanten ÖPP-Maßnahme (Öffentlich-Private-Partnerschaft) für das Bundesautobahnprojekt A26-Ost ist. Gefragt wird auch nach dem vorgesehenen Anteil des Bundes an der Finanzierung einer neuen Köhlbrandquerung innerhalb Hamburgs.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/182/1918263.pdf

    13.02.2020 - 

    Weichenstellung für Neubau der Köhlbrandquerung

    Bundesverkehrsminister Scheuer und der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher haben eine gemeinsame Absichtserklärung über die Erneuerung der Köhlbrandquerung unterzeichnet. Eine Bundesförderung wurde in Aussicht gestellt.

    Die Köhlbrandbrücke ist mit einer Gesamtlänge von über 3600 Metern und einer lichten Höhe von 53 Metern eine der bekanntesten Schrägseilbrücken Deutschlands. Zugleich ist die Köhlbrandbrücke eine der wichtigsten Verkehrsachsen über die Süderelbe, da über sie ein erheblicher Anteil des hafenbezogenen Fern- und Wirtschaftsverkehrs abgewickelt wird. Das Ende der Lebensdauer der gegenwärtigen Köhlbrandbrücke wird für das Jahr 2030 prognostiziert. Hamburg hat bereits eine Machbarkeitsstudie zur Planung einer neuen Köhlbrandquerung beauftragt. Diese untersucht als mögliche Varianten den Ersatzbau einer Brücke sowie den Neubau eines Tunnels.

    Quelle: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2020/010-scheuer-koehlbrandtquerung-hamburg.html

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  • Hessen

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    08.09.2022 - 

    Den Rissen auf der Spur

    Die Oberhessische Presse begleitet einen Brückenprüfer bei seiner Arbeit und beschreibt anschaulich, wie eine solche Prüfung durchgeführt wird und worauf es dabei ankommt. Auch die allgemeinen Regelungen zur Prüfung von Brücken werden detailliert erläutert.
    Das Verkehrsmanagement Hessen Mobil kümmeret sich um den Erhalt und Neubau von 4 955 Brücken im Zuge von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Für die Sanierung und Instandhaltung habe Hessen im vergangenen Jahr rund 334,3 Millionen Euro in Bundes- und Landstraßen investiert - knapp ein Achtel gingen in die Brückensanierung und -erneuerung. In diesem Jahr wolle Hessen rund 63 Millionen Euro in die Brückensanierung und -erneuerung investieren und bis 2025 seien fast 200 Millionen Euro geplant.
    Quelle: https://www.op-marburg.de/Marburg/Rissen-auf-der-Spur-Wie-werden-Bruecken-auf-Standfestigkeit-ueberprueft

    06.09.2022 - 

    A66 – Salzbachtalbrücke: 1. Verschub des südlichen Brückenbauwerks

    Die Autobahn GmbH berichtet über Fortschritte beim Neubau der Salzbachtalbrücke an der A 66. Nach der Errichtung der Brückenpfeiler sei als Meilenstein der erste Abschnitt der Brücke erfolgt. Mit dem 1. Verschub, so der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium Oliver Luksic sei man dem Ziel deutlich nähergekommen, das südliche Bauwerk bis Ende 2023 fertigzustellen. Wenn die wichtige Straßenverbindung zwischen dem Rheingau und Frankfurt wiederhergestellt sei, löse das ein kritische Engstelle auf zum Nutzen der gesamten Region.
    Im ersten Takt wurde der südliche Überbau auf einer Länge von rund 78 Metern bis zum östlichen Brückenpfeiler geschoben. Die folgenden Takte werden jeweils zum nachfolgenden Pfeiler geführt. Der Verschub erfolgt mit Hilfe einer am östlichen Brückenwiderlager installierten Hydraulikanlage.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a66-salzbachtalbruecke-1-verschub-des-suedlichen-brueckenbauwerks

    13.06.2022 - 

    Am Zeitplan wird nicht mehr gerüttelt

    Mit dem Fortschritt beim Neubau der Salzbachtalbrücke der A 66 befasst sich ein ausführlicher Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Laut Autobahn GmbH sei schon mehr als die Hälfte des Gesamtbudgets für den Neubau von 150 Millionen Euro verbaut worden. Das Brückenbauprojekt, so der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Luksic und Autobahn GmbH-Geschäftsführer Krenz, liege jetzt wieder im Zeitplan. Ende 2023 solle die neue Südbrücke für den Verkehr freigegeben werden und bis zur Fertigstellung der Nordbrücke Mitte 2025 den gesamten Verkehr von rund 80.000 Fahrzeugen täglich aufnehmen.
    Ähnlich gehe die Autobahn GmbH auch beim Neubau der Schiersteiner Brücke (A 643) vor. Die Osthälfte der Schiersteiner Brücke solle früher in Betrieb genommen werden als geplant: Im Sommer 2023 solle der Verkehr über beide Brückenhälften fließen.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/salzbachtalbruecke-am-zeitplan-wird-nicht-mehr-geruettelt-18101298.html

    03.02.2022 - 

    Marode A45-Talbrücken: HIHK fordert Planungs-Booster

    Der Hessische Industrie- und Handelskammertages (HIHK) fordert im Zusammenhang mit der Sperrung der A45 einen Booster für Planung, Genehmigung und Bau von Brückensanierungen. Ersatzbrücken sollten innerhalb von drei Jahren gebaut werden. Ein Jahr sollten Planung und Genehmigung in Anspruch nehmen, zwei Jahre der Bau. Auf eine erneute Umweltverträglichkeitsprüfung sollte bei Ersatzbrücken verzichtet werden. Zudem sei der Aufbau einer Brücken-Task-Force bei der Autobahn GmbH und den Genehmigungsbehörden notwendig, um die Prozesse bei gleichbleibender Qualität schneller umzusetzen.

    Die von der neuen Bundesregierung angekündigten Beschleunigungsmaßnahmen für Planung und Genehmigung müssten schnellstmöglich umgesetzt werden. Öffentliche Einwände, die nicht fristgerecht eingingen, sollten nicht mehr berücksichtigt werden. Behördliche Genehmigungen sollten nach bestimmten Stichtagen als erteilt gelten.

    Quelle: http://www.hihk.de/presse/a45-talbruecken-hiobsbotschaft-5411372

    10.12.2021 - 

    Nach der Sprengung der Salzbachtalbrücke

    Nach einem Bericht der Hessenschau des Hessischen Rundfunks ist die B 263 unter der vor rund einem Monat Salzbachtalbrücke wieder befahrbar. Wie stark sich Havarie und Sprengung der Salzbachtalbrücke auf den Verkehr im gesamten Rhein-Main-Gebiet ausgewirkt hätten, habe die University of Applied Sciences in Frankfurt untersuch. Siue hätten mehr als 1.300 Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet gefragt, wie sie vor und nach der Sperrung unterwegs waren. Das Ergebnis: Bei fast 70 Prozent der Befragten sei das Mobilitätsverhalten direkt betroffen, die durchschnittliche Fahrzeit sei jeweils um 50 Prozent gestiegen.

    Für die Wirtschaft sei nach einer Berechnung der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden (IHK) täglich ein volkswirtschaftlicher Schaden von mindestens 350.000 Euro entstanden. Dieser summiere sich bis zur geplanten Teil-Neueröffnung im März 2023 auf über 190 Millionen Euro.

    Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/nach-der-sprengung-der-salzbachtalbruecke-b263-nach-wiesbaden-wieder-befahrbar,salzbachtalbruecke-bundesstrasse-100.html

    01.12.2021 - 

    Wer will ein Stück von der Salzbachtalbrücke haben?

    In Zusammenarbeit mit einer Wiesbadener Tageszeitung gibt die Autobahn GmbH Bruchstücke der Salzbachtalbrücke gegen eine Spende ab. Gegen eine Mindestspende von zehn Euro könne man sich so ein Andenken an das berüchtigte Bauwerk sichern. Die Einnahmen gehen zu Gunsten der Kurier-Aktion „ihnen leuchtet ein Licht“.

    Quelle: https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/wer-will-ein-stuck-von-der-salzbachtalbrucke-haben_24893340

    22.11.2021 - 

    Trümmer der Salzbachtalbrücke von Bahnstrecke geräumt

    Die Sprengung der Salzbachtalbrücke ist immer noch Thema vor allem in den hessischen Medien. Nach einem Bericht der Hessenschau des Hessischen Rundfunks sind die Trümmer von der Bahnstrecke geräumt worden. Die Deutsche Bahn solle Anfang Dezember mit der Wiederherstellung der Bahnstrecke beginnen können. Spätestens am 4. Dezember solle das Baufeld an die Bahn übergeben werden, so die Autobahn GmbH. Noch vor Weihnachten sollten wieder Züge von und zum Wiesbadener Hauptbahnhof fahren können

    Im Bereich der Trasse von Bahn und Bundesstraße, die unter der Brücke durchliefen, seien die Trümmer bereits geräumt. Beton und Stahl würden zerkleinert, verladen und auf eine Deponie gebracht. Dort würden sie sortiert, um etwa im Straßenbau oder als Fundament für ein Einfamilienhaus wiederverwendet zu werden. Die Arbeiten an der Bundesstraße 263 sollten bis Mitte Dezember abgeschlossen sein.

    Quelle (u.a.): https://www.hessenschau.de/panorama/truemmer-der-salzbachtalbruecke-von-bahnstrecke-geraeumt,wiesbaden-salzbachtalbruecke-bahnstrecke-raeumung-100.html

    06.11.2021 - 

    A 66 Salzbachtalbrücke – Nach der Sprengung ist vor dem Neubau

    Die erfolgreiche Sprengung der Salzbachtalbrücke ist insbesondere von den hessischen Medien, zum Teil mit Live-Berichterstattungen, aufgegriffen worden. Im Zusammenhang mit der Sprengung betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahngesellschaft Krenz, dass Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Autobahnbrücken entscheidende Faktoren für die Funktionsfähigkeit der Verkehrsnetze seien. Insbesondere die mancherorts nicht rechtzeitig erfolgte Instandsetzung der Brücken müsse daher nun mit einem enormen Aufwand aufgeholt werden. Nach einer ersten Bilanz gehe die Gesellschaft davon aus, dass tausende Brücken allein in den nächsten 10 Jahren erneuert werden müssten. Bisher habe man jährlich rund 200 Autobahnbrücken pro Jahr in Ordnung gebracht, in Zukunft müssten das rund 400 pro Jahr werden. Hierfür seien zusätzliche finanzielle, personelle und materielle Kapazitäten unverzichtbar.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a-66-salzbachtalbruecke-nach-der-sprengung-ist-vor-dem-neubau
    Ein Video von der Sprengung ist auf Youtube abrufbar unter
    https://youtu.be/4Y7AMfT9ot4

    07.10.2021 - 

    Schiersteiner Brücke wird erst Anfang 2023 komplett fertig

    Mehrere hessische Medien berichten, dass der Verkehr auf der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden voraussichtlich erst Anfang des Jahres 2023 freigegeben werden kann. Grund sei, so die Autobahn GmbH, eine längere Schlechtwetterperiode mit viel Regen. Hinzu sei gekommen, dass ein Teil der betroffenen A 643 wegen der seit Monaten gesperrten Salzbachtalbrücke als Umleitungsstrecke für den Verkehr diene.

    Quelle: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/schiersteiner-bruecke-wird-erst-anfang-2023-komplett-fertig,freigabe-schiersteiner-bruecke-100.html

    27.09.2021 - 

    Zustand und Auswirkungen der Salzbachtalbrücke auf der Autobahn 66

    Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat sich in einer Kleinen Anfrage nach dem Zustand der Salzbachtalbrücke erkundigt. In ihrer Antwort informiert die Bundesregierung, dass die Bauleistungen zur Notstabilisierung abgeschlossen seien. Als nächstes würde die Sprengung vorbereitet und mit dem Bau der Sicherungsleistungen u. a. am Klärwerk, der Bahnanlage so
    wie dem Salzbach begonnen. Die Untersuchung der Einsturzgründe sei noch nicht abgeschlossen. Nach einer Zwischenstellungnahme der Gutachter sei eine Verkettung mehrerer Einflussfaktoren schadensursächlich, z. B. Brückenlager mit nicht hinreichendem Verformungsvermögen, Setzungsunterschiede in den einzelnen Stützenachsen im Laufe der Nutzungsdauer verbunden mit Zwängungsspannungen im Bauwerk mit der Folge einer Entlastung einzelner Stützen sowie eine außer-gewöhnliche Temperaturverformung.

    Das südliche Teilbauwerk, so die Bundesregierung solle Mitte 2023 für den Verkehr freigegeben werden, das nördliche Teilbauwerk 2026. Eine Erweiterung der vertraglichen Arbeitszeit (z. B. 2-Schicht-Arbeitszeitmodell) werde geprüft, um die Arbeiten zu beschleunigen.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/325/1932599.pdf

    23.09.2021 - 

    Defektes Rollenlager verursachte Schäden an Salzbachtalbrücke

    Monate nach der Sperrung der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden haben Gutachter jetzt eine Hauptursache für den drohenden Einsturz identifiziert. Darüber berichten mehrere Medien.
    Eine der Hauptursachen für den drohenden Einsturz der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden sei ein defektes Rollenlager gewesen. Zu diesem Ergebnis seien vier unabhängige Gutachten gekommen, die unter anderem von der Autobahngesellschaft des Bundes in Auftrag gegeben worden waren. Die Vermutung liege nahe, dass eine der verbauten Rollen versagte, weil immer wieder Korrekturen an der Statik des 1963 errichteten Bauwerks vorgenommen worden seien. In der Folge sei ein Pfeiler abgesackt, wodurch sich die Fahrbahn verschob.

    "Zusammen mit der besonders hohen Beanspruchung der Brücke durch die hohen und konstanten Temperaturen Anfang bis Mitte Juni kam es mutmaßlich zu einer Aneinanderreihung negativer Wirkungen auf das Südbauwerk", sagte ein Sprecher der Autobahngesellschaft.

    Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/gutachten-defektes-rollenlager-verursachte-schaeden-an-salzbachtalbruecke,salzbachtalbruecke-rollenlager-100.html

    15.09.2021 - 

    A66 Salzbachtalbrücke – Brückenuntersichtgerät erfolgreich geborgen worden

    Nach einer Mitteilung der Autobahngesellschaft sei es gelungen, das rund 700.000 € teure und rund 32 Tonnen schwere Brückenuntersichtgerät auf der Salzbachbrücke zu bergen. Das Gerät stand seit der Sperrung auf der Brücke und es war befürchtet worden, es müsse bei der geplanten Sprengung der Brücke aufgegeben werden.

    Mit einem 330 Tonnen Kran und einem bis zu 80 Meter ausfahrbaren Teleskopausleger sei es gelungen, das Brückenuntersichtgerät anzuheben und kontrolliert auf der B 263 neben dem Kran abzusetzen.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a66-salzbachtalbruecke-brueckenuntersichtgeraet-erfolgreich-geborgen-worden

    13.09.2021 - 

    A66 Salzbachtalbrücke – Sicherungsarbeiten an der Infrastruktur unter der Brücke

    Nach einer Information der Autobahngesellschaft ist die Notstabilisierung der Salzbachtalbrücke ist seit Kurzem abgeschlossen. Die Sicherung der unter der Brücke befindlichen Infrastruktur habe begonnen. In den nächsten ca. acht Wochen würden die Bundesstraße, Bahngleise, Klärwerk und der Salzbach gesichert. Zeitgleich laufe die sogenannte Beweissicherung der Anlagen und Gebäude im Umfeld.

    Quelle (mit Video): https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/aktuelles/a66-salzbachtalbruecke-sicherungsarbeiten-an-der-infrastruktur-unter-der-bruecke

    25.07.2021 - 

    Achtung, Kontrolle – Brückenprüfung

    Für rund 5.000 Brücken ist das Land Hessen zuständig, davon seien rund 60 Prozent in gutem bis sehr gutem Zustand, 29 Prozent müssten saniert werden und 11 Prozent seien in schlechtem Zustand. Über die Arbeit der Brückenprüfer berichtet die Hessenschau des Hessischen Rundfunks in einem ausführlichen Beitrag.

    Quelle (ab Minute 1:30) https://www.hessenschau.de/tv-sendung/achtung-kontrolle---brueckenpruefung--hessenschau-vom-25072021,video-156252.html

    16.07.2021 - 

    Salzbachtalbrücke: Der Kollaps von Autobahnbrücken hat einen Grund

    Die Frankfurter Rundschau veröffentlicht einen ausführlichen Gastbeitrag, verfasst von zwei Unterstützern der Organisation „Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB)“, die sich für den Erhalt öffentlicher Güter der Daseinsvorsorge einsetzt. Das Bild von der vernachlässigten Infrastruktur, nicht zuletzt verstärkt durch die „schwarze Null“, sei nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit. Für die Autoren sind einsturzgefährdete Schulen oder Autobahnbrücken und gesperrte Bahntrassen also weder natürlich noch normal und schon gar kein Zufall, sondern Folgeschäden einer verfehlten Finanzierungs- und Privatisierungspolitik, für die es prinzipiell Alternativen gebe.

    Quelle: https://www.fr.de/meinung/gastbeitraege/der-kollaps-von-autobahnbruecken-90863720.html

    10.07.2021 - 

    Sinfonie für einen Sackbahnhof

    Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung beschreibt der Autor die Situation am Wiesbadener Hauptbahnhof, der nach der Sperrung der Salztalbrücke vom Bahnverkehr völlig abgeschlossen ist. Um den aktuellen Zustand der Brücke begreiflicher zu machen, berichtet der Autor über ein Spezialfahrzeug im Wert von rund einer halben Million Euro, das mit Hilfe seiner hochfeinen Technik die Struktur der Brücke prüfen sollte. Nach Schichtende sei der LKW auf der Brücke geparkt worden, um am nächsten Tage die Prüfungen fortzusetzen. Da das ganze Bauwerk aber nach den ersten Ergebnissen so „bröselig“ sei, dass der Lastwagen nicht mehr bewegt werden dürfe, bleibe er jetzt auf der Brücke stehen und werde zusammen mit der Brücke gesprengt werden.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.sueddeutsche.de/kultur/brd-infrastruktur-bahn-wiesbaden-bahnhof-1.5347272?reduced=true

    09.07.2021 - 

    Report Mainz: Bundesweit werden tausende Brücken überprüft

    Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins "Report Mainz" überprüfe die Autobahn GmbH derzeit bei tausenden Brücken bundesweit den Zustand der sogenannten Rollenlager. Das gehe aus einem Wortprotokoll des Verkehrsausschusses des Hessischen Landtags vom 2. Juli hervor, das "Report Mainz" vorliegt. Auslöser für die Untersuchung sei der Bruch eines Rollenlagers an einem Pfeiler der Salzbachtalbrücke. Mit den deutschlandweiten Untersuchungen wolle man ausschließen, dass der Lagertyp Teil des Problems sei, so Alexander Pilz von der Autobahn GmbH. Die Prüfungen sollten bis Ende August abgeschlossen sein.

    Ministerialdirigent Martin Weber vom Landesverkehrsministerium Hessen sehe ein generelles Problem bei älteren Spannbetonbrücken, Brücken der Sechzigerjahre könnten ohne Vorankündigung zu einem Spontanversagen neigen. "Man müsse sich das vorstellen, als würde man aus einem Kartenhaus eine Karte herausziehen.“ Moderne Brücken verfügten dagegen über eine hohe Zähigkeit und würden nicht gleich zusammenbrechen, wenn eine Stütze wegknicke. Der Beitrag ist zu finden unter https://www.swr.de/report/gesperrte-bruecken-welche-verantwortung-traegt-die-politik/-/id=233454/did=25423726/nid=233454/1dup34f/index.html

    Quelle: https://www.swr.de/report/nach-absacken-der-salzbachtalbruecke/-/id=233454/did=25430526/nid=233454/1tzpydm/index.html

    09.07.2021 - 

    Warum die Salzbachtalbrücke in Wiesbaden gesperrt wurde: Verantwortliche nennen Details

    In einem ausführlichen schriftlichen Interview mit der Frankfurter Rundschau äußert sich die Autobahngesellschaft West zur Situation an der Salzbachtalbrücke. Der Schaden an der Salzbachtalbrücke sei nicht nur von einem aufmerksamen Passanten bemerkt worden, sondern drei nahezu zeitgleiche Meldungen hätten zur Sperrung der Brücke und der darunterliegenden B263 geführt. Die Sensortechnik am Nordteil der Brücke habe den überwachenden Gutachter informiert und dann sei die Meldekette ausgelöst worden. Gleichzeitig habe die örtliche Fachbauüberwachung den Vorfall an die Autobahn-Gesellschaft gemeldet.

    Zurzeit werde an einem Sprengkonzept gearbeitet. Gleichzeitig laufe die Notstabilisierung des Bauwerks, damit es nicht schon vor der Sprengung zusammenbreche. Damit die technischen Anlagen der Deutschen Bahn unter der Brücke bei der Sprengung nicht zerstört werden, würden die Oberleitungen zurückgebaut. Gegebenenfalls solle ein dickes Sandbett auf Schienen und Straße dafür sorgen, dass kein Schaden entsteht. Wenige Tage später solle die Bahn wieder fahren.

    Quelle: https://www.fr.de/rhein-main/wiesbaden/warum-wurde-die-salzbachtalbruecke-gesperrt-90850430.html

    23.06.2021 - 

    Al-Wazir: "Größter anzunehmender Unfall"

    Insbesondere in den hessischen Medien wird intensiv über die Sperrung der Wiesbadener Salzbachtalbrücke auf der A66 mit den Konsequenzen für den Verkehr berichtet. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wird mit den Worten zitiert: "Das ist wirklich eine Katastrophe. Jetzt ist das passiert, was nie passieren sollte." Die Sperrung der Salzbachtalbrücke sei der "größte anzunehmende Unfall für die Mobilität in und um Wiesbaden". Der Überbau der Brücke zwischen Wiesbaden und Frankfurt hatte sich um 30 Zentimeter abgesenkt und Betonbrocken waren auf die unter der Brücke hindurchführende Bundesstraße gefallen.

    Die Autobahn GmbH Niederlassung West erklärte am 27.06.2021, dass die beschädigte und gesperrte Salzbachtalbrücke gesprengt werden solle. Ziel sei, binnen zwei Monaten zunächst die südliche Brücke zu sprengen, im Herbst könne dann der Bau der neuen Brücke beginnen. Auch die nördliche Brücke werde dann neu gebaut.

    Die Havarie der Wiesbadener Salzbachtalbrücke könnte durch die hohen Temperaturen in den Tagen zuvor ausgelöst worden sein, so Knut Bock von dem auf Brückenbau spezialisierten Ingenieurbüro Kinkel + Partner in Dreieich (Offenbach). Bei Hitze dehnten sich Brücken aus, dadurch könne es auch passieren, dass sie - wie im Fall der Salzbachtalbrücke auf der A66 - von ihrem Lager herunterfielen und auf dem Pfeiler zum Liegen kämen. Eine Sprengung könne schnell Abhilfe schaffen, bedürfe aber intensiver Planung.

    Hessens Verkehrsminister betonte, dass die Salzbachtalbrücke bereits so marode gewesen sei, dass sie habe verstärkt werden müssen. Ähnlich sei man bei der Bergshäuserbrücke an der A44 bei Fuldabrück (Kassel) sowie an der Thalaubachbrücke der A7 bei Eichenzell (Fulda) vorgegangen. Beide Bauwerke gelten wie die Salzbachtalbrücke als die großen Sorgenkinder im Autobahnnetz in Hessen und sollen in den kommenden Jahren ebenfalls erneuert werden.

    Der marode Zustand von Salzbachtalbrücke & Co. sei nach Einschätzung von Al-Wazir ein Beispiel dafür, was deutsche Verkehrspolitiker über Jahrzehnte versäumt hätten. Sie hätten sich auf den Neubau von Straßen konzentriert, statt Sanierungen, Erhalt und Ersatzbauten vorrangig zu behandeln. "Der Sanierungsstau ist wohl eines der größten Probleme in Deutschlands Infrastruktur", so der Minister: "Wir in Hessen setzen seit 2014 auf Sanierung vor Neubau. Trotzdem rechnen wir damit, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis wir den Sanierungsstau an Straßen und Brücken aufgeholt haben."

    Nach Angaben des ADAC Hessen-Thüringen gebe es landesweit 4.000 Brücken, von denen rund zehn Prozent erneuerungsbedürftig seien. Es habe lange einen Sanierungsstau gegeben, weil kein Geld in die Instandsetzung geflossen sei.

    Quelle (u.a.): https://www.hessenschau.de/politik/al-wazir-zur-sperrung-der-salzbachtalbruecke-groesster-anzunehmender-unfall,wiesbaden-salzbachtalbruecke-a66-sperrung-100.html

    10.04.2021 - 

    Jede zehnte Brücke in Hessen "dringend sanierungsbedürftig"

    Die Brücken an Hessens Landes- und Bundesstraßen seien nach Einschätzung der Landesregierung in einem guten Zustand, auch wenn zehn Prozent als «dringend sanierungsbedürftig» eingestuft würden. Insgesamt befinde sich der weit überwiegende Teil der Bauwerke in einem guten und befriedigenden Zustand. Das geht aus der Antwort der hessischen Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag hervor.

    Die Einstufung einer Brücke als «dringend sanierungsbedürftig» bedeute nicht automatisch eine Nutzungseinschränkung, sondern sei ein Indikator für erforderliche Instandsetzungen. Die Stand- und Verkehrssicherheit sei bei allen freigegebenen Brücken gewährleistet.

    Quelle: https://www.zeit.de/news/2021-04/10/jede-zehnte-bruecke-in-hessen-dringend-sanierungsbeduerftig
    Antwort der Landesregierung: http://starweb.hessen.de/cache/DRS/20/3/04923.pdf

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  • Mecklenburg-Vorpommern

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    08.09.2022 - 

    Prüfer bei Straßenkontrolle Sind Brücken in MV marode?

    Die Schweriner Volkszeitung berichtet ausführlich über die Arbeit eines Brückenprüfers. Neben einer ausführlichen Beschreibung seiner Tätigkeit gibt es weitere Informationen zum Zustand der Brücken in Mecklenburg-Vorpommern.
    In Mecklenburg-Vorpommern gebe es 360 Brücken an Bundes- und 281 an Landesstraßen, dazu 116 Stützbauwerke, 88 Lärmschutzwände, 66 Verkehrszeichenbrücken und 10 Tröge. Die Brücken würden für mindestens 100 Jahre Betriebssicherheit geplant. Bei mindestens 18 Brücken sei die Bauwerkssicherheit in Gefahr, so das zuständige Verkehrsministerium.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.svz.de/deutschland-welt/mecklenburg-vorpommern/artikel/pruefer-in-mv-zur-hoerprobe-an-der-brueckendecke-43133403

    25.07.2022 - 

    Ministerium: 18 Brücken auf Landesstraßen in MV marode

    Mit der Situation der Brücken in Mecklenburg-Vorpommern befasst sich ein Beitrag des NDR. 18 Brücken, so die Landesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP, würden als marode eingestuft mit der Note 3,0 oder schlechter. In diesen Fällen gebe es einen "zeitnahen Bedarf für eine Instandsetzung".

    Allerdings müsse niemand Angst vor einstürzenden Brücken haben, die Bauwerke würden regelmäßig überprüft. Das Brückenproblem sei kleiner geworden, denn nur noch acht Prozent aller Brücken oder Unterführungen seien in einem kritischen Zustand, vor zwölf Jahren habe der Anteil noch 16 Prozent betragen. Das Land schätzt die Sanierungskosten bis 2035 nach aktuellen Zahlen auf 82 Millionen Euro, allerdings nur bezogen auf Landesstraßen. Die meisten Brücken lägen allerdings auf Kreis- oder Gemeindestraßen. Auch Brücken auf Bundesstraßen oder Autobahnen seien nicht erfasst.
    Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Ministerium-18-Bruecken-auf-Landesstrassen-in-MV-marode,bruecken312.html

    05.12.2019 - 

    Planung und Umsetzung der Erhaltung kommunaler Ingenieurbauwerke

    Der Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern in seinem Jahresbericht zu den Kommunalfinanzen über die Prüfung der Planung und Umsetzung der Erhaltung kommunaler Ingenieurbauwerke in den Haushaltsjahren 2014 bis 2017 beim Landkreis Nordwestmecklenburg berichtet. Das Ergebnis: Nach Auffassung des Rechnungshofes habe der Landkreis den Finanzbedarf zur Erhaltung seiner Ingenieurbauwerke nicht sachgerecht ermittelt. Dadurch sei die Bauwerkserhaltung nicht ausreichend finanziert gewesen.

    Der Landkreis habe im Prüfungszeitraum seine Ingenieurbauwerke nicht dem Stand der Technik entsprechend geprüft und überwacht. So seien zwischen 2014 und 2017 beispielsweise 24 von 35 der erforderlichen Bauwerksprüfungen ausgefallen. Über ein funktionierendes Bauwerksmanagement-System verfüge der Landkreis außerdem nicht. Ein strategisches Konzept zur Bauwerkserhaltung fehle ebenso wie eine Priorisierung der erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen. Im Ergebnis habe der Landkreis die Erhaltung seiner Brücken, Lärmschutzwände und Stützwände vernachlässigt. Bei diesen Ingenieurbauwerken bestünde nunmehr ein erheblicher Erhaltungsstau.

    Quelle: Pressemeldung des Landesrechnungshofs Mecklenburg-Vorpommern
    https://www.lrh-mv.de/static/LRH/Dateien/Pressemitteilungen/PM_KFB_2019.pdf

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  • Niedersachsen

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    21.10.2022 - 

    Anfrage zeigt: Hunderte Brücken in Niedersachsen akut baufällig

    Das Bundesverkehrsministerium hat in seiner Antwort auf eine Anfrage der Lüneburger Bundestagsabgeordneten Dr. Julia Verlinden mitgeteilt, dass in Niedersachsen 433 Brücken bzw. Teilbauwerke an Bundesfernstraßen baufällig seien. 226 Teilbauwerke an Autobahnbrücken müssten bis 2035 ersetzt und 207 Teilbauwerke an Bundesstraßen aufgrund ihres schlechten Zustandes näher untersucht und ggf. bis 2030 saniert werden. Dabei seien fast drei Viertel der baufälligen Brückenbauwerke an Bundesautobahnen und knapp 50 Prozent der Bauwerke an Bundesstraßen in so schlechtem Zustand, dass sie bei der letzten Prüfung den schlechtmöglichsten Traglastindex bescheinigt bekommen hätten.

    Quelle: https://julia-verlinden.de/anfrage-zeigt-hunderte-bruecken-in-niedersachsen-akut-baufaellig/

    04.10.2021 - 

    Sanierungsstau: In Niedersachsen sind 178 Brücken marode

    Nach einem Bericht des NDR seien 178 von rund 5.600 Straßenbrücken in Niedersachsen marode, 46 mehr als vor zehn Jahren. Der NDR beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Der Bund komme mit der Sanierung der vorhandenen Brücken in Niedersachsen kaum hinterher, so der Grünen-Bundestagsabgeordnete-Christian Kindler. Zwischen 2009 und 2020 habe sich der Zustand der Brücken dramatisch verschlechtert. Das "jahrelange Kaputtsparen der Infrastrukturen" müsse ein Ende haben. Niedersachsen brauche ein Brücken-Sanierungsprogramm und keine neuen Autobahnen.

    Aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums gehe, so die Neue Osnabrücker Zeitung, hervor, dass 2009 noch 432 Brücken die beste Zustandsbewertung erhalten hätten, 2020 nur noch 305. Im gleichen Zeitraum rutschten 225 Bauwerke aus der zweitbesten Zustandsbewertung in eine schlechtere Kategorie ab. Die Anzahl der Brücken in der schlechtesten Zustandsbewertung sei im gleichen Zeitraum nahezu konstant geblieben.

    Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Sanierungsstau-In-Niedersachsen-sind-178-Bruecken-marode,bruecken310.html

    30.08.2021 - 

    Friesenbrücke

    Um den Ersatzbau der 2015 beschädigten Friesenbrücke an der Ems geht es der Bundestagsfraktion DIE LINKE in einer Kleinen Anfrage. Besonders interessieren die Fraktion die Kostensteigerungen. In ihrer Antwort betont die Bundesregierung vorab, dass an der Ems die größte Hub- und Drehbrücke Europas entstehen werde. Zukünftig würden Schiffe die Brücke wesentlich schneller passieren können. Dank modernster Ingenieurskunst entstehe eine deutlich sicherere und funktionalere Brücke. Eine Inbetriebnahme der Brücke Ende 2024 sei möglich.
    Zu den Kostensteigerungen erklärt die Bundesregierung, dass die Steigerungen nicht auf mangelhafte Kalkulationen zurückzuführen seien, sondern durch eine Präzisierung der Anforderungen insbesondere bei den Komponenten Stellwerkstechnik, Anforderungen Dritter, Bedienung der Brücke und erhöhte Anforderungen aus zusätzlichen Gutachten und fortschreitender Planungstiefe. Ergänzend verweist die Bundesregierung darauf, dass die Kosten für Brücken in den letzten Jahren, insbesondere aufgrund einer angespannten Marktsituation, kontinuierlich gestiegen seien.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/322/1932231.pdf

    29.03.2021 - 

    Zustand der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen

    Von den 2.064 Eisenbahnbrücken in Niedersachsen sind 883 älter als hundert Jahre und 499 älter als 120 Jahre. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Danach seien 40 Brücken (rund 1,9 Prozent) in den kommenden Jahren sanierungsbedürftig. Zwischen 2021 bis 2024 werde nach aktuellem Stand die Erneuerung von 28 Eisenbahnbrücken in Niedersachsen eingeplant.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/280/1928085.pdf

    11.03.2021 - 

    Bahn bietet Schrott der Friesenbrücke per Inserat an

    Der Norddeutsche Rundfunk NDR berichtet, dass die Bahn den Stahlschrott der von einem Frachter zerstörten Friesenbrücke bei Weener über ein Online-Inserat verkaufen wolle. Demnach seien bereits 920 Tonnen Stahlschrott der ehemaligen Ems-Brücke als Recyclingmaterial im Angebot. Der Transport des Materials soll demnach per Schiff über die Ems erfolgen. Alternativ könne der Schrott an Land bei Papenburg zerlegt und weitertransportiert werden, heißt es.

    Bis 2024 solle die Klappbrücke durch eine moderne Drehbrücke ersetzt werden. Entgegen einem Bericht des Bundesrechnungshofes betonte die Bahn, dass die Arbeiten für den Brücken-Neubau im Zeitplan lägen. Es laufe ein Planfeststellungsverfahren.

    Quelle: www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Bahn-bietet-Schrott-der-Friesenbruecke-per-Inserat-an,friesenbruecke344.html

    27.10.2020 - 

    Steuerverschwendung in Niedersachsen: Die Brücke, die keiner braucht

    Antenne Niedersachsen und zahlreiche andere Medien greifen aus dem Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler die Sanierung einer Brücke in Gifhorn heraus. Mitten im Wald sei für 200.000 Euro eine Brücke restauriert, worden die niemand benutze. Zum einen kämen dort kaum Menschen vorbei und zu anderen verlaufe direkt neben der restaurierten Brücke ein gut passierbarer Weg. Damit erfüllt die Brücke nicht einmal mehr eine verkehrstechnische Funktion.

    Quelle: https://www.antenne.com/niedersachsen/_niedersachsen/Die-Br%C3%BCcke-die-keiner-braucht-id462973.html

    24.04.2020 - 

    Zustand der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen

    Nach Auskunft der DB Netz AG gibt es in Niedersachen 2.064 Eisenbahnbrücken, wovon 40 Eisenbahnbrücken (rund 1,9 %) in den kommenden Jahren sanierungsbedürftig sind (=Zustandskategorie 4). Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag. Das Durchschnittsalter der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen beträgt demnach 82,3 Jahre, mehr als 1.000 Brücken sind älter als 90 Jahre.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/188/1918843.pdf

    06.03.2020 - 

    Zustand der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen

    In einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN (noch nicht beantwortet) geht es unter anderem um die Anzahl der dringend sanierungsbedürftigen Brücken und um das Durchschnittsalter der Eisenbahnbrücken in Niedersachsen.

    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/176/1917639.pdf

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  • Nordrhein-Westfalen

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    30.10.2022 - 

    Wie aus dem Bilderbuch: A45-Talbrücke Landeskroner Weiher erfolgreich gesprengt

    Erfolgreich gesprengt werden konnte das erste Teilbauwerk der Talbrücke Landeskroner Weiher an der A45 bei Wilnsdorf. Die gelungene Sprengung, so die Autobahn Westfalen, sei ein wichtiger Schritt für den Neubau der Talbrücke Landeskroner Weiher. Mit oberster Priorität treibe man Erhaltung, Sanierung und Erneuerung der Autobahnbrücken im gesamten Netz voran. Nach der erfolgreichen Sprengung der Talbrücke Landeskroner Weiher richte die Autobahn Westfalen jetzt den Blick auf die weiteren Großprojekte an der A45.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/wie-aus-dem-bilderbuch-a45-talbruecke-landeskroner-weiher-erfolgreich-gesprengt

    25.10.2022 - 

    "Dehnbares Verhältnis zur Wahrheit" - Hendrik Wüsts Debakel

    In einem umfangreichen Beitrag befasst sich das Nachrichtenportal t-online mit der Frage, wer für das „Debakel“ um die Talberücke Rahmede verantwortlich sei. Der Beitrag konzentriert sich insbesondere auf die Rolle des damaligen Verkehrsministers und heutigen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst.

    Der desolate Zustand der Brücke sei gleich mehreren Landesregierungen bekannt gewesen. 2015 wäre der Neubau der Brücke bereits beschlossen worden und sollte zu einem Zeitpunkt beginnen, da die alte noch nutzbar gewesen wäre. Doch das Projekt sei verschoben wurden, offenbar in der Amtszeit von Hendrik Wüst. Nach Insider-Angaben habe nicht genug Personal für parallele Planfeststellungsverfahren entlang der Sauerlandlinie zur Verfügung gestanden.

    Quelle: https://www.t-online.de/region/dortmund/id_100057286/rahmedetalbruecke-hendrik-wuests-a45-brueckendesaster.html

    24.10.2022 - 

    A45: Vergabeverfahren für den Neubau der Talbrücke Rahmede gestartet

    Nach einer Mitteilung der Autobahn Westfalen ist das EU-weite Vergabeverfahren für den Ersatzneubau der Talbrücke Rahmede gestartet. In dem zweistufigen Verfahren, das mit einem Teilnahmewettbewerb beginne, solle der Auftragnehmer gefunden werden, der den Neubau der Brücke am besten und schnellsten realisieren könne. Ausschließlich Unternehmen mit ausreichend Bau- und Planungserfahrung könnten Angebote abgeben, auch Arbeitsgemeinschaften. Nach Prüfung der eingegangenen Referenzen werde die Autobahn Westfalen drei Teilnehmer zu einer Angebotsabgabe für den Ersatzneubau auffordern

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a45-vergabeverfahren-fuer-den-neubau-der-talbruecke-rahmede-gestartet

    04.10.2022 - 

    A45: Sprengabbruch der Talbrücke Rahmede vergeben – Arbeiten schreiten mit Hochdruck voran

    Der Auftrag zum Sprengabbruch der Talbrücke Rahmede ist nach einer Mitteilung der Autobahn GmbH vergeben. Das sei, so Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Ersatzneubau. Jetzt könne die Detailplanung für den Sprengabbruch beginnen. Parallel werde weiter mit Hochdruck an Planung und Bau der neuen Brücke gearbeitet. Ziel ist, die Brücke so schnell wie möglich zu Boden zu bringen, so die Leiterin der Autobahn-Niederlassung Westfalen.

    Quelle: www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a45-sprengabbruch-der-talbruecke-rahmede-vergeben-arbeiten-schreiten-mit-hochdruck-voran

    23.09.2022 - 

    A45-Sperrung: Längere Fristen - Sprengung im Dezember wäre „Weihnachtswunder“

    Nach Berichten der Lüdenscheider Zeitung wird sich die für Dezember 2022 geplante Sprengung der Talbrücke Rahmede auf der A45 verzögern. Die Autobahn GmbH habe die europaweite Ausschreibung nachträglich korrigieren müssen. Heruntergesetzt worden seien die Anforderungen für potenzielle Auftragnehmer. Das beziehe sich offensichtlich auf die Erfahrungen im Sprengen derartiger Brücken. Dadurch würden sich die Ausschreibungsfristen und damit auch die Auftragsvergabe verlängern.

    Der Landrat des Kreises bezeichnete die Verzögerung als einen weiteren Tiefschlag für die Bürgerinnen und Bürger, die zurecht auf ein positives Signal warteten. Für den Präsidenten der zuständigen IHK stehe die regionale Wirtschaft nicht nur vor dem Scherbenhaufen einer verfehlten Infrastrukturpolitik, sondern sie fühle sich auch nicht mehr ernstgenommen.

    Quelle (u.a.): https://www.come-on.de/luedenscheid/a45-sperrung-fristen-verlaengert-sprengung-im-dezember-waere-weihnachtswunder-91806960.html
    https://www.come-on.de/luedenscheid/wut-ueber-a45-drama-verschiebung-des-sprengtermins-voellig-inakzeptabel-91815998.html

    17.09.2022 - 

    Rheinbrücken werden zum Denkmal

    Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland hat die Eintragung der Oberkasseler und der Rheinkniebrücke in die Denkmalliste beantragt, will damit die Bedeutung der gesamten „Düsseldorfer Brückenfamilie“ würdigen. Darüber berichten zahlreiche Medien in Nordrhein-Westfalen. Die Theodor-Heuss-Brücke überspannt seit den 1950er Jahren den Rhein, Ende der 1960er folgte die Rheinkniebrücke, Ende der 1970er der Neubau der Oberkasseler Brücke.

    Nach Auffassung des LVR seien die Schrägseilbrücken weltweit als Mustersammlung moderner Brücken der Nachkriegszeit vorbildgebend. Für ihren Bau sei das ‚who is who‘ der weltbesten Architekten nach Düsseldorf geholt worden. Zusätzlich prägten sie das Stadtbild und hätten damit den Charakter eines Wahrzeichens.

    Quelle (u.a.): https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-aktuell/darf-dann-noch-gebaut-werden-rheinbruecken-werden-zum-denkmal-81345214.bild.html

    06.09.2022 - 

    Brücken über Autobahnen am Rande der Tragfähigkeit

    Einige NRW-Medien berichten – auf ihr jeweiliges Verbreitungsgebiet bezogen – über eine Mitteilung der Autobahn GmbH Westfalen, wonach es bei kleineren Brücken in NRW sowie in Teilen Niedersachsens und Hessens, die über Autobahnen führten, Bedenken wegen der Traglast gebe. Diese Brücken müssten für den Lkw- und landwirtschaftlichen Verkehr teils einspurig oder gar ganz gesperrt werden, weil sie für schwere Fahrzeuge keine ausreichende Traglast hätten.

    Quelle (gegen Bezahlung) u.a.: https://www.wn.de/muensterland/bruecke-autobahn-traglast-sperrung-landwirt-umweg-2632512?pid=true

    02.09.2022 - 

    A45: Informationen für die Bauindustrie zur Talbrücke Rahmede

    Die Autobahngesellschaft hat in einem digitalen Informationsgespräch Vertreter der Bauindustrie-Verbände über das Neubauprojekt Talbrücke Rahmede und die geplanten Vergabebedingungen informiert. So sollten die möglichen Auftragnehmer früh wichtige Eckdaten erhalten, um das Verfahren insgesamt zu beschleunigen.
    Zusätzlich wurde das geplante Vergabeverfahren vorgestellt, bei dem in einem zweistufigen, europaweiten Ausschreibungsverfahren ein Teilnahmewettbewerb vor dem eigentlichen Vergabeverfahren vorgesehen sei. Um den Bauablauf maximal zu beschleunigen, solle den zukünftigen Auftragnehmern in vielen Bereichen freie Hand gelassen werde.
    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a45-informationen-fuer-die-bauindustrie-zur-talbruecke-rahmede

    31.08.2022 - 

    A 45 priorisiert

    Nach einem Bericht mehrerer NRW-Zeitungen gehört die A45 zu den am höchsten priorisierten Fernstraßen in Deutschland, wenn es darum gehe, wo Brückenbauwerke besonders schnell und dringend erneuert werden sollen. Dazu zähle auch die A 81 in Baden-Württemberg. Beide Strecken seien 2022 neu in das sogenannte Brückenmodernisierungsnetz aufgenommen worden. Nach Angaben der Autobahn GmbH sei dieser Schritt sinnvoll, weil beide Autobahnen zu großen Teilen aus Brückenbauwerken bestünden und kaum Umfahrungsmöglichkeiten für unplanmäßige Ausfälle böten.

    Quelle (nur gegen Registrierung u.a.): https://www.wr.de/region/sauer-und-siegerland/a45/wegen-der-rahmedetalbruecke-gesamte-a-45-erhaelt-neuen-status-id236295227.html

    23.08.2022 - 

    Müngstener Brücke feiert 125jähriges Jubiläum

    107 Meter hoch, 465 Meter lang und 125 Jahre alt. Über das Jubiläum von Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke berichten zahlreiche Zeitungen. Der erstaunlich filigrane Stahlkoloss, so der Berliner Tagesspiegel, überspanne keine bayerische Alpenschlucht, sondern die Wupper in Nordrhein-Westfalen, zwischen den Großstädten Solingen und Remscheid. Seit dem Abschluss der Sanierung führt ein „Brückensteig“ Neugierige 777 Stufen auf eine Plattform in 100 Meter Höhe – allerdings nur gesichert und in Gruppen.

    Quelle u.a. (nach Registrierung): https://www.ksta.de/region/leverkusen/leichlingen/125-jahre-muengstener-bruecke-ein-meisterwerk-im-bergischen-mit-934-456-nieten-39897232?cb=1662038850869&

    12.08.2022 - 

    453 Meter Ärger

    Unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtet ausführlich über den Besuch von Bundesverkehrsminister Wissing an der gesperrten Talbrücke Rahmede der A 45. Der Minister habe die Brücke bereits vor Monaten zum Testfall für Planungsbeschleunigung und Bürokratieabbau erklärt. Spätestens Am 18. Dezember 2022 werde die Brücke gesprengt. Dies sei, so der Bürgerbeauftragte zum Brückenneubau auch psychologisch ein extrem wichtiger Moment. Dennoch, so die Autobahn GmbH werde die neue Brücke wohl nicht vor 2025 eröffnet. Aber auch das sei dann nationaler Rekord.
    Quelle (gegen Bezahlung): https://www.sueddeutsche.de/politik/a45-talbruecke-luedenscheid-wissing-1.5638147?reduced=true
    Auch: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/wissing-besuch-talbruecke-rahmede.html

    11.08.2022 - 

    Rahmedetalbrücke: Streit zwischen Wissing und Krischer

    In der Diskussion um den Neubau der gesperrten A45-Autobahnbrücke Rahmede gebe es offensichtlich Streit zwischen Bundesverkehrsminister Wissing und seinem NRW-Ressortkollegen Oliver Krischer. Das NRW-Ministerium hatte vor einem Ortstermin an der Rahmede-Brücke einen Forderungskatalog mit Kritik an angeblichen Verzögerungen vorgelegt. Darin fordere es einen verbindlichen Zeitplan für den Neubau der Brücke sowie ein Beschleunigungskonzept und schnellere Entscheidungen. Es sei nicht erkennbar, dass das Vorhaben "Rahmede-Talbrücke" als ein "Sonderfall" vom Bundesverkehrsministerium mit Nachdruck verfolgt werde.
    Verkehrsminister Wissing habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Es gehöre zum Respekt gegenüber der Bevölkerung vor Ort, mit Wahrhaftigkeit und Fakten zu argumentieren und nicht die Unwahrheit zu sagen.
    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verkehr-luedenscheid-rahmedetalbruecke-streit-zwischen-wissing-und-krischer-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220811-99-351425

    14.07.2022 - 

    Nächstes Brücken-Drama: Lüdenscheid bald abgeschnitten

    Nach der Sperrung der Rahmede-Brücke auf der A45 droht Lüdenscheid nach einem Bericht der Lüdenscheider Nachrichten eine weitere Sperrung: diesmal auf der Volme-Bahntrasse. Nach den ersten Untersuchungen der maroden Eisenbahnbrücke in Brügge habe sich herausgestellt, dass im derzeitigen Zustand kein Zug mehr gefahrlos über die Bahnüberführung fahren könne. Insider sprächen gar von einem „Totalschaden“. Angeblich bleibe die Brücke und damit auch die Volmetalstrecke mindestens mehrere Monate, möglicherweise auch Jahre gesperrt.

    Quelle: www.come-on.de/luedenscheid/naechstes-bruecken-drama-in-luedenscheid-sperrung-an-knotenpunkt-91665844.html

    09.06.2022 - 

    Sprengung der Rahmedetalbrücke ausgeschrieben

    Nach Aussagen von Bundesverkehrsminister Wissing sei oberstes Ziel, die Talbrücke Rahmede schnellstmöglich durch einen Neubau zu ersetzen und die bestehende Lücke im Netz der Bundesautobahnen wieder zügig zu schließen. Die Sprengung der Brücke sei europaweit ausgeschrieben. Damit rücke der Abriss näher. Bis Ende Juli könnten Unternehmen ein Angebot für den sogenannten Sprengabbruch abgeben. Die Vergabe des Auftrags solle im August erfolgen. Im Dezember soll die Brücke dann fallen.

    Quelle: https://www.westfalenspiegel.de/sprengung-der-rahmedetalbruecke-ausgeschrieben/

    02.06.2022 - 

    A2-Brückenplatte macht sich auf den Weg

    Zahlreiche nordrhein-westfälische Medien berichten ausführlich über den Einbau der Brückenplatte auf der A2 zwischen Bergkamen und Kamen. Die neue Brückenplatte umfasse die komplette Richtungsfahrbahn der A2 zur Unterführung der B 233. Der Überbau wiege mit 715 Tonnen in etwa so viel wie vier Jumbo-Jets, so der Bauherr. Daher kämen spezielle Schwertransport-Fahrzeuge zum Einsatz. Am Ziel werde die Brückenplatte angehoben und auf die neu errichteten Widerlager gehoben, die Fundamente der Brücke rechts und links der Straße.
    Der Neubau der Brücke sei für die Autobahn Westfalen in zweifacher Hinsicht ein Pilotprojekt: Durch die Fertigbauweise werde die Kernbauzeit mit Verkehrseinschränkungen von 465 auf 195 Tage verkürzt. Zudem werde sogenannter hochfester Beton verwendet, der der Brücke eine längere Lebensdauer bescheren solle, auch wenn es keine konkreten Zahlen zur Lebensdauer geben könne.

    Quelle: https://www.wa.de/lokales/bergkamen/so-schwer-wie-vier-jumbo-jets-a2-brueckenplatte-wird-zur-muensterstrasse-gefahren-sperrung-zwischen-bergkamen-und-kamen-91583519.html

    01.06.2022 - 

    Die zwei Welten der A45

    Ein Kommentar in der Westfalenpost setzt sich kritisch mit dem Fortschritt beim Neubau der Rahmedetalbrücke auseinander. Im Bundesverkehrsministerium und im Fernstraßenbundesamt glaube man wahrscheinlich, man sei ziemlich schnell unterwegs mit den Verfahren zur Genehmigung und Planung der neuen Brücke. Wenn aber ein Fernstraßenbundesamt als Genehmigungsbehörde darauf verweise, die Autobahn GmbH als Ausführungsbehörde möge doch erst mal bitte alle Formulare ausfüllen, bevor man die Frage des Planungsrechts entscheiden könne, dann sei das eben Schema F. Formal richtig, aber eben nicht Hochdruck.

    Quelle (gegen Bezahlung): https://www.waz.de/meinung/die-zwei-welten-der-autobahn-45-id235508699.html

    01.06.2022 - 

    A45: Keine Auffälligkeiten nach Laserscan an der Talbrücke Brunsbecke

    Im Zusammenhang mit der Sperrung der Rahmedetalbrücke hat die Autobahn Westfalen auch die Schwesterbrücke, nämlich die Talbrücke Brunsbecke mit Hilfe von Laserscans gründlich untersuchen lassen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen hätten keine Auffälligkeiten ergeben. Diese Brücke sei in der Konstruktion robuster ausgeführt als die Schwesterbrücke Rahmede.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a45-keine-auffaelligkeiten-nach-laserscan-an-der-talbruecke-brunsbecke

    19.05.2022 - 

    Finanzamt gibt 'Brücken-Rabatt'

    Eigentümer von Immobilien entlang der Umleitungsstrecken für die gesperrte A45 sollen unter Umständen Anspruch auf eine Reduzierung der Grundsteuer haben. Über einen entsprechenden Fall berichten die Lüdenscheider Nachrichten. Das Finanzamt Lüdenscheid habe der Ermäßigung des sogenannten Einheitswerts zugestimmt - mit Verweis auf 'ungewöhnlich starke Beeinträchtigungen' durch Lärm und Abgase infolge der Brückensperrung.

    Quelle: https://www.come-on.de/luedenscheid/a45-sperrung-luedenscheid-finanzamt-gewaehrt-anlieger-bruecken-rabatt-auf-grundsteuer-rahmedetalbruecke-91556923.html

    23.04.2022 - 

    Rätselhafte Fledermaus-Zählung an Talbrücke Rahmede ist Hinweis auf UVP

    Neue Fledermaus-Zählungen rund um die Talbrücke Rahmede legten nach einem Bericht die Vermutung nahe, dass die Autobahn GmbH des Bundes nun doch eine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ersatzneubau der Talbrücke vorbereite. Die bisherigen Fledermaus-Kartierungen reichten dem Bundesverkehrsministerium und dem Fernstraßenbundesamt als Genehmigungsbehörde offenbar nicht aus. Auf Nachfrage zeigt sich die Autobahn GmbH zugeknöpft.

    Bereits Ende März hätte die Autobahn Westfalen einen ersten Erfolg vermeldet. Auf Basis der Fledermaus-Kartierungen von 2016 bis 2019 habe man „weitere Untersuchungen durchgeführt und Umsiedlungskonzepte entwickelt. Alle Maßnahmen würden mit den „zuständigen Behörden und auch den ehrenamtlichen Naturschutzverbänden abgestimmt“.

    Quelle: https://www.come-on.de/luedenscheid/a45-sperrung-luedenscheid-raetselhafte-fledermaus-zaehlung-an-talbruecke-rahmede-uvp-91495769.html

    21.03.2022 - 

    IW-Studie: A45-Brückensperrung bringt Milliardenschäden

    Die Sperrung der A45-Brücke bei Lüdenscheid bringt der südwestfälischen Region Milliardenschäden durch Staus, Umleitungen und sinkende Immobilienpreise, so eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die zahlreiche Medien berichten. An den Ausweichrouten lebten rund 20.000 Menschen und seien etwa 1600 Unternehmen ansässig, die durch Verkehrslärm und sinkende Standortattraktivität stark belastet würden. Allein für den direkt betroffenen Märkischen Kreis seien Wachstumsverluste von rund auf 600 Millionen Euro zu schätzen. Bei einer üblichen Neubauzeit von zehn Jahren für eine neue Brücke könne von Gesamtschäden von 3,5 Milliarden Euro ausgegangen werden.

    Quelle: https://www.zeit.de/news/2022-03/21/iw-studie-a45-brueckensperrung-bringt-milliardenschaeden

    16.03.2022 - 

    Talbrücke Rahmede: Neubau wird im Windkanal getestet

    Nach mehreren Meldungen will die Autobahn Westfalen die Bauphase für die neue Talbrücke Rahmede in einem Windkanal simulieren und Berechnungen über die Auswirkungen auf das Bauwerk anstellen. Da nach der Sprengung der alten Brücke die neue Brücke nicht mehr in Seitenlage neben der alten gebaut werde, müsse der Einfluss des Windes neu berechnet werden. Der Einfluss des Windes auf ein Bauwerk spiele nicht nur für die Planung eine Rolle, sondern besonders für die Bauphase. Wenn ein Brückenüberbau Stück für Stück über das Tal zum nächsten Pfeiler geschoben werde, sei dieses Bauteil enormen Lasten durch Wind ausgesetzt.

    Quelle: https://www.come-on.de/luedenscheid/talbruecke-rahmede-neubau-wird-im-windkanal-getestet-91414317.html

    10.03.2022 - 

    Der Himmel über Lüdenscheid

    In einem ausführlichen Beitrag (leider nur gegen Bezahlung lesbar) beschreibt ein Report-Team der Süddeutschen Zeitung eindringlich die Situation der Bevölkerung in Lüdenscheid und die konkreten Auswirkungen auf Leben und Arbeiten der Menschen in der betroffenen Region.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/a45-chaos-um-die-rahmede-talbruecke-e897828/?reduced=true

    05.03.2022 - 

    Bekannteste NRW-Baustelle A1-Autobahnbrücke: Tonnenschweres Stahlteil wird montiert

    Über Fortschritte beim Bau der A1-Autobahnbrücke bei Leverkusen berichtet u.a. der Kölner Express. Dort habe die Montage eines tonnenschweren Bauteils begonnen. Das mehr als tausend Tonnen schwere Stahlkonstrukt für den Brückenneubau sei zunächst planmäßig mit Spezialgeräten in Richtung seiner Endposition in Bewegung gesetzt worden. Anschließend werde das Bauteil um mehrere Meter angehoben und danach in seine endgültige Position herabgelassen.

    Quelle: https://www.express.de/nrw/nrw-bau-der-autobahnbruecke-in-leverkusen-hat-begonnen-89617

    Auch: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/rheinbruecke-leverkusen-erfolgreiche-montage-der-ersten-stahlteile

    01.03.2022 - 

    Beschleunigung des Ersatzneubaus der Rahmedetalbrücke auf der Autobahn 45

    Die gesperrte Rahmedetalbrücke auf der Bundesautobahn A 45 soll nach Angaben der Bundesregierung voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022 gesprengt werden. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (20/548) hervor. Die weitere konkrete Zeitplanung und die Bauweise für den Ersatzbau der Talbrücke seien abhängig von der Beurteilung durch die Autobahn GmbH. Sobald die Unterlagen vorlägen, werde das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) entscheiden, „ob und welches Baurechtsverfahren für den Ersatzneubau der Talbrücke Rahmede durchzuführen ist“.

    Ob in diesem konkreten Einzelfall ein Verzicht auf die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) möglich sei, werde derzeit von der Autobahn GmbH des Bundes in Zusammenwirken mit dem FBA geprüft. Eine Realisierung der Rahmedetalbrücke als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) sei nicht geplant, wird mitgeteilt.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/008/2000872.pdf

    16.02.2022 - 

    Verkehrsministerin sagt nach Talbrücken-Desaster auf A45 Hilfe zu

    Nach einem Bericht der Rheinischen Post habe NRW-Verkehrsministerin Brandes der von der Vollsperrung der A45-Talbrücke Rahmede besonders betroffenen Region Hilfen zugesagt. Man setze alles daran, den belasteten Anwohnern und Unternehmen so zügig wie möglich zu helfen. Nach Bund-Land-Gesprächen über Maßnahmen wie etwa Lärmschutzfenster für Anwohner sollten in weiteren Runden pragmatische Lösungen für finanzielle Unterstützung gefunden werden. Der Bund übernehme die Kosten für Straßenschäden, die durch Umleitungen verursacht werden.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/verkehr/sperrung-a45-talbruecke-rahmede-ministerin-sagt-hilfen-zu_aid-66314053

    16.02.2022 - 

    Große Probleme für Speditionen durch A45-Sperrung

    Mit der besonderen Situation der Spediteure nach der Sperrung der A45 Talbrücke beschäftigt sich ein Beitrag des WDR. Die längeren Fahrtzeiten für Lkw rund um die gesperrte Rahmedetalbrücke hätten sich längst herumgesprochen. Die dadurch entstehenden höheren Kosten trügen die Speditionen teilweise selber, teilweise gäben sie sie an die Kunden weiter. Mancher Kunde suche sich dann eine andere Spedition. Das sorge für Frust. Es gebe bei Spediteuren aus Werdohl und Lüdenscheid bereits Überlegungen, den Dienstort zu verlegen. Jahrelange wirtschaftliche Schwierigkeiten können diese Unternehmen nicht verkraften.

    Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/speditionen-leiden-unter-a45-sperrung-luedenscheid-100.html

    11.02.2022 - 

    Brücke nicht zum Präzedenzfall für Aushebelung des Umweltrechts machen

    Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Nordrhein-Westfalen warnt im Zusammenhang mit dem Neubau der Talbrücke Rahmede vor einer generellen Aufweichung der Umweltstandards und fordert die sofortige Entwicklung eines zukunftsfähigen Mobilitätskonzeptes für Südwestfalen, um die verkehrlichen Abhängigkeiten von der A 45 zu senken. Natürlich müsse die unerträgliche Situation für die Betroffenen schnell beseitigt werden, dabei seien die gesetzlich notwendigen Umweltprüfungen kein Hindernis. Der BUND sei bereit, gemeinsam mit allen Beteiligten eine auf den Einzelfall bezogene Lösung zu finden.

    Die rechtlich gebotene Umweltverträglichkeitsprüfung sei auch mit Blick auf die realistischen Planungs- und Bauzeiten kein Hindernis, sondern ein wichtiger Bestandteil einer rechtssicheren Planung. Da ein Großteil der erforderlichen Daten bereits vorliegt, wäre eine solche UVP auch schnell parallel zu den anderen Planungen zu machen.

    Der BUND sehe mit großer Besorgnis, dass offenbar beabsichtigt werde, bei Brückenersatzbauten generell auf ein Planfeststellungsverfahren inklusive gesetzlich vorgeschriebener Umweltverträglichkeitsprüfung zu verzichten. Dies aber sei nicht nur mit nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt verbunden, sondern schmälere auch die Akzeptanz und Rechtssicherheit für solche Vorhaben.

    Quelle: https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/a-45-bund-fordert-konzept-fuer-eine-zukunftsfaehige-mobilitaet/

    10.02.2022 - 

    Wissing: Sprengung der A45-Talbrücke Rahmede noch 2022

    Nach einem Bericht u.a. der Süddeutschen Zeitung hat Bundesverkehrsminister Wissing angekündigt, dass die marode Autobahnbrücke Rahmede 2022 so schnell wie möglich gesprengt werden solle. Er werde alles dafür tun, dass der Neubau der Talbrücke maximal beschleunigt erfolge. Erstmals bei einem solchen Großvorhaben werde ein Bürgerbeauftragter eingesetzt, der Teil des Steuerungsteams ist, die Sicht der betroffenen Region einbringen und für eine reibungslose Kommunikation unter den verschiedenen Ebenen sorgen soll. Die Aufgabe übernehme der Bürgermeister von Lüdenscheid. Er werde in alle Planungs- und Entscheidungsschritte einbezogen und erhalte personelle Unterstützung.

    Versucht werde, ein Planfeststellungsverfahren zu vermeiden, allerdings sei noch nicht klar, ob das funktioniere. Für die Sprengung der Brücke, so Wissing, seien erste Maßnahmen veranlasst. Wissing kündigte an, demnächst zu einem "Brückengipfel" einzuladen. Der Rahmede-Fall werde voraussichtlich Rückschlüsse für das Vorgehen bei weiteren sanierungsbedürftigen Brücken in Deutschland ermöglichen.

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/verkehr-luedenscheid-wissing-sprengung-der-a45-talbruecke-rahmede-noch-2022-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220209-99-50726

    04.02.2022 - 

    Geschichte geschrieben: Talbrücke Rinsdorf erfolgreich gesprengt

    Die NRW-Medien und die Autobahngesellschaft berichten ausführlich über die Sprengung der Talbrücke Rinsdorf. Noch nie sei eine so hohe Brücke in Deutschland gesprengt worden. Die gelungene Sprengung sei ein wichtiger Schritt für den Neubau in Rinsdorf, so die Autobahn Westfalen. Deshalb wurde das erste Teilbauwerk neben dem Bestandbauwerk errichtet und wenn die zweite Brückenhälfte fertiggestellt sei, rückten beide Brückenteile zusammen. Dabei würde die Talbrücke samt Pfeilern und Fundamenten verschoben, eine weitere Premiere.

    Quellen (u.a.): https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/geschichte-geschrieben-talbruecke-rinsdorf-erfolgreich-gesprengt
    https://www.spiegel.de/panorama/a45-bei-rinsdorf-70-meter-hohe-autobahnbruecke-gesprengt-a-486d4451-e0d8-4dea-b8f8-29ea82cbd3c4
    https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/bruecke-rinsdorf-sprengung-110.html

    03.02.2022 - 

    Extreme Belastungen: Eine ganze Region schreit um Hilfe

    Die Nachrichtenagentur dpa berichtet über die Auswirkungen der Sperrung der Brücke Rahmede in der Region. Für Anwohner, Pendler und Unternehmen der bedeutenden Wirtschaftsregion Südwestfalen sei die Lage eine Zumutung, so NRW-Verkehrsministerin Brande. Daher solle nun mit einem Maßnahmen-Mix die Region unterstützt werden. So solle die unweit der A45 verlaufende Bundesstraße 54 ausgebaut werden, um als Umleitungsmöglichkeit auch für Lkw-Verkehr genutzt werden zu können.

    Am Lärmschutz für die Bewohner der Umleitungsstrecken werde gearbeitet. Laut Deutscher Bahn wolle man mittelfristig umgerechnet 400 Lkw-Ladungen täglich von der Straße auf die Schiene zu bringen. NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart habe Unterstützung zugesagt, aber auch den Bund aufgefordert, sich an finanziellen Hilfen für die Wirtschaft zu beteiligen. Fünf Jahre oder mehr, die die Autobahn GmbH bisher als Zeitraum für einen Neubau genannt habe, sei zu lang.

    Quelle: https://www.express.de/nrw/a45-im-sauerland-bruecke-gesperrt-ganze-region-schreit-um-hilfe-86887

    31.01.2022 - 

    A45: Vorarbeiten zum Neubau der Talbrücke Rahmede laufen mit Hochdruck

    Nach einer ausführlichen Mitteilung der Autobahngesellschaft zum Neubau der Talbrücke Rahmede werde in unterschiedlichen Bereichen der Neubau geplant. Dabei gehe es allem darum, die Genehmigung voranzutreiben als auch Abriss und Neubau vorzubereiten. Das Land NRW, so die Verkehrsministerin, habe inzwischen ein 10-Punkte-Programm für mehr Tempo bei der Errichtung von Verkehrsinfrastruktur vorgelegt. Darin enthalten sei auch ein 300-Millionen-Euro-Sonderfonds. Damit gewinnen wir mehr Geschwindigkeit und wir schaffen einen Planungsvorrat, so dass Bauprojekte ohne Zeitverzug angegangen werden könnten.

    Das Thema Sprengung stehe, so die Autobahn GmbH, besonders im Fokus der Autobahn Westfalen, da davon abhänge, ob der Neubau an der gleichen Stelle erfolgen könne oder zunächst daneben „in Seitenlage“ gebaut werden müsse. Nach Terminen mit Spreng-Experten warte man jetzt auf ein Machbarkeitsgutachten. Unabhängig davon würden wichtige Grundlagen für einen Neubau ermittelt. Mit Umweltbehörden und auch den ehrenamtlichen Naturschützern wären konkrete Planungen zum Beispiel für die Schaffung von Ersatzquartieren für Fledermäuse, Wanderfalken oder Haselmäusen entwickelt worden.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a45-vorarbeiten-zum-neubau-der-talbruecke-rahmede-laufen-mit-hochdruck

    23.01.2022 - 

    „Dramatisch“ Brücken-Chaos an der A45 vernichtet Arbeitsplätze

    Mehrere Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen berichten über die dringenden Appelle der Wirtschaft in Südwestfalen, angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Sperrung den Neubau der Talbrücke Rahmede möglichst rasch in Angriff zu nehmen. Nicht nur einzelne Branchen, sondern die gesamte Wirtschaft und alle Beschäftigten in der Region seien unmittelbar oder mittelbar betroffen. Südwestfalen gilt als drittstärkste Wirtschaftsregion in Deutschland. Die Vollsperrung der A45 werde zu Auftragsrückgängen und Umsatzeinbußen führen, die Umleitungen zu längeren Fahr- und Transportzeiten und damit zu deutlich höheren Kosten. Es drohten Produktionsverlagerungen oder Betriebsschließungen. Zudem leide die Attraktivität der Arbeitsplätze durch die eingeschränkte Erreichbarkeit. Zügige Planung und schneller Baufortschritt dürften nicht an Geld oder Personal scheitern, die Bürokratie müsse „auf das Minimum eingedampft“ werden, hieß es.

    Quelle (u.a.): https://www.express.de/nrw/nrw-bruecken-chaos-an-der-a45-vernichtet-arbeitsplaetze-85920

    21.01.2022 - 

    Dauert die A45-Sperrung jetzt tierisch lange?

    Rund um die Talbrücke Rahmede leben nach Angaben des BUND-NRW zahlreiche geschützte Tierarten wie Zweifarbfledermaus, Wanderfalke und Haselmaus. Aus diesem Grund fordert der BUND nach einem Bericht der BILD-Zeitung im anstehenden Planverfahren die Berücksichtigung artenschutzrechtlicher Vorgaben. Gespräche zwischen dem BUND und der Autobahn GmbH fänden bereits statt.

    Quelle: https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/neue-a45-bruecke-verzoegern-falke-hasel-und-fledermaus-die-bauarbeiten-78899482.bild.html

    20.01.2022 - 

    SPD fordert Bestandsaufnahme wichtiger Verkehrsprojekte

    Die SPD-Fraktion im NRW-Landtag hat nach einem Bericht der Aachener Zeitung nach der Sperrung der Autobahn 45 eine Bestandsaufnahme der Verkehrsinfrastruktur gefordert. Erforderlich sei eine ehrliche Bestandsaufnahme für wichtige Infrastruktur-Projekte. Solche „High-Noon-Momente“ wie an der A45-Brücke darf es nicht mehr geben. Verhindert werden müsste, dass in den nächsten Jahren eine Autobahnbrücke nach der anderen gesperrt werden müsse. Dazu sollte künftig das Instrument der sogenannten Legalplanung zum Einsatz kommen. So könnten zentrale Infrastrukturprojekte durch den Bundestag per Gesetz genehmigt werden. Im Fall der A45-Brücke könnte es jetzt von Vorteil sein, dass die Brücke komplett neu gebaut werden müsse. Denn für einen Eins-zu-Eins-Neubau entfielen die Planfeststellungsverfahren.

    Quelle: https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/spd-fordert-bestandsaufnahme-wichtiger-verkehrsprojekte_aid-65498197

    18.01.2022 - 

    Vernachlässigung rächt sich

    Im Zusammenhang mit der Talbrücke Rahmede kritisiert der Kölner Stadt-Anzeiger das Verkehrsministerium des Landes. Ausgerechnet das bevölkerungsreichste Bundesland, welches wie kein anderes auf eine optimale Verkehrsinfrastruktur angewiesen ist, "leiste" sich eine Verkehrsbehörde, die über Jahrzehnte nicht nur den Ausbau der überregionalen Verkehrswege auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt, sondern auch die Optimierung der ländlichen Infrastruktur grob vernachlässigt habe. Insbesondere die aktuelle Situation im Zusammenhang mit den zahlreichen Brückenschäden zeigt darüber hinaus, dass zumindest bis zur Übernahme der Aufgaben durch die neue Bundesbehörde, aufgrund unzureichender Überwachung und fehlender Sanierungsprogramme, die Nachhaltigkeit grob außer Acht gelassen wurde. Man könne lediglich auf das Glück hoffen, dann nicht betroffen zu sein, um nicht vergleichbar gravierende Einbußen in der Lebensqualität in Kauf nehmen zu müssen, wie aktuell die Menschen im Großraum Lüdenscheid.

    Quelle (nicht im Netz): Kölner Stadt-Anzeiger, 18.01.2022

    13.01.2022 - 

    Erneute Brückensperrung: Kanalbrücke in Datteln sackt ab

    Nach einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks sind an einer Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal massive Schäden entdeckt wurden. Die Polizei habe die Brücke sofort gesperrt. Die Brücke sei zwar nicht für den Schwerlastverkehr freigegeben, es werde aber vermutet, dass Schwerlastfahrzeuge unerlaubt über die Brücke gefahren seien und durch das Gewicht den Schaden verursacht hätten. Die Brücke habe schon lange als marode gegolten. Allerdings sei die geplante Behelfsbrücke noch nicht fertiggestellt.

    Quelle: www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/bruecke-ueber-wesel-datteln-kanal-abgesackt-100.html

    12.01.2022 - 

    Sauerlandlinie A45: So geht es weiter mit dem Brücken-Neubau

    Zahlreiche Medien berichten über die Diskussionen zu Rahmede im Verkehrsausschuss des Landtages. Entscheidend für den Neubau sei, wie die alte Brücke rückgebaut werde, ob durch Sprengung oder Abbruch. Eventuell könne man auch beim alten Konzept bleiben und parallel eine neue Brücke bauen, beide Varianten würden geprüft. Welche bürokratischen Hürden zu nehmen seien, zeige sich allein schon an den Ausführungen der Autobahn GmbH zum Planungsrecht: Handele es sich um einen Brückenneubau oder eine Erhaltung? Daran hänge ein jeweils anderes baurechtliches Planungsverfahren.

    Für den WDR bleibe der Eindruck, dass alle Beteiligten - sowohl auf Seiten der Autobahn GmbH als auch der Landespolitik - den Ernst der Lage nicht nur erkannt hätten, sondern alles Mögliche täten, um den Prozess des Neubaus zu beschleunigen und die Betroffenen vor Ort zu entlasten.

    Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/sauerlandlinie-autobahn-bruecke-verkehrsausschuss-100.html

    12.01.2022 - 

    Scholz verspricht beschleunigte Neubauplanung der maroden A45-Brücke

    In der Regierungsbefragung hat sich Bundeskanzler Scholz für eine beschleunigte Neubauplanung der Rahmede-Brücke ausgesprochen. Er sei sicher, dass „wir das alles nur schaffen, wenn wir die vielen Gesetze, die wir zur Planungsbeschleunigung durchsetzen wollen, auch auf den Weg bringen“.

    Quelle (u.a.): https://www.ikz-online.de/region/a-45-bruecke-kanzler-scholz-verspricht-schnelle-planung-id234297027.html

    07.01.2022 - 

    Endstation Lüdenscheid

    Schon lange sei bekannt, dass in Westdeutschland Hunderte der meist aus der Zeit zwischen 1960 und 1980 stammenden Brücken dringend erneuert werden müssten. So heißt es in einem Kommentar der FAZ. Zwar legten sich Bund und Länder seit rund einem Jahrzehnt kräftig ins Zeug. Doch nicht selten verzögerten sich Projekte – so wie die Talbrücke Rahmede, von der schon seit 2014 bekannt sei, dass sie neu gebaut werden müsse. „Mehr Fortschritt wagen – in der Verkehrsinfrastrukturpolitik heißt das ohne ideologische Vorbehalte gegen Autobahnen: Mehr Tempo beim Sanieren.“

    Quelle (gegen Bezahlung): www.faz.net/aktuell/politik/endstation-luedenscheid-talbruecke-rahmede-ist-ein-desaster-17721098.html

    07.01.2022 - 

    Brücke auf Sauerlandlinie A45 muss abgerissen werden

    Zahlreiche Medien greifen bundesweit die Meldung auf, dass die Rahmede-Talbrücke abgerissen werden müsse. Nach Auskunft der Autobahn GmbH seien neben den bereits entdeckten Schäden noch Risse an den Längsträgern gefunden worden. Die 53 Jahre alte Brücke könne nicht saniert, sondern müsse möglichst schnell abgerissen und neu gebaut werden. Deshalb dürfe kein Fahrzeug mehr über das Bauwerk fahren.

    Ziel sei es, die Brücke in fünf Jahren neu zu bauen. Die NRW-Verkehrsministerin forderte den Bund auf, den Neubau der Brücke zu beschleunigen, also keine erneute Planfeststellung und keine Umweltverträglichkeitsprüfung.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/a45-marode-bruecke-auf-sauerlandlinie-muss-abgerissen-werden-17720431.html

    20.12.2021 - 

    Die Sauerland-Sorgenlinie - Sperrung der maroden A45-Brücke

    Mit den Auswirkungen der Talbrückensperrung auf der A45 auf die Wirtschaft befasst sich ein Bericht der Tageszeitung Die Welt. Die Firmen in Südwestfalen rechneten mit massiven Lieferproblemen, spürbaren Produktionsausfällen und in der Folge mit erheblichen Umsatzrückgängen. Die IHK zu Hagen sehe sogar eine Bedrohung für die gesamte deutsche Autoindustrie, weil in der Region viele Zulieferer säßen. Ein Neubau der Brücke könnte vielleicht in vier statt acht Jahren möglich sein. Darum wolle Ministerpräsident Hendrik Wüst beim neuen Bundesverkehrsminister in Berlin werben.

    Quelle: https://www.welt.de/regionales/nrw/article235766948/Sperrung-der-A45-Bruecke-im-Sauerland-Neubau-wird-schwierig.html

    20.12.2021 - 

    Nach Flutkatastrophe : Die Swistbrücke bei Heimerzheim wurde in Rekordzeit fertiggestellt

    Nach einem Bericht des General-Anzeiger Bonn wurde die bei der Flutkatastrophe zerstörte Brücke über die Swist in der Rekordzeit von drei Monaten seit dem Baubeginn am 20. September fertiggestellt. Für die NRW-Verkehrsministerin sei dies eine sensationelle Leistung, insbesondere von Straßen.NRW und der beauftragten Unternehmensgruppe Heitkamp. Die Landesregierung setze alles daran, Planung, Genehmigung und Bau von Brücken schnell anzupacken, damit Hilfe zügig ankomme und die Verkehrswege funktionierten.

    Quelle: https://ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/swisttal/nach-flut-bruecke-ueber-die-swist-bei-heimerzheim-fertiggestellt_aid-64735175

    20.12.2021 - 

    Duisburg, Leverkusen – nun Lüdenscheid: Warum sind so viele Brücken in NRW in schlechtem Zustand?

    In einem ausführlichen Beitrag zu den Auswirkungen der Sperrung der A45-Talbrücke beschreibt der ADAC die Gründe für den schlechten Zustand vieler Autobahnbrücken. Viele Autobahnbrücken, auch in Nordrhein-Westfalen, seien in den 1960er- und 1970er-Jahren gebaut worden. Der Lkw-Verkehr sei in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen und für die heutige Verkehrslast seien die Brücken nicht konzipiert worden. Der Zustand der Brücken aus den 60er und 70er Jahren verschlechtere sich offenbar noch schneller als man bisher gedacht habe, so ein ADAC Fachmann.

    Experten hätten schon Anfang der 2000er gesagt, dass Brücken und Tunnel der 60er und 70er bald saniert werden müssen. Das Bundesverkehrsministerium habe aber trotz politischem Druck aus Nordrhein-Westfalen erst ab 2016 ausreichend Finanzmittel zur Verfügung gestellt. Brücken seien die Achillesferse der Straßeninfrastruktur. Es dürfe jetzt nicht zu einem Domino-Effekt kommen, wo in NRW eine Brücke nach der anderen für Lkw gesperrt werden müsse.

    Quelle: https://www.adac.de/der-adac/regionalclubs/nrw/verkehr-sicherheit/a45-sperrung-gesperrt/

    19.12.2021 - 

    Verkehrsinfrastruktur in NRW zum Teil marode - Tausende Brücken zu sanieren

    Am Beispiel der Talbrücke Rahmede beschäftigt sich ein ausführlicher Beitrag, der von zahlreichen NRW-Medien abgedruckt wurde, mit der Brückeninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Tausende Brücken müssten in NRW neu gebaut und saniert werden. Viele von ihnen gingen schneller kaputt, als es ihre Planer in den 60er Jahren vermutet hätten. Viele Brücken seien in die Jahre gekommen und lange vernachlässigt worden. Nach Aussage des Präsidenten der Ingenieurkammer-Bau NRW Heinrich Bökamp gebe es im Land zwar seit einigen Jahren ein Umdenken und mehr Investitionen, aber die Altlasten würden uns noch einige Zeit begleiten.

    Drei Viertel der Brücken im Autobahnnetz in NRW wolle die Niederlassung Westfalen der Autobahngesellschaft in voraussichtlich 20 Jahren neu bauen. Allein an der A 45 gehe es um 60 große Talbrücken. Im ganzen Gebiet der Niederlassung gebe es 2330 Brücken, hinzu kämen 2260 im Gebiet Rheinland. Für die weiteren 2557 Brücken in NRW sei nicht die Autobahn GmbH zuständig, sondern der Landesbetrieb Straßen NRW. Auch dort gebe es Sanierungsbedarf. Es seien 23 Brücken-Ersatzneubauten in Arbeit, 32 Brücken müssten verstärkt werden. Das Hochwasser habe 14 Bauwerke zerstört oder so stark beschädigt, dass sie komplett ersetzt werden müssen.

    Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/nrw/tausende-brucken-zu-sanieren-2506895

    13.12.2021 - 

    Spitzentreffen zur A45: Unbürokratisch und schnell handeln

    Schnelle und unbürokratische Wege einzuschlagen, um die Region schnell zu entlasten, darauf einigten sich Vertreter von Politik und Verwaltung bei einem „Spitzentreffen“ zur A45-Talbrücke Rahmede. Eingeladen hatten die Autobahn GmbH, das Land NRW, der Märkische Kreis und die Stadt Lüdenscheid. Für Ina Brandes, Verkehrsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, stünden drei Dinge im Vordergrund, die Brücke schnell wieder für den PKW-Verkehr flottzumachen, den Verkehrsfluss auf den Umleitungsstrecken weiter zu verbessern und den Ersatzneubau der Brücke zu beschleunigen. Sie wolle sich beim Bund dafür einsetzen, dass zukünftig solche reinen Ersatzbauwerke ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und erneute Planfeststellung realisiert werden könnten. Diese Ziele unterstütze auch das Bundesverkehrsministerium.

    Die Autobahn GmbH hoffe, dass die neue Brücke in fünf Jahren stehe, so Elfriede Sauerwein-Braksiek, die Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn. In etwa drei Monaten wolle man die alte Brücke zumindest so weit verstärkt haben, dass PKW wieder darüberfahren könnten. Ähnlich gebaute Brücken der A45 würden derzeit neben den üblichen Kontrollen zusätzlich auf Schäden untersucht.

    Für den zuständigen Landrat sei die aktuelle Situation rund um die A 45 ein Worst-Case-Szenario, da die A 45 für die heimische Wirtschaft eine Lebensader sei. Höchste Priorität müsse der Neubau der Brücke haben.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/spitzentreffen-zur-a45-unbuerokratisch-und-schnell-handeln

    13.12.2021 - 

    Neue Informationsforen für den Austausch zu Autobahn-Rheinbrücken in NRW

    Da die Rheinbrücken und ihr Neubau im besonderen Fokus des öffentlichen und politischen Interesses stünden, hat die Autobahn GmbH Rheinland zwei neue Informationsforen ins Leben gerufen. Ziel sei es, den Informationsaustausch mit den Kommunen und Landkreisen im unmittelbaren Einzugsgebiet der Brücken zu stärken. Das Informationsforum Rheinbrücken Nord beschäftige sich mit dem Autobahn-Rheinbrücken Beeckerwerth (A42), Neuenkamp (A40), der Düsseldorfer Flughafenbrücke (A44) sowie der Fleher Brücke (A46). Das Informationsforum Rheinbrücken Süd thematisiert die Autobahn-Rheinbrücken Leverkusen (A1), Rodenkirchen (A4), die beiden Bonner Autobahnbrücken (A562 und A565) sowie die geplante neue Rheinquerung „Rheinspange 553“. Es wurde von der Autobahn GmbH neu gegründet. Beide Informationsforen würden zukünftig zwei Mal jährlich tagen. Neben den Verwaltungen nähmen auch Vertreter der Politik sowie von Unternehmen und deren Interessensverbänden teil.

    09.12.2021 - 

    A45: Arbeiten an der Talbrücke Rahmede haben begonnen

    Die Autobahn GmbH Westfalen hat mit den Arbeiten für die Not-Verstärkung der Talbrücke Rahmede begonnen. Gemeinsam mit Statik- und Stahlbauexperten würden in der kommenden Woche die notwendigen Maßnahmen im Detail geplant und koordiniert. Diese Arbeiten liefen parallel zur weiteren Prüfung der Brücke sowie der Neubauplanung. Auch die Installation einer Schrankenanlage, die Lkw an der Überfahrt der Talbrücke hindern soll, werde beauftragt. Die Talbrücke Rahmede solle mit Hilfe einer Not-Verstärkung so instandgesetzt werden, dass der Pkw-Verkehr das Bauwerk wieder nutzen kann.

    Zeitgleich zu den Planungen der Not-Maßnahme werde das Bauwerk weiter untersucht. Dabei müssten Schweißnähte von Korrosion befreit und anschließend mit Hilfe eines speziellen Verfahrens auf Risse überprüft werden. Neben den Verstärkungsmaßnahmen werde das Bauwerk über die Rahmede künftig kontinuierlich beobachtet. Ein ähnliches System sei bereits an der A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal installiert.

    Für die Neubauplanung habe die Autobahn GmbH Westfalen bereits Kontakt mit den unmittelbaren Anliegern aufgenommen. Ein normales Verfahren, das acht bis zehn Jahre dauere, könne man den Menschen hier nicht zumuten, so die Autobahn GmbH.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a45-arbeiten-an-der-talbruecke-rahmede-haben-begonnen

    09.12.2021 - 

    A 45 noch für Monate gesperrt „Das ist eine Katastrophe“

    Schockiert über die Entwicklung rund um die gesperrte Brücke zeigt sich nach einem Bericht der Westfalenpost der Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, Ralf Geruschkat. Das sei ein schwerer Schlag ins Kontor des Wirtschaftsstandortes Märkisches Südwestfalen. Die Sauerlandlinie sei die „Lebensader“ für zahlreiche Unternehmen in der Region und deren Wertschöpfungsnetz und eine „Verkehrsader von nationaler Bedeutung“. Ein Kraftakt sei erforderlich und die verschiedenen Zuständigkeiten für Infrastrukturen wie Bundes- und Landesverkehrsministerium, Autobahn GmbH, Straßen NRW und Kommunen müssten schnellstens an einen Tisch, um Möglichkeiten auszuloten, den „drohenden Verkehrsinfarkt in der stärksten Industrieregion von NRW“ zu verhindern. Die Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten deutlich schneller werden. Es sei jetzt Zeit für unkonventionelle Wege.

    Der ehemalige NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis90/Die Grünen) frage sich, warum Planungs- und Bauphasen eigentlich sechs bis acht Jahre lang dauern müssten. In Genua sei es auch schneller gegangen. Politiker aller Parteien forderten jetzt ein Beschleunigung der Planung und Umsetzung von Autobahnprojekten.

    Quelle: https://www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/a45-noch-fuer-monate-gesperrt-das-ist-eine-katastrophe-id234043763.html

    07.12.2021 - 

    Ministerium fordert Notfallpläne

    Als Reaktion auf die kurzfristige Sperrung der A45 bei Lüdenscheid wegen Brückenschäden mahnt das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium für die Zukunft bessere Absprachen mit der Autobahn GmbH an. Das berichten unter anderem die Westfälischen Nachrichten. Die aktuelle Situation der Talbrücke Rahmede A45 habe gezeigt, dass das Land grundsätzlich eine intensivere Abstimmung mit der Autobahn GmbH brauche, dazu gehörten auch bessere Notfallpläne.

    In der Verkehrsministerkonferenz wolle NRW den Bund daher auffordern, sich künftig bei «unplanmäßigen Sperrungen» von Autobahnen besser mit den Ländern zur Koordinierung des Verkehrs im nachgeordneten Netz abzustimmen. Nach Angaben der Autobahn GmbH sei bei der Talbrücke Rahmede Gefahr im Verzug und eine unmittelbare Sperrung unumgänglich gewesen. Für umfangreiche Abstimmungen habe es keine Zeit gegeben.

    Quelle: https://www.wn.de/nrw/a45-sperrung-ministerium-will-fruehzeitige-notfallplaene-2501110

    06.12.2021 - 

    A 45 bei Lüdenscheid bleibt lange gesperrt

    Nach der Sperrung der A45-Talbrücke erklärte die zuständige Autobahn GmbH, dass seit 2014 den Experten bekannt gewesen sein, dass die Brücke erneuert werden müsse – wie viele andere Brückenbauwerke der Sauerlandlinie auch. Nachdem die letzte Bauwerksprüfung im Jahr 2017 für die Brücke noch gute Werte ergeben habe, sei der eigentlich für 2019 vorgesehene Neubau auf 2026 verschoben worden. „Aus damaliger Sicht ist die Entscheidung so getroffen worden, wie sie ist. Aus heutiger Sicht war die Verschiebung nicht richtig“, sagte Direktorin Sauerwein-Braksiek.

    Quelle: https://www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/a45-bei-luedenscheid-ab-sofort-komplett-gesperrt-id233997985.html

    03.12.2021 - 

    Marode Brücke voll gesperrt – Verkehrschaos in Nordrhein-Westfalen

    Die Vollsperrung einer maroden Autobahnbrücke hat nach Berichten zahlreicher Medien in Nordrhein-Westfalen ein Verkehrschaos ausgelöst. Die Autobahn A45 kann zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid in beiden Richtungen nicht befahren werden, nachdem die Autobahn GmbH die Talbrücke Rahmede am Donnerstagabend gesperrt hatte. Zuvor waren Schäden an der Brücke festgestellt worden. „Die Schäden, die wir gefunden haben, machten eine sofortige Sperrung notwendig“, so Elfriede Sauerwein-Braksiek, NRW-Direktorin der Autobahn GmbH. Um zu prüfen, ob und wie die Brücke weiter genutzt werden könne, seien Experten hinzugezogen worden, um das Bauwerk intensiv zu untersuchen.

    14.09.2021 - 

    Aktueller Zustand der Schieneninfrastruktur in Nordrhein?Westfalen

    Wie der Zustand der Schieneninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen sei, wollte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen. In ihrer Antwort informiert die Bundesregierung, dass die Deutsche Bahn AG (DB AG) in Nordrhein-Westfalen 4.441 Eisenbahnbrücken unterschiedlichster Bauart unterhalte. Diese würden regelmäßig innerhalb der vorgeschriebenen Fristen inspiziert und gewartet. Eventuell erforderliche Sanierungsarbeiten würden vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) überwacht.

    Der Gesamtzustand der Eisenbahnbrücken in Nordrhein-Westfalen sowie bundesweit werde mit der Note „gut“ bewertet. Bund, Länder und DB AG investierten weiter umfassend in Erhalt und Erneuerung der langlebigen Bauwerke. Bis zum Jahr 2029 stünden Rekordmittel für 2.000 Eisenbahnbrücken in ganz Deutschland zur Verfügung - mit einem klaren Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. Bis zum Jahr 2025 stünden in dem Bundesland 114 Brücken zur Erneuerung an - der Großteil davon aus der Zustandskategorie 4.

    Nur ein Anteil von sechs Prozent der Brücken in Nordrhein-Westfalen falle nach Auskunft der DB AG in die Kategorie 4, heißt es weiter. Das bedeute, „dass es bei diesen Bauwerken sinnvoller ist, sie perspektivisch komplett zu ersetzen“. Ausschlaggebend seien hierbei das konkrete Schadensbild und die Einschätzung der Sachverständigen. Die Zustandskategorie träfe nach Auskunft der DB AG keinerlei Aussage über die Sicherheit. „Die Brücken sind für den Eisenbahnbetrieb sicher, sonst würde kein Betrieb zugelassen“, macht die Regierung deutlich.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/323/1932395.pdf

    31.07.2021 - 

    Fertigstellung der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe bis 2035

    In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Ersatzneubau der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe betont die Bundesregierung, dass die Planungen zum Ersatzneubau mit beidseitigem Geh- und Radweg im November 2020 begonnen hätten. Auf Grund des frühen Planungsstadiums liege ein grober Zeitplan vor, der von einer Fertigstellung des Ersatzneubaus im Jahr 2035 ausgehe.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/318/1931836.pdf

    23.07.2021 - 

    Brücken-Wiederaufbau: Einsatz neuer Bauverfahren geplant

    Mehrere Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen berichten über Pläne des NRW-Verkehrsministeriums, nach der Hochwasser-Katastrophe -Westfalen beim Wiederaufbau von beschädigten Brücken auch innovative Bauverfahren einzusetzen. So könnten zum Beispiel Stahlbetonfertigteile genutzt werden, denn derartige Konstruktionen seien deutlich schneller umsetzbar als konventionelle Bauweisen. Die Infrastruktur müsse so schnell wie möglich repariert oder - wo nötig - komplett neu gebaut werden. Nach Angaben des Ministeriums konnten von 190 Sperrungen von Straßen oder Straßenabschnitten bereits 88 wieder aufgehoben werden.

    Quelle: https://www.wn.de/nrw/bruecken-wiederaufbau-einsatz-neuer-bauverfahren-geplant-2286268

    25.06.2021 - 

    A43: Keine LKW mehr - Brücke über den Rhein-Herne-Kanal bekommt Schranke

    Nach Angaben der Autobahn Westfalen werden über die beschädigte A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal keine Lkw mehr fahren können. Das hätten die Überprüfungen der vergangenen Wochen ergeben. Bis November 2021 solle eine neue Schrankenanlage in beiden Richtungen dafür sorgen, dass keine Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, die Brücke passieren. Während der Einschränkungen werde die neue Brücke gebaut. Die neue Brücke solle 2027 fertig werden, so Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn Westfalen:

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a43-keine-lkw-mehr-bruecke-ueber-den-rhein-herne-kanal-bekommt-schranke

    18.06.2021 - 

    Gutachten nach A3-Betonplatten-Unfall. Jetzt werden die Prüfer von Straßen.NRW geprüft

    Nach dem Unglück auf der A3, bei dem im vergangenen November eine 66-jährige Kölnerin von einem herabstürzenden Schallschutzelement erschlagen wurde, ist nach einem Bericht der Kölnischen Rundschau ein Hamburger Unternehmen mit der Begutachtung des Landesbetriebs Straßen.NRW beauftragt worden. Die TAGUERI AG solle untersuchen, welche Fehler bei den regelmäßigen Prüfungen der Schallschutzwand gemacht worden seien und welche Konsequenzen für die Prüfpraxis gezogen werden müssten.

    Quelle (nach Registrierung): https://www.rundschau-online.de/region/koeln/gutachten-nach-a3-betonplatten-unfall-jetzt-werden-die-pruefer-von-strassen-nrw-geprueft-38497806

    15.04.2021 - 

    Bröckelnde Infrastruktur bremst Laster aus

    Mit den besonderen Herausforderungen für die Logistik aufgrund der Sperrung von zwei wichtigen Autobahnbrücken in Nordrhein-Westfalen befasst sich ein ausführlicher Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

    Wenn eine Brücke langfristig ausfalle, so sei das eine Katastrophe, so der Spediteur. Meistens bestellten Kunden die Fahrer zu vereinbarten Abholzeiten ein. Doch wenn Strecken unerwartet wegfielen, weiche der Tross auf Umwege aus, stehe im Stau, Fahrer könnten an Schichtgrenzen geraten. Spediteure hätten höhere Kosten für die gleichen Mengen – und diese Kosten würden kurzfristig nicht übernommen.

    Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Duisburg weist auf den wirtschaftlichen Schaden hin, der Tag für Tag aufgrund von Brückensperrungen entstehe. 2017 habe die IHK den täglichen Schaden durch die Sperrung der A 40 Brücke auf 1,2 Millionen Euro geschätzt.

    Auch die Autobahngesellschaft des Bundes wolle raus aus dem Zustand, immer wieder auf akute Schäden reagieren zu müssen. Inzwischen arbeite die Verwaltung "mehr und mehr präventiv", aber "der Staat kann nicht einfach immer mehr Straßen bauen", so die Direktorin der Autobahn GmbH. "Planungs- und Bauverfahren müssten in Deutschland schneller werden.“ Auch Aufträge sollten nicht mehr nur nach dem günstigsten Preis, sondern etwa auch nach Bauzeit oder nachhaltigen Bauweisen vergeben werden dürfen.

    Quelle: www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ruhrgebiet-bruecken-marode-lkw-logistik-1.5265636

    09.04.2021 - 

    Sperrung auf wichtiger NRW-Autobahn – voraussichtlich jahrelang

    Nach Berichten in zahlreichen Medien musste nach der A59 jetzt die nächste wichtige Autobahn in Nordrhein-Westfalen kurzfristig gesperrt werden – zumindest teilweise. Betroffen ist die A43 bei Herne. Betroffen sei erstmal nur der Lkw-Verkehr, doch auch für die Autofahrer werde es zeitgleich massive Einschränkungen geben. Grund für die Sperrung seinen massive Schäden an einem Teilbauwerk der Emschertalbrücke, die die A43 über den Rhein-Herne-Kanal führt. Bei einer Überprüfung sei festgestellt worden, dass sich Stahlträger durchgebogen hätten. Eigentlich sollte der gesamte dortige Brückenzug 2024 erneuert werden. Nun sei klar, dass die Brücke nicht mehr ausreichend tragfähig sei – mit starken Konsequenzen für den Verkehr im östlichen Ruhrgebiet. Die Brückenschäden und die damit verbundenen Arbeiten hätten massive Folgen für den Verkehr auf der wichtigen Autobahn, die täglich allein 11.000 Lkw passieren. Die Sperrung solle derzeitigen Angaben der Autobahn Westfalen zufolge für drei Jahre gelten.

    Quelle: www.express.de/nrw/recklinghausen/verkehrschaos-droht-sperrung-auf-wichtiger-nrw-autobahn---voraussichtlich-jahrelang-38271132

    08.04.2021 - 

    Die Versäumnisse der Vergangenheit rächen sich jetzt

    Breit beachtet wird in den Medien aus Nordrhein-Westfalen die zeitgleiche Sperrung zweier wichtiger Autobahnbrücken. In einem Kommentar der NRZ heißt es u. a.: „Zwei Sperrungsmeldungen aus Sicherheitsgründen bei Autobahnbrücken in der Rhein-Ruhr-Region an einem Tag – gab’s das eigentlich schon einmal? Auch wenn es reiner Zufall ist: Sie sind ein weiteres Indiz dafür, in welch jämmerlichem Zustand sich unsere Verkehrsinfrastruktur befindet.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): www.nrz.de/meinung/die-versaeumnisse-der-vergangenheit-raechen-sich-jetzt-id231993955.html

    10.03.2021 - 

    A 3: Autobahnbauer bieten „digitalen Infomarkt“

    Nach einem Bericht des Solinger Tagblattes beginne die Autobahn GmbH Rheinland mit einem „digitalen Infomarkt“ die Bürgerbeteiligung zum geplanten Ausbau der Autobahn 3 zwischen Opladen und Hilden. Fünf Tage lang würden dabei Fachleute der Gesellschaft informieren und Fragen beantworten. Für den Austausch mit den Bürgern werde auf der eigens eingerichteten Internetseite eine Diskussionsfunktion angeboten.

    Nicht zuletzt wegen der vielfach geäußerten Kritik setze die Autobahn GmbH nach den Worten ihres Sprechers Sebastian Bauer auf Dialog und Transparenz. Der Online-Infomarkt sei Teil dieser Strategie. Die ersten vier Tage sollten dem Austausch zwischen den Bürgern und der Autobahn GmbH dienen. Für den letzten Tag sei eine Abschlussveranstaltung geplant.

    Bereits vor der Veranstaltung habe die Autobahngesellschaft Bürgerinitiativen, Naturschutzverbände, Interessengruppen und Kommunen dazu aufgerufen, parallel ihre Inhalte zum Thema auf den eigenen Webseiten zur Verfügung zu stellen. Die Autobahn GmbH werde vom Infomarkt in einem eigenen Menüpunkt auf diese Inhalte verlinken.

    Quelle: www.solinger-tageblatt.de/solingen/bei-solingen-autobahnbauer-bieten-digitalen-infomarkt-90236004.html

    05.03.2021 - 

    Gelungene Premiere - fast tausend Meter lange Brücke verschoben

    Ausführlich berichtet die Autobahn GmbH Westfalen über den gelungenen Verschub der fast 1000 Meter langen Lennetalbrücke auf der A 45. Dieser Verschub sei eine Blaupause für weitere Bauprojekte, denn so könne man bauen, ohne zu sehr in den Verkehr einzugreifen.

    15 Hydraulikaggregate hatten den 30.000 Tonnen schweren Brückenüberbau über knapp 20 Meter in die endgültige Lage gezogen, während auf dem Bauwerk nebenan der Verkehr in Richtung Dortmund und Frankfurt wie gewohnt rollte. Dieses Projekt, so der Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium Ferlemann, zeige, dass Bauingenieure hohe Maßstäbe setzen könnten und diese letztlich auch erreichten. Der Einsatz innovativer Verfahren sei eine Chance, die Infrastrukturaufgaben der Zukunft besser und vor allem schneller zu bewältigen. Weil man an vielen Stellen unter laufendem Verkehr sanieren und neu bauen müsse, seien innovative Lösungen für das gesamte Land gefragt.

    Alleine 60 Talbrücken, so die Autobahn GmbH Westfalen, müssten an der Sauerlandlinie im Verantwortungsbereich der Niederlassung Westfalen neu gebaut werden, zum Teil in beinahe alpinem Gelände. Für weitere Brücken müssten innovative Lösungen für den Neubau gefunden werden, zum Beispiel in Rinsdorf. Hier werde neben der alten Brücke eine neue Brückenhälfte gebaut und anschließend samt ihrer 60 Meter hohen Pfeiler verschoben.

    Quelle: www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/gelungene-premiere-fast-tausend-meter-lange-bruecke-verschoben

    26.02.2021 - 

    A45: Premiere in Deutschland: Verschub der fast 1000 Meter langen Lennetalbrücke

    Insbesondere von den Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen wird der geplante Verschub der Lennetalbrücke auf der A 45 aufgegriffen. Eine ausführliche Beschreibung des Projektes findet sich auch auf der Webseite der Autobahn GmbH.

    Fast 1000 Meter lang und mit 30.000 Tonnen drei Mal so schwer wie der Eiffelturm sei die Brücke, die am 5. März um knapp 20 Meter verschoben werden soll. Knapp vier Jahre habe der Brückenüberbau seinen Dienst bereits auf Hilfspfeilern versehen. Während parallel die einteilige Bestandsbrücke abgerissen und eine neue Brückenhälfte gebaut wurde, rollte der Verkehr weiter.

    Langsamer als eine Schnecke würde das Bauwerk bewegt, nämlich um 0,003 Kilometer pro Stunde. Verschoben werde die Brücke mit Hilfe von 15 Hydraulikaggregaten, die auf den 15 Verschubachsen montiert sind und das Bauwerk mit Hilfe von dünnen Stahlseilen bewegten.
    Um die Beweglichkeit der Brücke zu gewährleisten, seien zwischen den Hilfspfeilern und den endgültigen Brückenpfeilern Verschubbalken aus Beton eingebaut und Verschubschlitten montiert, auf denen die Brücke auf Teflonplatten mit Hilfe eines Spezialfettes gleitet.

    https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/a45-premiere-in-deutschland-verschub-der-fast-1000-meter-langen-lennetalbruecke

    08.02.2021 - 

    Verträge für Bau der Leverkusener Brücke unterschrieben

    Mehrere Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen berichten, dass nach neuerlichem Hin und Her bei der Vergabe des Weiterbaus an der Leverkusener A1-Rheinbrücke, die Entscheidung nun gefallen sei. Die Bietergemeinschaft um Hochtief habe von der Autobahn GmbH den Zuschlag bekommen. Bis 2023 solle sie einen Brückenteil des rund einen Kilometer langen Bauwerks vollenden. Die Entscheidung sei zugunsten der Bietergemeinschaft gefallen, weil sie „im Ausschreibungsverfahren in der zweiten Runde mit 216 Millionen Euro brutto erneut das günstigste Angebot abgegeben hat“, heißt es von der Autobahn GmbH.

    Die Bauarbeiten an der ersten Brückenhälfte neben der jetzigen Brücke sollen in Kürze beginnen. Ab 2023 solle dort der komplette Verkehr rollen, auch Lkw. Die in den letzten Jahren gebauten Gründungen und Pfeiler würden weiter genutzt, so die Autobahn GmbH. Sobald die erste Hälfte der neuen 1068 Meter langen Brücke fertig sei, werde die alte Rheinbrücke abgerissen und an gleicher Stelle die zweite Brückenhälfte gebaut.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/vertraege-fuer-bau-der-leverkusener-bruecke-unterschrieben_aid-56131273

    21.01.2021 - 

    IHK Köln und sechs andere rheinische IHKs fordern Masterplan für Rheinbrücken

    Die Instandhaltung der Rheinüberquerungen müsse Priorität haben, das fordern die Industrie und Handelskammer zu Köln sowie sechs andere Kammern in einer Presseerklärung. Die Rheinbrücken seien das Nadelöhr des Rheinlandes, aber viele seien kaputt oder nur eingeschränkt befahrbar. Das sei nicht nur für Pendler nervig, sondern es entstünden enorme volkswirtschaftliche Schäden.

    Notwendig sei ein Gesamtkonzept, um Ausfälle und Sperrungen zu vermeiden, da es zu viele Reibungsverluste zwischen den verantwortlichen Stellen gebe. Die Instandsetzung der Brücken im Rheinland müsse oberste Priorität haben. Sie seien Bestandteil der wichtigen Verkehrsverbindungen im Rheinland und müssten zuverlässig funktionieren.

    Die notwendigen Sanierungen müssten mittels eines intelligenten Baustellenmanagements erfolgen, so die IHK-Initiative Rheinland. Es brauche einen Masterplan Brücken, um Großbaustellen und Neubauvorhaben auch großräumig koordinieren zu können. Gefordert werde, die Rheinbrücken in ein Sondervermögen des Bundes zu überführen, das Bau und Instandhaltung verwalte und finanziell auskömmlich ausgestattet werde. Dies gelte auch für die Eisenbahnbrücken, die sich zwar in einem insgesamt auskömmlichen Zustand befänden, bei denen sich Bauarbeiten aber ebenfalls auf die Straßenbrücken auswirkten. Ihre Forderungen haben die Industrie- und Handelskammern zusammengefasst unter
    http://www.rheinland.ihk.de/upload/2020Rhein_ueber_Bruecken_86670.pdf.

    Quelle: https://www.ihk-koeln.de/IHK_Koeln_und_sechs_andere_rheinische_IHKs_fordern_Masterplan_fuer_Rheinbruecken.AxCMS

    20.01.2021 - 

    Abriss verhindern: Grüne wollen Rodenkirchener Brücke in Köln erhalten

    Auf Widerstand stoßen bei den Grünen in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis die Pläne der Autobahngesellschaft zu Abriss und Neubau der Rodenkirchener Brücke. Sie kritisierten, dass die Gesellschaft mit ihrem Vorstoß vor allem den Bau der „Rheinspange 553“ vorantreiben wolle. Es werde ein Szenario entworfen, wonach sonst der Schwerlastverkehr zusammenbreche. Statt die Straßenkapazitäten zu erweitern, müssten Verkehre auf Schiene und Binnenschiffe verlagert und die vorhandene Infrastruktur unter anderem durch eine „differenzierte Maut“ gesichert werden. Durch ein solches zeitlich abgestuftes Bezahlungssystem könnten Belastungsspitzen für die Rheinbrücken abgemindert werden. Die Mobilität der Zukunft in der Region müsse in Alternativen zum Bau immer neuer Autobahnabschnitte liegen.

    Quelle: https://www.rundschau-online.de/region/koeln/abriss-verhindern-gruene-wollen-rodenkirchener-bruecke-in-koeln-erhalten-37952124

    15.01.2021 - 

    Unendliche Geschichte um marode Rheinbrücke

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über weitere Verzögerungen beim Ausbau der maroden Rheinbrücke in Leverkusen. Ursache sei ein Streit mit einem der Bieter. Weitere Kostensteigerungen drohten. Für das Brückenprojekt, das sich nun schon mehr als acht Jahre hinziehe, sei das ein Rückschlag - der abermals ein schlechtes Licht auf große Infrastrukturprojekte in Deutschland werfe.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/unendliche-geschichte-um-marode-rheinbruecke-17146442.html

    14.01.2021 - 

    Rodenkirchener Brücke droht der Abriss

    Radio Köln berichtet über den möglichen Abriss der Rodenkirchener Brücke. Die Brücke, so die Autobahn GmbH sei nicht mehr zukunftsfähig und müsse ersetzt werden. Wenn die A4 auf acht Spuren verbreitert werde, könne die Brücke die zusätzliche Last nicht mehr tragen. Weil man davon ausgehen müsse, dass die Zahl der Fahrzeuge, vor allem auch der LKW, in Zukunft noch deutlich steigen werde, habe die Brücke über kurz oder lang keine Zukunft mehr. Wenn es zum Ausbau komme, müsse die Brücke abgerissen und neu gebaut werden.

    Quelle: www.radiokoeln.de/artikel/rodenkirchener-bruecke-droht-der-abriss-834125.html

    13.01.2021 - 

    Bei Abriss der Rodenkirchener Brücke droht Verkehrskollaps

    Die Industrie- und Handelskammer Köln befürchtet einen Verkehrskollaps in der Region Köln, wenn die Rodenkirchener Brücke auf der A4 abgerissen werden müsse. Für den Wirtschaftsverkehr sei das eine verheerende Nachricht. Eine jahrelange Beeinträchtigung dieser wichtigen Rheinquerung sei kaum vorstellbar. Zwar sei die Spurerweiterung grundsätzlich zu begrüßen, Abriss und Neubau in Rodenkirchen kämen aber nur in Frage, wenn die neue Leverkusener Brücke und die geplante neue Rheinquerung im Kölner Süden, die A553 von Godorf nach Porz, fertiggestellt seien.

    Unternehmen erwarteten zurecht eine zuverlässige und sichere Infrastruktur, so die IHK Köln. Das Brückendesaster in der Region weite sich immer stärker aus. Die regionale Wirtschaft benötige Planungssicherheit und Ausgleich für Mehrkosten. Deshalb sollte geprüft werden, ob die LKW-Maut in der Region ausgesetzt werden könne, damit den Unternehmen zumindest ein kleiner Teil der Kosten, die aufgrund der schlechten Infrastruktur entstünden, erstattet würde.

    Quelle: www.ihk-koeln.de/Bei_Abriss_der_Rodenkirchener_Bruecke_droht_Verkehrskollaps.AxCMS

    13.01.2021 - 

    Leverkusener Rheinbrücke: Erste Hälfte soll bis Ende 2023 fertig werden

    Das erste Teilstück der neuen Leverkusener Autobahnbrücke solle trotz der Verzögerungen bei der Vergabe für den Bauauftrag Ende 2023 fertig werden. Das, so berichtet der WDR, habe die zuständige Autobahngesellschaft gegenüber dem WDR erklärt. Wegen der Einsprüche eines Bauunternehmen wurden die Bauunternehmen aufgefordert, im Laufe des Monats Januar neue Angebote abzugeben.

    Aufgrund mehrerer Rügen einer Bietergemeinschaft, laufe zurzeit ein Verfahren bei der Vergabekammer Rheinland zur Überprüfung der Rügen, über das noch im Januar 2021 entschieden werden solle. Im Anschluss werde das Vergabeverfahren fortgesetzt. Daher sei die geplante Fertigstellung bis Ende 2023 zu schaffen.

    Quelle: www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/wdr-story-38239.html

    11.01.2021 - 

    Nach A3-Horror in Köln ADAC empört: Jetzt startet „Operation Hosenträger”

    Nach einem Bericht des Kölner EXPRESS wolle die Autobahngesellschaft nach dem Unfall auf der A 3, bei der eine Lärmschutzwand aufgrund fehlerhafter Befestigung umstürzte, nicht kleckern, sondern klotzen. Nicht nur die fehlerhaften Elemente, sondern alle 200 Schallschutzelemente sollten entlang der Unfallstelle in beiden Fahrtrichtungen optimal fixiert werden. Da jedes Element individuell angepasst werden müsse, würden die Arbeiten bis Ende Juni dauern. Diese Terminsetzung schätze der ADAC Nordrhein als äußerst fraglich ein und prognostiziere ein Desaster mit negativen Auswirkungen auf das gesamte Autobahnnetz in Nordrhein-Westfalen. Das Staurisiko werde steigen und damit auch das Unfallrisiko. Jetzt an diesem neuralgischen Knotenpunkt solch eine Mammutaktion zu starten, sei nicht im Sinn der Kraftfahrer.

    www.express.de/koeln/nach-a3-horror-in-koeln-adac-empoert--jetzt-startet--operation-hosentraeger--37914720

    09.12.2020 - 

    Behördenfehler sollen tödlichen Unfall mitverursacht haben

    Behördenfehler sollen laut Erkenntnissen des NRW-Verkehrsministeriums mindestens »mitursächlich« für einen Unfall auf der Autobahn 3 bei Köln gewesen sein, bei dem eine Frau starb. Laut einem Bericht an den Landtag sei es beim Landesbetrieb Straßen.NRW zu Fehlern bei Prüf- und Abnahmeprozessen der Schallschutzkonstruktion gekommen. Darüber berichten mehrere Medien. So hätte die Platte laut Ministerium nie eingebaut werden dürfen. Auch danach sei es zu Fehlern gekommen.

    Das Verkehrsministerium hatte bereits kurz nach dem Vorfall eine fehlerhafte Verankerung der Betonplatte in der Schallschutzkonstruktion als Ursache ausgemacht. Nach Auswertung der Bauakten hätte man festgestellt, dass diese nicht richtlinienkonforme Befestigung einiger Lärmschutzelemente der örtlich zuständigen Bauüberwachung des Landesbetriebes bekannt gewesen sei. Die improvisierten Verankerungen seien im Juli 2008 vier Wochen vor dem Einbau der Platten aufgefallen und die Baufirma per E-Mail gefragt worden, ob sie die sichere Statik nachweisen könne. Ohne eine Antwort darauf seien die Betonplatten in der Nacht zum 28. August 2008 eingebaut und die Strecke Stunden später feierlich eröffnet worden.

    Die Abnahme sei zwar nur unter Vorbehalt erfolgt, aber irgendwann sei auch nicht mehr nachgefragt worden. Hinzu komme, dass der Landesbetrieb bei den betroffenen Stützwänden die Hauptprüfungen nach DIN 1076 nicht regelkonform durchgeführt habe, so das Ministerium. Weder im Herbst 2008 noch 2013 habe man die fehlerhaften Verankerungen bemerkt, da man nicht – wie vorgeschrieben – auch hinter die Platten geguckt habe. Dennoch sei die Platte bei ihrer letzten Untersuchung im Jahr 2013 mit »sehr gut« bewertet worden. Da die Mängel an der Halterung allerdings nicht sichtbar gewesen seien, müsse man davon ausgehen, dass auch bei der kommenden Prüfung die fehlerhafte Konstruktion nicht aufgefallen wäre, weil sie versteckt hinter der Lärmschutzplatte liege.

    Quellen:
    https://tinyurl.com/y7xr8nnw
    https://tinyurl.com/y7geu24f

    06.12.2020 - 

    Drohen weitere Verzögerungen beim Bau der A1-Rheinbrücke?

    Nach Recherchen des WDR-Magazins Westpol habe man bei der Neuausschreibung des Brückenbaus der Landesbetrieb Straßen NRW mögliche Interessenkonflikte offenbar nicht angemessen berücksichtigt. An der Ausschreibung hätten sich zwei Unternehmensgruppen beteiligt. Nun sei herausgekommen, dass eine Projektleiterin von Straßen NRW mit einem führenden Mitarbeiter der mitbietenden Firma Hochtief verheiratet sei. Hochtief habe nach Westpol-Informationen inzwischen auch die Zusage für den Auftrag bekommen.

    Nach Ansicht eines Fachanwalts für Vergaberecht sei dies ein klarer Verstoß gegen die Vergabeverordnung. Der faire Wettbewerb sei gefährdet, wenn Personen mitwirkten, die bestimmte Kontakte zu beteiligten Bietern hätten.

    Quelle: https://tinyurl.com/y49k3ue8

    26.11.2020 - 

    Experte: Lärmschutzwand-Mängel hätten behoben werden müssen

    Die bereits seit Jahren bekannten Mängel an der Lärmschutzwand an der Autobahn 3 hätten unmittelbar behoben werden müssen, so der Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW, Heinrich Bökamp, nach Berichten mehrerer Tageszeitungen. Straßen.NRW habe erklärt, dass im Abnahmeprotokoll „die improvisierte Konstruktion als Mangel aufgeführt und nur unter dem Vorbehalt eines statischen Nachweises abgenommen“ worden sei. Dieser Nachweis sei „trotz mehrfacher Aufforderung nicht erbracht“ worden. Kammerpräsident Bökamp erklärte, eine Bauabnahme setze voraus, dass erkannte Defizite, die die Standsicherheit beeinträchtigen, auch behoben würden. Erst danach dürfe die Abnahme und die Freigabe für den Verkehr erfolgen.

    Auch der Mobilitätsexperte des ADAC, Roman Suthold, habe nach Berichten mehrerer Tageszeitungen Unverständnis geäußert. Indem man die Baufirma aus der Verantwortung gelassen habe, habe Straßen.NRW sich nun selbst in Haftung genommen.

    Das Verkehrsministerium habe nach eigenen Angaben einen externen Gutachter beauftragt, der die Verfahren bei Abnahmen und Prüfungen bewerten solle. Festgestellt werden solle, ob es sich um eine Verkettung individueller Fehler und Versäumnisse handele oder ein generelles Defizit in den Abläufen des Landesbetriebes vorliege.

    Quelle: www.wz.de/nrw/experte-laermschutzwand-maengel-haetten-behoben-werden-muessen_aid-54846745

    25.11.2020 - 

    Straßen.NRW: Neue Erkenntnisse bei der Aufarbeitung des A3-Unfalls

    In einer ausführlichen Stellungnahme vom 25.11.2020 beschreibt Straßen.NRW, dokumentiert mit Bildern von den unsachgemäß angebrachten Halterungen, die bisherigen Erkenntnisse zum Unfall auf der A3. Unabhängig davon, ob es sich an der A3-Unfallstelle um die Verkettung eines Baumangels mit individuellen Fehlern und Versäumnissen handele oder um ein generelles Defizit beim Prozess der Abnahme und Prüfung von Bauwerken, wolle das NRW-Verkehrsministerium die bisherige Praxis der Überwachung und Abnahme von Bauprojekten sowie die Abläufe und Organisation der Bauwerksprüfung beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen von einem externen Gutachter überprüfen und bewerten lassen. Dazu werde gerade eine Ausschreibung vorbereitet.

    Quelle: www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/meldung/neue-erkenntnisse-bei-der-aufarbeitung-des-toedlichen-a3-unfalls-in-koeln-vom-13-11-2020.html

    19.11.2020 - 

    Betonplatte tötet Autofahrerin nach Pfusch am Bau: Anwalt rechnet mit drastischen Konsequenzen

    Im Zusammenhang mit dem Unfall auf der A3 werden vereinzelt auch juristische Folgen diskutiert. In einem Beitrag auf come-on.de wird ein Rechtsanwalt zitiert, nach dessen Auffassung den Verantwortlichen erhebliche Strafen drohen. „Zumindest wegen fahrlässiger Tötung gemäß § 222 StGB“, sagt der Anwalt aus Gelsenkirchen. Damit sei mit Haftstraßen von bis zu fünf Jahren zu rechnen.

    Weiter drohten erhebliche Schadenersatzansprüche. „Strafrechtlich kann nicht nur gegen die unmittelbar handelnden Monteure ermittelt werden, sondern auch gegen Vorarbeiter und Geschäftsführung“, erklärte der Anwalt. Letztlich gehe es um die Frage, wer von den vermeintlichen Pfuscharbeiten wusste und wer die verhängnisvollen Arbeitsanweisungen gegeben und ausgeführt habe. Gegen alle Beteiligten könne strafrechtlich ermittelt werden.

    Quelle: www.come-on.de/nordrhein-westfalen/a3-unfall-betonplatte-laermschutzwand-koeln-anwalt-arndt-kempgens-konsequenzen-autobahn-90105380.html

    18.11.2020 - 

    „Da hat was nicht gepasst und ist dann passend gemacht worden“

    Im Verkehrsausschuss des NRW-Landtages hat Verkehrsminister Wüst nach Berichten mehrere Tageszeitungen über den Unfall auf der A3 berichtet. Das Verkehrsministerium sei sich sicher, dass 2007 mit Absicht gepfuscht worden sei: „Sprich: Da hat was nicht gepasst und das ist dann passend gemacht worden.“ Die Suche nach den Verursachern des Baupfuschs könnte sich aber als schwierig gestalten: Die beiden am Bau der Lärmschutzwand beteiligten Unternehmen seien inzwischen insolvent. Auch der Hersteller der Betonplatte - ein Unternehmen aus Hessen – habe schon 2014 Insolvenz angemeldet.

    Nach der letzten planmäßigen Untersuchung 2013 – und der Bewertung mit „sehr gut“ - hätte das Bauwerk 2019 erneut überprüft werden sollen. Wegen zu vieler anderer Prüfungen sei das Vorhaben aber verschoben worden, „was aufgrund des Baujahres und der sehr guten Zustandsnoten der letzten Hauptprüfung von den zuständigen Fachleuten der Landesstraßenbauverwaltung als verträglich angesehen wurde“, heißt es in einem Bericht.

    Quelle: https://ga.de/news/panorama/unglueck-in-koeln-baupfusch-um-betonplatte-an-a3_aid-54682945

    17.11.2020 - 

    Erste Untersuchungs-Ergebnisse: Lärmschutzplatte fiel wegen fehlerhafter Halte-Konstruktion auf die A3

    Straßen.NRW hat am 17.11.2020 das Ergebnis erster Untersuchungen zum Unfall mit der Lärmschutzwand veröffentlicht: An der herabgestürzten Lärmschutzplatte sei bereits bei der Montage im Jahr 2007 die Verankerung im Betonrahmen nicht fachgerecht angebracht worden. Die verbaute geschweißte Winkelkonstruktion sei nicht geeignet, die Zugkräfte der Platte aufzufangen. Die Situation vor Ort lege nahe, dass die geschweißte, fehlerhafte Konstruktion gewählt worden sei, weil die regelkonforme Konstruktion aus Platzgründen nicht montiert werden konnte. Es handele sich um einen mit Absicht herbeigeführten Mangel. Der Baumangel läge an einer unzugänglichen, nicht einsehbaren Stelle und sei ohne Demontage des Bauwerkes nicht ohne Weiteres kontrollierbar.

    Bei der letzten Hauptprüfung am 17. September 2013 seien keine Mängel festgestellt worden. Da einen Sichtprüfung der fehlerhaften Konstruktion auch aufgrund der verdeckten Lage nicht möglich war, müsse davon ausgegangen werden, dass auch bei zukünftigen Prüfungen die fehlerhafte Konstruktion nicht aufgefallen wäre.

    Straßen NRW prüfe, ob es weitere Bauwerke auch an anderen Standorten mit ähnlichen Konstruktionen in Nordrhein-Westfalen gebe. Außerdem würden die Kommunen und das Bundesverkehrsministerium informiert, um auch bundesweit ähnliche Konstruktionen zu ermitteln.

    https://www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/meldung/erste-untersuchungs-ergebnisse-laermschutzplatte-fiel-wegen-fehlerhafter-halte-konstruktion-auf-die-a3.html

    15.11.2020 - 

    Tödliches Unglück auf der A3 in Köln So ist der aktuelle Stand der Ermittlungen

    Nach dem schweren Unfall auf der Autobahn 3, bei dem sich eine fünf Tonnen schwere Lärmschutzwand löste und den Kleinwagen einer 66-jährigen Kölnerin unter sich begrub, ist die Suche nach den Ursachen nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger noch im vollen Gange. Der Landesbetrieb Straßen NRW prüfe aktuell Statik und Standfestigkeit der Lärmschutzwände entlang der Strecke. Die Dauer dieser Prüfung sei nicht absehbar. Lärmschutzwände des gleichen Typs seien laut Landesbetrieb entlang verschiedener Autobahnen in NRW verbaut worden. Landesweit gebe es an rund 1000 Autobahnkilometern Lärmschutzwände in verschiedenen Bauweisen.

    Quelle: www.ksta.de/koeln/toedliches-unglueck-auf-der-a3-in-koeln-so-ist-der-aktuelle-stand-der-ermittlungen-37620464

    12.10.2020 - 

    Die letzten Tage sind gezählt: Die Talbrücke Eisern Nord wird am Sonntag gesprengt

    Auf große Aufmerksamkeit besonders in den regionalen Medien stößt die für den 18.10.2020 geplante Sprengung der einen Hälfte der Talbrücke Eisern. Unter der Brücke wurde ein ca. 6 m hohes Fallbett aufgeschüttet, um die Schwingungen im Boden so gering wie möglich zu halten. Der nördliche Teil der Brücke wird mit 61,5 kg Sprengstoff zu Fall gebracht. Die Brücke hat fünf Pfeiler, eine Länge von 327 m und wiegt einschließlich der Pfeiler ca. 12.300 t. Die ingenieurtechnischen Vorbereitungen für die Sprengung dauerten ca. drei Jahre, die sprengtechnische Vorbereitung an der Brücke fünf Wochen.

    Quellen u.a.: www.wirsiegen.de/2020/10/die-letzten-tage-sind-gezaehlt-die-talbruecke-eisern-nord-wird-am-sonntag-gesprengt/323872/

    Alle Hintergründe zur Sprengung und zum Bauprojekt finden sich auch auf der Webseite von Straßen.NRW:

    Quelle: www.strassen.nrw.de/de/wir-bauen-fuer-sie/projekte/a45/ausbau-und-brueckensanierungen/projekt/neubau-der-talbruecke-eisern/articles/wir-bauen-fuer-sie-projekte-a45-ausbau-und-brueckensanierungen-projekt-neubau-der-talbruecke-eisern.html

    06.10.2020 - 

    Durchführung der Bauwerksprüfung bei den kommunalen Straßenbaulastträgern in Nordrhein-Westfalen

    Mit Schreiben vom 6. Oktober 2020 empfiehlt das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen den Straßenbaulastträgern dringend „bei der regelmäßigen Prüfung und Überwachung der Bauwerke die Festlegungen der DIN 1076 zu beachten.“ Die DIN 1076 stelle nach wie vor das grundlegende technische Regelwerk für die Überwachung und Prüfung des Zustands von Ingenieurbauwerken und zugleich die „allgemein anerkannte Regel der Technik“ für diesen Aufgabenbereich dar. Sie habe dadurch neben dem technischen Charakter auch eine rechtliche Wirkung für alle betroffenen Baulastträger.

    Das Ministerium betont, dass neben der Durchführung der regelmäßigen Hauptprüfung alle sechs Jahre auch die regelmäßige Durchführung der Einfachen Prüfung drei Jahre nach der Hauptprüfung erfolgen müsse. Sollte es Kommunen geben, die Bauwerksprüfung nicht oder nur teilweise nach DIN 1076 durchführten, sollte im Rahmen der Fachaufsicht auf eine regelkonforme Durchführung und Dokumentation der regelmäßigen Bauwerksprüfung hingewirkt werden.

    Der Städtetag Nordrhein-Westfalen hat an seine Mitglieder nicht nur das Schreiben des Verkehrsministeriums weitergeleitet, sondern gleichzeitig auf die Leistungen des VFIB hingewiesen: „Eine fachlich fundierte Bauwerksprüfung aller wichtigen Verkehrsingenieurbauwerke der städtischen Baulastträger halten wir für wichtig. Der Deutsche Städtetag ist seit 2016 ideelles Mitglied im Verband zur Förderung der Qualitätssicherung der Bauwerksprüfung (VFiB), um dieses wichtige Anliegen zu betonen.“

    Der VFIB führe regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Ingenieurinnen und Ingenieure in der „Brückenprüfung“ durch und er habe Empfehlungen zur Leistungsbeschreibung, Aufwandsermittlung und Vergabe von Leistungen der Bauwerksprüfung nach DIN 1076 veröffentlicht.

    Quellen: Schreiben des NRW-Verkehrsministeriums vom 6. Oktober 2020 und des Städtetages Nordrhein-Westfalen vom 12.10.2020

    01.10.2020 - 

    Der XXL-TÜV: Stanislaw Kryn prüft die Kanalbrücke in Minden auf Herz und Nieren

    Über eine eher ungewöhnliche Brückenprüfung berichtet das Mindener Tageblatt. Alle sechs Jahre müsse Stanislaw Kryn beurteilen, ob die Mittellandkanal-Brücke über der Weser halte. Die Brücke sei zwischen 1911 und 1914 erbaut worden, sei 370 Meter lang und habe eine Trogbreite von 24 und eine Trogtiefe von drei Metern. Das Gesamtgewicht der historischen Kanalbrücke betrage mit Wasser rund 24.000 Tonnen.

    Quelle (gegen Bezahlung): https://www.mt.de/lokales/minden/Der-XXL-TUeV-Stanislaw-Kryn-prueft-die-Kanalbruecke-in-Minden-auf-Herz-und-Nieren-22872284.html

    25.09.2020 - 

    A 1-Brücke: Entscheidung im November

    Nach einem Bericht des Bonner General-Anzeiger soll noch im November entschieden werden, welches Unternehmen eines der wichtigsten Bauprojekte in NRW, die Autobahnbrücke der A1 bei Leverkusen fortführen soll. 2021 solle der Weiterbau dann so schnell wie möglich starten. Noch würden sich zwei Unternehmen um den Auftrag bewerben. Das Land wolle aber die Lieferungen der Stahlteile separat prüfen, denn es solle nicht nur um den Preis, sondern auch um die Qualität gehen.

    Quelle: https://epaper.ga.de/issue.act?issueId=764046&newsitemId=69877539&token=8zGyNmO9gvZhGAWhoIKaYg

    22.09.2020 - 

    Ermittlungen zu Brückenabsturz in Telgte eingestellt

    Nach dem Absturz eines Betonteils einer Brücke auf die Bahnstrecke Münster – Osnabrück drohen der Stadt Telgte offensichtlich keine strafrechtlichen Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft habe überprüft, ob mangelnde Kontrollen oder fehlende Reparaturen der für die Brücke zuständigen Stadt Telgte zu dem Absturz beigetragen hätten. Dieses Ermittlungsverfahren sei eingestellt worden, so Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper. Damit sei klargestellt, dass die Brückenhauptprüfungen der Stadt in 2008 und 2016 fehlerfrei waren. Auch wenn die damals festgestellten Mängel nicht behoben worden seien, so hätte der Absturz des Brückenwerkteils auch durch rechtzeitige Nachbesserung der dort genannten Defizite nicht hätte verhindert werden können. Nach Angaben eines Gutachters hätten die für den Absturz entscheidende Korrosion durch die Brückenprüfung nicht festgestellt werden können. Ursache sei vielmehr ein systembedingter "Schädigungsmechanismus", der auch bei weiteren Straßenbrücken dieser weit verbreiteten Bauart zu erwarten sei.
    Quellen: https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/einsturz-eisenbahnbruecke-telgte-100.html

    und
    https://www.azonline.de/Muensterland/4279031-Staatsanwaltschaft-beendet-Untersuchungen-Ermittlungsverfahren-zum-Brueckenabsturz-in-Vadrup-eingestellt

    01.09.2020 - 

    Einblicke in das technische Herz des Rheinufertunnels

    Ausführlich berichtet die Online-Zeitung Rhein-Ruhr über die Technik, die bei Wartung und Überprüfung des 1.930 Meter langen Rheinufertunnels in Düsseldorf erforderlich ist. Alle sechs Jahre würden die Ingenieurbauwerke einer umfassenden Hauptprüfung unterzogen, bei der alle, auch die schwer zugänglichen Bauwerksteile handnah geprüft werden müssten. Die einfache Prüfung dagegen stelle gegenüber der Hauptprüfung eine vergleichende Prüfung dar und werde drei Jahre nach einer Hauptprüfung vorgenommen. Die einfache Prüfung sei, soweit vertretbar, ohne Verwendung von Besichtigungsgeräten als intensive, erweiterte Sichtprüfung auszuführen. Bei der einfachen Prüfung würden die Ergebnisse der vorhergehenden Hauptprüfung berücksichtigt und die im zugehörigen Protokoll gekennzeichneten Mängel oder Schäden geprüft. Würden bei einer einfachen Prüfung bedenkliche Mängel, Schäden oder Hinweise auf erhebliche Veränderungen gegenüber dem letzten Prüfbericht festgestellt, so werde die einfache Prüfung ganz oder teilweise auf den Umfang einer Hauptprüfung erweitert. Wesentlicher Teil der Tunnelunterhaltung sei auch die regelmäßige Wartung der vielfältigen und hochkomplexen betriebstechnischen Anlagen gemäß den Vorgaben der entsprechenden Normen und Richtlinien sowie der Herstellervorgaben.

    Quelle: https://lokalklick.eu/2020/09/01/einblicke-in-das-technische-herz-des-rheinufertunnels/

    28.08.2020 - 

    Brücke stürzt auf Bahnstrecke - Fernverkehr muss umgeleitet werden

    Der Sturz einer maroden Brücke auf eine viel befahrene Bahnstrecke in Wuppertal hat ein Wochenende den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigt. Die Brücke sollte abgerissen werden. Der Abriss war aber schiefgelaufen, als Brückenelemente nicht wie geplant per Schwerlastkran weggehoben werden konnten, sondern auf die Strecke fielen.

    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/wuppertal-bruecke-stuerzt-auf-bahnstrecke-fernverkehr-muss-umgeleitet-werden-a-0696e291-a7f0-41d6-96ec-1db42d5e7658

    23.07.2020 - 

    Verkehrsminister will Autofahrer durch mehr Tempo beim Brückenbau entlasten

    In zahlreichen nordrhein-westfälischen Tageszeitungen wird über eine Initiative des NRW-Verkehrsministers Wüst berichtet, um Sanierungsstaus bei Autobahnbrücken in NRW häufiger durch neue und damit schnellere Brückenbauverfahren abzubauen. Mehr als 6000 Brücken müssten in den nächsten Jahren erneuert oder von Grund auf saniert werden. Als Beispiel nannte der die A1, wo eine sechsstreifige Autobahnbrücke in Rekordzeit fertiggestellt worden sei – mehr als neun Monate seien eingespart worden. Dabei seien statt der herkömmlichen Bauweise, bei denen der Beton vor Ort erst aushärten müsse, riesige Fertigbauteile zum Einsatz gekommen.

    Auch wenn die reinen Brückenbaukosten durch den Fertigteileinsatz höher lägen, so sei der volkswirtschaftliche Nutzen natürlich gigantisch. Wüst: Bauzeitverkürzung bedeute weniger Staus, weniger Belastung durch Staus oder in anderen Fällen durch Umleitungsverkehre.

    Quelle: https://www.welt.de/regionales/nrw/article212116039/NRW-Verkehrsminister-Wuest-Autofahrer-durch-mehr-Tempo-beim-Brueckenbau-entlasten.html

    22.07.2020 - 

    Brückenabsturz in Westbevern-Vadrup hat juristisches Nachspiel

    Nach einem Bericht der Westfälischen Nachrichten hat die Staatsanwaltschaft Münster hat in Zusammenhang mit dem Bahn-Brückeneinsturz am 5. Juni in Westbevern-Vadrup ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Telgte/4238674-Brueckenabsturz-in-Westbevern-Vadrup-Fall-hat-juristisches-Nachspiel

    14.07.2020 - 

    Im Bauch der Oberkasseler Brücke

    Mehrere nordrhein-westfälische Tageszeitungen berichten über eine Besichtigung der Oberkasseler Rheinbrücke, die die zuständige Dezernentin der Stadt Düsseldorf für Medienvertreter organisiert hatte. Dabei konnten die Vertreter nicht nur das Innere der Brücke besichtigen, sondern erfuhren auch zahlreiche Einzelheiten über Ablauf und Frequenz von Brückenprüfungen.

    Quelle: https://www.wz.de/nrw/duesseldorf/duesseldorf-im-bauch-der-oberkasseler-bruecke_aid-52174577

    09.07.2020 - 

    Rheinbrücken an der A1und A40

    Mit dem Bau der Rheinbrücken an der A1 bei Leverkusen und an der A40 bei Duisburg befasst sich die AfD- Fraktion im deutschen Bundestag in einer Kleinen Anfrage. Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, welche Kriterien der Bundesregierung bekannt sind, die zur Vergabe des Baus der Brücke an der A1 bei Leverkusen an eine österreichische Firma geführt haben.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/209/1920937.pdf

    26.06.2020 - 

    Schiffskollision führt zu Brückeneinsturz

    Zu den Gründen für den Einsturz der Kunkenmühler Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal bei Emsbüren im Emsland im Mai dieses Jahres äußert sich die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag. Demnach ragte der Bug eines Güterschiffs zu weit aus dem Wasser und prallte deshalb gegen den Brückenüberbau. Daraufhin sei das Mittelteil des Überbaues aus der Fassung gehebelt worden und in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt. Der Schiffsverkehr sei inzwischen wieder möglich. Die Brücke soll den Angaben zufolge bis 2025 ersetzt werden.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/204/1920431.pdf

    16.06.2020 - 

    Marode A-1-Brücke in Leverkusen

    Das Bundesverkehrsministerium hat inzwischen die Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zur A1-Rheinbrücke bei Leverkusen beantwortet. Gefragt war u.a., wann das Verkehrsministerium erstmals von den Schwierigkeiten mit dem Stahl erfahren habe. Das Ministerium teilte jetzt mit, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW von Beginn der Planungen, Bauvorbereitungen und Baudurchführungen im rund vierwöchigen Abstand auftraggeberinterne Projektbesprechungen unter Teilnahme des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, des Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen durchgeführt habe. Im Februar 2019 sei auch das Szenario einer Kündigung erörtert worden.

    Quelle: dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/200/1920017.pdf

    07.06.2020 - 

    Knapp an der Katastrophe vorbei

    Anfang Juni stürzte ein tonnenschweres Betonteil von einer Brücke auf die Bahnstrecke Münster–Osnabrück. Züge befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks zwar nicht mehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt. Einer hatte aber noch rund sechs Minuten zuvor den betroffenen Abschnitt passiert. Personen wurden nicht verletzt. Dieses Thema wurde von zahlreichen Tageszeitungen aufgegriffen. Zu den Ursachen für den Einsturz liegen bisher keine Informationen vor.

    Quelle: www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Telgte/4212188-Betonteil-stuerzt-auf-Bahnstrecke-Knapp-an-der-Katastrophe-vorbei

    05.06.2020 - 

    Innovatives System zur Verkehrslenkung schützt belastete Bauwerke – Pilotprojekt Brückenwächter gestartet

    In mehreren nordrhein-westfälischen Tageszeitungen wird über ein Pilotprojekt von Straßen.NRW gemeinsam mit dem Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen und der Firma Neurosoft GmbH berichtet. Der erste sogenannte „Brückenwächter“ in Wetter an der Ruhr solle verhindern, dass zu schwere Fahrzeuge über eine vorgeschädigte Brücke rollen. Kennzeichnend für den Brückenwächter sei die direkte Ansprache des Fahrers. Auf einer LED-Anzeigetafel werde dem Fahrer das Kennzeichen seines Lkw angezeigt und unter der Nummer die Aufforderung, auf die Umleitungsstrecke abzubiegen.

    Bis ein LKW vom Brückenwächter erkannt wird, habe der Fahrer schon einige Hinweise auf die gesperrte Brücke und die damit empfohlene Umleitung ignoriert. Der Brückenwächter stehe dort, wo die letzte Möglichkeit einer Umfahrung gegeben ist. Passiert ein Lkw die Brücke trotz der direkten Aufforderung, eine Umleitung zu nehmen, werde auch das registriert. Auf der Brücke sei eine Blitzanlage installiert.

    Quelle: www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/meldung/innovatives-system-zur-verkehrslenkung-schuetzt-belastete-bauwerke-pilotprojekt-brueckenwaechter-gestartet-9314.html

    22.05.2020 - 

    Rodenkirchener Brücke
    Statik entscheidet wohl über Abriss – A4-Ausbau beginnt

    Im Zusammenhang mit dem geplanten achtspurigen Ausbau der Autobahn A4 werde auch geprüft, ob die markante Rodenkirchener Hängebrücke über den Rhein abgerissen werden müsse. Darüber berichtet die Kölnische Rundschau. Für die zuletzt 1994 erweiterte Brücke laufe bis Jahresende eine statische Untersuchung. Ihr Vorgängerbau, der 1941 als „Adolf-Hitler-Brücke“ eröffnet wurde, war damals die größte Hängebrücke Europas, 1945 zerstört und in den 50er Jahren neugebaut worden.

    Ausführlich wird im Bericht auch über die von Straßen.NRW initiierte Bürgerbeteiligung, u.a. mit einem Dialogforum berichtet. Ein maximal 35-köpfiges Dialogforum solle den Planungsprozess begleiten. Etwa die Hälfte der Plätze soll an Bürgervereine und acht Zufallsbürger (vier Männer und vier Frauen), die sich bewerben können, vergeben werden.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.rundschau-online.de/region/koeln/rodenkirchen/rodenkirchener-bruecke-statik-entscheidet-wohl-ueber-abriss---a4-ausbau-beginnt-36735748

    18.05.2020 - 

    Leverkusener Brücke Das sagt ein Brückenexperte zum Desaster und den Chancen

    Die Kölnische Rundschau veröffentlicht ein ausführliches Interview mit dem Brückenexperten Dr.-Ing. Heinrich Bökamp zur neuen Ausschreibung für die Leverkusener Rheinbrücke der A1. Das eigentliche Problem bei solchen Ausschreibungen sei die Auswahl des geeigneten Anbieters, vor allem, wenn als wesentliches Vergabekriterium lediglich der angebotene Preis zähle. Solange allein der Preis regiere, sei ein gutes Endergebnis dem Zufall überlassen.

    Wichtig sei es daher, Ausschreibungen ganz grundsätzlich, außer mit dem Preis mit weiteren Vergabekriterien anzureichern. Das ermögliche es, letztlich ungeeignete Bieter trotz niedrigstem Preis im Extremfall ausschließen zu können. Bökamp betonte, dass Sicherheit kein verhandelbares Gut sei und ein „bisschen Sicherheit bedeutet Unsicherheit“.

    Den vorgesehenen Termin für die Freigabe des ersten Brückenteils im September 2023 sieht Bökamp kritisch. Das sei nur realistisch, wenn alles planmäßig laufe. Er gehe schon allein auf Grund der Risiken im Vergabeverfahren von einem größeren Zeitkorridor aus. Der Zeitplan sei auch abhängig von den personellen Ressourcen bei Straßen.NRW.

    Quelle (gegen Bezahlung): www.rundschau-online.de/region/leverkusener-bruecke-das-sagt-ein-brueckenexperte-zum-desaster-und-den-chancen-36713254

    14.05.2020 - 

    Desaster an Leverkusener Rheinbrücke wird untersucht

    Der Skandal rund um den vorläufig gescheiterten Neubau der Leverkusener Rheinbrücke wird auf Antrag der SPD vom Landtag in einer Anhörung von Experten unter die Lupe genommen. Darauf habe sich der Verkehrsausschuss der Landtages geeignet, berichten mehrere Zeitungen.

    Der Verkehrsminister habe vor dem Ausschuss angekündigt, Straßen NRW werde die Porr AG auf Schadenersatz wegen des Desasters verklagen. Man werde alle „Mehrkosten infolge der Neuvergabe“ einfordern. Eine frühere Kündigung des Vertrages sei nicht möglich gewesen, da man zuerst genügend Gutachten von Experten habe einholen müssen, um der Porr AG schuldhafte Versäumnisse nachweisen zu können. Das Projekt sei verheerend gelaufen. Es habe bis zu 600 Beanstandungen an einem Bauteil gegeben.

    Quelle: https://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/deutschland/desaster-an-leverkusener-rheinbruecke-wird-untersucht_aid-50877315

    11.05.2020 - 

    Schiff bringt Brücke über Dortmund-Ems-Kanal zum Einsturz

    Nach Berichten zahlreicher Medien in Nordrhein-Westfalen hat ein Binnenschiff auf dem Dortmund-Ems-Kanal eine Brücke gerammt und so stark beschädigt, dass das Bauwerk einstürzte. Der Kanal als Verbindung des östlichen Ruhrgebietes mit der Küste könne erst einmal nicht genutzt werden, voraussichtlich für längere Zeit. Nach den ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Meppen dürfte das unbeladene Frachtschiff mit Heimatort Moers zu wenig Ballastwasser geführt haben, so dass der Bug zu weit aus dem Kanal ragte. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen.

    Die betroffene Kunkenmühler Brücke wurde 1954 gebaut und war über 60 Meter lang. Das Bauwerk gehörte zu den weniger stark frequentierten Brücken über den Kanal, liege jedoch an beliebten Radwegen. Der rund 225 Kilometer lange Dortmund-Ems-Kanal verbindet seit seiner Eröffnung 1899 das östliche Ruhrgebiet mit dem Seehafen von Emden.

    Quelle: https://www.general-anzeiger-bonn.de/news/panorama/schiff-bringt-bruecke-ueber-dortmund-ems-kanal-zum-einsturz_aid-50489137

    08.05.2020 - 

    A1-Brücke: IHK macht Druck

    Die Rheinischen Industrie- und Handelskammern haben sich an den NRW-Verkehrsminister Wüst gewandt. Aus Sicht der Wirtschaft habe die frühzeitige Fertigstellung der Brücke in ihrer endgültigen Form höchste Priorität. Bereits jetzt sei vorhersehbar, dass die Einschränkungen für den Wirtschaftsverkehr zusammen mit den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Schäden durch die Neuausschreibung und Neuvergabe mindestens zwei weitere Jahre aufrechterhalten werden müssten. Die Geschäftsführer der sieben rheinischen IHKs hätten zusätzlich einen Runden Tisch zur inhaltlichen und kommunikativen Unterstützung des weiteren Verfahrens vorgeschlagen sowie ein Kontroll- und Informationsgremium bei Straßen.NRW.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/leverkusen-industrie-und-handelskammer-fordert-hoechste-prioritaet-fuer-a1-bruecke_aid-50449207

    30.04.2020 - 

    Ministerium wusste früh von Mängeln an Leverkusener Rheinbrücke

    In einer aktuellen Stunde des Landtages von NRW hat nach Berichten in mehreren NRW-Tageszeitungen die Opposition der CDU/FDP-Landesregierung vorgeworfen, die gravierenden Probleme mit Importstahl aus China vertuscht und verschleppt zu haben. NRW-Verkehrsminister Wüst habe erst etwa ein Jahr später gehandelt, obwohl Mitarbeiter immer wieder auf Probleme hingewiesen hätten, so der SPD-Fraktionsvize Ott. Wüst habe in der Debatte eingeräumt, dass schon im Februar 2019 „verschiedene Szenarien“, darunter auch eine Kündigung des Bauvertrags, im Raum gestanden hätten. Ein Neustart mit einem verbindlichen Zeitplan sei nach Aussage des Ministers jetzt besser als „Unsicherheiten und Streitereien auf der Baustelle.“. Die Landesregierung nehme dafür auch einen langen Rechtsstreit in Kauf. „Aber bei Qualität und Sicherheit darf es keine Abstriche geben.“

    Nach Worten des Grünen-Fraktionschefs Arndt Klocke sei die Leverkusener Brücke bundesweit zum „Symbol für die bröckelnde Infrastruktur in Deutschland“ geworden. Auch für die SPD stehe die marode Brücke inzwischen „symbolisch für das Versagen aller Regierungen in Deutschland im Umgang mit der Infrastruktur“. „Hier droht der Berliner Flughafen in Form einer Brücke.“

    Die Baugewerkschaft (IG Bau) machte die Vergabepraxis von Bund und Ländern für die drohende Kostenexplosion verantwortlich: „Wer bei öffentlichen Aufträgen vor allem auf den günstigsten Preis schaut, handelt sich im Nachhinein oft große Scherereien ein.“ Auch die AfD-Fraktion kritisierte: „Die günstigste Baudurchführung führt ganz offensichtlich nicht immer zu den gewünschten qualitativ hochwertigen Bauergebnissen.“

    Wüst kündigte Änderungen bei den Regeln für Bieter in Ausschreibungen an. Künftig sollten Stahlbauer nicht mehr als Subunternehmer, sondern direkt in die Bieterkonsortien mit hineingenommen und damit direkte Vertragspartner werden.

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/news/panorama/leverkusener-rheinbruecke-ministerium-wusste-frueh-von-maengeln_aid-50316101

    27.04.2020 - 

    Die Leverkusener Rheinbrücke wird jetzt noch teurer

    Mit den aller Voraussicht nach steigenden Kosten für die Sanierung der Leverkusener Rheinbrücke beschäftigt sich die Rheinische Post in einem ausführlichen Beitrag. Nach der Kündigung des Vertrags werde der Bau nach Einschätzung von Straßen.NRW teurer. „Wir rechnen mit Mehrkosten“, sagte der Sprecher des Landesbetriebs, Bernd Löchter. Über die Höhe könne man zurzeit allerdings noch nichts sagen. Die Kalkulation werde Teil der neuen Ausschreibung sein. Zudem wolle man sich die Mehrkosten danach „vom bisherigen Unternehmer“ wiederholen. Geplant sei nach Aussagen von Straßen.NRW ein Baubeginn im November.

    Auch der ADAC rechne mit deutlichen Mehrkosten für das Projekt, zum einen wegen der zu erwartenden zusätzlichen Gerichtskosten durch den Streit mit dem gekündigten Baukonzern. Zum anderen werde die neue Baufirma vermutlich höhere Kosten ansetzen, um ihr Risiko entsprechend einzukalkulieren und weil davon auszugehen sei, dass in der Ausschreibung eine Stahlproduktion in China ausgeschlossen werde.

    Wie aus Antworten des NRW-Verkehrsministeriums auf Fragen der SPD-Fraktion im Landtag hervorgehe, schwelte der Streit um die Bauteile bereits seit Beginn der Fertigung in China. Nach Vor-Ort-Terminen von Mitarbeitern bzw. Vertretern des Landesbetriebs Straßen.NRW habe es Besorgnis um die Qualität der Fertigungsprozesse gegeben. Den Auftrag an das chinesische Unternehmen habe der Konzern als Generalunternehmer erteilt. Straßen.NRW habe darauf keinen Einfluss gehabt.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/rheinbruecke-leverkusen-wird-durch-kuendigung-teurer_aid-50274709

    24.04.2020 - 

    Straßen NRW kündigt Vertrag mit Baukonzern für Leverkusener Rheinbrücke

    „Bei Qualität und Sicherheit der neuen Brücke dürfen keine Abstriche gemacht werden“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst nach einem Bericht des General-Anzeiger Bonn. Deshalb sei der Vertrag mit dem Bauunternehmen wegen gravierender Mängel bei der Verarbeitung der Stahlbauteile, die weder die deutschen Normen noch die vertraglichen Vereinbarungen erfüllten, gekündigt worden. Der gemeinsame Anspruch von Bund, Land und Straßen NRW sei es, eine qualitativ hochwertige und langlebige Brücke zu bauen, die Jahrzehnte hält. Das Bauunternehmen habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Gutachten bestätigten, dass eine Beseitigung der festgestellten Fehlstellen unproblematisch vorgenommen werden könnte.

    Trotz monatelanger Gespräche habe keine Einigung über den Umgang mit der Vielzahl der Mängel erzielt werden können, heiße es in einer Mitteilung von Straßen NRW „Das zwingt uns dazu, einen neuen Partner zur Fertigstellung der Brücke zu finden“, erklärte Sascha Kaiser, Direktor beim Landesbetrieb. Nur eine Neuausschreibung mit Neuherstellung der Bauteile schaffe einen verlässlichen Zeitrahmen und eine normenkonforme sowie vertragsgerechte Qualität.

    Bereits in der kommenden Woche solle die Ausschreibung veröffentlicht werden. Mit Bonuszahlungen, Zwischenfristen und Vertragsstrafen solle ein zügiger Bauablauf gewährleistet werden. Als Termin für Fertigstellung der ersten neuen Brücke gebe Straßen NRW den September 2023 vor.

    Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de/region/koeln-und-rheinland/strassen-nrw-kuendigt-vertrag-mit-baukonzern-fuer-leverkusener-rheinbruecke_aid-50233201

    24.04.2020 - 

    Leverkusener Autobahnbrücke: Neubau verzögert sich um Jahre

    Vor allem in den nordrhein-westfälischen Medien, aber auch überregional wird ausführlich über die zu erwartenden Verzögerungen beim Bau der Leverkusener Rheinbrücke berichtet. Der Bau werde sich, so u.a. der EXPRESS, um mindestens zwei Jahre bis Ende 2023 verzögern. Der Landesbetrieb Straßen NRW habe dem österreichischen Baukonzern Porr AG mit sofortiger Wirkung gekündigt. Das komme faktisch einem Baustopp gleich, denn das Projekt müsse jetzt neu ausgeschrieben werden.

    Grund für die Kündigung seien schwerwiegende Mängel an 22 Stahlbauteilen, die in China produziert und bereits ausgeliefert wurden. Sie wurden für den Bau des ersten Brückenteils benötigt, der nach dem bisherigen Plan Ende 2021 abgeschlossen sein sollte. Die inzwischen untersuchten Bauteile wiesen derart schwerwiegende „systematische Mängel“ auf, dass sie nicht eingebaut werden könnten. Der Landesbetrieb spreche von 250 bis 600 Mängeln pro Bauteil. Selbst nach einer Reparatur würden diese daher weder den Verträgen entsprechen noch die geforderten Normen erfüllen. Weil niemand vorhersagen könne, welche Folgen das für eine Brücke habe, über die täglich 120.000 Fahrzeuge, darunter 14.000 Lkw fahren, „käme die Inbetriebnahme mit diesen reparierten Mängeln einem experimentellen Bauwerk gleich“, heiße es in einem internen Schreiben.

    Quelle: www.express.de/koeln/nrw-zieht-notbremse-leverkusener-autobahnbruecke--neubau-verzoegert-sich-um-jahre-36604128

    17.04.2020 - 

    Leverkusener Brücke: Verzögerung um Jahre

    Nach Berichten des Kölner Stadt-Anzeiger und des WDR droht dem Neubau der Leverkusener Rheinbrücke ein möglicherweise mehrjähriger Stillstand und erhebliche Mehrkosten. Der Grund liege in mangelhaften Stahlbauteilen. Die österreichische Baufirma Porr AG hatte für den Bau der Stahlteile eine Firma in China beauftragt. Laut TÜV Rheinland sei der Bau der Teile nicht genügend kontrolliert worden, da Straßen.NRW mittlerweile gravierende Mängel bei den Bauteilen festgestellt habe. Erst nach weiteren Gespräche mit der Baufirma solle entschieden werden, ob Verträge mit der Baufirma aufgelöst werden müssten. Sollte das geschehen und müssten die Stahlbauteile neu gefertigt werden, drohen Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich.

    Die Porr AG habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Bauteile würden europäischen Standards genügen. Das Problem liege im Zustand der alten, noch abzureißenden Brücke ein Problem. Sie sei mit Asbest belastet.

    Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/leverkusen-bruecke-104.html

    25.03.2020 - 

    A1: Brückenbau im Schnellverfahren lässt Verkehr schneller wieder fließen

    Der Hellweger Anzeiger berichtet (nicht im Netz) über ein Verfahren von Straßen.NRW an der A1 bei Unna, bei dem die Kernbauzeit um mindestens 180 Tage und damit um 40 Prozent verkürzt werden solle. In Pilotprojekten seien bereits unterschiedliche Verfahren getestet worden– bislang bei Brücken, die über eine Autobahn führen. Die erste so genannte Bausteinbrücke sei im Sommer 2018 nach nur 100 Tagen Bauzeit an der A46 in Hagen freigegeben worden. Das Bauwerk über die Autobahn sei fast komplett im Betonwerk hergestellt und dann vor Ort zügig montiert worden. An der A1 setze man darum nicht allein auf angelieferte Fertigteile, sondern betoniere zum Beispiel ein Teil der Widerlager vor Ort.

    Quelle (Pressemeldung von Straßen.NRW)
    www.strassen.nrw.de/de/presse/meldungen/meldung/a1-brueckenbau-im-schnellverfahren-laesst-verkehr-schneller-wieder-fliessen.html

    06.02.2020 - 

    Eisenbahnbrücken in Nordrhein-Westfalen

    In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Angaben der Bundesregierung 4.382 Eisenbahnbrücken, wovon 248 der Zustandskategorie 4 (Gravierende Schäden am Bauwerksteil, welche die Sicherheit noch nicht beeinflussen) zugeordnet sind. Das geht aus der Antwort der Regierung (19/17061) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) liege das Durchschnittsalter der Eisenbahnbrücken in Nordrhein-Westfalen bei etwa 86 Jahren, heißt es in der Antwort. 2.724 Brücken seien älter als 80 Jahre.

    Im Zeitraum zwischen 2017 und 2019 seien in Nordrhein-Westfalen 67 Eisenbahnbrücken "aktivierungsfähig saniert, erneuert oder gebaut" worden, schreibt die Regierung ebenfalls unter Bezug auf Auskünfte der DB AG. Voraussichtlich 19 erneuerte Brücken sollen im Zeitraum zwischen 2020 und 2021 in Betrieb genommen werden

    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/170/1917061.pdf

    17.12.2019 - 

    Deutschlands längste Schrägseilbrücke: Neue A40-Brücke in Duisburg – Startschuss für das Mega-Projekt

    Die Rheinische Post berichtet über den ersten Spatenstich für die längste Schrägseilbrücke Deutschlands, die neue A 40-Rheinbrücke in Duisburg. Bis 2026 solle der achtstreifige Ausbau zwischen Homberg und Neuenkamp fertig sein. Der Bund, so Verkehrsministr Scheuer, investiere in das Vorhaben rund 365,5 Millionen Euro, rund 250 Millionen Euro koste dabei der Bau der neuen Brücke. Scheuer erinnerte daran, dass die Rheinbrücke 1970 für rund 30.000 Fahrzeuge pro Tag gebaut worden sei – inzwischen seien es über 100.000.

    Der Brückenbau sei „richtig wichtig“ für die Region, meinte auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Nur zwei von zwölf Brücken in der Region seien noch vollständig intakt. Die Waagen auf beiden Seiten sollten verhindern, dass die Schäden noch schlimmer würden. So beenden in diesen Tagen die Ingenieure vom Landesbetrieb Straßen NRW den 13. Brückenprüflauf – wieder mit einem vollen Auftragsbuch für die Schweißer. „Unser Kontrollnetz ist eng, um neue Schäden früh zu erkennen und entsprechend reagieren zu können“, sagte Straßen-NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek. Der Verkehr solle so bis zur Fertigstellung des Neubaus fließen.

    Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburg-neue-a40-bruecke-startschuss-fuer-das-mega-projekt-am-rhein_aid-47439707

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  • Rheinland-Pfalz

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    14.10.2022 - 

    Schwerer Arbeitsunfall auf der A65 – Betonteile aus Lärmschutzwand haben zwei Arbeiter schwer verletzt

    Aus einer Lärmschutzwand an der A65 haben sich Betonteile gelöst und zwei Arbeiter schwer verletzt. Bei Arbeiten an der Lärmschutzwand im sogenannten Landauer Trog, einer Unterführung nahe der Anschlussstelle Landau Zentrum, sollten Verankerungselemente erneuert werden. Dabei habe sich eine Betonplatte gelöst und sei auf eine Hebebühne gefallen, auf der zwei Arbeiter standen. Die Untersuchungen zur Ursache laufen noch.

    Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/landau-a65-bauarbeiten-unfall-betonplatte-zwei-verletzte-100.html

    26.08.2022 - 

    „Hingucker”-Idee Mittelrheinbrücke, Ahrtal und Co.: So geht's bei den wichtigsten Brücken des Landes voran

    Die Rhein-Zeitung beschreibt in einem ausführlichen Artikel die 13 wichtigsten Brückenbau-Projekte in Rheinland-Pfalz, einschließlich der Überlegungen zu einer neuen Mittelrheinbrücke, über die seit mehr als 50 Jahren diskutiert werde.

    Quelle: https://www.rhein-zeitung.de/region/rheinland-pfalz_artikel,-grossbaustelle-bruecken-die-wichtigsten-projekte-in-rheinlandpfalz-im-ueberblick-_arid,2443252.html

    26.03.2022 - 

    Autobahnen droht Sperrung

    Nach einem internen Bericht der Bundesregierung, über den das Nachrichtenmagazin Der Spiegel informiert, drohe auf mehreren Autobahnen in Deutschland eine Sperrung. Wegen Personalausfällen durch Coronainfektionen sei »die Aufrechterhaltung des Betriebs« einiger Autobahntunnel in Rheinland-Pfalz und im Saarland »gefährdet«. In der Folge könnte es demnach zu »Vollsperrungen von Bundesautobahnabschnitten« kommen, warnt die Bundesregierung. Dies könnte sich auch auf den Gütertransport und den Einsatz von Notärzten und Rettungswagen auswirken, die im Ernstfall Umwege fahren müssten.

    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/autobahn-sperrung-drohende-vollsperrung-von-autobahnabschnitten-a-449e9035-294f-401a-b9c8-cc73d546fa31?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

    18.03.2022 - 

    Letzte Hauptprüfung der Lautertalbrücke im Dezember 2020

    Auf eine entsprechende Anfrage der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag nach Prüfungen der Lautertalbrücke auf der A 73 in Rheinland-Pfalz hat die Bundesregierung jetzt geantwortet: Die letzte Hauptprüfung der Lautertalbrücke wurde am 1. Dezember 2020 durchgeführt, die letzte einfache Prüfung am 14. November 2017 und die letzte Sichtprüfung am 22. Juni 2021. Eine Prüfung aus besonderem Anlass (Sonderprüfung) sei nicht erforderlich gewesen.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/009/2000927.pdf

    15.10.2021 - 

    Erhaltung und Zustand von Brücken in kommunaler Baulast

    Der Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz hat nach 2021 erneut einen ausführlichen Bericht über die Erhaltung und den Zustand von Brücken in Rheinland-Pfalz veröffentlicht, der von mehreren Medien aufgegriffen wurde. Seit 2013 seien zwar erkennbare Fortschritte zu verzeichnen, insbesondere bei der Datenhaltung, den Brückenprüfungen und bei der Erhaltungsplanung erzielt. Gleichwohl bestehe bei vielen Gemeinden noch ein erheblicher Nachholbedarf vor allem bei der Bestandserfassung, der Zustandsauswertung sowie einem systematischen Erhaltungsmanagement. Zusammenfassend konstatiert der Landesrechnungshof: Mehr als die Hälfte der Gemeinden habe für die Brücken noch kein Bauwerksverzeichnis erstellt. Zudem fehlten Brückenbücher bei rund 30 % und Brückenzustandsdaten bei rund 41 % der Gemeinden. Nur rund zwei Drittel der Gemeinden führten Brückenprüfungen nach dem Standardregelwerk durch, jedoch in vielen Fällen nicht an allen Brücken. In weiteren 16 % der Gemeinden würden Prüfungen in "sonstiger Form" – überwiegend nur an wichtigen Brücken – durchgeführt, während in 18 % der Kommunen Brückenprüfungen nur bei Bedarf oder gar nicht durchgeführt wurden.

    Ausführlich geht der Bericht auch auf die technische und rechtliche Bedeutung der DIN 1076 ein sowie auf die haftungs- und strafrechtlichen Konsequenzen bei Nichtbeachtung der Standardregelwerke ein. Fehlende Finanzmittel seien grundsätzlich kein Grund zur Unterlassung regelmäßiger Brückenprüfungen, denn schutzwürdige Interessen der Verkehrsteilnehmer hätten Vorrang vor Kostenfragen und der Finanzkraft der verkehrssicherungspflichtigen Kommunen.

    Insgesamt befinde sich jede fünfte kommunale Brücke oder fast ein Drittel der Brückenfläche in einem kritischen Zustand, wobei sich dieser in den Gemeindeklassen unterschiedlich darstellt. Der erforderliche Investitionsbedarf für die Erhaltung der kommunalen Brücken einschließlich Ersatzbauten sei auf bis zu 1,4 Mrd. € gestiegen.

    Quelle: https://rechnungshof.rlp.de/de/veroeffentlichungen/gutachten-und-stellungnahmen/erhaltung-und-zustand-von-bruecken-in-kommunaler-baulast-2021/

    22.09.2021 - 

    THW-Brücken im Ahrtal

    Von den Zerstörungen der Flutkatastrophe im Ahrtal waren auch ca. 60 Brücken betroffen, darunter 24 Straßenbrücken direkt über die Ahr. Von diesen 24 Straßenbrücken sind ca. 40% so zerstört, dass sie für eine weitere Nutzung ausfallen. Über die Aktivitäten des Technischen Hilfswerks THW zur Errichtung von Behelfsbrücken berichtet die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD).

    Die Behelfsbrücken des THW seien – anders als die zunächst errichteten Brücken der Bundeswehr - vorrangig für die zivile Nutzung gedacht. Dem THW stünden zur Errichtung von Brücken bundesweit 16 Fachgruppen Brückenbau zur Verfügung mit Einsatzkräften, die unter anderem über Qualifikationen aus dem Baubereich verfügten.

    Als Behelfsbrücken dienten dem THW sogenannte Bailey-Brücken, deren System bewusst einfach gehalten sei. Durch die relativ geringe Anzahl verschiedener Bauteile könnten die Brücken flexibel an die jeweiligen Einsatzanforderungen, z.B. bezüglich Stützweite und Tragfähigkeit, angepasst werden. In der Regel erfolge die Montage einer Bailey-Brücke im Vorschub, sie werde also am Ufer auf einer Rollenbahn aufgebaut und dann an ihre endgültige Position geschoben.

    Bei beschädigten, aber nicht zerstörten Brücken führe der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) außerdem Ertüchtigungsmaßnahmen durch. Für den Wiederaufbau der Straßen und Brücken würden Bund und Länder Mittel aus dem Wiederaufbaufonds bereitgestellt. Dazu würden derzeit auf Bundes- und Landesebene die rechtlichen Grundlagen geschaffen.


    Quelle (mit Link auf zwei Filme des THW): https://www.aktiplan.de/thw-bruecken-im-ahrtal-der-film/

    24.07.2021 - 

    Nur zwei Brücken sind im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler heil geblieben

    Das ganze Ausmaß der Schäden entlang der ganzen Ahr, von Schuld bis zum Mündungsgebiet in Sinzig sind, sei noch schwer zu ermessen. Der rheinland-pfälzische Innenminister habe in einer Sondersitzung des Landtags von 62 zerstörten und 13 beschädigten Brücken im Landkreis Ahrweiler gesprochen. Es handele sich dabei um Fußgänger-, Pkw- und Eisenbahnbrücken und die Informationen beruhten auf Meldungen der Einsatzkräfte vor Ort.

    Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) in Koblenz dagegen könne diese Zahl nicht bestätigen, sondern erwarte frühestens Anfang August Ergebnisse. Das Ausmaß sei noch nicht abschätzbar. Prüfer seien vor Ort, um zu schauen, welche Brücken saniert werden können oder abgerissen werden müssen.

    Quelle: https://ga.de/region/ahr-und-rhein/bad-neuenahr-ahrweiler/nur-zwei-bruecken-sind-im-stadtgebiet-bad-neuenahr-ahrweiler-heil-geblieben_aid-61754765

    19.07.2021 - 

    Ahrweiler: Schäden an Straßen und Brücken nicht abzusehen

    Die Schäden an der Infrastruktur, die die Flutkatastrophe verursacht hat, sind immens – und noch gar nicht vollständig absehbar. Auch zu Straßen- und Brückenschäden angeht, liege derzeit auch noch keine Schadensübersicht vor. Nach Auskunft der rheinland-pfälzischen Verkehrsministerin seien derzeit fünf Brückenprüftrupps des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz vollständig für Brücken im Hochwassergebiet eingesetzt. Ein sechster Brückenprüftrupp werde kurzfristig zusammengestellt

    Quelle: https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/kreis-ahrweiler_artikel,-schienen-strassen-bruecken-schaeden-noch-nicht-abzusehen-_arid,2285083.html

    01.07.2021 - 

    Wie marode sind unsere Brücken?

    Mit dem Zustand der rheinland-pfälzischen Brücken befasste sich der Südwestrundfunk in seiner Sendung „Zur Sache – Rheinland-Pfalz“ am 1. Juli 2021. Am Beispiel der Tiefentalbrücke, der Schiersteiner Brücke und der Salzbachtalbrücke werden die allgemeinen Probleme bei der Brückensanierung beschrieben. Zwar seien inzwischen, so ein Experte des Instituts der deutschen Wirtschaft ausreichende finanzielle Kapazitäten für die Brückensanierung vorhanden, dafür fehle es aber an den personellen Kapazitäten bei Verwaltungen und Baufirmen.

    Quelle: https://www.ardmediathek.de/video/zur-sache-rheinland-pfalz/wie-marode-sind-unsere-bruecken/swr-rheinland-pfalz/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE0ODk1MTE/

    15.02.2021 - 

    Land geht neuen Schritt bei Planung der Mittelrheinbrücke

    Nach einer Meldung der deutschen Presseagentur hat die rheinland-pfälzische Landesregierung mit der Einleitung des Raumordnungsverfahrens den Startschuss für eine neue Phase bei der Planung der Mittelrheinbrücke gegeben. Die für das Raumordnungsverfahren notwendigen Voruntersuchungen zur Verkehrsabschätzung lägen inzwischen vor. Dazu gehörten u. a. eine Umweltverträglichkeitsstudie, Untersuchungen zur Tier- und Pflanzenwelt im Flusstal, Bewertungen der visuellen Wirkungen einer Brücke und eine Wirtschaftlichkeitsprüfung. Untersucht würden auch die verschiedenen möglichen Varianten einer Rheinquerung wie Tiefbrücke, Hochbrücke, Tunnel und erweiterter Fährbetrieb.

    Das Raumordnungsverfahren könnte eineinhalb Jahre dauern. Dann müssten Detailplanung, Planfeststellungsverfahren, Ausschreibung und Bau folgten. Klagen und Verzögerungen bei dem Projekt könnten nicht ausgeschlossen werden. Offen sei noch, ob die Brücke zur geplanten Bundesgartenschau 2029 eröffnet werden könnte.

    Quelle: https://www.zeit.de/news/2021-02/15/land-geht-neuen-schritt-bei-planung-der-mittelrheinbruecke

    11.02.2021 - 

    Wiedtalbrücke der A3 muss abgerissen werden

    Über ein besonderes Problem beim geplanten Abriss der Wiedtalbrücke auf der A3 berichtet der Bonner General-Anzeiger: Vor dem Abriss müssen noch geschätzt über 6000 Fledermäuse umgesiedelt werden, respektive ein neues Sommer- oder Winterdomizil finden. Allein bis zu 3000 Zwergfledermäuse nutzten die Brücke vermutlich ganzjährig als Quartier, bis zu 3000 Abendseglern diene sie als Winterunterkunft, 300 Großen Mausohren als Wochenstube und Paarungsquartier sowie in kleinerer Zahl weiteren seltenen Arten wie der Zweifarbfledermaus. Was das Bauprojekt laut Gutachten zusätzlich erschwert, sei die Erkenntnis, dass etwa die Abendsegler nicht aus der näheren Umgebung kämen, sondern aus bis zu 1000 Kilometer Entfernung ins Wiedtal flögen.

    Zum Schutz der angesprochenen Fledermauspopulation und zum Ausgleich möglicher Beeinträchtigungen seien lokale Schutzmaßnahmen zur Wahrung ihrer Erhaltungszustände geplant, so die Autobahn-Sprecherin. Dies erfolge als Teil notwendiger sogenannter CEF-Maßnahmen (Continuous ecological functionality-measures). Dabei handele es sich um vorgezogene artenschutzrechtliche Maßnahmen, die sich aus dem Bundesnaturschutzgesetz ergäben. Dazu gehöre etwa die Anbringung verschiedener Fledermauskastensysteme. Das sei bereits abgeschlossen. Ebenso entstehe in der Nähe der Wiedtalbrücke ein Ersatzquartier – ein „Fledermausturm“, in unmittelbarer Nähe zur Bogenbrücke. Die Tiere sollten weit vor dem Beginn baulicher Maßnahmen an der Brücke umgesiedelt sein.

    Quelle: https://ga.de/region/siebengebirge/kreis-neuwied/wiedtalbruecke-der-a3-muss-abgerissen-werden_aid-56186245

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  • Saarland

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    27.07.2021 - 

    Zustand der Brücken im Saarland

    Die meisten in der Baulast des Bundes stehenden Brücken im Saarland wurden nach Angaben der Bundesregierung zwischen den Jahren 1955 und 1984 gebaut. Das durchschnittliche Alter liege bei 46,7 Jahren, bei den Eisenbahnbrücken betrage das durchschnittliche Alter der Brückenbauwerke im Saarland 96,2 Jahren. Diese Angaben stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag. Die Bundesregierung liefert in den Antwort auch Angaben zu Baustoffen, Güteklassen und viele weitere Informationen zu den Brücken im Saarland.

    Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/317/1931760.pdf

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  • Sachsen

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    22.03.2021 - 

    Basteibrücke: Check-up in 40 Metern Höhe

    Die Sächsische Zeitung berichtet ausführlich über die Brückenprüfung an der Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz. Die Basteibrücke verbindet die Bastei mit einem vorgelagerten Felsriff mit den Felsen „Steinschleuder“ und „Neurathener Felsentor“. Zwischen 1850 und 1851 wurde die bis dahin vorhandene Holzbrücke wegen des gestiegenen Besucherverkehrs durch die noch heute stehende Sandsteinbrücke ersetzt. Sie hat eine Länge von 76,5 Metern und überspannt mit sieben Bögen die 40 Meter tiefe Felsenschlucht.

    Jeder Brückenbogen, jeder Pfeiler müsse auf Risse, Abplatzungen und Durchfeuchtung untersucht werden, auch Bewuchs, der das alte Bauwerk beeinträchtige. Bauwerksprüfer Krebs sei ein Fachmann für Sandstein, der auch die Barbarine kontrolliere. Alle zwei bis drei Jahre werde die Felsnadel in Zusammenarbeit mit der Klettertechnischen Abteilung beim Sächsischen Bergsteigerbund auf ihre Standfestigkeit überprüft.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): https://www.saechsische.de/sachsen/saechsische-schweiz/basteibruecke-kontrolle-pruefung-sandstein-5405786-plus.html

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  • Sachsen-Anhalt

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    11.05.2021 - 

    Im Bauch der Brücke: Kontrolle für die Lady aus Beton und Stahl

    Die Autobahngesellschaft berichtet auf ihrer Webseite ausführlich über die Brückenprüfung der Saalebrücke Beesedau auf der A 14. Für insgesamt 2.800 Brücken und andere Ingenieurbauwerke sei die Niederlassung Ost der Autobahngesellschaft verantwortlich. Bei durchschnittlich zwei Sichtprüfungen pro Bauwerk pro Jahr gebe es eine Menge Brückenprüfungen innerhalb eines Jahres.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/im-bauch-der-bruecke-kontrolle-fuer-die-lady-aus-beton-und-stahl

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  • Schleswig-Holstein

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    09.07.2022 - 

    Chef der Baumaschinen-Kolosse

    Die Kieler Nachrichten berichten, dass für den Neubau der Rader Hochbrücke die bundeseigene Deges einen ihrer erfahrensten Brückenbauer in den Norden geschickt habe, Martin Steinkühler. Er bezeichne sich selbst als leidenschaftlichen Brückenbauer und habe bisher einige der größten Brücken in Deutschland und Europa betreut. Für die neue Brücke rechne er mit den heutigen Kennzahlen und dem Blick auf die Statik mit mindestens 100 Jahren Lebenszeit.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): www.kn-online.de/lokales/rendsburg-eckernfoerde/er-baut-die-neue-rader-hochbruecke-ueber-den-kanal-TBL4HSAWRNNI4RA2DBSKH5YEWI.html

    08.07.2022 - 

    Bauarbeiten an der Rader Hochbrücke: Jetzt geht es los

    In den schleswig-holsteinischen Medien wird der Startschuss für eines der größten Infrastrukturprojekte im Norden interessiert beachtet. Für den Neubau der Rader Hochbrücke rollten seit einigen Tagen nördlich des Kanals die Bagger und hätten begonnen, das Gelände für den Bau eines neuen Damms und einer Feldfabrik zur Fertigung der Brückensegmente abzutragen. Die Aufgabe für Planer und Arbeiter sei gewaltig und mit dem neuen Bauwerk gingen die Ingenieure an die Grenzen des Machbaren, so die Kieler Nachrichten.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): www.kn-online.de/lokales/rendsburg-eckernfoerde/bauarbeiten-an-der-rader-hochbruecke-jetzt-geht-s-los-4Q3LHZ5CY7VBLLSZUJZS5PR54Q.html

    08.03.2022 - 

    Neubau der Rader Hochbrücke: Bürgerinitiative will doch nicht klagen

    Dem Bau der Rader Hochbrücke steht nach einem Bericht des NDR nichts mehr im Weg, denn eine Bürgerinitiative wolle nun doch wegen des aus ihrer Sicht unzureichenden Lärmschutzes nicht klagen. Der Neubau der etwa 1.500 Meter langen Rader Hochbrücke solle nächstes Jahr starten. Die neue Brücke werde in zwei Abschnitten gebaut. Die erste Teilbrücke soll bis 2026 fertig werden, die zweite Hälfte dann bis 2029/2030. Der Neubau koste etwa 380 Millionen Euro.

    Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neubau-der-Rader-Hochbruecke-soll-2023-starten,raderhochbruecke324.html

    27.01.2022 - 

    Gericht schmettert Fehmarns Blockade des Ostseetunnels ab

    Gescheitert ist dagegen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vor Gericht die Stadt Fehmarn mit dem Versuch, die Bauarbeiten an dem geplanten Fehmarnbelttunnel vorläufig zu stoppen. Das schleswig-holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) habe in einem Eilverfahren eine entsprechende Klage per unanfechtbarem Beschluss abgewiesen. In dem Streit sei es um das Brandschutzkonzept gegangen, das die Gemeinde für unzureichend halte.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/fehmarnbelttunnel-gericht-schmettert-fehmarns-blockade-des-ostseetunnels-ab-a-b23cf6bf-fa49-41fd-bf4b-f60bc8a9f950

    18.01.2022 - 

    Land erlässt Planfeststellungsbeschluss für Ersatzneubau der Rader Hochbrücke

    Die Planungen für den Neubau der Rader Hochbrücke bei Rendsburg haben nach dem Planfeststellungsbeschluss die wichtigste Hürde genommen. 2022 könne deshalb, so die Autobahn GmbH, die europaweite Ausschreibung des Projekts beginne, 2023 der Bau. Der Pkw- und Lkw-Verkehr auf der Brücke werde nach einer aktuellen Verkehrsprognose von derzeit täglich rund 54.000 Fahrzeugen auf knapp 61.000 Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 steigen.

    Von Frühjahr 2023 bis Herbst 2026 solle zunächst östlich der jetzigen Brücke ein erstes Teilbauwerk für die beiden neuen Richtungsfahrbahnen über den Nord-Ostsee-Kanal gebaut werden. Anschließend werde die alte Brücke gesprengt und abgerissen. Dann werde der Verkehr knapp vier Jahre lang in beiden Richtungen über die fertige erste Fahrbahn rollen.

    Quelle: https://www.autobahn.de/die-autobahn/aktuelles/detail/land-sh-erlaesst-planfeststellungsbeschluss-fuer-ersatzneubau-der-rader-hochbruecke

    17.01.2022 - 

    Richter stoppen vorläufig teilweise Baggerarbeiten für Fehmarnbelttunnel

    Nach Berichten in mehreren Tageszeitungen und Magazinen hat das Bundesverwaltungsgericht der Klage des Aktionsbündnisses gegen eine feste Fehmarnbeltquerung stattgegeben, sodass die Baggerarbeiten für den umstrittenen Ostseetunnel zwischen Deutschland und Dänemark auf deutscher Seite zunächst teilweise gestoppt werden müssen. Das Aktionsbündnis hatte beantragt, das Ausbaggern des Tunnelgrabens vor Fehmarn im Bereich von geschützten Riffen zu untersagen, bis das Gericht in etwa drei Monaten über einen Eilantrag des Bündnisses gegen die Arbeiten entschieden hat. Das Gericht habe jedoch darauf hingewiesen, dass damit kein Teil-Baustopp für die Errichtung der Fehmarnbeltquerung erlassen worden sei.

    Der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein bleibe dennoch gelassen, denn trotz der Verzögerung werde die Klage weder eine substanzielle Veränderung des Projekts selbst noch des Zeitplans mit sich bringen.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fehmarnbelt-tunnel-bundesverwaltungsgericht-stoppt-vorlaeufig-baggerarbeiten-wegen-riffen-a-e491f410-b1e8-4055-acca-0fa673bfdb4d

    29.11.2021 - 

    Startschuss für Fehmarnbelt-Tunnel

    Vor allem im Norden Deutschlands beachtet wurde in den Medien der Spatenstich für den Fehmarnbelt-Tunnel auf deutscher Seite. Von 2029 an werde sich die Fahrtzeit mit dem Zug von Hamburg nach Kopenhagen auf zweieinhalb Stunden verkürzen, aber auch Autos würden die Vorteile des Tunnel nutzen können. Durch den neuen Tunnel zwischen den Inseln Fehmarn in Schleswig-Holstein und Lolland im südlichen Dänemark werde ganz Skandinavien dank der neuen Querung enger mit Kontinentaleuropa verbunden werden.

    Eigentlich sollte der Tunnel bereits 2021 in Betrieb genommen werden, aber neben den zahlreichen Zivilklagen habe auch das langwierige Genehmigungsverfahren auf deutscher Seite, insbesondere das sieben Jahre dauernde Planfeststellungsverfahren, die Realisierung des Projekts verzögert.

    Die Baukosten für den Tunnel von mehr als sieben Milliarden trage allein Dänemark, wobei ein Teil auch von der EU finanziert werde. Deutschland zahle geschätzt 3,5 Milliarden Euro für die Straßen- und Schienenanbindung. Refinanziert werden solle das Projekt über Mautgebühren.

    Quelle (u.a.): https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/fehmarnbelt-tunnel-baustart-101.html

    18.08.2021 - 

    Neue Rader Hochbrücke: Deges spricht mit Kritikern – Wirtschaft warnt vor „Super-GAU“ –

    Die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung berichtet von einem Erörterungstermin der Autobahngesellschaft für den Neubau der Rader Hochbrücke, der 2023 beginnen solle. Es gebe zahlreiche Einwände von Bürgern und Gemeinden gegen das Großprojekt. Gefordert werde von der Deges und den Betroffenen, zu einer konsensualen Lösung zu kommen, damit innerhalb der Restnutzungsdauer bis zum Jahr 2026 der erste Teil des Ersatzbaus auch tatsächlich fertiggestellt werden könne. Der Ersatzbau dürfe nicht in einem „Desaster“ wie bei der Kanaltunnel-Sanierung enden, warne der Unternehmensverband Mittelholstein.

    Quelle (hinter Bezahlschranke): https://www.shz.de/lokales/landeszeitung/Neue-Rader-Hochbruecke-Deges-spricht-in-Rendsburg-mit-Kritikern-id33323062.html

    01.06.2021 - 

    Rader Hochbrücke: Immer mehr Störfälle durch Bauarbeiten

    Nach einem Bericht der Kieler Nachrichten rückt nach der abgeschlossenen Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels wird die Rader Autobahnhochbrücke über dem Nord-Ostsee-Kanal wieder stärker zum Nadelöhr des Nordens. Das marode Bauwerk halte nach einem Gutachten nur noch wenige Jahre und soll für rund 295 Millionen Euro in zwei Etappen vollständig ersetzt und auf sechs Fahrspuren erweitert werden. Für die Inspektionen an der Brückenstatik griffen bereits die verkürzten Prüfintervalle, die vom bisherigen Betreiber – dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV SH) – nach Entdeckung der massiven Schäden an den Brückenpfeilern 2013 eingeführt worden waren.

    Quelle (nur gegen Registrierung): www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Rader-Hochbruecke-Immer-mehr-Stoerfaelle-durch-Bauarbeiten

    15.04.2021 - 

    Schieneninfrastruktur Schleswig-Holstein

    In einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag zur Schieneninfrastruktur in Schleswig-Holstein ging es auch um Alter und Zustand der Eisenbahnbrücken über den Nord-Ostsee-Kanal. Von den insgesamt vier Brücken sind demnach zwei in einem ausreichenden Zustand, zwei in einem nicht ausreichenden. Die älteste Brücke stamme aus dem Jahre 1894, die jüngste von 1986.

    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/285/1928570.pdf

    23.03.2021 - 

    Sperrwerk wird für Bauwerksprüfung zwei Monate geschlossen

    Dass Bauwerksprüfungen auch schon einmal länger dauern können, zeigt sich in Husum. Dort wird das Husumer Sperrwerk wegen einer großen Bauwerksprüfung für voraussichtlich zwei Monate gesperrt. Wasserfahrzeuge würden das Bauwerk in der Zeit nicht passieren könne. 46 Jahre nach dem Bau des Husumer Sperrwerks müssten die Sperrwerkskammer, die drei Torpaare und ihre Lager trocken inspiziert und gegebenenfalls instandgesetzt werden. Die Trockenlegung des Husumer Sperrwerks sei zwei Jahre lang vorbereitet worden.

    Quelle: https://www.t-online.de/region/id_89711768/sperrwerk-wird-fuer-bauwerkspruefung-zwei-monate-geschlossen.html

    26.11.2020 - 

    Über dem Nord-Ostsee-Kanal

    Nach einer Pressemeldung der Autobahn GmbH plant und baut die DEGES die neue Rader Hochbrücke im Zuge der A7. Die Planfeststellungsunterlagen zum Neubau seien ausgelegt worden. Die neue Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal Kanal werde aus zwei Brückenteilen bestehen mit jeweils drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung.

    Die alte vierstreifige Rader Hochbrücke sei derart geschädigt, dass sie nicht mehr saniert werden könne. Die Restlaufzeit des alten Brückenbauwerks bis 2026 sei ein entscheidendes Datum, bis zu dem die neue Brücke fertiggestellt werden müsse.

    Quelle: https://www.autobahn.de/news-archiv/

    28.08.2020 - 

    Sierksdorf vergisst fast 30 Jahre lang Brückenprüfung

    Von einem (hoffentlich) seltenen Fall berichten die Lübecker Nachrichten am 28.08.2020 aus der Gemeinde Sierksdorf in Schleswig-Holstein. 1986 wurde dort eine Brücke über ein Gleis gebaut und an die Gemeinde übergeben. Die letzte Brückenhauptprüfung fand allerdings 1991 statt. „Die Akten sind damals in den Keller gewandert und dann hatte keiner mehr die Überprüfung auf dem Schirm“, so ein Vertreter des Amtes Ostholstein-Mitte. Eine kleine Gemeinde habe mit der Prüfung von Bauwerken wenig Erfahrung. Aktuell gehe von der Brücke keine Gefahr aus. Inzwischen ist eine Ausschreibung erfolgt und der Auftrag soll rasch vergeben werden.

    Quelle (nur gegen Bezahlung): Lübecker Nachrichten, 28.08.2020

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  • Thüringen

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    27.01.2022 - 

    Alle 999 Thüringer Autobahnbrücken in gutem Zustand

    Nach Angaben der Autobahngesellschaft Ost gebe es bei den über 999 Autobahnbrücken in Thüringen keinerlei Sanierungsbedarf. Alle Brücken seien in einem guten und vor allem sicheren Erhaltungszustand. Anders als etwa Hessen sei Thüringen nach Angaben des ADAC kein typisches Transitland. Entsprechend weniger Lastwagen führen durch den Freistaat. Auch sei nach der Wende vieles neu gemacht worden, so dass aktuell in Mitteldeutschland fast alle Brücken in bester Ordnung seien.

    Quelle: https://www.stern.de/gesellschaft/regional/alle-999-thueringer-autobahnbruecken-in-gutem-zustand-31573836.html

    29.07.2021 - 

    69 neue Brücken in den letzten drei Jahren gebaut

    Das thüringische Landesamt für Bau und Verkehr hat mitgeteilt, dass in seinem Zuständigkeitsbereich in den vergangenen drei Jahren insgesamt 69 Brücken neu gebaut worden seien. Teilweise würden veraltete Bauwerke auch durch neue ersetzt. Der Sanierungsbedarf beim relativ jungen Brückenbestand sei mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag im Jahr gering, dürfte aber in den kommenden Jahren wieder ansteigen. Insgesamt zähle das Landesamt 737 Brücken auf Bundesstraßen und 1167 Brücken auf Landstraßen in seinem Zuständigkeitsbereich.

    Quelle: https://www.insuedthueringen.de/inhalt.landesamt-69-neue-bruecken-in-den-letzten-drei-jahren-gebaut.d246d869-d068-4efc-938c-bd60a79ca4ed.html

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